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Arbeitsschuhe, müssen die gestellt werden?

I8t'hs 4a beautbifeul xday


Dass persönliche Schutzausrüchtung vom Arbeitgeber gestellt werden muss, zumal dann, wenn sie vorgeschrieben ist, wurde ja schon gesagt.

Bei der Auswahl der Schutzausrüstung sind Sicherheit und Hygiene zu berücksichtigen. Insofern kann tatsächlich ein Anspruch auf einen Lederschuh oder ein atmungsaktives Modell bestehen, wenn er nicht gerade aufgrund der Tätigkeit zwingend aus einem anderen (z.B. ölresistenten) Material sein muss.

Allerdings darf man eine solche Maßnahme nicht für sich alleine sehen. Wenn der Arbeitgeber ausreichende Reinigungsmöglichkeiten bereitstellt (hier z.B. eine Dusche, damit die Mitarbeiter sich nach dem Einsatz die Füße waschen können), sieht die Sache wieder anders aus.

Der Hygienefaktor bestimmt auch das Austauschintervall. Nicht atmende Schuhe sollte man grundsätzlich häufiger wechseln als gut belüftete.

In der Praxis beißt man aber mit solchen Forderungen meist auf Granit. Die Mitbestimmung beschränkt sich hier meist auf die Angabe der Größe.

Normalerweise würde ich in einer solchen Situation tatsächlich einmal im Jahr 100 € für gute Schuhe investieren, allerdings kann auch das zu Problemen führen, da der Arbeitgeber für die Sicherheit zuständig ist und daher eine bestimmte Schutzausrüstung vorschreiben darf.

Fazit: Aus der Nummer kommt man nicht raus, wenn reden nicht hilft, was wohl der Fall zu sein scheint.

adlteLrs=ack53


Wenn der Arbeitgeber bzw. die Berufsgenossenschaft verlangt das Sicherheitsschuhe getragen werden, dann MUSS der Arbeitgeber diese auch bezahlen.

Ob er das auch macht ist eine andere Sache.

MfG

Cbhev&yladxy


Tja, der AG stellt sich wohl im Moment noch quer. Mein Mann kauft sich ja immer vernünftige Schuhe, da er eh Rückenprobleme hat und in den preiswerten Schuhen nicht 8 Stunden laufen kann. Jetzt ist aber immer noch 1 Kollege, wo der Chef Ihn jeden Morgen darauf anspricht, was mit seinen Schuhen ist. Er trägt normales Schuhwerk. Der Chef möchte das er Sicherheitsschuhe trägt und der Kollege sagt, dass er dafür kein Geld hat. Ich weiß nicht ob Sie austesten wollen wer den längeren Atem hat. :=o Die Frage ist, wenn dem Kollegen was passiert – wer haftet dann ??? ":/

sUc}hlexfi


wenn dem Kollegen was passiert und Arbeitsschuhe vorgeschrieben sind, wird es nicht als Arbeitsunfall in dem Maß gewertet,wie es ist.

Es wird dann abgewogen,was mit Arbeitsschuhen passiert wäre. Im schlimmsten Fall würde der AN keine Rente wegen dem Arbeitsunfall bekommen,weil er gegen Arbeitsschutzvorschriften verstoßen hat

C"hNevylxady


Im schlimmsten Fall würde der AN keine Rente wegen dem Arbeitsunfall bekommen,weil er gegen Arbeitsschutzvorschriften verstoßen hat

Na ja, aber er sagt er kann sich im Moment keine leisten. :=o

cxhi


Wenn welche gestellt werden und Pflicht sind, MUSS er sie tragen. Er kann sich wegen der Rückenprobleme Einlagen verschreiben lassen. Zumal 40 Euro für Sicherheitsschuhe nicht billig sind. Ansprüche haben, teure Sicherheitsschuhe gestellt haben wollen, sich selbst teure Schuhe für den armen Rücken kaufen können, aber grad zufällig pleite sein passt nicht zusammen.

