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Gekündigt und Mobbing geht weiter, was kann ich tun?

mIö(sch


@ ChiQuitaa

Hast Du Dich mal ernsthaft mit dem Problem Mobbing beschäftigt ":/

Die "Täter" = Mobber gehen also jeden Tag mit Bauch-, Magen- und Kopfschmerzen zur Arbeit, sind psychisch beschissen dran und mobben deshalb %-|

Genau Deine Einstellung und Meinung lassen Mobbingopfer als "Weicheier" dastehen, die sie nicht sind. %-|

c9hi


Bei der Kirche kenn ich mich nicht aus, aber unter normalen Umständen gilt die lange Kündigungszeit NUR für den Arbeitgeber, nicht für den Arbeitnehmer. Wie ist das denn in deinem Arbeitsvertrag formuliert?

cghi


Denk dran das es den Leuten die auf dir rumhacken, selber psychisch sicher noch beschissener als dir im Moment geht, weil sie ihre Frustration nur an schwächeren Leuten rauslassen können.

Das hab ich fast überlesen o.O

Es ist NICHT die Schuld des Opfers, wenn es gemobbt wird. EGAL was für ein Mensch man ist, niemand hat das Recht, jemanden zu verletzten, sowohl seelisch als auch körperlich. Wenn ich mich richtig erinnere, steht das sogar im Grundgesetz, ganz vorn ;-) Ein Täter, in diesem Fall sogar 2, sollen deiner Meinung nach sogar noch vom Opfer, das unter Angststörungen und Panikattacken leidet, auch noch Mitleid bekommen? Na vielen Dank. Schön, wenn man selbst sooo stark ist. Aber von anderen kann man das nicht verlangen.

e1lect*rob.oi


Also ich denke schon, dass, abhängig auch von der Definition des Wortes "mobbing", häufig das "opfer" sehr wohl nicht ganz unschuldig am "mobbing" ist.

Bsp.: Jemand fühlt sich von Kollegen ausgegrenzt und bezeichnet sich als "mobbingopfer".

Die Seite der Kollegen hört hier im Forum niemand, die sehen nämlich die "gemobbte" Kollegin als unglaublich unsozial, hinterlistig, was auch immer an. Deshalb meiden sie verständlicherweise den Umgang mit ihr.

Ich halte mich auch von Leuten fern, die mir unsymphatisch sind, nicht nur auf der Arbeit. Ob die sich gemobbt fühlen? Keine Ahnung, ich verschwende keine Gedankenzeit an diese Menschen. Das jemand gemobbt wird, einfach nur weil er SCHWÄCHER ist, halte ich abgesehen von den ersten 5 Schulklassen und ganz bedingt dem Kindergarten, für sehr unrealistisch und ist mir persönlich noch nie begegnet, nicht mal in der Schulzeit.

CKhiQuitxaa


mösch

Liebe mösch, ich hab mich sehr wohl und sehr gründlich mit dem Thema Mobbing befasst. Zu meiner Schande muss ich sagen, dass ich früher selbst zu den Mobbing Täter gehört habe. Und ich weiß genau wie die Leut ticken. Zur Zeit gehe ich noch zu einem Psychologen wobei auch dieses Kapitel meines Lebens besprochen wurde. Um es versuchen kurz zu erklären. Ich war damals selber unglücklich mit mir selber. Hatte Probleme mit meinem Vater, habe mich nicht geliebt gefühlt. War innerlich einsam, obwohl ich freunde hatte, habe versucht mich umzubringen, habe mich geritzt usw. (Klar die ganzen Sachen müssen bei deinen Kollegen nicht zutreffen) Damals war mein einziges Ventil, meine Wut, Unzufriedenheit mit mir selbst und meiner Umwelt, an jemand schwächeren herauszulassen – wie mein Vater es damals mit mir tat. Ich und andere haben ein Mädchen in meiner Klasse gemobbt. Sie lies es mit sich machen und gab uns ständig neue Anlässe dazu. Klar ist das alles keine Rechtfertigung, aber eine Erklärung warum – weil ich mich innerlich selbst schrecklich fühlte. Das wusste nur keiner. Und bitte jetzt keine Vorwürfe mir gegenüber, ich weiß und wusste damals schon immer, das es schlimm ist was ich da getan habe. Ich schäme mich dafür und verabscheue es wenn ich sehe das andere Leute gemobbt werden. Aber versuche trotzdem immer noch zu verstehen, warum es soweit kommt.

