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Berufsunfähigkeitsversicherung wegen Krankheit abgelehnt

CDhMocBlatxe hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Vor kurzem hatte ich mit einigen eine Diskussion zum Thema Berufsunfähigkeitversicherung. Bei mir und meinem Schatz ist es so, daß wir aufgrund unserer chron. Erkrankungen von jeder Versicherung abgelehnt werden. Wir haben noch nicht mal ansatzweise eine Chance. Da hat dann jemand behauptet, daß das ja eigentlich unter das Antidiskriminierungsgesetz fallen würde. Wie ist eure Meinung dazu bzw. wer kennt sich aus zu diesem Thema? Ich bin irgendwie nich tfündig geworden.

Mir wurde schon mal von einem Neurologen bestätigt, daß die Wahrscheinlichkeit extrem gering sei, daß ich wegen Epilepsie berufsunfähig werde. Aber ich hab keine Chance auch nur bei einer Versicherung zu landen (wurde schon abgelehnt). Epilepsie= Ausschluß :-(

Antworten
7A7ergMreis


Wollte gerade sagen:

Ist ja auch normal weil das wie ne Wette ist die Versicherung immer verliert.

Versuch doch die Erkrankung ausschließen zu lassen.....also BU durch Epilepsie als nicht versichert....

Cwhoc8latxe


Geht nicht, man wird von vornerein abgelehnt >:(

o_ct9aFvxia


Leider ist das in der heutigen Zeit so ... wir müssen uns privat versichern, können es aber nicht. Ich habe den ganzen Spaß mit BU und Ablehnung auch schon durch. Irgendwann fand ichs nur noch zum Kotzen, da ich mich schon todsterbenskrank gefühlt habe. Und selbst wenn man durchbringen könnte, dass sie ein Angebot machen müssen, die Rate wär wahrscheinlich so hoch, dass das keiner bezahlen kann. Bleibt nur zu hoffen, dass man nicht krank wird.

Mit meinem Versicherungsmakler habe ich mich dann für eine Schwere-Krankheiten-Versicherung entschieden.

_'Peaxrl_


Ja, ist leider so.

Möglichkeit, bisschen vorzusorgen, Unfallversicherung mit Unfallrente, so ist man zumindest bei BU durch Unfall abgesichert.

hnagP-tyxsja


ich wurde auch überall abgelehnt auf grund von grunderkrankung.

neutral betrachtet ist das mehr als verständlich. welche versicherung versichert schon ein brennendes haus?

gegen das antidiskriminierungsgesetz verstößt das nicht, da hat sich dein bekannter wohl nicht tiefergreifend damit beschäftigt.

Iit's am beyautiIfudlx day


Grundsätzlich kann die Berufsunfähigkeitsversicherungen wegen Vor- oder Grunderkrankungen ablehnen. Ob Eurer Risiko dazugehört, weiß ich nicht.

Das "Antidiskrimierungsgesetz" (AGG, Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) greift nicht, wenn nachvollziehbare Sachgründe vorliegen. Desweiteren ist dort auch von "Behinderungen" die Rede. Auch bei weiter Auslegung des Begriffs der Behinderungen dürfte eine Epilepsieveranlagung nicht darunter fallen.

Dennoch könnte auch Euer Bekannter recht haben, das kann man heute noch nicht sagen, da das AGG noch relativ jung und auslegungsbedürftig ist bzw. weil andere Vorschriften greifen könnten. Eine endgültige Klärung würde nur eine Klage gegen die Versicherer bringen. Oder jemand findet ein entsprechendes Urteil.

1Htox3


Geht nicht, man wird von vornerein abgelehnt

Die Ablehnung kommt schon, weil ihr von anderen Gesellschaften abgelehnt wurdet. Da sparen die sich gleich den Prüfungsaufwand. Auch am Risikoauschluss hat man dann kein Interesse. Ihr hättet eine anonyme Voranfrage über einen Versicherungsmakler machen können – jetzt ist es zu spät. Aber selbst WENN man eine BU bekommt bedeutet dass nicht, dass die Versicherung auch zahlt. Eine Freundin von mir hat vor Abschluss anonym den Beratungsdienst der Versicherung befragt. Der Arzt hat ihr klipp und klar gesagt, dass die Versicherung in ihrem Fall trotz Versicherung jeden BU-Fall ablehnen würde, weil sie wegen ihrer chronischen Krankheit Medikamente nehmen muss. Selbst wenn sie von einem Auto überfahren würde, könne man argumentieren, dass ihre Knochen aufgrund der Krankheit brüchiger und ihre Wundheilung möglicherweise durch die Medikamente beeinträchtigt sei.

Die Abschaffung der Berufsunfähigkeit unter dem Motto "Privat vor Staat" war eine der größten Sauereien der Politiker. Vorallem weil die Beamten mal wieder außen vor sind und sogar BU als goldenen Handschlag in die Frühpensionierung nutzen :(v Schildert den Fall am besten jedem eurer Abgeordneten insbesondere den *** von der FDP und fragt sie, was ihr tun sollt.

