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Kollegen beschweren sich über mich beim Chef

Syah>ne*girlx03 hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Heute Abend findet ein Fest in meiner Firma statt und ich war vorhin da - allerdings bin ich schon nach 1 Stunde wieder gegangen weil ich da so eine große Wut im Bauch hatte!

Eine kurze Zusammenfassung der Vorgeschichte: ich arbeite seit 2,5 Jahren in der Firma und hatte vom Firmenleiter vor einigen Monaten den Auftrag bekommen in einer bestimmten Abteilung unseres Betriebes die Arbeits- und Organisationssturktur zu überprüfen und Verbesserungen vorzuschlagen. Die Abteilungsleiterin hat das nach eigenen Worten auch "sehr begrüßt" und hat mir ihre komplette Unterstützung zugesagt. Seit ich am Prüfen bin werden mir allerdings ständig Steine in den Weg gelegt, mir wird gesagt dass man meine Arbeitsweise nicht nachvollziehen kann (oder besser nicht nachvollziehen "will") - ich war immer nett und freundlich und auch zu den ganzen Mitarbeitern in der Abteilung immer höflich und hatte zu einigen von diesesn sogar ein eher freundschaftliches Verhältnis (mit den meisten hat man hat zwar nichts privat unternommen aber bei der Arbeit hat man oft gelacht und hat sich super verstanden). Ich hatte den Eindruck dass alles in Ordnung ist und habe auch alles mögliche getan um den Leuten die Angst vor der Prüfung und das Gefühl der Kontrolle zu nehmen. Es hat sich auch niemals jemand in irgendeiner Weise mir gegenüber beschwert!

Vor 4 Wochen habe ich dann einen Anruf der Abterilungsleiterin bekommen und wurde aus heiterem Himmel fertig gemacht und mit Vorwürfen überschüttet. Sie hat mir echt krasse Dinge vorgweworfen wie z.B. dass ich die Leute kontrolliere, dass ich deren Arbeit kritisiere, dass sie meine Arbeitsweise nicht nachvollziehen kann (obwohl ich es ihr schon mehrere Male erklärt habe und es für jeden anderen Menschen auch schlüssig ist!), dass sich die Mehrzahl ihrer Mitarbeiter bei ihr über mich und meine Arbeitsweise beschwert haben und wegen mir ein enormer Aufruhr in ihrer Abteilung ist!!! Mich hat das ehrlich total getroffen, weil es 1. so unerwartet kam, 2. ich niemals einen solchen Eindruck hinterlassen wollte und ich 3. auch nicht den Eindruck gehabt hatte, dass die Leute so negativ über mich und meine Arbeit denken! Jedenfalls habe ich dann mit den meisten Leuten nochmal das Gespräch gesucht um das aus dem Weg zu räumen und plötzlich haben sie alle gesagt, dass "alles in ordnung war", "ich doch auch nur meinen Job mache" und "die beschwerden sicher nicht aus ihrer/seiner Richtung kommen". Ich verstand da echt die Welt nicht mehr... Am nächsten Tag kam dann auch die Abteilungsleiterin an und entschuldigte sich bei mir für ihren Anruf. Sie meitne, dass ich ja auch nur meine Arbeit mache und sie generell einen schlechten Tag hatte und deshalb alles an mir ausgelassen hat. Ich habe ihre Entschuldigung akzeptiert und damit war das Thema für mich erledigt. Wie gesagt war das alles vor 4 Wochen und seither hatte ich so viele andere Dinge zu tun dass ich nicht mehr zum weiterprüfen gekommen bin. Ich dachte, dass dieser "Konflikt" geklärt war und habe auch nicht mehr daran gedacht - bis gestern!

Gestern wurde ich zum Firmenchef zitiert und da musste ich dann Rede und Antwort stehen. Er meinte, dass von der Abteilung vor einigen Tagen (!!!) immense Beschwerden über mich und meine Arbeitsweise an ihn herangetragen wurden. Ich erklärte ihm wie das alles aus meiner Sicht war und letzendlich meinte er auch, dass er mich nicht kritisieren wollte sondern überzeugt ist dass ich meine Arbeit korrekt mache usw.

