» »

Prof. verweigert weitere Betreuung der Doktorarbeit – was tun?

SMun@fl]owe rx_73 hat die Diskussion gestartet


(Gibt's eigentlich irgendwelche dt. Foren für Doktoranden? Versuche es daher erstmal hier...)

Also:

Ich hab' 2006 mein Diplom gemacht, direkt danach mit einer Promotion begonnen. Die aus div. Gründen nur schleppend vorangeht (zeitaufwendige Weiterbildung, finanzielle Probleme, Unijobs die keine Zeit für die eigene Diss. ließen, d.h. keine Projektstellen).

Die Diss. war somit von Anfang an ein "Hobby". Nun bin ich in ein paar Wochen mit meiner Weiterbildungszeit durch (okay, Prüfung kommt noch, aber das ist nicht sooo wild). Habe in den letzten Monaten immer mal wieder an der Diss. geschrieben. Im Frühjahr noch ein Exposé bzgl. der Datenerhebung eingereicht. Diese im Vorfeld geplant, der Realität angepasst,...

Bin jetzt an dem Punkt, wo ich die Datenerhebung beginnen könnte (zumindest Teil 1). Nachdem die betreuende Person das Exposé angefordert hatte, habe ich nichts mehr gehört. Das Thema steht eigentlich erst seit 2 Jahren genau fest (alles im Vorfeld waren unrealistische Ideen), in der Zeit gab es nur 2x einen 30minütigen Termin. Kenne daher, dass die Betreuung eher mies ist.

Nun waren wieder Mitarbeiterstellen ausgeschrieben, ich hatte mich beworben – und ohne ein Vorstellungsgespräch eine Absage bekommen. Und gefühlt als direkte Folge die Mitteilung der betreuenden Person, dass er keinen Sinn mehr drin sieht, dass ich promoviere.

Wortlaut der Mail war ungefähr:

"Frau Sunflower, was wollen sie in ihrem Alter eigentlich noch mit einer Promotion. Lassen sie es doch gut sein, da muss doch nicht sein. Eine Perspektive haben sie doch eh nicht".

BITTE?

Mir fällt da gerade ehrlich gesagt alles aus dem Gesicht. Mein Alter (Ende 30) war schon zu Beginn der Promotion bekannt. Ich hab' top Noten, top Arbeitszeugnisse. Ich bin älter, weil ich erst mit über 20 mein Abi gemacht habe; ab da ist aber alles sehr konsequent und gezielt gewesen und mein Alter resultiert nicht aus 20 Semestern Bummelstudium oder absurdem Promotionswunsch 20 Jahre nach Studienende.

Ich bin gelinde gesagt ratlos, angepisst – und stinkwütend. Habe so viel Zeit und und auch z.T. Geld in die Sache gesteckt, und jetzt die Aufforderung, es bleiben zu lassen?

Das Thema ist kein Müll, sondern fällt in einen neuen Trendbereich. Ich wurde 2 Jahre ermuntert, es zu machen, nachdem ich es mühsam eingegrenzt hatte (wozu auch gehörte, mir genau zu überlegen, wo ich die Daten herkriege. Ohne jegliche finanzielle Mittel dafür, auch so ein Thema). Aber nachdem ich jetzt schon einiges geschrieben habe, bin ich echt völlig rat- und fassungslos.

Dass ich in meinem Alter keine Chance auf eine Unikarriere habe, ist mir klar. Aber es gibt genügend andere Bereiche, wo die Promotion sehr hilfreich wäre. Auch wenn ich nicht Prof werde(n kann).

Wenn man mich von vornherein abgelehnt hätte: Okay. Aber 6 Jahre Zusage, zwei Jahre sehr konkrete Planung – und jetzt das Aus?

Das ich weiß, dass hier einige Akademiker und Doktoranden rumschwirren: Any ideas?

