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Kollegen beschweren sich über mich beim Chef

s7elberlmachexr


vielleicht ist es hilfreich, sich zunächst klar zu machen, wozu die Arbeit denn dienen soll; wenn es nicht um Schikane gegenüber Kollegen und nicht um stellenreduzierende Rationalisierung geht, sondern um die Sicherung und die Steigerung der Qualität der Arbeit in den Abteilungen, dann geht es letztlich auch um die Sicherung der Arbeitsplätze der Kollegen. Wenn die Abteilung gut arbeitet, trägt das zum Erfolg des Unternehmens bei und dieser Erfolg sichert das Einkommen aller. Also: der Job des Prüfers ist wichtig, um die Arbeitsplätze der Kollegen zu sichern.

Freundschaftliche Beziehungen sind hier allerdings oft hinderlich, weil die Erwartungen unter der Oberfläche beinhalten, auch mal wegen der Freundschaft ein Auge zu zu drücken etc.

Ich würde die Prüfkriterien offen kommunizieren und meine Arbeit transparent und fair durchführen und wer in der Vergangenheit nicht sauber gearbeitet hat, muss damit rechnen, dass dies Thema wird. Jeder macht seinen Job und du solltest deinen machen (dürfen). Wer dafür kein Verständnis hat, dem ist erst mal nicht zu helfen. Der ist vielleicht in dem Betrieb dann auch falsch. Und als Freund wollte ich so jemanden auch nicht haben.

Also Kopf hoch und mit dem Bewusstsein, eine wertvolle Arbeit zu leisten, mutig ans Werk. Noch eine Bemerkung zum Anschwärtzen. Dazu gehören zwei: einer der losrennt und was erzählen will und einer, der interessiert zuhört. Insbesondere der der zuhört setzt durch sein Verhalten Maßstäbe und lebt eine Kultur. Entweder die, dass Anschwärzen willkommen ist oder die, dass sich diejenigen, die anschwärzen wollen, selber disqualifizieren. Das sollten sich deine Vorgesetzten dann mal durch den Kopf gehen lassen.

Viel Erfolg

Gruß Achim

Skchlictzamuge6x7


Wer einen solchen Job macht, sollte ganz scharf trennen zwischen persönlichem Angriff oder ausgesprochenem Ärger über Situationen. Das werden natürlich auch die Mittarbeiter nicht oft zu unterscheiden wissen.

Und meistens ist auch etwas dran, wenn sich mehrere beschweren. Ich würde ganz konkret nachfragen, welche Punkte es sind, darüber einmal nachsinnen. Und das thematisch aufarbeiten, ohne die eigene beleidigte Persönlichkeit einzubeziehen. Wenn sich Mitarbeiter in ihrem Handeln nicht bestätigt fühlen, kann es nur sein, dass da vorher eben von Dir "was losgetreten" wurde.

Jeder MItarbeiter sieht eigentlich ein, wenn man Dinger besser, schneller, billiger oder sonstwas machen kann. Ist ja sein Arbeitsplatz, denn er gerne erfüllen möchte. Wie ich das verstanden habe, ist genau dies Dein Job, solche Dinge herbeizuführen.

Du solltest mit den Mitarbeitern diese Dinge "auf den Weg" bringen. Wenn sie maulen, stimmt da die Kommunikation nicht.

Ich würde erst einmal überlegen, was da von Dir besser gemacht werden könnte, damit Du besser verstanden wirst, so dass man konform gehen kann.

d_evilikndinsguixse


Ich kann mir jetzt gerade keinen wirklich überzeugenden Grund vorstellen, ein solches Gespräch abzulehnen... Wie stellt sich der Firmenleiter denn vor, daß der Konflikt beendet werden soll? Daran sollte er eigentlich sehr stark interessiert sein, schließlich behindert der Konflikt die Arbeit.

Ansonsten: Irgendwie kann ich mir auch vorstellen, daß die KollegInnen von deinem Verhalten irritiert sind. Du meinst es gut, ich kann es nachvollziehen und hätte es vermutlich auch ähnlich versucht: Mit Vertrauen, Wohlwollen und Einbeziehen. Das Problem ist, daß Leute, die so ein Verhalten nicht gewohnt sind, oft nicht in der Lage sind, dies richtig zu deuten: Sie deuten es automatisch als Hinterfotzigkeit nach dem Motto "jaja, die lullt uns ein und dann will sie uns den Dolch in den Rücken stoßen – aber DIE Masche können WIR viel besser!"

Ich merke das gerade, weil die Organisation, in der ich arbeite, sich gerade grundsätzlich umorientiert von autoritärem zu eher "partnerschaftlichem" Leitungsverhalten. Da atmen keineswegs alle erleichtert auf, wie man vielleicht meinen sollte – sondern es führt zu jeder Menge Zoff; wer es nicht gewohnt ist, denkt entweder das, was ich oben beschrieben habe, also daß es nur ein hinterhältiger Trick ist – oder er/sie macht sich nicht klar, daß "partnerschaftliches" Leiten dennoch Leiten ist und fühlt sich dann überrumpelt, hintergangen und menschlich enttäuscht, wenn er/sie "auf einmal" kritisiert wird, eine Anweisung erhält o.Ä.. Oder ist enttäuscht, weil das vermeintlich entstandene Machtvakuum, das er/sie gerne füllen wollte, dann doch nicht existiert.

Vielleicht könnte genau DAS die "Arbeitsweise" sein, mit der deine KollegInnen unzufrieden sind – möglicherweise wollen sie in gewohnter Weise distanziert und und autoritär behandelt werden, um zu wissen, woran sie sind.

