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"Du" oder "Sie" im Beruf?

LPinFa-Sof]ixe


Du meinst, wenn der Nachname fehlt? Nöö, das ganz alleine würde mir nicht reichen. Hängt auch von der Formulierung im Text ab. Ein Rundschreiben muss nicht unbedingt das Angebot zum Du sein für alle neuen Kollegen.

Ein Rundschreiben war es nicht, sondern die E-Mail ging direkt an mich. Ansonsten gab es nicht viele Formulierungen: keine Anrede und nur zwei kurze Anweisungen, ohne dass ich direkt angesprochen wurde. Darunter dann sein Vorname.

Fragen: "Wollen wir nicht beim du bleiben? Ist doch viel lockerer/einfacher."

Die Frage ist nicht so einfach einzubringen, da wir bisher nur per E-Mail kommuniziert hatten.

E_leonqora


Ich glaube es ist auch einfach eine Frage des Umgangs. Wenn ich jemanden quasi 'formell' kennenlerne, man sich aber gut versteht und sich 'per Du verhält', rutscht mir das du irgendwann automatisch raus. Bisher hat mich dafür auch noch nie jemand gescholten.

Wenn jemand eine E-Mail mit seinem Vornamen 'signiert' darf man ihn ruhig duzen. Es ist im Grunde eine Einladung. Wenn du unsicher bist, frag' einfach nach. Wer so locker ist mit seinem Vornamen zu unterschreiben, der wird bei so einer Frage nicht die Nase rümpfen. ;-)

Ansonsten halte ich es oft so: Wer mich duzt, den dutze ich zurück. Die Einzige Ausnahme bilden Leute im Alter meiner Großeltern (+ und – 10 Jahre, sag' ich mal).

E^leon-oArxa


Naaa, ich würde mich an Formalitäten nicht aufhalten. Wenn die E-Mail direkt an dich ging, dann darfst du ihn zumindest beim Vornamen nennen. Wenn er dich nicht gedutzt hat, lass eben auch sämtliche Anreden raus.

Kombination Vorname+Sie ist da voll ok. Er hat signalisiert wie er genannt werden möchte, aber noch kein Du angeboten. Wenn du dir unsicher bist, halte es erstmal so.

Das er keine Anrede verwendet hat liegt vermutlich daran, dass er dich eben auch nicht mal eben so dutzen kann. Wie gesagt: Ich finde es ist ein Angebot zum Du. ":/

L?inaj-Sofxie


Wenn jemand eine E-Mail mit seinem Vornamen 'signiert' darf man ihn ruhig duzen. Es ist im Grunde eine Einladung.

Im Grunde sehe ich das genauso. Nur in diesem Fall bin ich mir nicht sicher, ob das ein Versehen aus Gewohnheit war, weil derjenige pro Tag sehr, sehr viele E-Mails in dieser Form verschickt.

Ansonsten halte ich es oft so: Wer mich duzt, den dutze ich zurück. Die Einzige Ausnahme bilden Leute im Alter meiner Großeltern (+ und – 10 Jahre, sag' ich mal).

Hier bin ich (abgesehen von der komischen Situation im Moment) sehr konsequent und vielleicht auch etwas dreist. Wer mich duzt, wird auch von mir geduzt und da ist es egal, wie alt derjenige ist. Ich mag mich nicht in eine unterwürfige Position begeben und so würde ich mich fühlen, wenn mich jemand regelmäßig duzt und ich ihn nicht.

Eqle5onxora


weil derjenige pro Tag sehr, sehr viele E-Mails in dieser Form verschickt.

Aber dann scheint es ja für ihn auch eine Selbstverständlichkeit zu sein. Du kannst aber bestimmt auch einen Kollegen oder eine Kollegin danach fragen – sie kennen ihn ja vermutlich in der Hinsicht.

Aber ich habe noch nie von jemandem gehört der als Anrede seinen Vornamen abgibt und sich im Nachhinein beschwert, nicht mit dem Nachnamen angesprochen zu werden. Ich würde so denken: Wenn er sich pikiert das du ihn mit dem Vornamen ansprichst, muss er das Missverständnis klären, wenn es eins war. ;-)

LHina -Sof1ie


Das er keine Anrede verwendet hat liegt vermutlich daran, dass er dich eben auch nicht mal eben so dutzen kann.

Ich glaube, das lag eher daran, dass er sehr beschäftigt ist und sich die Mühe nicht machen wollte. ;-)

Wenn er dich nicht gedutzt hat, lass eben auch sämtliche Anreden raus.

