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So wenig Plastik wie möglich, aber Tupperware?

K`nackxs


Plastik ist grundsätzlich immer Mist.

Es gibt Ausnahmen. Bei der Renovierung meiner Wohnung habe ich auch das vollkommen versiffte Plastik-Gitter der Küchen-Entlüftung abgeschraubt und gewaschen. Dabei brach – wie erwartet – ein Teil ab. Plastik wird spröde unter UV-Einfluss.

Doch im nächsten Frühjahr brütete ein Rotschwanzpäärchen im Abluftkanal. Sie hatten Zugang, weil dieses Plastikteil fehlte.

Das Päärchen brütete gleich noch einmal. Nun bin ich froh, dass Plastik so Scheisse ist.

Mkasterxp


Erst einmal gibt es kein "Plastik" sondern nur Kunststoff *g

Ich würd mir da eher Gedanken um den "Weichmacher" im Kunststoff machen.

KCnacxks


@ kamikaze

Das problem ist der Platikmüll, der nicht anständig recycelt wird.

Ich bin bestimmt kein Freund der CDU. Aber ich rechne der Ära Helmut Kohl hoch an, dass auf die damals aufkommenden PET-Flaschen ein Zwangspfand erhoben wurde.

Ich kenne Spanien ohne Zwangspfand. Kein Kommentar.

KAnacxks


@ Masterp

Erst einmal gibt es kein "Plastik" sondern nur Kunststoff *g

Für mich ist Plastik unter Hitze verformbarer Kunststoff, plastisch eben. Nur wenige Kunststoffe sind hitzeresistent.

Eigentlich fällt mir nur Bakkelit und Teflon ein.

K'nacxks


@ Masterp

Ich würd mir da eher Gedanken um den "Weichmacher" im Kunststoff machen.

Klar, du kannst jeden beliebigen Kunststoff in seine Bestandteile zerlegen und dem einen oder anderen Beachtung schenken. Früher war es die Cadmium- Belastung, jetzt konzentriert sich die Zeitschrift Warentest auf Ausdünstungen.

Gefühlt alle 6 Monate wird eine andere Sau durchs Dorf getrieben.

I2t's aX be+aut8iful day


Ich stehe dem Trend zum vermehrten Einsatz von Kunststoff (oder Plastik) auch kritisch gegenüber, allerdings verteufle ich das nicht generell.

Plastik hat durchaus seine Daseinsberechtigung. Wer schon mal eine Glasflasche hat zu Boden gehen lassen oder Kindergeschirr, der wird Kunststoff in diesen Fällen zu schätzen wissen.

Nach meinem Kenntnisstand sind vor allem in Bezug auf Lebensmittel billige Kunststoffe und solche mit Weichmachern bedenklich. Daher achte ich auf harte Produkte, die nicht ausdünsten. Ein allgemeines Restrisiko gibt es jedoch immer. Vermutlich ist aber die Schadstoffbelastung in einem noch "neu" riechendem Auto wesentlich höher als der lebenslange Genuss aus Plastikgefäßen.

Was die Hersteller anbelangt, so ist jeglicher Produktionsprozess schadstoffbehaftet; die Unterschiede dürften hier marginal sein.

Bezüglich der Entsorgung sind dagegen die Verbraucher in der Pflicht. Diejenigen, die heute bewusst auf Waren aus Plastik verzichten, sind in aller Regel nicht die, die das vorher sorglos in der Natur entsorgt haben. Von daher wäre es von den Verzichtenden vermessen, anzunehmen, dass sie so die Welt retten könnten.

Wünschenswert wäre hier ein allgemein vorhandes Bewusstsein um Umgang mit Plastik, nicht jedoch ein Totalverzicht einiger weniger Idealisten.

Knnaecks


Diejenigen, die heute bewusst auf Waren aus Plastik verzichten, sind in aller Regel nicht die, die das vorher sorglos in der Natur entsorgt haben. Von daher wäre es von den Verzichtenden vermessen, anzunehmen, dass sie so die Welt retten könnten.