Trotzdem war ich total sauer! Ich gebe mir Mühe gut mit den Leuten auszukommen, bin ihnen in einigen Dingen wegen der "Klimapflege" auch sehr entgegen gekommen obwohl ich es nicht hätte machen müssen und was wird daraus? Ich werde bei der Firmenleitung angeschwärzt! Und wenn ich mit den Leuten über den Konflikt und die Beschwerden sprechen möchte dann tut plötzlich jeder so als ob für sie alles in Ordnung wäre und sie nicht wüssten woher die Beschwerden kommen! Vor mir tun sie alle immer total nett, witzig und freundslich aber sobald ich weg bin schwärzen sie mich bei der Leitung an! Und ich weiß definitiv, dass mind. 2bestimmte Mitarbeiter der Abteilung sich bei der Firmenleitung über mich beschwert haben und ehrlich gesagt tut das schon weh, denn eigentlich habe ich bei diesen beiden immer den Eindurck gehabt dass alles in Ordnung ist. Das haben sie mir gegenüber ja auch immer beteuert und abgestritten dass sie Beschwerden geäußert haben! Ich weiß es nur von 2 Leuten sicher, aber vielleicht sind ja noch mehr Leute in der Abteilung die so einen hinterhältigen Charakter haben? Ehrlich gesagt weiß ich jetzt gar nicht mehr wem ich in dieser Abteilung noch trauen soll und wem nicht. Heute auf dem Fest habe ich beiläufig mitgekriegt wie einer aus der Abteilung beim Firmenchef gefragt hat, ob dieser mit mir gesprochen und mich zurückgpfiffen hat und dieser meinter nur, dass dies nicht der geeignete Ort ist über sowas zu sprechen. 2 Minuten soäter ist der Typ aus der Abteilung zu mir hingekommen und hat mich nach dem Film gefragt den ich kürzlich im Kino angeschaut habe und war total nett und hat einen auf "Kumpel" gemacht.

Der Firmenleiter hält zwar zu mir aber trotzdem hat mich das heute auch wieder so sauer gemacht! Ich bin nun jedenfalls dazu übergegangen den Leuten aus dieser Abteilung gegenüber nicht mehr auf "freundschaftlich" und fröhlich zu machen sondern auch distanziert und rein sachlich. Das Problem ist nur, dass ich mit einer PErson aus dieser Abteilung sehr gut befreundet bin und mir nun selbst bei dieser sehr guten Freundin nicht mehr sicher bin ob sie nicht auch so hinterhältig und hinterfotzig ist wie die anderen aus der Abteilung. Ich bin mir nun einfach unsicher und vertraue gar niemanden mehr aus dieser Abteilung! Ich weiß auch agr nicht merh wie ich mich nun den Leuten gegenüber verhalten soll. Was meitn ihr denn? Ich wäre euch für ein paar Ratschläge echt total dankbar!

Antworten
P?iUMa06509


Ich finde daß du da einfach die absolute Arschlochkarte hast.

Es geht nie wirklich gut, wenn man die Arbeitsweise einer Abteilung überprüfen muß, wo man die Leute gut kennt.

Ich kenne das aus meiner Tätigkeit in der Revision. Ich habe die ganzen Kollegen gekannt und war mit vielen per du. Und dann musste ich ihre Arbeit überprüfen. Hab dann, wenn ich Fehler gefunden habe, es versucht freundschaftlich rüber zu bringen und auch vieles versucht abzuwenden. Aber alles ging halt nicht. Das Verhältnis wurde immer schlechter. Mir wurde vorgeworfen, daß ich ihnen was böses wollen würde, daß ich absichtlich Fehler suche, daß ich super streng wäre und überpenibel. So toll die Aufgabe für mich grundsätzlich war, so sehr hat es mein Kollegenverhältnis negativ beeinflusst.

Ich finde daß dein Chef da recht viel von dir erwartet und es besser wäre das jemand neutrales machen zu lassen.

Mwetal*Bzl2axde


Hallo Sahnegirl!

Also das was du da schilderst ist echt heftig. Die Kollegen die dir gegenüber einen auf Kumpel machen und behauptet sich nie beschwert zu haben, dies aber doch getan haben, sind wirklich Feiglinge! Ich finde, wenn man ein Problem mit jemandem hat, soll man ihm das Problem direkt schildern ohne gleich zum Chef zu rennen, oder einfach den Mund halten.

