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bin ruhig und fühle mich bei meinen Kollegen unsichtbar

sDaQhn9ehjauxbe hat die Diskussion gestartet


Hallo Forenmitglieder,

ich muss mir mal was von der Seele schreiben.

Ich bin eher eine ruhigere Person.. besonders auf meiner Arbeit..

Ich wurde nach meiner Ausbildung nicht übernommen (lag aber nicht an mir!! wurde mir vorher schon mitgeteilt). Meine damaligen Kollegen waren mit meiner Arbeit sehr zufrieden auch wenn ich zu der ruhigeren Sorte gehöre.

Nun bin ich seit längerem in einem neuen Unternehmen, habe mich in den Monaten auch schon eingearbeitet, soweit man das sagen kann.

Aber ich merke immer wieder das meine Kollegen (leider 40+) viel miteinander reden und ich dort oft still sitze und meine Arbeit erledige. Bei vielen Themen kann ich gar nicht mitreden und ich werde auch nicht mit einbezogen.

Manchmal nerven mich auch die Gespräche über klassische Musik und co. Was ich mirversuche nicht anmerken lasse!

Ich fühle mich nicht so ernst genommen. Wenn ich meine Arbeit gut mache, werde ich auch gelobt ( was meinem Selbstbewusstsein sehr gut tut). Dennoch würde ich auch gerne mal mitreden.

Ich bin wirklich nicht Menschenscheu! Aber ich weiß meistens nicht was ich mit denen reden soll, mal über wetter, mal über Wochenende.

Bei meiner Familie und meinen Freunden habe ich kein Problem damit! Da kann ich reden und Spaß haben.

Ich fühle mich einfach so doof. Arbeitskollegen kommen rein, reden, lachen miteinander und ich sitze dort höre zwar zu und lache mit, wenn ich es lustig finde, sage vllt auch mal ein paar Worte und das war es.

Danach sitze ich stumm da. Ich kann keine langen Gespräche mit den führen, mit Freunden geht das aber ohne Probleme.

Kennt ihr solche Situationen oder geht es euch ähnlich?

Dadurch bekomme ich manchmal "Minderwärtigkeitskomplexe". und denke mir: Ich bin hier fehl am Platz, die würden auch gut ohne mich auskommen. :(

Antworten
Kqlexio


sahnehaube

Aber ich merke immer wieder das meine Kollegen (leider 40+) viel miteinander reden und ich dort oft still sitze und meine Arbeit erledige. Bei vielen Themen kann ich gar nicht mitreden und ich werde auch nicht mit einbezogen.

Warum kannst Du nicht mitreden? Was sind das für Themen? Und warum leider 40+?

Kennt ihr solche Situationen oder geht es euch ähnlich?

Nein, ich bin jemand, der sich sehr schnell ein Netzwerk spannt, diesen pflegt und ihn ständig erweitert. Als ich noch jünger war, habe ich mich immer an jene "gehängt", die 40+ waren, weil die viel Erfahrung hatten. Ich habe sie ständig über ihre Arbeit etwas gefragt, weil ich dazu lernen wollte. Das hatte natürlich den positiven Nebeneffekt, dass wir uns auch so kennen gelernt haben. Auch konnte ich so am besten beobachten, wie sich andere benehmen, wie sie reden, was sie reden, etc. Damals war ich noch auch etwas ruhiger, eben weil ich wusste, dass ich noch viel zu lernen hatte. Jetzt bin ich selbst 40+. Wir haben einige 25+jährige und ich rede gerne mit ihnen, wie sie ihre Welt sehen, was sie interessiert, etc. Mit den anderen habe ich auch keine Probleme. ;-) Ich frage auch nach wie vor auch über die Arbeit, denn man lernt nie aus. Ich lasse auch viel lieber reden, wobei mittlerweile auch rede. :)z

Dadurch bekomme ich manchmal "Minderwärtigkeitskomplexe". und denke mir: Ich bin hier fehl am Platz, die würden auch gut ohne mich auskommen. :(

Möchtest Du denn mit ihnen Kontakt und Dich mit ihnen unterhalten? Durch die Beispiele, die Du genannt hast, habe ich nicht den Eindruck, dass Du daran auch wirklich Interesse hast.

Es ist ja auch nicht wirklich notwendig. Du hast ja Deine Arbeit und bekommst für sie auch Anerkennung.

C*orneTlia559


Mach einfach mal ein bißchen Smalltalk, gerade morgens, wenn du kommst. Ich stelle mich dann gerne mal zu dem einen oder anderen Kollegen ins Zimmer und frage Sachen wie "Wie war das Wochenende?" oder wenn du mitbekommen hast, daß einer am Abend vorher was vorhatte, frag: "Wie war´s denn gestern abend auf der Party/beim Konzert/wo auch immer?" oder Sache wie "Was hat die Werkstatt denn gesagt, was mit Ihrem Auto los ist?" und schon hat man ein Gesprächsthema, denn dann kann man gleich weitererzählen: "Hatte ich auch schon mal, das war vielleicht eine Aktion..."