Nein, ich bilde mir nicht ein, die Welt retten zu können. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass meine Insel etwas länger überlebt. Und meine Insel bleibt sauber.

N}and}itesxs


Aludosen klingt interessant, falls ich mal neue brauchen sollte wäre das eine Alternative. Obwohl die Herstellung von Alu auch relativ aufwendig ist *grübel

Das Problem an Metalldosen ist vor allem (also den handelsüblichen, in denen zB Kokosmilch oder Dosenpfirsiche verkauft werden), dass sie innen beschichtet sind. Das macht man v.a. um das Metall vor Korrosion zu schützen und damit eine bereits geöffnete Dose zB nicht rostet und so den Inhalt verdirbt. Ich habe lange gebraucht um herauszufinden, woraus diese Beschichtung besteht, konnte aber nach einigen Recherchen lesen, dass es sich meist um eine Verbindung handelt, die Bisphenol A enthält – also genau der Stoff, der als besonders gefährlich gilt. Bisphenol A wird v.a. durch Säuren (vgl. Fruchtsäuren) und Fett (vgl. Kokosfett) herausgelöst, Mahlzeit. :-(

Seither stelle ich meine Kokosmilch selbst her (ist auch praktisch, weil man da kleinere Mengen verwenden kann), einfach aus Kokosflocken, Wasser, einem Mixer und einem Sieb. Anleitungen dazu gibt es im Internet, das genaue Mischungsverhältnis kann man auch den eigenen Bedürfnissen anpassen.

@ It's a beautiful day:

Es geht ja gar nicht allein darum "die Welt zu retten" – das kann ein Einzelner nie, selbst wenn er vorher freiwillig Plastik in deutschen Laubwäldern verteilt hat und jetzt ganz brav wird. ;-) Aber gerade wenn so ein Film wie Plastic Planet bekannt wird, kann man Druck auf die Politik ausüben, die dann wiederum Druck auf die Produktions- und Entsorgungskonzerne ausüben kann. Und ja sowas dauert immer EWIG, aber manchmal klappt es doch.

Abgesehen davon gibt es aber auch einen ganz einfachen (und egoistischen) Grund für das Maßhalten mit Plastik: Die eigene Gesundheit. Vielleicht stimmt dein Beispiel mit dem neuen Auto und den Plastikgefäßen, vielleicht auch nicht. Das Problem ist leider vor allem, dass ich das mit dem Auto kaum verhindern kann (außer man hat einen Gebrauchtwagen), genausowenig wie man auf Plastik in unserer heutigen Welt generell kaum verzichten kann – in dieser Minute tippe ich diese Worte auf einer Plastiktastatur ein. Aber zB daheim beim Kochen Plastikgefäße durch Glas oder Porzellan zu ersetzen und generell beim Einrichten lieber Körbe aus Weide, Karton o.ä. zu verwenden, anstatt alles in Plastikkisten zu geben, das geht ziemlich leicht und dafür muss man sich noch nicht einmal groß verrenken.

Ich bin halt kein Mensch, der nach dem Motto "Ich kann das eine nicht verhindern, also pfeif' ich auch auf den Rest" lebt. Ich kann solche Menschen nicht verstehen, weil ich mir denke es kommt ja immer auf die Summe an. Ich werde NIE alles Gesundheitsschädliche vermeiden können, aber ich kann schauen, wo es vergleichsweise gut geht!

MoeSl$anie0x8


In den Ozeanen (oder einem?) schwimmen riesige Plastikberge, die schon fast Kontinentgröße erreichen und die Tiere gefährden.

Im Pazifik ist dieser riesige Müllteppich. Und er ist so groß wie Deutschland, Frankreich und Polen zusammen!!! :-o :-o :-o

Hier ein [[http://www.youtube.com/watch?v=1NavF60pz-w Video]], darin kommt er vor. Leider etwas schlechte Qualität.