Vielleicht spielt auch Neid eine Rolle? Verdienst du durch diesen neuen Aufgabenschnitt mehr als die in der Abteilung?

Das Problem ist nur, dass ich mit einer PErson aus dieser Abteilung sehr gut befreundet bin und mir nun selbst bei dieser sehr guten Freundin nicht mehr sicher bin ob sie nicht auch so hinterhältig und hinterfotzig ist wie die anderen aus der Abteilung

Wenn das wirklich eine so gute Freundin ist, würde ich ihr vertrauen. Nur weil einige Kollegen aus der Abteilung so hinterhältig sind, heißt das ja nicht das alle so sind. Ich würde ein ernsthaftes Gespräch mit ihr führen und ihr erklären, wie verzweifelt du bist und alles. Vielleicht hat sie ja noch "insider"-info's.

weiß auch agr nicht merh wie ich mich nun den Leuten gegenüber verhalten soll. Was meitn ihr denn? Ich wäre euch für ein paar Ratschläge echt total dankbar!

Das hängt so ein bisschen von deiner Person ab. Wenn es dir nichts ausmacht, mal auf den Putz zu hauen und Klartext zu reden um die Sache zu klären, würde ich das versuchen.

Andernfalls würde ich die freundschaftliche Ebene weglassen - zumindest bei den Kollegen, von denen du weißt, dass sie es waren. Durch den sachlichen und ernsten Umgang werden die schon merken was Sache ist.

Gruß

CPornxeliax59


Kann es sein, daß die wahnsinnige Angst haben... um ihre Jobs? Aus solchen Situationen kann so etwas entstehen, was da bei dir abläuft. Und wenn jemand erstmal versucht, seinen eigenen Hals zu retten, dann nimmt er aber schon gar keine Rücksicht mehr auf denjenigen, der ihn vielleicht den Job kosten könnte.

Es ist auch gerne mal so, daß da einer kommt, sich die Arbeitsweise der Leute anguckt und dann mit Verbesserungsvorschlägen und Rationalisierungsmaßnahmen ankommt, die in den Augen der Betroffenen deutlich weniger Sinn machen als in den Augen den Vorschlagenden. Ich meine das klassische Phänomen: "Der hat doch keine Ahnung, der sollte das, was wir hier machen, mal nach seinem System ausprobieren, dann würde er schon sehen, was das für ein Schwachsinn ist!" Natürlich hängt da auch noch dran: "Das ist mein Arbeitsbereich, ich mache das seit x Jahren so, was mischt der sich ein!"

Ich würde sagen: frag die Leute direkt und einzeln, was sie von den Verbesserungsvorschlägen halten, die sie selber ganz gezielt und direkt betreffen. Ganz gezielt nach der Sachlage fragen und eventuell auch gezielt nach bestimmten Schwierigkeiten fragen, die damit auftreten könnten. Ich kann jetzt schlecht ein Beispiel machen, weil ich deinen Job nicht kenne. Du wirst aus den Leuten nur etwas herausholen, wenn du sehr gezielt fragst und sie dir einzeln "vornimmst". Aber bloß nicht ins Besprechungszimmer zitieren oder so! Am besten in ihrem direkten Arbeitsumfeld sich einen Stuhl dazuziehen, sich ihnen so schräg gegenübersetzen und dann ein bißchen bohren. Auf keinen Fall nach den Aktionen fragen, die aus der Abteilung gekommen sind, ganz neutral bleiben, vielleicht sogar ein "Ich kann ja verstehen, daß ihr vielleicht meint, ich habe keine Ahnung, wie ihr hier arbeitet, aber wenn ihr an meinen Verbesserungsvorschlägen was auszusetzen habt, redet mit mir, ob da eine Veränderung nötig ist." Ich denke mal, du hast da mit einer ganze Menge "Massenträgheit" der Marke "das haben wir immer so gemacht" zu tun, die sich gerade gewaltig über dich ärgert. Laß dich nicht zu sehr runterziehen und nimm´s ihnen nicht zu übel! :)_

Sxahneg/ir:l0x3


Danke für die schnelle Antwort!