Kradhiedyxa


Das ich keinen einfach Job habe war mir von Anfang an klar (und das ist es dem Chef auch), aber das Leute die sonst immer seupernett zu mir waren und mit denen ich mich sonst gut verstanden habe plötzlich hintenrum versuchen mich so anzuschwärzen finde ich echt eine Sauerrei!

Ich finde es bei der Arbeitsplatzbeschreibung vollkommen verständlich.

Das Problem dahinter ist offenbar, dass Du vorher schon in anderer Position dort tätig warst (?) und davon ausgegangen bist, diese Kontakte würden die Mitarbeiter erleichtern. Statt dessen reagieren sie auf Dich nicht mehr als Mensch, sondern auf die Position, so wie sie es bei Fremden tun würden.

Und ich kann ja nicht ständig die Prüfungen abgeben nur weil ich in 80% der Abteilungen irgendwo Freunde und gute Bekannte sitzen habe, oder?!?

Wenn die nicht zwischen Mensch & Position trennen können, nicht konstruktiv mit Dir arbeiten können und Dir das Leben schwer machen, können es so gute Freunde ja nicht sein.


Finde das Verhalten ziemlich unverständlich. Wenn die schon so negativ und berechnend denken – also Dir so etwas zutrauen und entsprechend vorsichtig sind und berechnend agieren – wäre es doch logischer, die guten Kontakte zu dem Prüfer (zu Dir) zu nutzen, und eher miteinander zu arbeiten. Was Du ja schon versucht hast.

Da nicht drauf einzugehen und mit Zickerei, Beschwerden und Psychoterror zu agieren ist wirklich nicht schlau. Also neben illoyal und berechnend sind sie auch noch dumm. Tolle Freunde und Bekannte :-/

K6adhimdya


@devilindisguise

Das Problem ist, daß Leute, die so ein Verhalten nicht gewohnt sind, oft nicht in der Lage sind, dies richtig zu deuten: Sie deuten es automatisch als Hinterfotzigkeit nach dem Motto "jaja, die lullt uns ein und dann will sie uns den Dolch in den Rücken stoßen – aber DIE Masche können WIR viel besser!"

Wenn die TE eine Fremde wäre, würde ich das ja verstehen.

Aber sie hat ja schon vorher in der Firma gearbeitet, sie kennt die Leute persönlich, es herrscht ein freundschaftliches Verhältnis – alles Gründe, das für authentisch zu halten. Die TE wird diese Position ja dauerhaft bekleiden und macht nicht eine einmalige Prüfung, es ist also in ihrem Interesse mit den Leuten gut auszukommen, und so sprechen vor allem persönliche aber auch sachliche Gründe dafür, das einfach als authentisches Verhalten anzunehmen.

n(aja5nagxut


@ Kadhiya

@devilindisguise

Das Problem ist, daß Leute, die so ein Verhalten nicht gewohnt sind, oft nicht in der Lage sind, dies richtig zu deuten: Sie deuten es automatisch als Hinterfotzigkeit nach dem Motto "jaja, die lullt uns ein und dann will sie uns den Dolch in den Rücken stoßen – aber DIE Masche können WIR viel besser!"

Wenn die TE eine Fremde wäre, würde ich das ja verstehen.

Aber sie hat ja schon vorher in der Firma gearbeitet,

Das reicht anscheinend nicht?

Ich erlebe teilweise etwas Ähnliches, weil ein Teil meines Jobs ähnlich ist wie bei der TE. Und mir wurde eingetrichtert: das oberste Gebot sind Transparenz und Kommunikation. Nur dann hat man eine Chance, dass die Leute mit einem arbeiten, sich einbringen etc.


@ Sahnegirl:

Meinst du, da gäbe es noch Verbesserungspotential? Wissen die Mitarbeiter in der Abteilung, 1. welche Ziele du hast, 2. wie du die erreichen willst und 3. auf welchem Stand dein Projekt ist? Vielleicht kannst du damit deinen Stand noch mal klarstellen.

Es wird aber immer Leute geben, die mit einem "Klugschei*er von außen" nicht klarkommen, damit muss manein Stück weit auch leben.

w2ien2erx2008


sahnegirl:

egal, was du machst, wenn du die arbeit von kollegen überprüfst, wirst du immer unbeliebt sein. du kannst als ehemalige kollegin die beliebteste von allen gewesen sein, aber bei dem, was du da machst, zählt das frühere standing für die anderen einfach nicht mehr. interne überprüfungen bedeuten reformbedarf bedeuten evtl. job in gefahr. und genau das symbolisierst du für die anderen: von deinem goodwill hängt die berufliche zukunft ab. gegenteiligen beteuerungen deinerseits oder vonseiten der geschäftsleitung wird nicht geglaubt. natürlich möchte es sich also jeder mit dir offiziell (von angesicht zu angesicht) gut stellen, denn alles andere wäre strategisch unklug. ein kritischer absatz in deinen veränderungsvorschlägen ist schließlich schnell geschrieben. hinterrücks versuchen dich dann fast alle leute anzuschwärzen und rauszuschießen, weil sie sich bedroht fühlen. hinzu kommt noch, dass veränderungen häufig bedeuten, dass es für einige zeit nicht mehr so bequem ist wie früher.

sorry, aber an der gesamtsituation wird sich nicht viel ändern. sobald du deine vorschläge für veränderungen präsentierst und die geschäftsleitung meint, man müsse zur umsetzung deiner vorschläge diesen oder jenen mitarbeiter feuern, anstatt ihn mal 3 wochen zu coachen, bist du endgültig unten durch.

K0adPhidya


Gibt es etwas Neues? @:)

K&adhxidya


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