Auf den Malediven gibt es eine Insel, die NUR aus Müll besteht. Da die Malediven keine Möglichkeit haben, den Plastikmüll der Urlauber zu entsorgen, wird er eben auf diese Insel geschafft. In den Hotels werden Duschgels etc in Tongefäßen angeboten, aber die (meisten) Urlauber bringen ihre eigenen Sachen mit, eingepackt in Plastik und die leeren Verpackungen landen im Müll. Und der dann auf dieser Insel.

Vielleicht kennt es jemand, es gibt eine Sendung, die heißt Holiday Hijack. Kommt aus Großbritannien, läuft in Deutschland auf ZDF_neo. Dort wird den Urlaubern gezeigt, wie es hinter den Kulissen ihres Traumurlaubs aussieht. Hier mal ein [[http://www.youtube.com/watch?v=JsayOAWXkqQ Video]] von einer Folge, leider auf Englisch und auch nur ein kurzer Ausschnitt. Ich finde es aber sehr gut, dass mal jemandem gezeigt wird, was sie mit ihrem unbedachten Verhalten anrichten. Schade, dass so etwas nicht auf den Hauptsendern gezeigt wird.

pwhoexbe


Ich möchte mal kurz für die Hinweise danken. Habe noch nie etwas von diesem Problem gehört und bin wirklich erschüttert über diese Zahlen!

Ich bin seit langem ein Gegner von Plastik und kaufe gezielt ohne Plastik ein ...das gelingt nicht immer aber ich bin wenigstens bewusst beim Einkauf. Ich glaube da muss man noch sehr viel Aufklaerungsarbeit leisten!

MnelaniEe'0x8


Es geht ja gar nicht allein darum "die Welt zu retten" – das kann ein Einzelner nie, selbst wenn er vorher freiwillig Plastik in deutschen Laubwäldern verteilt hat und jetzt ganz brav wird.

Aber da fängt es an. Jeder sollte etwas tun, anstatt zu sagen, der Einzelne kann nichts tun.

Auch bei Tupperware habe ich eine sehr gute Alternative gefunden und greife dabei zum deutschen Hersteller Markill dessen Aufbewahrungsdosen, Brotdosen, Henkelmänner, x:) und Thermoskannen aus Aluminium oder noch besser aus Edelstahl sind.

Wo bekommt man das? Oder muss man das bestellen?

Ich wünschte ich wüsste, wie man Plastik vermeidet. Aber ALLES ist doch in Plastik eingepackt. Duschgel, Zahnpasta, Körperpflegemittel, Lebensmittel... alles mögliche. Bei mir ist noch das Problem, dass ich gegen einiges Allergisch reagiere. Ich kann nicht mal eben so anderes (plastikfreies) Duschgel zu nehmen. Probieren würde ich es. Aber wo bekommt man sowas?

Übrigens, dass in einem Ozean dieser riesen Plastikberg schwimmt, heißt nicht, dass die anderen Ozeane und Meere plastikfrei sind. :-( Viele Menschen schmeißen achtlos ihren Müll weg. Manche machen es sogar mit Absicht, um zu provozieren oder wozu auch immer.

Mag sein, dass das etwas radikal ist, aber ich finde, es sollte mehr an Umweltschutzgesetzen gearbeitet werden, Verstöße dagegen sollten auch geahndet werden. Warum nicht mit Geldstrafen?? Das Geld fließt dann wiederum in Umweltschutz – ob nun Organisationen oder Forschung – und tut dann noch Gutes.

Ich nutze trotzdem Tupperware. Denn meine Tupperware wird kaum in den Ozean gelangen. Das Problem sind weniger unsere Daueraufbewahrungsgefäße, sondern der alltägliche Plastikmüll, der obendrein nicht ordentlich entsorgt wird.