Meinen Bekanntenkreis habe ich schon befragt; das sind leider diesbzgl. alles Leute aus dem Studium, die halt mit 25 fertig waren und jetzt auch promovieren und wo das Altersargument nicht zieht. Die z.T. genervt sind von der Sache und mich halt auch nur fragen: Was willst Du damit? Ich sehe halt schon gewisse Vorteile – und letztlich (ja, ich bin ein Nerd!) macht mir die Arbeit Spaß, macht mir das dusselige Schreiben der Publikationen Spaß – und die blöde Statistik sogar so richtig Spaß. Und ich bin sogar bereit, dafür weiterhin nur Teilzeit zu arbeiten, damit Zeit bleibt. Es wirklich als "Hobby" zu betrachten. Kurzum: Unterstützung, wie ich mit der betreuenden (oder eben nicht betreuenden) Person umgehen soll, ist Fehlanzeige.

Antworten
P3fiYffeWrlinxg


Bestünde eventuell die Möglichkeit, den Betreuer zu wechseln? Wenn du ein gut durchdachtes Konzept hast und kein Geld möchtest, könnte ich mir vorstellen, dass du da jemanden findest, der sich auch dafür interessiert.

A(n.tihxeld


"Frau Sunflower, was wollen sie in ihrem Alter eigentlich noch mit einer Promotion. Lassen sie es doch gut sein, da muss doch nicht sein. Eine Perspektive haben sie doch eh nicht".

Liest Du in diesen Zeilen, dass der Prof dir die weitere Betreuung verweigert?

M~syEminsaxm


Das ist alles sehr schwer zu beurteilen, Du schreibst:

erst mit über 20 mein Abi gemacht habe

2006 mein Diplom gemacht

direkt danach mit einer Promotion begonnen. Die aus div. Gründen nur schleppend vorangeht (zeitaufwendige Weiterbildung, finanzielle Probleme, Unijobs die keine Zeit für die eigene Diss. ließen

Die Diss. war somit von Anfang an ein "Hobby".

Wenn man mich von vornherein abgelehnt hätte: Okay. Aber 6 Jahre Zusage, zwei Jahre sehr konkrete Planung – und jetzt das Aus?

Wenn man das so liest, bekommt man den Eindruck, dass Du schon bald 20 Jahre an der Uni bist und seit 6 Jahren die Promotion nicht machst. Sicher bist Du jetzt enttäuscht, aber vielleicht ist das ein guter Anlass mal zu überlegen, wie es beruflich für die weiter gehen soll. Wenn Du weiter an der Diss weitermachen würdest, würdest Du dann vielleict Ende 40 sein, wenn Du fertig bist und da nützt Dir der Dr auch nichts in der Industrie oder so.

Hattest Du denn schon mal einen richtigen Job in dem studierten Beruf? So einen Vollzeit, nicht Praktikumsmässig und gut bezahlt? Oder warst Du an der Uni und bist dann irgendwie in eine Weiterbildung weitergedümpelt?

S6un^flowefr_x73


@ Antiheld:

Das war nur ein Auszug, die Begründung quasi. Der Rest war deutlich, u.a. dass er mir nicht wie erbeten einen Termin für eine Besprechung gemacht hat.

@ MsEinsam:

Ich arbeite aktuell "richtig" in meinem Beruf. Nicht Vollzeit und nicht richtig bezahlt, aber das ist ein sehr spezielles Problem. Ggf. geht die jetzige Stelle in eine völlig reguläre Stelle über, wenn der Vertrag in ein paar Wochen ausläuft.

Die Weiterbildung ist keine Flucht, sondern wichtige Voraussetzung weiter in dem Beruf Fuß zu fassen. Und sogar vom Gesetzgeber vorschrieben. Inkl. abschließendem staatlichen Examen. Ohne die begonnene Weiterbildung hätte es weder die Promotionsoption noch die Unistelle gegeben.

In der Konstellation brauchen bei uns die meisten 6-8 Jahre für eine Diss. Und es gibt etliche Personen, die schon promovierten, als ich noch studierte. Mit mir haben 8 Leute angefangen, 2 haben die Diss. abgebrochen, eine ist fertig, eine fast, der andere ungefähr so weit wie ich. Ich krieche also nicht schneckenmäßig hinterher, sondern hab' ein ähnliches Tempo wie die anderen. Oder anders formuliert: Wir sind alle langsam, weil's an den Gesamtbedingungen liegt.