CThe[vylaxdy


":/ wo ist denn jetzt dein Problem ":/

CZheviy*laxdy


Les doch bitte erst einmal bevor du einen Kommentar abgibst – wo keinerlei Angaben stimmen ":/

c?hi


Gegen einen Aufpreis hätte auch sicher keiner etwas zu sagen. Aber er stellt nur die wirklich ganz preiswerten und das war es. Er will da auch nicht mit sich reden lassen. Ergebniss: die billigen liegen irgendwo rum und jeder kauft sich andere.

Schuhe werden gestellt, aber nur preiswerte (nicht billig).

Mein Mann kauft sich ja immer vernünftige Schuhe, da er eh Rückenprobleme hat und in den preiswerten Schuhen nicht 8 Stunden laufen kann.

Aha. Auf einmal? Im Eingangspost stand das nicht.

Jetzt ist aber immer noch 1 Kollege, wo der Chef Ihn jeden Morgen darauf anspricht, was mit seinen Schuhen ist. Er trägt normales Schuhwerk. Der Chef möchte das er Sicherheitsschuhe trägt und der Kollege sagt, dass er dafür kein Geld hat

Ah, klar. Jetzt gehts auf einmal um 1 Kollegen. Alle kriegen Schuhe gestellt, aber er nicht?

Sry, aber du schreibst seltsames Zeug. Erst ist es so, dann wieder ganz anders, dann geht es garnicht mehr um den Mann, sondern um einen Kollegen, der quasi genau dasselbe Problem wie der Mann hat, nur, dass er es nicht haben müsste, weil ja Schuhe gestellt werden. Ja stell dir vor, ich habs gelesen, auch wenns in diesem Fall echt schwer zu verstehen war. Denn es gibt ja eigtl garkein Problem.

CLhevMy;lhady


Sag mal geht es noch ":/ Was bist du denn so zickig hier ":/ Wenn du in meinem Eingangspost liest, haben vor 2 Jahren alle welche bekommen. Man kann sich vorstellen, dass die Schuhe keine 2 Jahre halten, wenn man sie täglich trägt, oder ??? ":/

Mein Mann kauft sich ja immer vernünftige Schuhe, da er eh Rückenprobleme hat und in den preiswerten Schuhen nicht 8 Stunden laufen kann.

Aha. Auf einmal? Im Eingangspost stand das nicht.

Was aber nicht zwangsläufig bedeutet, dass er sich auf Dauer immer selber welche kaufen möchte. Eine Regelung, dass vom AG ein Teil beigegeben wird wäre doch okay.

Ah, klar. Jetzt gehts auf einmal um 1 Kollegen. Alle kriegen Schuhe gestellt, aber er nicht?

Cih weiderhole mich ungern – aber beim lesen den Eingangpostest könntest du lesen, wenn du wolltest: vor 2 Jahren :=o

Denn es gibt ja eigtl garkein Problem.

Doch – immer noch. %-|

C^heWvylxady


ich = ICH

Cvhev|ylaxdy


dann geht es garnicht mehr um den Mann, sondern um einen Kollegen, der quasi genau dasselbe Problem wie der Mann hat, nur, dass er es nicht haben müsste, weil ja Schuhe gestellt werden.

":/ ":/

I)t's aN b=eEautif0ul daxy


Zwei Jahre dürfte viel zu lang sein.

Ich kenne es so, dass einmal pro Jahr neue Schuhe gestellt werden.

Wenn die Schuhe durch die Arbeit verschlissen sind und der AG keine neuen stellt, geht das voll zu Lasten des Arbeitgebers. Er haftet für die Folgen und bekommt auch Ärger mit der BG.

Wenn der AN aber "billige" Schuhe bekommt, sie aber nicht dauerhaft tragen kann, wäre es ihm wohl zuzumuten, zunächst diese Schuhe zu tragen, um sich dann – zur Not gerichtlich – bessere Schuhe zu erstreiten. Soweit die Theorie.

Ohne die Schuhe darf er bestimmte Tätigkeiten nicht ausführen. Sobald der Arbeitgeber davon erfährt, muss er eingreifen. In dem Fall tragen beide die nachteiligen Folgen. Wahrscheinlich trifft den AG sogar die Hauptlast, wenn er den AN ohne Sicherheitsschuhe arbeiten lässt.