Irgendwann – und wenn erst in 50 Jahren – landet auch deine Tupperware auf irgendeinem Müllberg. Ich glaube nicht, dass dieses Plastikzeug so lang überlebt, ohne sich zu verändern. Irgendwann wird es weiß oder so, der Weichmacher kriecht raus ...

Es gibt viel zu viel Plastiktüten. Nicht nur die dicken mit der Werbung aus dem Laden, auch die dünnen. Die fliegen eher weg, weil sie schneller kaputt gehen. Im Laden nehme ich meinen Rucksack. Ich versuche das zu verbessern. Auch ich hab schon viele Plastiktüten gesammelt. In der Apotheke bekommt man Plastiktüten. Wozu denn? Oh, apropos, warum sind Pillen immer in Plastik? Und gibt es keine Alternativen zu Plastik-Mülltüten? Mir fällt keine ein. Papiertüten würden schnell durchweichen. Und was jetzt ständig entwickelt wird, irgendwelche Materialien, die zwar wie Plastik aussehen, sich ähnlich verhalten, aber verrotten, die sind viel zu teuer. Weil eben zu wenig danach verlangen. Anstatt dass das mal forciert wird, dass endlich mal ein Wandel geschieht. Nein, da wird geblockt. (Ja ich kenne nicht alle Details, aber dennoch habe ich oft das Gefühl, da wird von Konzernen auf die Bremse gedrückt, weil dann ihre Produkte nicht mehr verkauft werden würden. Die wollen doch weiter Kohle verdienen. Und Umstellen auf Umweltschonende Produkte/Verfahren – püh...)

Wenn man alles vermeiden will, muss man auf ALLES verzichten.

Papierherstellung belastet die Umwelt, Textilfarben und Lederherstellung ebenfalls. Metallverarbeitung geht auch nicht ohne Schadstofffreisetzung ab. In jedem PC & Smartphone & Handy und sonstigem Elektronikkrams werden seltene Rohstoffe etc. verarbeitet.

Wir können einfach nicht alles vermeiden.

Das ist wieder so eine Aussage... 'Alles oder garnichts'. Soll das heißen, wenn man versucht, auf Plastik zu verzichten, muss man auch auf Papier, Metall usw. zu verzichten? Es gibt doch Dinge, da kann man anfangen! Anstatt zu sagen, das bringt eh alles nichts, wir lassen das. Übrigens, wofür gibt es Recycling?

Tupperware hält ewig

Ist das nicht das Problem? EWIG – wird nie verrotten.

Wünschenswert wäre hier ein allgemein vorhandes Bewusstsein um Umgang mit Plastik, nicht jedoch ein Totalverzicht einiger weniger Idealisten.

Das wäre wünschenswert – also das allgemeine Bewusstsein. Aber deswegen dürfen doch die Leute gern total verzichten. Wenn ich wüsste wie, würde ich das machen. Und es hilft. Jeder kleine Totalverzichter ist hilfreich.

Vielleicht sollte die meisten erst mal vor ihrer eigenen Haustür kehren bevor sie andere kritisieren. Wenn man danach ginge was alles schlecht, ist dann käme man bei 100 % von dem an, was die Menschheit benötigt. Im Grunde sind selbst wir die "Homo Sapiens" die Größte und schlimmste Plage für diesen Planeten und irgendwann wird er von uns befreit werden.

:-o :-o :-o :-o :-o :-o Oh, wow. Willst du jetzt zum kollektiven Massenselbstmord aufrufen? Anstatt einfach mal den Kopf zu benutzen, kommst du mit solchen Aussagen, die echt wahnsinnig hilfreich sind. %-| :(v

Bei Bodenbelägen in der Küche fällt mir ein: Man sollte lieber anstatt Plastik-Brettchen zum Schneiden von Lebensmitteln lieber welche aus Holz nehmen. Da wurde mehrfach getestet und das Holz ist wesentlich besser, es gibt weniger Keimbelastung. Ich schätze, das gilt auch beim Frühstücksbrettchen (oder wie heißen die?) für die Schnitte.