Ja, so einen ähnlichen Job wie du habe ich auch! Mein Job ist es z.B. Arbeits- und Organisationsstrukturen zu überprüfen und zu verbessern usw. Das ist meine Arbeit und da ich ja mit mehreren Leuten in der ganzen Firma befreundet bzw. per Du bin, kann ich ja nicht zum Chef gehen und ihm sagen dass ich aufgrund persönlicher Kontakt 80% der Abteilungen nicht überprüfen kann!

Das ich keinen einfach Job habe war mir von Anfang an klar (und das ist es dem Chef auch), aber das Leute die sonst immer seupernett zu mir waren und mit denen ich mich sonst gut verstanden habe plötzlich hintenrum versuchen mich so anzuschwärzen finde ich echt eine Sauerrei! Und dann streiten sie auch noch alles ab und können nicht einmal zu ihren angeblichen riesigen Beschwerden stehen!!!

Ich will deshalb auch kein riesiges Fass in der Firma aufmachen, aber es hat mich schon sehr enttäuscht, dass ich mich in einigen Menschen so immens getäuscht habe. Was glauben sie denn mit ihrer hinterfotzigen Art bezwecken zu können? Glauben sie dass der Leiter dann seine eigenen Leuter zurückpfeift und mehr Vertrauen in Mitarbeiter irgendeiner Abteilung hat als in seine eigenen direkten Mitarbeiter (wie ich es bin) ??? Der Leiter hat mir den Auftrag gegeben und hat mich nicht zurückgepfiffen sondern gesagt dass er überzeugt ist dass ich meine Arbeit gut mache. Was er zu den Mitarbeiterin gesagt hat weiß ich aber nicht...

SxahnPegirl0x3


@ Cornelia:

Ich musste gerade lachen als ich deinen Beitrag gelesen habe! ;-D Ich habe mit allen Mitarbeiterin in dem jeweiligen Arbeitsumfeld (deren Büro) gesprochen und habe sie ja auch gefragt was sie von der und der Idee halten, habe gefragt was sie selber für Ideen haben usw. Ich habe versucht die Mitarbeiter mit einzubeziehen und habe sie immer um deren Meinung gefragt. Mir ist ja schließlich auch klar, dass es Leute sind die die Arbeit teilweise schon Jahre machen und wissen was sie tun und deshalb war es mir auch wichtig deren Meinung zu meinen Vorschlägen zu hören.

DIe Mitarbeiter haben auch keine Angst um ihren Job. Der Grund für die Prüfung ist allen bekannt und da geht es keineswegs um Rationaisierungsmaßnahmen sondern lediglich darum, dass es einen kleinen "Vorfall" in einer Bearbeitung gab und ich nun schauen soll was man wo tun kann um dies in der Zukunft zu verhindern.

dyeviDlindinsguisGe


Das Problem ist meiner Einschätzung und Erfahrung nach nicht Neid, sondern Angst (und vielleicht auch ein wenig Eitelkeit und Kritikunfähigkeit): Du sollst Strukturen und Arbeitsweise überprüfen und Verbesserungen vorschlagen. Anders ausgedrückt: Du SOLLST "kontrollieren" – und sagen, wie besser gearbeitet werden kann; was zugleich bedeutet, daß es eben nicht optimal ist, wie bisher gearbeitet wurde. Der Ärger müßte sich eigentlich gegen den Chef richten (da er die Abteilung für überprüfungsbedürftig hält – wobei WIRKLICH gute Mitarbeiter gegen echte Verbesserungen eigentlich nichts haben dürften, man sollte schon gern dazulernen...). Aber es ist nun mal einfacher, dich zum Sündenbock zu machen.

Wenn du deine Arbeit auch nur minimal gewissenhaft tust, führt das zu Kritik und Veränderungen an dem, was bisher in der Abteilung getan wurde. Also denkt sich jeder: "O Gott, jetzt kommt raus, daß ich nicht perfekt bin, wie schrecklich! Und dann soll ich mir auch noch neue Verhaltensweisen aneignen oder andere Aufgaben übernehmen, wie anstrengend!" Oder mancher hat vielleicht sogar Angst, als unfähig enttarnt und entlassen zu werden (weiß ja nicht, wie das Klima sonst so bei euch ist und ob eine Stellenreduzierung vielleicht sogar auch zu den Zielen der Überprüfung gehört).