Das habe ich beim letzen Mal aus dem Grund auch gemacht. Allerdings finde ich es recht unhöflich ohne Anrede und mag diesen Stil eigentlich nicht.

Lbina-S\ofixe


Du kannst aber bestimmt auch einen Kollegen oder eine Kollegin danach fragen – sie kennen ihn ja vermutlich in der Hinsicht.

Habe ich schon gemacht. Die Meinungen gingen total auseinander und ich war wieder nicht schlauer.

Wenn er sich pikiert das du ihn mit dem Vornamen ansprichst, muss er das Missverständnis klären, wenn es eins war.

Da hast Du allerdings recht. Unangenehm wäre es mir trotzdem.

SPineaxd


Bei uns wurde vom ersten Tag an geduzt ]:D ob das nun Hausmeister oder Direktor oder andere Lehrer sind, ist egal :)z

E-leonvora


Jetzt kannst du ja schreiben "Sehr geehrter Volker" oder so. ;-)

Oder eben "Lieber Volker".

Im Text kannst dann beim Sie bleiben. Verstehe nur nicht wie er es hinbekommen hat dir in einer Mail zu schreiben was du machen sollst (oder so) ohne dich an zu sprechen. ^^

Oder war das so wie:

"Hallo,

Die zu bearbeitenden Tabellen liegen im Ordner X auf Computer Y.

Gruß, Volker"

****

?

A)cin^onxyx


Haargenau, was Du beschreibst, kenne ich auch sehr gut.

Nach dem Studium im ersten Job wusste ich überhaupt nicht: "Du" oder "Sie"?

Die Abteilungskollegen haben mich alle gleich geduzt, während der Chef mich gesiezt hat. Der Chef hat aber alle in der Abteilung geduzt. Auch neuen männlichen Angestellten hat er gleich das "Du" angeboten. Nur mich hat er weiterhin gesiezt. Kam mir echt veralbert vor. War wohl ein Konflikt zwischen "Ranghöherer muss Du anbieten" und "Frau muss Mann das Du anbieten". Naja, nach 2 Monaten hatte Chef mir dann endlich das "Du" angeboten.

Bei Mails hab ich auch meisten mit Nachnamen angesprochen und da kam meistens Mails mit Vorname zurück oder ganz ohne Anrede und "Gruß, <Vorname>" (zweiteres heißt für mich, dass sich derjenige auch nicht ganz sicher ist, ob einem das Du passt – Du darfst entscheiden).

Später hab ich es so gehandhabt: Musste ich einen mir unbekannten Kollegen ansprechen, hab ich Abteilungskollegen gefragt: "Bei dem Kollegen xy – kann ich den duzen?" Und zu 98% kam ein "Natürlich!" zurück und beim Rest "Ah, der gehört zu den wenigen, die gesiezt werden wollen." So nach und nach kriegt man das aufgeteilt. Also wenn es bei Dir in der Firma recht locker zugeht, grübel nicht zu viel über das Thema ;-)

Den oben genannten Chef hätte ich übrigens nach einigen Vorfällen zu gern wieder das "Sie" angeboten – eben wegen Distanz und Antipathie. Mag zwar kindisch sein .. egal, ich hab vorher gekündigt ]:D

Beim neuen Arbeitgeber war das Thema ganz schnell abgehakt. Da bekam ich gleich am ersten Arbeitstag gesagt: "Hier duzen sich alle – bis zur Geschäftsführung." Okay, das macht's bei den 1.000 Kollegen dort echt sehr einfach.

L~inxa-Sonfie


Oder war das so wie:

"Hallo,

Die zu bearbeitenden Tabellen liegen im Ordner X auf Computer Y.

Gruß, Volker"

Das "Hallo" hat ganz gefehlt. Es ging einfach los mit: Bitte noch xxx und yyy erledigen. Danke. Vorname

Den Stil hat er beibehalten, so dass ich aus der Formulierung nichts ableiten kann. Ich muss ihm meistens jedoch etwas ausführlichere Mitteilungen schicken, so dass es echt schwierig bis unmöglich ist, jede Anrede zu umgehen.

Aocinonxyx


Den Stil hat er beibehalten, so dass ich aus der Formulierung nichts ableiten kann. Ich muss ihm meistens jedoch etwas ausführlichere Mitteilungen schicken, so dass es echt schwierig bis unmöglich ist, jede Anrede zu umgehen.

Ohne Anrede finde ich auch unhöflich. Da er Dich aber auch im Mailtext nicht anredet und Du auch nicht, ist das genau so eine Situation, wo keiner weiß: "Kann ich den jetzt duzen?" Das heißt aber wiederum, dass für beide Seiten ein "Du" okay ist. Denn würde jemand auf "Sie" bestehen, würde derjenige das schon in der Mail klarmachen ("Sehr geehrte/r Frau/Herr...", "Erledigen Sie bitte noch ...").