Ich möchte dir ans Herz legen den Film doch einmal in ganzer Länge anzuschauen. [...] Wenn man versucht das kurz zusammenzufassen, tut man meiner Meinung nach dem Film ein bisschen Unrecht, weil es dann so nach "ach, schon wieder irgendwas, auf das man achten sollte" klingt.

Wir sind hier in einem Forum wo schnell Antworten her sollen, da ist man nicht drauf gefasst, sich einen anderthalb-Stunden-Film anzugucken. Aber dennoch danke für den Link.

Aber gerade wenn so ein Film wie Plastic Planet bekannt wird, kann man Druck auf die Politik ausüben, die dann wiederum Druck auf die Produktions- und Entsorgungskonzerne ausüben kann.

Ich fürchte, da drückt es in die andere Richtung. Da macht eher der Konzern Druck. Sonst wäre schon einiges anders.

Ich bin halt kein Mensch, der nach dem Motto "Ich kann das eine nicht verhindern, also pfeif' ich auch auf den Rest" lebt. Ich kann solche Menschen nicht verstehen, weil ich mir denke es kommt ja immer auf die Summe an. Ich werde NIE alles Gesundheitsschädliche vermeiden können, aber ich kann schauen, wo es vergleichsweise gut geht!

:)^ :)z Sehr gut. Danke. Gibt auch hier im Faden einige, die meinen, "ich allein kann nichts ändern, also lass ich es ganz." Aber genau das ist falsch.

Da fällt mir ein Satz ein:

Wenn du denkst, du bist zu klein um einen Unterschied zu machen, versuch in einem geschlossen Raum zu schlafen mit einer Mücke...

Ich bin seit langem ein Gegner von Plastik und kaufe gezielt ohne Plastik ein ...das gelingt nicht immer aber ich bin wenigstens bewusst beim Einkauf. Ich glaube da muss man noch sehr viel Aufklaerungsarbeit leisten!

Leider ist das mit der Aufklärungsarbeit etwas schwierig. Man will ja nicht als total nervig empfunden werden. Aber wie soll man andere darüber informieren, ohne etwas zu sagen? Ist jedenfalls nicht leicht. Wahrscheinlich muss man die Leute aufklären, die dafür offen sind. Ist immerhin ein Anfang.

Kennt ihr die Schildkröte [[http://www.youtube.com/watch?v=C-1lF-sRc3M Mae West]]? Ist zwar nicht auf Deutsch, aber das erklärt sich wohl von selbst. Und das ist nur ein Beispiel. Viel mehr Tiere fressen den ganzen Plastikmüll.

Adleo]n6or


Ich kann nicht mal eben so anderes (plastikfreies) Duschgel zu nehmen. Probieren würde ich es. Aber wo bekommt man sowas?

Du könntest zu Lush gehen. Die habe da ganz tolle Seifen die man in ner Papiertüte mit nach Hause nehmen kann.

YhEle-ctxra


[[http://blogs.reuters.com/adam-pasick/files/2009/10/1255628127.jpg Sowas]] ist auch tragisch. Was ich dagegen mache? – nichts. Jedenfalls tue ich nichts, weil ich Plastikmüll verhindern möchte, sondern das ist einfach ein angenehmer Nebeneffekt. Ich mag Materialien wie Holz, Stoff und Metall einfach lieber als Plastik. Ich kaufe das aber nicht wegen der Umwelt sondern für mich, aus welchen Gründen auch immer, und das ist genau der Ansatzpunkt.