Es ist NICHT die Schuld des Opfers, wenn es gemobbt wird. EGAL was für ein Mensch man ist, niemand hat das Recht, jemanden zu verletzten, sowohl seelisch als auch körperlich.

Klar ist es nicht die Schuld des Opfers, aber wenn es soweit kommt, dann wird sich immer der Schwächere rausgepickt und gerade darum sollte man stärke zeigen.

mAösxch


@ ChiQuitaa

Danke für Deine ausführliche Erklärung und Dein offenes Bekenntnis :)_

b}lueg:al


@electroboi

Das jemand gemobbt wird, einfach nur weil er SCHWÄCHER ist, halte ich abgesehen von den ersten 5 Schulklassen und ganz bedingt dem Kindergarten, für sehr unrealistisch und ist mir persönlich noch nie begegnet, nicht mal in der Schulzeit.

Das ist dein gutes Recht - aber mindestens ebenso unrealistisch wäre es, aus deinem persönlichen Kennnis- und Erfahrungsstand irgendeine verallgemeinernde Regel ableiten zu wollen.

Auch beim mobbing stinkt der Fisch gewöhnlich vom Kopfe her - will heißen, es muss ein geeignetes Betriebsklima geben, in dem sich sowas entwickeln kann.

Dies in gewöhnlich gekennzeichnet durch unzureichende Planung, Organisation und Überwachung durch Vorgesetze, also Inkompetenz auf Seiten der Geschäftsführung.

Daraus resultieren Unsicherheit und Druck auf die Mitarbeiter - in Form von Angst um den Arbeitsplatz aufgrund wirtschaftlicher Probleme des Unternehmens oder wegen tatsächlicher oder vermeintlicher Defizite in der eigenen Leistung. Dies mündet dann nicht selten in Streitereien unter den Kollegen oder gar sowas wie "Darwin'schen Verdrängungswettbewerb" - der Stärkere wird überleben.

Natürlich kann man Betroffenen raten, sich dagegen zu wehren - aber in vielen Fällen ist das nicht möglich, weil es einfach nicht deren Naturell entspricht ... und weil dann auch oft genug bereits Erschöpfung und Frustration ihren Tribut gefordert haben und der Mensch einfach nicht mehr kämpfen kann.

m9ösxch


Natürlich kann man Betroffenen raten, sich dagegen zu wehren – aber in vielen Fällen ist das nicht möglich, weil es einfach nicht deren Naturell entspricht ... und weil dann auch oft genug bereits Erschöpfung und Frustration ihren Tribut gefordert haben und der Mensch einfach nicht mehr kämpfen kann.

:)z :)^

C;hi)QuLitaxa


Mösch, kommst du aus Köln? :-)

mköscxh


wo gibt es sonst noch mösche ;-)

Y2vonn,e4222


@ chi

Hiermal ein Auszug von meinem Tarifvertrag:

Bundes-Angestelltentarifvertrag in kirchlicher Fassung

(BAT-KF)§ 33

Kündigung des Arbeitsverhältnisses

(1) 1Bis zum Ende des sechsten Monats seit Beginn des Arbeitsverhältnisses beträgt die Kündigungsfrist

zwei Wochen zum Monatsschluss. Im übrigen beträgt die Kündigungsfrist bei einer Beschäftigungszeit

(Absatz 5) bis zu einem Jahr einen Monat zum Monatsschluss,

bei einer Beschäftigungszeit

von mehr als einem Jahr 6 Wochen

von mindestens 5 Jahren 3 Monate,

von mindestens 8 Jahren 4 Monate,

von mindestens 10 Jahren 5 Monate,

von mindestens 12 Jahren 6 Monate zum Schluss eines Kalendervierteljahres.

Mein Kündigungsschreiben, ist auch am Donnerstag schriftlich zum 31.12.2012 bestätigt worden.