Auf den Preis kommt es sowieso nicht an, sondern auf die Eignung.

C]hevyxlady


Zwei Jahre dürfte viel zu lang sein.

Das denke ich auch. :)z

Ich kenne es so, dass einmal pro Jahr neue Schuhe gestellt werden.

Das ist hier im Betrieb auch so. Hier bekommt jeder AN 1 x jährlich 60,- € für den Kauf von Sicherheitsschuhen dabei.

Auf den Preis kommt es sowieso nicht an, sondern auf die Eignung.

Das ist richtig. Aber jeder hat einen anderen Fuß und was für den einen bequem ist, ist für den anderen vielleicht unbequem und für Ihn sind andere Schuhe wieder besser. Daher denke ich auch: selber aussuchen und anprobieren ist am besten.

Wahrscheinlich trifft den AG sogar die Hauptlast, wenn er den AN ohne Sicherheitsschuhe arbeiten lässt.

Im Moment ist es ja bei einem der Kollegen so.

h@alliRgalixleo


Gesetz

Um nochmal auf die gesetzlichen Regelungen und Pflichten des Arbeitsgebers zurückzukommen:

Der Arbeitgeber ist nach §618, Abs. 1 BGB verpflichtet, Sicherheitsschuhe und weitere Sicherheitsausstattung (Handschuhe, Helme, Gehörschutz, o.ä.) zu stellen, wenn es für die Arbeit nötig ist, z.B. beim Betreten der Räume von Kunden. Die Kosten dafür sind allgemeine Betriebskosten des Arbeitgebers. Die Pflicht, diese Kosten zu tragen, kann auch nicht durch Einzelverträge oder Arbeitsvertrag, Betriebsvereinbarung usw. aufgehoben werden. Wenn aber Vereinbarungen getroffen werden, die eine Kostenbeteiligung des Arbeitsnehmers vorsehen, weil der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer zusätzliche Vorteile anbietet bei der Benutzung der Sicherheitsschuhe (z.B. private Mitnutzung der Schuhe bei Renovierung daheim), dann ist das legitim, wenn der Arbeitnehmer das Angebot freiwillig annimmt. (BAG 5 AZR 493/80)

Der Arbeitgeber kann seiner Pflicht nachkommen, wenn der Arbeitgeber den Arbeitnehmer beauftragt, sich diese Schuhe bis zu einer Höchstgrenze zu beschaffen. Der Arbeitnehmer kann diese Höchstgrenze überschreiten, wenn der Arbeitgeber davon in Kenntnis gesetzt wurde und zugestimmt hat. (BAG 7 AZR 199/83).

Man muss aber grundsätzlich festhalten, dass der Arbeitgeber seinen Pflichten nachkommt, wenn er Schuhe stellt, die den DIN-Normen gerecht sind, also auch mit dem preisgünstigen Modell. Ein sogenannter S3-Schuh ist beispielsweise: mit Zehenschutzkappe, antistatisch, hat eine öl- und benzinresistente Sohle, hat eine Energieaufnahmepolsterung im Fersenbereich, ist bedingt wasserfest sowie durchtrittsicher gegen Nägel und Scherben. Schuhe, die allen Normen entsprechen, sind okay. Mehr kann der Arbeitnehmer m.E. zunächst nicht verlangen.

Sollten die Schuhe verschlissen sein, weil sie auf Baustellen oder im Betrieb des Kunden hohen Belastungen ausgesetzt sind, dann müssen neue Schuhe vom AG bezahlt werden, egal ob ein Jahr vergangen ist oder nicht. Wenn aber die Schuhe noch gut sind, dann können sie auch zwei Jahre getragen werden.

Wer Spezialschuhe braucht, mit orthopädischen Einlagen etc, sollte mal einen Arbeitsmediziner aufsuchen, vielleicht hilft auch Kontakt mit Betriebsrat oder Gewerkschaft. Auf Wikipedia gibt's was zu lesen über [[http://de.wikipedia.org/wiki/Sicherheitsschuh Arbeitsschuhe]].

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