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Wann GdB im Vorstellungsgespräch erwähnen?

J9as`mindax75 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich brauche dringend einen neuen Job und habe ca. 25 Bewerbungen geschrieben. Endlich habe ich die ersten Einladungen zu Vorstellungsgespräche bekommen. :)z :)^

Natürlich freue ich mich auf die Gespräche, aber andererseits habe ich schon ein wenig Bedenken, denn ich habe einen Schwerbehindertenausweis mit 50 %. Man sieht mir die Behinderung nicht an, da sie organischer Natur ist.

Meine Frage ist, wann soll ich den GdB im Vorstellungsgespräch erwähnen? Denn schließlich hat der Arbeitgeber ja doch diverse Vorteile, wenn er mich einstellen sollte. Heißt Förderung vom Arbeitsamt, Bezuschussung zum Arbeitsplatz usw.

Soll ich den GdB gleich am Anfang erwähnen, oder erst einmal abwarten und wenn es gut läuft, die Vorteile für den AG nennen?

Leider ist es heutzutage immer noch so, dass Schwerbehinderte einen schweren Stand haben bzgl. Jobsuche, da die wenigsten Arbeitgeber über die Vorteile informiert sind und denken, sich einen Klotz am Bein ins Haus holen.

Was meint ihr? Habt ihr selbst Erfahrungen?

Wäre über Ratschläge dankbar.

Antworten
s+ing*ha


ungefragt? Gar nicht, bzw. nach der Probezeit.

JrasmiEnda75


Echt? Erst nach der Probezeit? Mir gehen aber dann für ein halbes Jahr steuerliche Vorteile flöten. ":/

D[yne


Gar nicht. Wie willst Du das auch verpacken? "Ach übrigens, ich bin schwerbehindert, aber Sie haben dadurch Vorteil X und Y"?!

Mein GdB steht im Lebenslauf und der potentielle AG weiß Bescheid.

J&as>mindfa75


Gar nicht. Wie willst Du das auch verpacken? "Ach übrigens, ich bin schwerbehindert, aber Sie haben dadurch Vorteil X und Y"?!

Mein zuständiger Sachbearbeiter hat gemeint, ich soll im Vorstellungsgespräch darauf hinweisen, welche betriebswirtschaftlichen Vorteile mein AG hätte. Doch so möchte ich das nicht machen.

Ich denke, ich warte ab, bis ich eine endgültige Zusage bekommen und sage dann: "Ach übrigens, ich habe vergessen zu erwähnen, dass ich einen GdB von 50 habe." oder so?!?

MNartiTencxhen


Ach übrigens, ich habe vergessen zu erwähnen, dass ...

Also, ich weiß nicht...

D}yne


Nein, Du hast es ja nicht vergessen sondern denkst schon drüber nach ;-)

J&as"mind]ax75


Nein, Du hast es ja nicht vergessen sondern denkst schon drüber nach

... und das macht mir echt Kopfschmerzen kann ich dir sagen. :-D

sdin^gxha


Erst nach der Probezeit? Mir gehen aber dann für ein halbes Jahr steuerliche Vorteile flöten.

Vorher kannst Du "Grundlos" gekuendigt werden.

Im allgemeinen sind die Vorteile nicht so berauschend, insbesondre fuer kleinere Unternehmen.

1. Die steuerlichen Vorteile machst Du doch bei der Steuer geltend und nicht beim AG?

2. Falls nicht, kann man die steuerlichen Vorteile nicht nachreichen? Die kommen ja vermutlich erst zum tragen, wenn du deine Steuererklaerung machst? (Wie du siehst hab ich davon keine Ahnung :) )

njaja&nagxut


Erst nach der Probezeit? Mir gehen aber dann für ein halbes Jahr steuerliche Vorteile flöten.

Vermutlich hast du nur die Wahl zwischen zwei Übeln.

Entweder von vornherein mit offenen Karten spielen und den Job womöglich gar nicht erst bekommen – oder den Job ohne bekannten GdB bekommen und den erst "verkünden", wenn du aus der Probezeit raus bist. Das kostet ein halbes Jahr Steuervorteile und einiges an Sympathie beim Arbeitgeber.

RQebeolutioxn


Die Frage, die sich mir dabei stellt, ist, inwieweit du dich über deine Behinderung definieren willst? Klar, sie ist ein Teil von dir, aber was macht sie von dir aus? Wenn es rein organischer Natur ist und man es dir, wie du selbst sagst, nicht ansieht/anmerkt und es sonst keine Einschränkungen für den Beruf bedeutet, den du da ausüben willst, dann wäre ich an deiner Stelle wahrscheinlich zu stolz, es überhaupt irgendwann zu erwähnen. Mir wäre die Gefahr zu groß, dass, positiv wie negativ, dem Thema dann zu viel Aufmerksamkeit geschenkt wird. Ich will ja schließlich für meine reine Arbeitsleistung bewertet werden und keine Diskussion in der Firma über einen Behinderten-Malus oder -Bonus.

LYian-"Jilxl


Ich will ja schließlich für meine reine Arbeitsleistung bewertet werden und keine Diskussion in der Firma über einen Behinderten-Malus oder -Bonus.

Den GdB bekommt man ja nicht ungefragt aufgedrückt, den beantragt man, um entsprechende Nachteilsausgleiche zu haben. Also muss man das auch nicht verstecken.

R3ebehluti>oxn


Ich frag mich, welche konkreten Nachteile sie hat, ohne ihr zu nahe treten oder ihren Anspruch da in Frage stellen zu wollen. Dass man es z.B. mit einer Sehbehinderung in der Berufswelt schwieriger hat, da sie offensichtlich ist und bei vielen tagtäglichen Aufgaben tatsächlich ein Hindernis darstellt, liefert für mich einen klaren Grund, auch für mich, versetze ich mich in diese Lage, die Ansprüche offenzulegen, da ich ja dann schließlich auch für meinen Arbeitgeber nicht so flexibel einsetzbar bin und mich evtl. schwerer tue.

Dass es mir rein rechtlich auch im Falle einer Behinderung, die nicht offensichtlich ist und mich in meiner Aufgabenerledigung nicht weiter einschränkt (sondern eher sonst allgemein im Leben, z.B. bedingt durch spezielle Therapien, den Bedarf an bestimmten Medikamenten oder z.B. dass man keinen Sport machen darf – sowas in der Richtung könnte ich mir bei einer organisch bedingten Behinderung vorstellen), heißt ja nicht, dass ich es auch in Anspruch nehmen muss, auch wenn ich hier meinem Arbeitgeber evtl. einen Vorteil nehme – in dem Fall wäre ich wahrscheinlich zu stolz. Rein meine Meinung.

Nhandanxa


Der Arbeitgeber hat ja meistens Angst, daß durch die Behinderung Fehlzeiten oder Mangelleistungen entstehen. Warum also nicht einfach mit ganz offenen Karten spielen und erklären, welche Behinderung besteht, und dann gut begründen, wie du das im Alltag bewältigst, um klarzumachen, daß du deswegen nicht ständige Ausfälle und Probleme produzieren wirst? Das mußt du zwar juristisch gesehen nicht machen, aber es würde sofort Klarheit und Erleichterung auf allen Seiten schaffen.

Über die Vorteile wird er informiert sein, das brauchst du ihm sicher nicht zu erklären! Aber die zu befürchtenden Nachteile kannst du aus der Welt schaffen, indem du einfach sagst, was Sache ist.

ksle&iner ;flxugdrachxe


aber ist es denn nicht so dass man ab einem gdb den Ag darüber informieren MUSS ? ich meine das mal so gehört zu haben. ":/

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