Einen industrietauglichen habe ich eh nicht; in meinem Beruf ist ein höheres Alter eher von Vorteil. Wenn ich jetzt konsequent durchstarten könnte mit der Datenerhebung, wäre ein Ende in 2 Jahren realistisch.

Klingt alles kompliziert, aber: In meinem Berufsbereich ist die Konstellation mit der Weiterbildung etc. einmalig, so etwas gibt es in der Art in keinem anderen Beruf.

@ Pfifferling:

Die Möglichkeite eines Betreuerwechsels bestünde evtl. Allerdings ist in dem Forschungsgebiet alles sehr eng und meine betreuende Person da nicht ganz unwichtig. So dass ich ggf. auf Gerede hinter meinem Rücken oder entsprechende Fragen gefasst sein muss. Und dann wird es rein örtlich schwierig, weil weitere Zentren mit dem Thema etliche Hundert Kilometer entfernt sind. Dann würde es schwierig mit der Datenerhebung (mit Menschen), wofür ich einen Raum bräuchte.

Und wenn ich den jetzigen Job verlängern kann, möchte ich den ungern aufgeben.

Und überlege gerade, wie ich angesichts der recht engen "Verstrickung" der Themenvertreter die Suche nach einem neuen Betreuer sinnvoll gestalten könnte, ohne meinem jetzigen Menschen quais in den Rücken zu fallen.

Spunfhlower _7x3


@ MsEinsam:

Sicher bist Du jetzt enttäuscht, aber vielleicht ist das ein guter Anlass mal zu überlegen, wie es beruflich für die weiter gehen soll.

Ich weiß, wie es weitergehen soll. Angestelltenverhältnis in klar definiertem Bereich, wo ich problemlos etwas finden werde bzw. schon habe, wenn mein jetziger Weiterbildungsvertrag in einen normalen Vertrag umgewandelt wird.

Oder ab 2013 Selbstständigkeit (auch völlig klar umgrenzt, wie diese aussieht) oder vergleichbare Tätigkeit auf Honorarbasis (Angebot für 2013, nach Examen, habe ich bereits).

Oder Kombination aus beidem, was ca. 50% der Leute in meinem Bereich machen.

Ich bin da sehr klar – aber v.a. im Bereich Angestellenverhältnis habe ich nur mit Promotion Chancen auf eine Leitungsposition (die man in dem Bereich unter 40 gar nicht bekommt, viele erst mit 45-50).

sreen`ymphxe


Ich finde die email von deinem Prof einfach nur unverschämt. Das ist doch deine Sache, wann und wie du promovierst, wo du deine Promotion doch sogar noch selber finanzierst. Wenn die Absage jetzt wenigstens fachlicher Art wäre, aber dein Konzept scheint ja gut zu sein und es ist ja auch schon ein Ende in Sicht.

Ich würde nochmal einen Termin bei ihm machen, um die ganze Situation noch einmal zu besprechen. Kann ja nicht sein, dass man 6 Jahre Betreuungsverhältnis mit einer email beendet. Vielleicht hilft das Gespräch mit dem Hinweis auf das bereits konkrete Konzept und der bald zu erwartenden Ergebnisse, dass er sich die Betreuung noch mal überlegt. Und wenn nicht, würde ich ihn dann einfach fragen, ob er dir bei der Suche nach einem neuen Betreuer behilflich ist.

Und lass dich nicht von der Doktorarbeit abbringen. Du willst sie machen, du bist überzeugt davon und die Arbeit macht dir Spaß! Was besseres gibts doch dann nicht!

lkeaQna-Burrgfest


Sunflower, konkret helfen kann ich dir bei deinem Problem nicht.

Aber ein paar Gedanken um das Thema hab ich mir trotzdem gemacht.

Du bist jetzt wie du sagst Ende 30? Und solltest ertig sein in ein paar Jährchen und wärst dann richtig gefestigt in deinem Beruf mit spät Mitte, Ende 40? Und da sollst du zu alt für deine Weiterbildung sein? – Die wie du sagst, kein Schrottthema beinhaltet und auch notwendig ist, wenn du in deinem Beruf weiter machen möchtest?