Oder du erzählst von deinem eigenen Leben, was bei dir so läuft. Laß sie ein bißchen daran teilhaben, was du so treibst, dann werden sie auch eher auf dich zukommen. Wenn sie gar nicht wissen, was sich in deinem Leben abspielt, können sie auch nichts dazu sagen, oder? Also, sowas kann man gut anfangen, indem man einen Kollegen fragt: "Haben Sie Erfahrung mit...? Mir ist da was passiert... " und dann erzähl einfach. Irgendwas ist doch immer, egal ob Wasserrohrbruch, Defekt am Auto, irgendwas beklopptes, das man unterwegs gesehen hat, etwas, was in deiner Familie passiert ist, etwas mit Freund/Freundin (kann leider nicht erkennen, ob du Männlein oder Weiblein bist, da dein Nick grün ist).

Versuch einfach, mit einem oder zwei deiner Kollegen in eine Unterhaltung zu kommen. Die können gar nicht auf dich reagieren, wenn sie nicht wissen, wofür du dich interessierst. Ich glaube nicht, daß die alle musikmäßig nur auf Klassik stehen. Die Generation, die heute 40+ ist, waren Jugendliche in den 70er oder den beginnenden 80er Jahren! Das mag musikalisch zwar immer noch nicht deine Generation sein, aber geh mal davon aus, daß der eine oder andere etwas von gutem Rock oder Pop versteht! ;-D Bin selber aus der Generation, meine Lieblingsbands sind bis heute Gruppen wie die Dire Straits, Pink Floyd, Mike and the Mechanics oder U 2. Billy Joel. Und die Musik meiner Teenagerzeit, das waren die Beatles! x:)

Vielleicht kannst du den einen oder anderen meiner Tipps umsetzen. Grundsätzlich: öffne dich ein bißchen, erzähl von dir, dann wirst du merken, daß deine Kollegen gar nicht so alt sind, wie du jetzt vielleicht glaubst!

gdwendoxlynn


Ja, solche Situationen am Arbeitsplatz kenn ich, es geht mir ähnlich wie dir, mit dem Unterschied, dass ich das so will. ;-) Ich hab nämlich keine Lust, mich über für mich langweilige Themen, die mich nicht im geringsten interessieren (hauptsächlich geht es um andere Leute oder wie toll die Kinder der Kolleginnen sind zzz ) zu unterhalten und hör dann meistens gar nicht richtig zu. Bin froh, wenn ich nicht mit einbezogen werde.

Wenn es wenigstens noch klassische Musik oder was wäre ;-) Davon könnte man ja noch profitieren, wenn man darüber etwas mitgeteilt bekommt.

sNahneh0aubxe


Es ist nicht so, dass ich weg schaue, wenn sich zwei unterhalten. Im Gegenteil ich suche den Blickkontakt und versuche mich mit einzubeziehen, höre aufmerksam zu und ein paar Worte sage ich dann auch. Aber es entsteht einfach kein "langes Gespräch".

Und von alleine weiß ich leider nicht was ich nach dem alltäglichen Blabla ( wie: Wie war das Wochenende? Wie war das Konzert..) von mir aus sagen soll. Die Kollegen oder Monteure sind alle locker 20 Jahre älter als ich. Ich zermarter mir das Gehirn , um irgendwas zu sagen, aber irgendwann fällt mir einfach nix ein.

Ich möchte im Unternehmen nicht meine ganze Lebensgeschichte preisgeben :-| Das übliche natürlich: Studium etc.

Ich finde, wenn das Team super zusammen passt, man gut miteinander auskommt, ist das alles was anderes.

Aber wenn man sich als das 5. Rad am Wagen fühlt? :(v

Es ist so, dass die Kollegen auch nicht wirklich auf mich zu kommen.

Ifsix00


Hallo liebe Sahnehaube.

Wenn du aufmerksam zuhörst ist das doch schon einmal ein Anfang. Dann weißt du über was sich die Anderen überhaupt unterhalten. Ein paar Worte kann man oft dann mitreden.

Man muss nicht der größte Redner sein!

Auf meiner Arbeitsstelle gibt es auch den einen oder anderen der nicht so viel redet, aber das ist doch nicht schlimm. Minderwärtigkeitskomplxe (wie du es schreibst) brauchst du deswegen nicht zu haben. Solange du deine Arbeit gut machst und der Boss damit zufrieden ist, ist doch alles im grünen Bereich :)^

Viell. musst du dich doch erst noch ein wenig "einleben", die Mitarbeiter besser kennenlernen.

Mach dich deshalb nicht verrückt ;-)

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