Ansonsten: Das Geld Hartz4 fest anlegen und evtl. beiseite schaffen. Auf keinen Fall irgendeine Form von privater Altersvorsorge oder langfristige finanzielle Verpflichtungen (Riester, Lebensversicherung,...) eingehen. Im Fall des Falls brechen euch die Verpflichtungen das Genick!

JYorBi


Leider ist es so, dass die Versicherer da am längeren Hebel sitzen. Aus meinem Umfeld kenne ich auch viele Fälle, die aus teils wirklich geringen Gründen (Beispiel: eine angeborene Fehlstellung der Wirbelsäule, die in 40 Lebensjahren noch keine Probleme gemacht hat, aber dennoch scheinbar ein erhöhtes Risiko darstellt). Und man muss ja "jeden Pups" angeben, sonst kann sich die Versicherung im Falle des Falles weigern, zu zahlen.

Entweder man wird eben gleich abgelehnt oder die Beiträge sind so irrsinnig, dass das nicht mehr finanzierbar ist. Bleibt nur, sich auf anderen Wegen irgendwie abzusichern.

CBhoclxate


@ octavia

Was ist denn eine Schwere- Krankheiten- Versicherung?

1'to3


Siehe hier:

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Dread-Disease-Versicherung]]

Ewhema@ligZer Nutz0er (#k1491x87)


Manchmal hilft es, sich bei im Ausland sitzenden Gesellschaften schlau zu machen. In England kannst du so gut wie alles versichern, die sind so sportlich und fassen das als Wette auf.

Allerdings weiß ich nicht, wie hoch der Einsatz sein wird. ;-)

SEunQflo]wer_x73


Das Problem habe ich auch: Keine Chance bei BU-Versicherung, keine Chance bei privater Krankenzusatzversicherung.

Ausschlüsse wären bei mir zumindest bei zwei Gesellschaften möglich gewesen. Aber da ich kaputte Knie & Schulter habe, wurde das pauschal zu "Gelenkproblemen". D.h. ALLE Gelenkerkrankungen, egal welche und wo, werden ausgeschlossen. Und aufgr. mehrerer Netzhautablösungen fallen Augensachen auch komplett raus. Und da ich wg. chronischer Schmerzen mal eine Schmerztherapie gemacht habe, wo auch Psychotherapie zu gehörte, fallen alle psychischen Sachen auch raus.

Tja – da lohnt es sich dann nicht mehr.

Es ist frustrierend – aber für Versicherungen ist man nur ein Kostenfaktor.

Ich habe das Thema für mich abgehakt. Bin Ende 30, habe noch spät studiert, habe auch sechs Jahre nach dem Studium noch nie Vollzeit gearbeitet, gleichzeitig Weiterbildungsschulden.

Im Prinzip rechne ich damit, irgendwann zum Sozialfall zu werden. Durch gesundheitliche Probleme und minimale EU-Rentenansprüche. Oder durch nicht existente Absicherung für's Alter – die daraus resultiert, dass aufgr. der nicht unerheblichen Krankheitskosten nicht mal eine blöde Rentenversicherung drin ist. Gut, könnte auch deswegen noch Schulden machen, ist aber wohl witzlos. ]:D

Ist echt bitter. Aber ich kenne halt auch Fälle, wo nach langer der Einzahlung die Versicherung nicht zahlt, weil EIN blöder Facharzttermin, der vergessen wurde, alles kaputtmacht. Habe beruflich gerade einen Fall, wo jemand wg. wiederholter Blasenentzündungen zum Urologen geschickt wurde, der NICHTS fand. Daher wurde dieser Einzeltermin bei Rückblick auf die Arztbesuche der letzten 5 Jahre vergessen anzugeben. Und schwupps, hatte die Versicherung einen Grund, wg. Berufsunfähigkeit aufgr. einer völlig anderen Erkrankung NICHT zu zahlen.

k*leiner_<dr"achenxstern


Tja, das kenne ich auch – chronische Krankheit, keine neue Versicherung mehr.

Und selbst wenn man eine bekommen sollte, schließt diese alles aus, was auch nur im entferntesten mit der Krankheit zu tun haben könnte ... also eigentlich alles, bei höheren Kosten :=o

Mit Diskriminierung hat das nichts zu tun, das ist einfach das kapitalistische Prinzip – Versicherungen gibt es ja nicht wirklich zum Wohle der Menschheit, sondern weil da eine Menge Geld mit zu verdienen ist...

ENhemalpiger Nudtzer (Z##14x9187)


Und schwupps, hatte die Versicherung einen Grund, wg. Berufsunfähigkeit aufgr. einer völlig anderen Erkrankung NICHT zu zahlen.

Deswegen sollte man Versicherungen, so weit es geht, streng meiden. Und bei Lichte betrachtet, man braucht nur sehr wenige.

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