Und deine Noten sprechen sogar noch für dich? Was bitte schön nimmt sich dein Betreuer-Proff wie auch immer da raus? Das ist doch deine Sache, selbst mit Ende 40, kannst du locker noch 25 Jahre in deinem Beruf arbeiten, dir etwas aufbauen, und das soll nicht reichen?

Deine Beiträge hier, lese ich immer sehr gern und bin oft angetan von deiner Schreibweise, deiner Sichtweise mit dem Hintergedanken, dass du bei all dem Leid, dass du täglich erleben musst, immer noch so menschlich sein kannst ( das Gegenteil haben hier ja viele schon zu Genüge kennen lernen dürfen aus den verschiedensten Erfahrungen). Es wäre also sehr schade, solltest du nun kurz vorm Ziel aufgeben, nur weil dir irgendein arroganter Klecks Farbe vor den Latz kleckert. Solltest du weiter/fertig machen können, dann mach das @:)

S(childckrötYe007


Ich würde nochmal einen Termin bei ihm machen, um die ganze Situation noch einmal zu besprechen. Kann ja nicht sein, dass man 6 Jahre Betreuungsverhältnis mit einer email beendet.

Sehe ich ebenfalls so. Da muss ein persönliches Gespräch her. Dabei solltest du fest auf deinen Standpunkt beharren und auch ruhig sagen, dass du fast fertig bist und die Arbeit nun deswegen auch zu Ende bringen musst. Vielleicht denkt der Betreuer ja tatsächlich, dass du noch nichts geschafft hast?

W4atePrlix2


Ich bin keine Doktorandin. Nur mal so vorab...

Aber ich verstehe das nicht so ganz. Wie läuft denn deine Promotion ab?

Also ist die normal angemeldet und irgendwie mit einem zeitlichen Rahmen versehen? Oder gibt es irgendeinen "Vertrag" über die Betreuung? Was ich bisher weiß, bewirbt man sich ja, stellt sein Thema vor, grenzt es ein etc... und wird dann halt genommen. Keine Ahnung, normalerweise halt dann für 3 Jahre oder so an der Uni angestellt und macht dann die Halbe Zeit Lehrer etc. und die andere Hälfte hat man für die Diss. z.B. Und falls man nicht fertig wird, kann man dann verlängern...

Wie lange bist du denn schon "offiziell" Doktorandin? Erst seit du dein Thema hast, 2 Jahre? Dann finde ich da gar nichts "schleppend", sorry. An meiner Uni sind mehrere Doktoranden/Angestellte, der eine ist schon 6 Jahre dabei und die anderen sind auch schon mindestens so lange da und jetzt grade fertig.

Die zweite Frage: Wieso machst du eine Weiterbildung? Also musstest du das machen, oder wozu diente das? Natürlich raubst du dir viel Zeit für die Promotion. Idealerweise promoviert man ja mind. 20 Stunden pro Woche und der Rest ist auch angestellt sein an der Uni oder eben extern wo "sein Geld verdienen". Klar, wenn man mehr macht, dauert es länger... (der eine 6-Jahres-Doktorand bei uns arbeitet z.B. auch schon in vielen Forschungsprojekten mit und ist auch noch Nachwuchspolitiker... da brauch der bissel länger, klar).

Jedenfalls finde ich auch, wenn du willst, solltest du weiterpromovieren. Ich finde es auch irgendwie komisch, dass man das einfach mal in ner Mail beenden kann (das klingt nicht nach offiziell angemeldet oder überhaupt irgendwie geplant ":/ aber da weiß ich halt nicht, wie frei sowas ablaufen kann... vielleicht geht das ja wirklich, dass man nur mündlich mit dem Prof was abspricht und dann mal einfach macht?). Einen neuen Betreuer suchen kannst du dir auf jeden Fall. Das ist schon möglich... :)z

BEraun1augxe


(Gibt's eigentlich irgendwelche dt. Foren für Doktoranden? Versuche es daher erstmal hier...)

[[http://doktorandenforum.de]]

Ich hab' 2006 mein Diplom gemacht, direkt danach mit einer Promotion begonnen.

Und jetzt ist 2012: also 6 Jahre später.

