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Minijob: Arbeitspflicht wenn noch kein Vertrag?

P,aul<ine1x1


Deswegen halt ich ja den Probearbeitstag für sinnlos.

Ich nicht. Ich wollte schon ein paar Mal einen abmachen beim Vorstellungsgespräch, aber die Chefs waren nie damit einverstanden. Ich hätte eben gern mal die ganzen Abläufe gesehen und die künftigen Kollegen, also auch die Atmosphäre im Betrieb. Davon bekommt man beim Vorstellungsgespräch wenig mit.

K2adhidMyxa


Ich schmeiß noch hinterher: so schätz ich den Laden aber nicht ein, ich hatte halt den Chef nicht nochmal gesehen, da wird das untergegangen sein.

Naja, das mit dem stillschweigenden Arbeitsvertrag ist schwierig, man könnte sich ja auf die mündliche Absprache mit der unbezahlten Probezeit berufen...

... ich würde zwingend einen Arbeitsvertrag unterschreiben wollen und sonst nicht mehr kommen.

sGingxha


ich würde zwingend einen Arbeitsvertrag unterschreiben wollen

Ich nicht: Bei muendlichen Vertraegen gilt BGB, will man davon zum Nachteil einer Seite (meistens des AN) abweichen, bedarf es der Schriftform. Hab Jahrelang (mit Studium!) ohne gearbeitet.

Keadh2ixdya


Aber wenns Probleme gibt, steht doch der AN in der Nachweispflicht, dass ein stillschweigendes Arbeitsverhältnis besteht...

... und evt ohne RV...

... es ist einfach nerviger Kram, den man sich mit einem 0815-Aushilfenvertrag ersparen kann!

Wuaterklix2


Ich hätte immer Angst, dass ich nichts in der Hand habe, wenn ich dann nicht bezahlt werde. Also dass der AG halt behaupten kann, ich hätte dort nie gearbeitet (darüber habe ich ja dann nichts schriftliches). Das ist halt das, wo ich dran denke, wenn ich keinen Arbeitsvertrag hab und arbeiten soll... ":/

l_ittXlje.Lx.


Ich gehe davon aus, dass du im Supermarkt oder so nen 400€Job angenommen hast?

Und dann auch noch vor Pfingsten als Neuling :-o Ach du schreck^^ Ich wünsche Dir schonmal gute Nerven, ich drücke mich gerne an solchen Tagen zu arbeiten, denn das ist der Pure Horror. Man bedenke man kann Montag nicht einkaufen :-o Das geht nicht, da muss Samstag der ganze Laden geräumt werden ;-D

Ich würde aber auch nach einem Vertrag fragen. Oft ist es so, dass sie dann sagen, neeee Frau Pfefferminzlikör hat das doch nicht so gut gemacht. Dann hatten sie ne (schön blöde) Aushilfe für die heftigen Tage. Hat meine Chefin gerne gemacht, das Probearbeiten auf solche Tage gelegt und dann gesagt "So Tschüss" :(v Billiger gehts eben nicht.

Richtig einarbeiten gibts im Handel eh nicht, schon garnicht für die aushilfskräfte. Ich kann mich noch gut an mein Pratikum vor der Ausbildung bei Norma erinnern.

3 Stunden im Laden :So jetzt geh mal bitte an die Kasse. 5 Minuten einarbeiten und dann musste ich den Laden alleine schmeissen,keine zweite Kasse nix^^ Das war schon übel, aber ich habs überlebt.

Pass aber auch bitte auf deine Überstunden aus, viele bummeln dann und mit viel pech siehst du dein Geld nie wieder. Mir schuldet jemand noch kanpp 350€ überstunden und ja. Gibts wohl nie wieder. Ich sollte die damals abfeiern, dumm nur , dass ich dort nicht mehr arbeite^^

shi4nygha


dass ich nichts in der Hand habe

Kunden

Kollegen

schriftliche Arbeitsanweisungen (emails)

Arbeitsplaene

Berichte

K'adHhixdya


Trifft alles nur bedingt zu, z.B. bei einem Aushilfsjob im Supermarkt fallen viele flach.

Und – jetzt mal grundsätzlich, soviel kriminelle Energie traue ich dem AG von der TE nicht zu – wenn der Dinestplan also das einzige ist und die Kollegin ihn nicht kopiert hat (evt gibts da keinen frei zugänglichen Kopierer), kann man gut nachträglich umschreiben.

Hier dagegen könnte der AG argumentieren, dass die Probezeit ja nicht bezahlt wird und sie sei ja noch in der Probezeit.

Eigentlich ist das auch der Grund, weswegen ich meine, Du solltest auf einem Vertrag bestehen – nicht so sehr um vor gericht oder sosntwo beweisen zu können, dass Du da gearbeitet hast. Sondern vor allem damit geklärt ist, dass Du für die Arbeit bezahlt wirst und das keine unbezahlte Probezeit ist.

1Ntox3


Ich nicht: Bei muendlichen Vertraegen gilt BGB, will man davon zum Nachteil einer Seite (meistens des AN) abweichen, bedarf es der Schriftform. Hab Jahrelang (mit Studium!) ohne gearbeitet.

Typisch weltfremde Sicht von Juristen. Bei einem normalen Arbeitgeber braucht man keinen Vertrag-hatte ich als Schüler und Student auch schon. Wenn sich ein Arbeitgeber dumm stellt, kannst du ja klagen – was die Mehrzahl aber aus guten Gründen nicht tut. Aber du kannst weder nachweisen, wieviel du gearbeitet hast. Nicht angeordnete Arbeitsstunden zählen nicht und wenn der Arbeitgeber behauptet, es wären nur 10 Stunden pro Woche für 5 Euro die Stunde abgesprochen gewesen? Oder gar ein Werkvertrag, den du leider nicht vollständig erfüllt hast?

Ich hatte mal jemanden, wo nach einem Monat das Projekt und damit meine Einstellung gestorben waren (Externe Ursachen). Auffassung des Arbeitgebers: Kein Projekt, also auch keine Bezahlung. Über die Drohung einer Klage hat er nur gelacht, weil ich ja keinen Vertrag hätte. Und mir eine Bezahlung angeboten, die auf effektiv 50 Cent pro Arbeitsstunde rausgelaufen wäre, weil er nur fertiggestellte Teile berücksichtigen wollte und nicht die geleistete Vorarbeit. Glücklicherweise hatte ich ein Druckmittel. ]:D

K>a0d]hFidxya


Du hattest alle Vorarbeitsergebnisse und erst gegen anständige Bezahlung rausgerückt?

Sbimbaatyp


Auch ein mündlicher Vertrag ist ein Vertrag 1to3!

KDadhidxya


... aber schwerer bis schwer nachzuweisen ;-)

SwimSbatyxp


... aber schwerer bis schwer nachzuweisen ;-)

Wohl wahr.

1{tox3


Und damit vor Gericht je nach Richter wertlos. Ich hätte ja auch 100 Mark bekommen – für einen Monat Arbeit. Ja danke auch!

KHadhxidya


Und was für ein Druckmittel hattest du – ein selbst geschriebenes Programm oder Ähnliches?

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