Klar, daß sie zu dir freundlich sind und jeder leugnet, sich über dich beschwert zu haben: Sie haben Angst vor dir. Du könntest dich rächen, indem du die Arbeit derer schlechter beurteilst, die sich über dich beschwert haben. (Wer anderen ohne entsprechende Vorerfahrung so etwas unterstellt, offenbart damit allerdings seinen eigenen Charakter...)

Es hilft nur eins: Ein Gespräch zu dritt zwischen dir, dem Chef und der Abteilungsleiterin. Ihr muß klar kommuniziert werden – vom Chef, nicht von dir! – was deine Aufgaben sind und daß ER will, daß du die Abteilung "kontrollierst". Er muß zu deiner Arbeitsweise klar Stellung nehmen, in Anwesenheit der Abteilungsleiterin. Gleichzeitig muß offen auf den Tisch gelegt werden, daß du über die Beschwerden informiert bist und ob diese inhaltlich zutreffend und berechtigt sind oder nicht. Alles zu dritt, damit niemand im Nachhinein etwas abstreiten kann und nichts als Eigenmächtigkeit erscheinen kann. Dies ist unbedingte Aufgabe des Firmenleiters. Wenn er so ein Gespräch zu dritt ablehnt, solltest du die Aufgabe abgeben – andernfalls hast du einen langen, unerquicklichen Kampf mit ungewissem Ausgang vor dir.

d5evi lZindis^guise


Übrigens kann es auch was bringen, mit jemandem, von dem du weißt (!), daß er heuchelt, offen zu reden, etwa so: "Ich weiß, daß einige in der Abteilung mit meiner Arbeitsweise unzufrieden sind. Unter anderem wurden Sie mir namentlich genannt. Bitte sagen Sie mir doch ganz genau, was Sie stört, damit wir zu einer besseren Zusammenarbeit gelangen können, das ist doch in unserem gemeinsamen Interesse."

Cpo3rneNl%iaa5x9


Und dann streiten sie auch noch alles ab und können nicht einmal zu ihren angeblichen riesigen Beschwerden stehen!!!

Das werden sie dem Chef gegenüber natürlich nicht tun, sie riskieren ja ihren Hals dabei. Aber untereinander und vielleicht auch mit der Abteilungsleiterin haben sie geredet und ihr vielleicht auch gesagt: "Können Sie da nicht mal was sagen, das geht so nicht blablabla..." und schon wird das ganze zu einer riesigen Blase.

Glauben sie dass der Leiter dann seine eigenen Leuter zurückpfeift und mehr Vertrauen in Mitarbeiter irgendeiner Abteilung hat als in seine eigenen direkten Mitarbeiter (wie ich es bin) ??? Der Leiter hat mir den Auftrag gegeben und hat mich nicht zurückgepfiffen sondern gesagt dass er überzeugt ist dass ich meine Arbeit gut mache. Was er zu den Mitarbeitern gesagt hat, weiß ich aber nicht.

Er hat dir den Rücken freigehalten, ja. Aber ich denke mal, er versucht auch, irgendwie die andere Seite zu beruhigen und möglichst den Betriebsfrieden nicht zu gefährden. Sowas kann ganz schnell zur Dauerbelastung des Betriebsklimas werden.

Da sind Angst und Agressionen im Spiel, die Leute fühlen sich angegriffen, sonst würden sie nicht so reagieren, besonders, wenn vorher Friede Freude Eierkuchen war. Sprich eventuell mal außerhalb der Firma unter vier Augen und unter dem Siegel der Verschwiegenheit mit deiner Freundin aus der betroffenen Abteilung. Sie muß sich aber absolut sicher sein können, daß kein Wort davon jemals nach über eure Unterhaltung hinausdringt!

A:lfredoW Cu7ltraxtus


Sahnegirl03!

Häng Dich nicht zu sehr rein und such Dir Deine Freunde nicht an deiner

Arbeitsstelle.Ein gutgemeinter Rat aus Erfahrung.

Man hat's im Berufsleben oft mit Feiglingen zu tun.

Gruss

d,evQili\ndi}sguisxe


Oh, hat sich überschnitten – Unpassendes bitte streichen.