Falls du durchgängig danach beschäftigt warst, greift nach 6 Jahren das "Gesetz über befristete Arbeitsverträge in der Wissenschaft"

[[http://www.gesetze-im-internet.de/wisszeitvg/index.html]]

Und da ist nach 6 Jahren Schluss mit befristetem Arbeitsvertrag für Nicht-Promovierte als Wiss MA. Ganz egal, wie gern dich dein Prof hat oder für wie fähig er dich hält.

Und gefühlt als direkte Folge die Mitteilung der betreuenden Person, dass er keinen Sinn mehr drin sieht, dass ich promoviere.

Was eine ehrliche Antwort ist. Es ist seine Sicht, die muss nicht universal gültig sein. Aber das Recht auf seine Sicht hat er doch.

Wenn man mich von vornherein abgelehnt hätte: Okay. Aber 6 Jahre Zusage, zwei Jahre sehr konkrete Planung – und jetzt das Aus?

Für mich klingt's so, dass du deine Chance hattest. Es mag wehtun, quasi entlassen zu werden, aber nur wenn es den Fall gibt, dass Leute die Promotion NICHT packen, macht es diesen Abschluss wertvoll.

Nun kannst du ja weiter promovieren (bei einem anderen Prof, wenn der erste abgelehnt hat), aber eben nicht mehr mit befristetem AV an der Uni.

Das ich weiß, dass hier einige Akademiker und Doktoranden rumschwirren: Any ideas?

Erstmal wieder einen Job suchen, und selbst ganz ernsthaft überlegen, ob du es noch packst. Bei echtem Interesse und echtem Engagement: neuen Prof suchen, ihn für das Thema begeistern, realistische Zeitplanung abliefern, und diese wirklich (!) einhalten. ;-D BTW: Nicht dein Prof ist primär für die Termine zuständig, sondern du. Du willst promovieren, nicht er. :-D

Z.B. Job in der kommerziellen Forschung, wenn es da noch Überlappung gibt. Da hast du einen Job, deine Diss ist dann dein Hobby. Du brauchst halt einen neuen Doktorvater, den du begeistern musst. Du bist dann halt externer Doktorand.

BTW: Ich finde, ab einem gewissen Alter sind WissMA-Stellen eh nicht mehr besonders interessant. Geringes Gehalt, schlechte Planbarkeit, was z.B. auch schlecht mit einer Familiengründung zusammenpasst.

s&ee7nymphxe


Also ich hab das jetzt eigentlich so verstanden, dass Sunflower eh schon normal arbeitet unabhängig von der Dissertation und diese in der Freizeit anfertigt. Sie hat also dann sowieso kein Arbeitsverhältnis bei ihrem Betreuer, welches nun gekündigt worden ist. Sondern es geht "nur" um die beendete Betreuung ihres Professors. Aber ich lass mich gern berichtigen, wenn ich es falsch verstanden hab.

SeunfYlowxer_73


@ seenymphe & leana:

Danke!

@ Schildkröte:

Einen Termin wollte ich ja... Auf die Bitte hat er ja mit der blöden Mail reagiert. Und noch im Februar/März hieß es, er traue es mir zu. Ich hab' keine Ahnung, was passiert ist – und ohne Gespräch gibt's keine Klärung. Aber wie kriege ich einen Termin? Offene Sprechstunde hat er nicht, und die Terminvereinbarungs-Sprechstunde macht er auch nur an einem festen Termin und da muss ich halt arbeiten.

@ Waterli:

Man braucht eine Betreuungszusage, ist als Promotionsstudent eingeschrieben. Einen festen Zeitrahmen gibt es eher selten bzw. nur bei den Leuten, die fest in einem Forschungsprojekt arbeiten und die Daten aus dem Projekt für die Diss. nehmen. Die Projekte sind dann zeitlich umgrenzt, die Ergebnisse müssen am Ende stehen – und dann auch die Diss. bzw. Veröffentlichung der Artikel. Bei uns schrieben wir nicht einen dicken Wälzer im stillen Kämmerlin, sondern müssen Fachartikel veröffentlichen.