Solange Plastik gegenüber umweltfreundlicheren Materialien Vorteile bietet, sei es preislich oder in den vielfältigen Verarbeitungsmöglichkeiten, wird es nicht endgültig vertrieben werden. Grundsätzlich macht man alles für sich, man kann auch argumentieren, dass man Umweltschutz für sich selbst betreibt – nämlich für sein Gewissen. Angeblich soll es "echten" Altruismus aber schon geben. Panikmache darüber, was unser umweltschädliches Handeln für weitläufige Konsequenzen hat bringt nichts. Menschen wissen ihr Gewissen gut zu beruhigen, wenn sie es wollen. Verdrängung ist natürlich auch leicht, denn die Konsequenzen sind ja kaum spürbar oder nicht in der Nähe. Sollen die sich auf den Malediven um ihren Dreck kümmern. Angst ist kein nachhaltiger Antrieb, das wurde schon mehrfach in Studien erfasst. Wenn jemand es unbedingt will suche ich auch Quellen. Wenn mir jemand daherkommt und sagt, dass ich mit meinem Kaufverhalten ein egoistisches Arschloch sei und mit meinem Verhalten die Erde ins Verderben treibe habe ich natürlich keinen Bock mir diese Unverschämtheit anzuhören.

Viel mehr sollte man auf die Vorteile von einem umweltbewussten Leben und guter Qualität hinweisen. Hochrechnen, nach wieviel Zeit sich ein umweltbewusstes, hochqualitatives Produkt gegenüber Plastikschrott rentiert. Wie man damit Geld sparen kann. Ich kenne die Preise in Deutschland nicht, aber eine Stofftasche zum Einkauf ist zwar im Moment teurer aber auch stabiler und wesentlich langlebiger als eine Plastiktüte. Aber wieviele Plastiktüten kauft man nur schon in einer Woche? Wäre davon nicht eine Stofftüte bezahlt, die nicht reisst, nicht so unangenehm in die Hände einschneidet und ausserdem kann man noch etwas für sein Gewissen tun weil es gut für die Umwelt ist!

Nächstes Beispiel, Lederschuhe. Ich gebe zu, das Beispiel ist etwas schwach, da nicht unbedingt alle gerne Lederschuhe mögen. Aber anstatt jemand anzuprangern, was für ein Schwein er ist, weil er oder sie Plastikschuhe aus Kinderarbeit kauft sollte man lieber auf das positive fokussieren. Warum sollte ich für mich einen Lederschuh kaufen wollen? Ganz klar, er hat weniger Druckstellen, da sich das Material an meinen Fuss anpasst. Auch schwitzt man in Leder viel weniger als in jedem noch so atmungsaktiven Kunststoffschuh, das ist erstens angenehmer und zweitens stinken die Füsse viel weniger. Nun, Lederschuhe sind natürlich teurer, aber auf lange Sicht hinaus rentiert es sich. Ich habe mir in China ein billiges Paar Stiefeletten gekauft, nach zwei Wochen löste sich schon die Sohle. Danach habe ich mir ein paar schöne Ledersandalen gekauft und diese sind nach wesentlich längerer Zeit noch in einwandfreiem Zustand. Meine Mutter benutzt immernoch einen wunderschönen Lederrucksack, der schon länger existiert als ich.

Also: Meiner Meinung nach ist es wesentlich effektiver, wenn man den Leuten die Vorteile von umweltfreundlichen Produkten herausstreicht, anstatt anzuprangern, was alles die Nachteile von der jetztigen Lebensweise sieht. Erstens ist man empfänglicher für positives und zweitens weiss man auch gleich, was man tun kann.

Y<EleVctra


sieht = sind

YLElecxtra


Du könntest zu Lush gehen. Die habe da ganz tolle Seifen die man in ner Papiertüte mit nach Hause nehmen kann.

Oh ja, Lush ist toll.

Sogar Shampoos gibt's dort ohne Verpackung, Zahnpastapillen sind dort in einer Papierdose. Ob es wirklich etwas bringt weiss ich nicht, Lush scheint zudem seine Mitarbeiter nicht gut zu behandeln aber es ist ein Anfang.

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