SYahAne:girxl03


Ja, an so ein Gespräch habe ich auch bereits gedacht aber mein Chef lehnt dies tatsächlich ab (allerdings hat er auch verständliche Gründe dafür, die weder etwas mit mir noch mit der Abteilung zu tun haben - aber die gehören nun nicht hierher).

Und da ich ja so einen Job habe, bei dem ich immer wieder Abteilungen überprüfen muss werde ich wohl oder übel auch immer wieder auf solche oder ähnliche Konflikte stoßen. Ob das nun bei dieser Abteilung sit oder in einer anderen. Und ich kann ja nicht ständig die Prüfungen abgeben nur weil ich in 80% der Abteilungen irgendwo Freunde und gute Bekannte sitzen habe, oder?!?

Was also tun? Soll ich das jetzt erst einmal abhaken und in Zukunft mit mehr Bedacht an die Prüfung gehen (Distanz zu den Leuten aufbauen, rein sachlich verhalten)? Soll ich am besten gar nicht mehr versuchen eine "freundschaftliche Atmosphäre" aufzubauen?

kGle7iner_dhrachennsterxn


Da bist du in einem ziemlichen Dilemma, Sahnegirl.

Ich würde auch mal sagen, dass die Leute dieser Abteilung Angst um ihre Jobs, Pfründe und Positionen haben und diese eben mit Klauen und Zähnen verteidigen. Da ist es auch normal, dass sie dir "schön ins Gesicht tun" und hinterher über dich herfallen. Ich bin der völligen Überzeugung, dass es unmöglich ist, gleichzeitig mit Menschen befreundet zu sein, deren Arbeitsqualität man überprüfen und bewerten soll, da man für sie automatisch der Feind ist.

Entweder du lernst da drüber zu stehen und bist dir darüber im klaren, dass Freundschaft in so einem Arbeitsverhältnis unmöglich ist oder du musst dir ein anderes Arbeitsfeld suchen, so leid es mir tut. Denn spätestens wenn eine deiner Einschätzungen den Job deiner Freundin gefährdet oder du sie sehr kritisieren musst, wird auch deine Beziehung zu deiner Freundin wanken – die wenigsten Menschen sind in der Lage Beruf und Privates zu trennen.

Von daher ist es meines Erachtens eigentlich für den Betriebsfrieden immer besser, jemanden "von außen" zu holen, aber da sind die Meinungen eben sehr konträr.

S&a"hneygirxl03


@ Alfredo:

Die Freundschaften bestehen bereits seit längerem und die hatte ich bereits bevor ich diesen Job in der Firma bekommen habe. Das es zu so einer Entwicklung kommen kann, damit ich habe nun wahrlich zu keinem Zeitpunkt gerechnet.

Allerdings will ich meinen Posten wegen ein paar hinterfotzigen Leuten aber auch nicht aufgeben - mir macht die Arbeit an sich Spaß und habe in der kurzen Zeit schon viel gelernt (auch von den Kollegen in den zu prüfenden Abteilungen!). Und schließlich kann man nicht wegen jedem Konflikt immer sofort die Kündigung einreichen, oder?!?

C$or_neliax59


Weißt du, ich habe in meinem Job auch öfters mit Prüfern zu tun... Betriebsprüfern vom Finanzamt. Die kommen unsere Mandanten prüfen, müssen zwingend von uns mit allem versorgt werden, was sie dafür brauchen, Belege, Buchhaltungsdaten, Informationen zu allem und jedem. Es gibt nichts ätzenderes in meinem Beruf, vor allem, weil man nie weiß, wann der Prüfer plötzlich doch mit irgendwas um die Ecke kommt, woran man trotz aller Erfahrung und Vorarbeit doch nicht gedacht hat.

So ein Prüfer wird von uns (natürlich) sehr gut und pfleglich behandelt – aber er weiß genau, daß wir ihn am liebsten von hinten sehen! Ich habe angenehme und unangenehme und richtige fiese und extreme Korinthenk*cker erlebt, und ich habe jedesmal einen Luftsprung gemacht, wenn ich einen wieder los war! Prüfer sind verhaßt, damit wirst du in dem Job wohl leben müssen. Und daß sie dir ins Gesicht hinein lächeln und den Dolch im Gewande haben, auch.

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