Lmina4-So>fie


Die Abteilungskollegen haben mich alle gleich geduzt, während der Chef mich gesiezt hat. Der Chef hat aber alle in der Abteilung geduzt. Auch neuen männlichen Angestellten hat er gleich das "Du" angeboten.

Das war bei meinem direkten Chef auch so und war komisch. Allerdings hielt das nur den ersten Tag an und war möglicherweise auch eine Unsicherheit von ihm.

"Ranghöherer muss Du anbieten" und "Frau muss Mann das Du anbieten"

Dass die Frau dem Mann das Du anbieten muss, habe ich noch nie gehört. Ich kenne nur das vom Ranghöheren und dass der Ältere das Du anbieten muss, was auch schon für genügend Konflikte/Widersprüche sorgen kann. Was zählt denn eigentlich mehr?

Bei Mails hab ich auch meisten mit Nachnamen angesprochen und da kam meistens Mails mit Vorname zurück oder ganz ohne Anrede und "Gruß, <Vorname>" (zweiteres heißt für mich, dass sich derjenige auch nicht ganz sicher ist, ob einem das Du passt – Du darfst entscheiden).

Wie hast Du darauf reagiert?

Später hab ich es so gehandhabt: Musste ich einen mir unbekannten Kollegen ansprechen, hab ich Abteilungskollegen gefragt: "Bei dem Kollegen xy – kann ich den duzen?" Und zu 98% kam ein "Natürlich!" zurück und beim Rest "Ah, der gehört zu den wenigen, die gesiezt werden wollen."

Leider habe ich nicht immer die Gelegenheit, vorher nachzufragen.

"Hier duzen sich alle – bis zur Geschäftsführung."

Das habe ich auch schon erlebt und fand es am einfachsten, weil es echt viele Unsicherheiten auflöst.

L-i#nGa-SoVfie


Da er Dich aber auch im Mailtext nicht anredet und Du auch nicht, ist das genau so eine Situation, wo keiner weiß: "Kann ich den jetzt duzen?" Das heißt aber wiederum, dass für beide Seiten ein "Du" okay ist.

Er steht jedoch in der Rangordnung deutlich über mir, so dass ich es normalerweise respektlos fände, ihn einfach zu duzen. Dieser Eiertanz geht mir mittlerweile allerdings auch ganz schön auf die Nerven.

Denn würde jemand auf "Sie" bestehen, würde derjenige das schon in der Mail klarmachen ("Sehr geehrte/r Frau/Herr...", "Erledigen Sie bitte noch ...").

Ich glaube, das wäre ihm unabhängig davon schon wieder zu viel Aufwand.

Wird "Sehr geehrter Herr..." überhaupt noch verwendet? Ich mache mir ja schon viele Gedanken über Du oder Sie, würde aber nichtmal den Geschäftsführer ein einer E-Mail so anreden, sondern einfach mit "Hallo Herr xxx", obwohl das Verhältnis zu ihm schon sehr förmlich und eindeutig beim Sie ist.

A*cinConxyx


Dass die Frau dem Mann das Du anbieten muss, habe ich noch nie gehört. Ich kenne nur das vom Ranghöheren und dass der Ältere das Du anbieten muss, was auch schon für genügend Konflikte/Widersprüche sorgen kann. Was zählt denn eigentlich mehr?

Das mit der Frau hab ich glaub ich mal im Knigge gelesen. Was mehr zählt – hier mal ein Link:

[[http://www.n24.de/news/newsitem_5787413.html]]

Wie hast Du darauf reagiert?

Wenn ich in der Mail weder meinen Nachnamen noch ein "Sie" entdecken konnte und der Kollege in der anderen Abteilungs den gleichen Rang hatte, dann hab ich die nächste Mail mit Vorname und "Du" geschrieben.

War es ein Abteilungsleiter oder höher, bin ich vorsichtshalber beim "Sie" geblieben. Beim ersten persönlichen Gespräch hat sich das dann meist auch aufgeklärt (Leiter bot mir "Du" an). Grad beim persönlichen Gespräch kann man nicht ewig Anreden umgehen und im Passiv reden ;-)

Das habe ich auch schon erlebt und fand es am einfachsten, weil es echt viele Unsicherheiten auflöst.

Oh ja, absolut. Hat mir viel Grübelei erspart, die ich beim alten Arbeitgeber hatte. Echt nervig, dieses "Du"/"Sie"-Thema.

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