Einen zeitlichen Rahmen gibt es nicht, die Werte bei uns liegen zwischen 6 und 10 Jahren (wenn ohne Projekt).

Offiziell bin ich seit 6 Jahren eingeschrieben. Wir haben dann das Thema ganz grob umrissen. Dann bekam ich eine Projektstelle und er meinte, ich solle diese Daten nehmen (und mein Thema beerdigen). Das Projekt wurde nach Zoff mit den Geldgebern abgebrochen, also habe ich mein Thema wieder aufgegriffen. Dann gab's einiges an Hürden zu klären (Lizenzprobleme etc.). Das lief die ganze Zeit, ich hab' auch schon einiges geschrieben. Aus der theoretischen Einarbeitung und Problemlösung resultierte dann die genaue Planung für die Datenerhebung. Womit ich jetzt gerne anfangen würde.

@ Braunauge:

@ Braunauge:

Ich habe nur 3 Jahre an der Uni gearbeitet, davon nur 1 Jahr in einem Arbeitsverhältnis, welches unter die 6-Jahres-Regelung fällt. Darum geht es nicht. Bei uns haben nur ca. 10% der Doktoranden überhaupt vorübergehend eine Uni-Stelle, der Rest macht es als "Hobby". Mir geht's nicht um den Job. Evtl. kann ich sogar Daten bzw. Ressourcen aus meinem jetzigen Arbeitsverhältnis gewinnen. Müsste den Ethikantrag da kurz anpassen – aber auch dafür brauch' ich den Prof. Antrag selber ist auch schon fertig.

Ich kapiere nicht, wie man mir im Frühjahr noch evtl. für einige Stunden eine stud. Hilfskraft anbot – und 3 Monate später alles hinfällig ist. Ich kapier's nicht. Daher verstehe ich das mit dem "Recht auf seine Sicht nicht". Da hätte er mich im Frühjahr schon abwimmeln können, statt nochmals richtig Hoffnung zu machen.

Wenn das alles nicht gewesen wäre: Akzeptabel. Aber so nicht – und eben nicht ohne Gespräch.

Die WM-Stellen sind für mich bedingt interessant. Mehr als TVL-13 kriege ich, wenn ich regulär und jenseits Uni/Forschung arbeite, eh nicht. Vollzeit und unbefristet ist ebenfalls selten. Aufgr. der Kombinierbarkeit mit Honorar-Sachen oder parallel zum Aufbau einer Selbstständigkeit sind sie aber gut. Und wie gesagt, finanziell werde ich nie mehr kriegen. Außer halt bei Selbstständigkeit.

Familiengründung ist bei mir abgehakt im Sinne von "gibt's nicht". Das Thema hindert also an gar nix. ;-)

Hmm... wie stelle ich es am geschicktesten an, einen alternativen Betreuer zu finden, wenn die alle total eng mit meinem sind? Das sieht irgendwie unloyal aus... ":/

IGn-5Kogx Nixto


hi,

ganzen Kram einpacken, zu einem anderen Prof gehen und dann innerhalb von zwei Jahren fertig werden.

Evtl.l andere Uni?

Klar war das unverschämt von ihm aber er hat einfach keinen Bock mehr und ich glaube, dann würde ich ihn einfach lassen.

ich weiß, wie oft über Abschlussarbeitler hintenrum gelästert wird – das würde ich mir nicht antun.

A~quaxlia


Frag ihn doch einfach, wen er dir empfehlen würde.

Komisch empfinde ich jedoch, dass er nun anscheinend nicht mehr betreuen möchte. Habe es bei Doktoranden erlebt, dass die Dissväter zwar nicht viel Betreuungsarbeit geleistet haben und die Dissannahme letztlich ablehnten. Zwischendrin aber abzutreten finde ich eigenartig. Ist etwas zwischen euch vorgefallen? Wieso teilt er dir das nicht im persönlichen Gespräch mit ???

Sechs Jahre lang zu promovieren ist im Vergleich zu anderen Promoventen ein Klacks ;-) Ich kenne jemanden, der mehr als 10 Jahre länger benötigte, da die Person die gesamte Zeit an einer anderen Hochschule lehrte.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beruf, Alltag und Umwelt oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Allergien · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH