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Lügen im Lebenslauf

N>iobe130 hat die Diskussion gestartet


Folgende Situation.

Eine Person beschönigt ihren Lebenslauf folgendermaßen: um eine Lücke von einem halben Jahr zwischen Studium und Berufstätigkeit zu schließen, schreibt die Person sie hätte den ersten Job direkt nach dem Studium begonnen.

Nun tritt die Person eine neue Stelle im öffentlichen Dienst an und muß genau Zeiten in einem Formular angeben um irgendwelche Stufen zu berechnen. Was tun? Vermutlich wird das nachgeprüft.

Soll die Person in dem Formular die richtigen Daten angeben, die vom Lebenslauf der Bewerbung abweichen?

Soll sie irgendwas dazu sagen von wegen Tippfehler?

Soll sie bei den falschen Daten aus dem Lebenslauf bleiben?

Antworten
LTiesAchenx49


Also wenn das nachgeprüft wird, würde ich es auf jeden Fall korrigieren! Allerdings finde ich die Ausrede mit dem Tippfehler ein wenig lahm ":/

Aber mit ein besseren Ausrede wird das schon ;-D

R\apanxte


Gibts kein Zeugnis was mitgeschickt wurde, wo ersichtlich ist wie lange in dem Betrieb gearbeitet wurde?

Auf der einen Seite wäre ich für konsequentes weiter schummeln, auf der anderen Seite wird der Steuerzahler ungerechtfertigt belastet.

Begründet dieses halbe Jahr eine höhere Einstufung und damit mehr Geld? Kannst du in die entsprechenden Tarifverträge reinschauen?

Ein Tippfehler wird dir keiner abkaufen.

GLesamUtpfxote


Auf jeden Fall die richtigen Daten angeben, sonst erschleichst du dir ja einen besseren Vorrückungstermin und das wäre nicht gut.

Aber wenn du es so geschrieben hast "direkt", dann würd ich das nicht weiter erwähnen. 6 Monate sind so gut wie direkt, niemand erwartet, dass du von der Sponsion direkt in die Firma gehst. Erst mal Urlaub und Feiern muss schon drin sein und dann fängt ja niemand sofort nach Vorstellungsgespräch an, kann ja ein komplexes Selektionsverfahren gewesen sein etc... So würde ich das begründen. Wenn jemand nachfragt würde ich sagen mit "direkt" meinte ich das ich dazwischen keinen anderen Job hatte.

Achja: Ich kann mir sowieso nicht vorstellen das jemand deine Angaben mit dem Lebenslauf abgleicht.

AJd5rijpanxa


Die Person soll unbedingt die richtigen Daten angeben, auch wenn sie vom Lebenslauf im Bewerbungsschreiben abweichen. Ich könnte mir vorstellen, dass es mit der Bewerbungsmappe gar nicht mehr verglichen wird, eher schon mit deinen Sozialversicherungszeiten (falls das in DE so funktioniert wie in Ö – hier wird übrigens gleich bei der Festanstellung eine Bescheinigung der Sozialversicherung verlangt). Außerdem ist es sicher schwerwiegender hier zu lügen, als "nur" in der Bewerbung.

Ich würd gar nichts dazu sagen.

Wenn es die überhaupt interessiert (was ich bezweifle, weil vermutlich die Person, die das Formular in den PC eintippt nicht mit der ident ist, die für Bewerbungsunterlagen zuständig ist) werden sie sich melden.

Und dann ist blödstellen vlt. am besten: "Keine Ahnung, wie das passieren konnte!" Machen doch selbst hochrangige Politiker so und wie man sieht kommen sie meist damit durch!

NIiobe3x0


Der verlängerte Job war ein unwichtiger Nebenjob um etwas Geld zu verdienen bis zu einem richtigen Job.

sonst erschleichst du dir ja einen besseren Vorrückungstermin und das wäre nicht gut.

Begründet dieses halbe Jahr eine höhere Einstufung und damit mehr Geld?

Deshalb passiert das auf keinen Fall.

Wenn jemand nachfragt würde ich sagen mit "direkt" meinte ich das ich dazwischen keinen anderen Job hatte.

In dem Lebenslauf stehen falsche Datumsangaben.

Aber mit ein besseren Ausrede wird das schon ;-D

Was könnte man denn da sagen?

SDuLn$flow\er_x73


Immer ehrlich angeben!

Ich habe auch schon meinen Lebenslauf beschönigt (einen Job weggelassen und somit quasi eine Lücke geschaffen). Aber habe dann der Personalabteilung ggü. bei erneuter Einstellung die Stelle doch angegeben.

I.d.R. geht es bei den Formularen wirklich um anrechenbare Zeiten, die man ehrlich angeben muss. Aber das kümmert sonst niemanden mehr groß und wird meistens auch gar nicht mehr mit dem Lebenslauf verglichen.

Ganz ehrlich:

Ich verstehe auch nicht, warum Du da nicht ehrlich bist. Wer hat schon DIREKT nach dem Studium einen Job?

Nkiowb4e3x0


Dabei geht es nicht um mich. Ich hab schon längst einen Job! ;-D

Ich finde diese Lüge auch unsäglich dumm. Es ist ja nicht so als ob es die Karrierchancen erhöht einen Depperljob ein paar Monate länger gemacht zu haben. Die Person wollte eben eine Lücke von 6 Monaten vermeiden.

.d.R. geht es bei den Formularen wirklich um anrechenbare Zeiten, die man ehrlich angeben muss.

Was genau sind den anrechenbare Zeiten? Zeiten die man auch im öffentlichen Dienst gearbeitet hat? Der Job ist ziemlich sicher nicht für irgendwas anrechenbar. Interessiert das dann überhaupt irgendwen?

Ich habe geraten in dem Formular die richtigen Zeiten anzugeben und ansonsten nix dazu zu sagen. Ob das nun die optimale Lösung ist weiß ich auch nicht.

N?iIobev30


1Bei Einstellung in eine der Entgeltgruppen 9 bis 15 werden die Beschäftigten zwingend der Stufe 1 zugeordnet. 2Etwas anderes gilt nur, wenn eine mindes-

20

tens einjährige einschlägige Berufserfahrung aus einem vorherigen befristeten oder unbefristeten Arbeitsverhältnis zum Bund vorliegt; in diesem Fall erfolgt die Stufenzuordnung unter Anrechnung der Zeiten der einschlägigen Berufserfah-rung aus dem vorherigen Arbeitsverhältnis zum Bund.

Das habe ich gerade gefunden. Es wird also auf keine Fall etwas angerechnet. Das die Tätigkeit nicht einschlägig war sieht man sofort. Da wird doch dann niemand was nachprüfen oder dem irgendwelche Beachtung schenken, oder?

S_unflo9wer_7x3


Gerade im öffentlichen Dienst zählen anrechenbare Zeiten. Denn nach bspw. einem Jahr in einer Tarifgruppe gibt es eine Steigerung in Stufe 2 (wo man dann für 2 Jahre bleibt, usw. – zumindest im TV-L ist das so). D.h. wenn man da falsche Zeiten im Sinne von zu langer Tätigkeit angibt, erschleicht man sich eine Gehaltsstufe, die man eigentlich noch nicht erreicht hat.

Das ist im öffentlichen Dienst sogar strenger als in der freien Wirtschaft (wo man bspw. ja Gehaltsverhandlungen führt, Gehaltsvorstellungen nennt,...).

Anrechenbare Zeiten sind schlichtweg die Zeiten mit Berufserfahrung. Die gerade im öffentlichen Dienst bei der Eingruppierung in die Besoldungsgruppe zugrunde gelegt werden.

Ich habe im meinem Lebenslauf etliche Lücken (hauptsächlich immer wieder befristete Uni-Jobs). Da fragt kein Schwein nach. Und gerade Lücken DIREKT nach dem Studium interessieren wenig, weil eben jeder weiß, dass man da erstmal einen Job suchen muss oder auch mal eine Auszeit nimmt oder beides.

Es sollte halt nicht auf Dauer so sein, aber am Anfang?!

NCiob}e30


Anrechenbare Zeiten sind schlichtweg die Zeiten mit Berufserfahrung.

Ok die sind also nicht vorhanden. Muss man dann überhaupt etwas in dieses Formular schreiben? Der Job ist in keinster Weise relevant.

Rxut


Bei einer zeitlichen Lücke im Lebenslauf, die nicht begründet wird, kann der Verdacht aufkommen, dass man diese Zeit im Knast verbracht haben könnte.

SLunflaower_7x3


Bei mir wurden auch Praktika während des Studiums und sämtliche Berufserfahrungen nach dem Abi abgefragt. Es stand auch explizit "Praktika" mit drin. Habe dann lediglich meinen Ferienjob nach dem Abi (auf dem Wochenmarkt) verschwiegen, weil ich da eh nicht wirklich gemeldet war.

N!iobxe30


Ich glaube nach sowas wird da nicht gefragt.

Bei einer zeitlichen Lücke im Lebenslauf, die nicht begründet wird, kann der Verdacht aufkommen, dass man diese Zeit im Knast verbracht haben könnte.

Man muß auch ein Führungszeugnis abgeben. Insofern dürfte dass kein Problem sein.

D`ynxe


Niobe30

Das Formular dient dazu, anrechenbare Zeiten zu erfassen und so zu ermitteln, in welche Stufe Du kommst.

War die Nebentätigkeit denn auch im öD? Wenn nicht, tut die Beschäftigungszeit eh nix zur Sache, da nur Zeiten aus dem öD angerechnet werden.

Ich würde das Datum verwenden, das Du auch im Lebenslauf verwendet hast, sofern Du nicht eine Bescheinigung/ein Zeugnis der Beschäftigung vorweisen musst.

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