CKhiYQuitxaa


Natürlich nur hier @:)

e+kkix1


@ Yvonne4222

wenn Du zum Einstellungsgespräch gehst, dann sprich um Gottes Willen nicht über die Probleme in der Firma. Sage, daß Du nach Veränderungen schauen möchtest oder andere positive Gründe. Sonst denken sie noch, Du bist nicht gruppenfähig.

Versuche doch Deine Kollegen nicht zu beachten. Mach Deine Arbeit und wenn die nicht wollen, dann mußt Du auch nicht einarbeiten die Kollegen. Stecke Dir Kopfhörer in die Ohren und höre leise Musik, da bist Du abgelenkt.

Alles Gute!

Yyv|o~nnes4222


@ ChiQuita

Das hat man nur davon, wenn man den Mund aufreisst und sich nicht alles gefallen läßt.

Deswegen ist es doch so eskaliert.

Sie hat Dinge gebracht, die bei jedem "unverständnis" und "kopfschütteln" hervorrufen würde und das dann auf so eine Art, wo keiner wirklich mit rechnet. Wie aus dem Nichts. Und dann Gründe, wo man ernsthaft nach suchen muss, um wirklich zu glauben, ob man sich darüber wirklich aufregen will!?!?!?

Aber, wenn es dann passiert war, war der erste Gedanken: Was war das denn jetzt? Beim nächsten Mal, sagt man sich, das lässt man sich nicht nochmal gefallen. Dann kamen dann doch mehrere Male und man hat wieder nichts gesagt und irgendwann war mir das dann auch einfach nur zuviel und wir haben angefangen zu streiten, über Blödsinn.

Sie war aber "nie" einsichtig, sie war immer der Meinung, das ihr Handeln rechtens ist! Sie hatte immer RECHT!

Kein Chef hat ihr die Stirn bieten wollen, sondern sie sind eher, über Einsichtigere (oder Schwächere?) gegangen, um ihnen zu sagen, man solle sich nicht so kindisch aufführen und wir wären doch alle erwachsen und können es selber klären. Einfach Lachhaft! Das heißt im Klartext: Du stehst alleine da.

Man kann bis zu einem Maß die Probleme selber klären, bzw. es versuchen, nur wenn man den GF einschaltet, weil man keinen Erfolg hatte (nach über einem halben Jahr) und es nicht besser wird und selbst GF und Leitung nicht helfen wollen/können....ja dann...was macht man dann? Man nimmt es mit nach Hause, man fühlt sich unwohl, man bekommt Bauchschmerzen, weil man diesen unangenehmen Streß nicht mehr haben möchte! Und das kuriose an den ganzen Mobbing Geschichten ist, das es noch nicht mal Probleme sind, sondern Nichtigkeiten, die so aufgebauscht werden, weil einer/eine keine Lust auf Anpassung hat, wenn man sich dann noch unsympatisch wird, dann ist der Stress perfekt.

Ich habe oft versucht einzulenken, damit wieder Frieden herrscht, aber diese Kollegin will einfach nicht! Und jetzt will und kann ich nicht mehr und habe gekündigt.

Ich laufe weg!

YBvo~nne4x222


@ ekki1

Nein, beim Vorstellungsgespräch werde ich nicht über diese Dinge sprechen, hatte ich auch nicht vor. Sowas wirkt sich komischerweise immer negativ aus, auch wenn man nichts dafür kann.

Ohrstöpsel in verschiedenen Variationen, haben meine beiden Kolleginnen auch und nutzen sie, weil es ihnen zu laut ist......und das ist eigentlich auch zum lachen, denn die eine quatscht den ganzen Morgen, die andere hört die ganze Zeit zu und wenn kaum noch Zeit ist, dann werden diese Dinger ins Ohr gesteckt und gearbeitet...dann ist es einfach zu laut, bei 4 Personen ":/

Ich habe mich nie daran gestört, weil es mit vieren einfach mal laut werden kann, das ist für mich einfach normal. Naja.

Ich kann leider nichts mehr ignorieren, ich hätte so weiter arbeiten können bis zum Schluss, wenn ich nicht von meiner Kündigung hätte erzählen müssen, aber so....jetzt geht es nicht mehr und ich muss meine Arbeit weiter geben und dabei anlernen.

Und dabei war die Frage nach dem "Muss"...muss ich wirklich?

Wer möchte schon jemandem etwas erklären müssen, der kein Bock hat?

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