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Urlaubsbezahlung bei Aushilfen ("Servicekraft")

S3carNo hat die Diskussion gestartet


Heyho!

Erstmal – spätestens Ende September wird die Frage womöglich geklärt worden sein (da ich dann die Lohnabrechnung erhalte), daher frage ich aus reinem Interesse. Ist schließlich noch ein paar Wochen hin.

Ich arbeite als Aushilfe (400 €-Basis, Stundenlohn 7,19 €) in einem Discounter und habe im nächsten Monat 11 Tage frei (mein erster Urlaub seit Einstellung, daher hatte ich den Fall noch nicht).

Nun denke ich, dass der Urlaub für gewöhnlich ja auch irgendwie bezahlt wird, nur weiß ich nicht wie. Habe meine Marktleiterin gefragt, sie meinte, sie wüsste es auch nicht und ich soll mal die Bezirksleiterin fragen.

Allerdings ist mir das bisschen aufwendig für eine Sache, die sich nächsten Monat ohnehin klärt, betrieblich festgelegt wird und an der ich nichts ändern kann.

Daher wollte ich hier mal fragen, ob jemand eine Ahnung hat, wie das gehandhabt wird...? Gibt es da unmissverständliche Vorschriften, an die sich jeder Betrieb halten muss und woraus ich das ableiten kann oder regeln die Betriebe das weitesgehend selbst? Wie würde denn die Bezahlung in meinem Fall aussehen? Bekäme ich den Stundenlohn und mir würden nur weniger Stunden angerechnet oder wie darf ich mir das vorstellen?

Wäre dankbar, wenn jemand weiterhelfen könnte. Und selbst wenn nicht – sollte ich aus der Septemberabrechnung nicht schlau werden, kann ich immer noch fragen. Im Moment ist es noch nicht so brennend wichtig, daher reines Interesse. ;-D

Liebe Grüße

Scaro

Antworten
SLcarxo


Niemand da? :-)

E'xsecIratus


Auch geringfügig Beschäftigte haben einen ganz normalen Anspruch auf Urlaubsentgelt... Heißt Du müsstest so bezahlt werden, als wenn Du arbeiten würdest!

Krawaa NiVnja f2008


Also eigentlich dachte ich das 400€ jobber NUR bezahlt werden wenn sie arbeiten. Also nein ich würde sagen kein urlaubsgeld, Deswegen hat man ja eine aushilfe das die zeit überbrücken kann und nicht das man sie bezahlt wenn sie nicht da ist kann ich auch jemand fest einstellen :-D aber wirste ja dann sehen, oder wie wärs du fragst einfach mal oder schaust im vertrag?

E!x(sefcrRaDtuxs


Mein Beitrag war keine Vermutung von mir... Es ist eine Tatsache das gerinfügig Beschäftigte Anspruch auf Urlaubsentgelt haben! Dieser Anspruch lässt sich auch vertraglich nicht ausschließen. Urlaubsentgelt bitte nicht mit Urlaubsgeld verwechseln. Auf letzteres gibt es keinen gesetzlichen Anspruch.

W1i!nterkixnd


Ich bin auch Aushilfe im Einzelhandel :)D

Bezahlten Urlaub kriege ich nicht :|N Anspruch hat man darauf rechtlich (hat mir zumindest meine Mutter gesagt), aber meistens werden wohl wirklich nur die geleisteten Stunden bezahlt... Man kann seinen Arbeitgeber ja verklagen, aber ist ja auch irgendwie doof ;-D

ECxsecra!tgus


Warum sprichst Du das nicht bei Deinem Chef an? Du hast auch Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall... Verschenkst Du das Geld auch?

W{interFkBind


Um ehrlich zu sein stinkt mir mein Stundenlohn viel mehr ;-D

RDeYbelu=tion


Das wird unterschiedlich ausgelegt. Inwieweit das rechtens ist, weiß ich nicht. Ich hatte schon mehrere verschiedenartige 400€-Beschäftigungen. Mein Praktikum in einem Architektenbüro wurde letztendlich auch einfach als 400€-Job abgerechnet, da habe ich meine 400€ im Monat pauschal und völlig unabhängig von der Anzahl meiner geleisteten Stunden bekommen. Bezüglich Urlaub gab's da gar keine Diskussion – als es etwas Leerlauf gab und ich etwas Zeit brauchte, um in meiner Wohnung zu renovieren, habe ich einfach so zwei Wochen freibekommen.

Bei Einzelhandelsketten gibt es im Normalfall so etwas wie einen Tariflohn für 400€-Kräfte, der beinhaltet natürlich auch Urlaubstage. In meinem Fall belief sich meine Arbeitszeit auf 8-10 Stunden pro Woche, verteilt auf 2 oder 3 Arbeitstage, incl. Überstundenaufbau bis zu 10 Stunden. Folglich hatte ich also so oder so 4 bis 5 freie Tage pro Woche. Wenn man aber bestimmte Termine oder eine längere Zeit am Stück frei haben wollte, blieb einem übrig, entweder mit Kollegen das gewünschte Ergebnis hinzutauschen oder eben für die Zeit Urlaub zu nehmen, was natürlich bedeuten konnte, bei einer Woche frei zu haben in der Folgewoche dafür 4 bis 5 mal arbeiten zu müssen. Für das Jahr gab es 32 Urlaubstage.

S_caxrxo


Warum sprichst Du das nicht bei Deinem Chef an?

Startpost komplett überlesen? Das habe ich bereits getan, zumindest der nächsthöher gestellten Person.

Du hast auch Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall...

In diesem Fall, so erklärte mir meine Chefin, würden die Stunden normal bezahlt (wenn man kurzfristig abgemeldet wurde) und man müsse sie an anderer Stelle oder im nächsten Monat abarbeiten.

Außerdem war ich seit August letzten Jahres (meine Einstellung) nicht während der Arbeitszeit krank. (Außerhalb einmal, aber das war Glück ;-) )

In meinem Fall belief sich meine Arbeitszeit auf 8-10 Stunden pro Woche, verteilt auf 2 oder 3 Arbeitstage

Jaaa, das kann sein. Zumindest habe ich mal im Arbeitsplan gelesen, dass eine Kraft MO-FR von 8-10 Uhr arbeiten musste (zugegeben sehr merkwürdige Zeiten) und auf die Frage hin, warum das so ist, meinte meine Chefin, dass diese Person Urlaub hat und ihr die Stunden, die dann stattdessen auf dem Plan stehen, bezahlt werden. Die Arbeitszeiten, die unter den Urlaub fallen, sind grau unterlegt gewesen. War allerdings keine Aushilfe, daher weiß ich nicht, wie das bei mir ist.

Und im Vertrag habe ich scho geschaut, da steht, wieviele Urlaubstage im Jahr mir zustehen, nicht aber, wie sie bezahlt werden. ;-)

Rrebezlutioxn


Und im Vertrag habe ich scho geschaut, da steht, wieviele Urlaubstage im Jahr mir zustehen, nicht aber, wie sie bezahlt werden.

Also, wenn in dem Fall von "Urlaub" gesprochen wird, dürfte das eigentlich nur bezahlter Urlaub sein. Weil arbeitsfreie Tage hast du ja so auch immer einige, so wie es in meinem Fall ja auch 4 bis 5 pro Woche waren (bzw. ja eigentlich 3 bis 4 fällt mir gerade auf – Sonntag war so oder so frei ...).

kgroBkuys2


ich habe auch auf 400 euro basis gearbeitet. aber mir wurde keine lohnfortzahlung bei urlaub oder krankheit gewährt. ich musste die stunden entweder vorholen oder nachholen. oder mit den unmassen an überstunden ausgleichen.

die wenigsten zahlen urlaubsausgleich oder krankheitsausgleich.. ich würde mir an deiner stelle nicht allzu grosse hoffnung machen.

EKxseNcraxtus


@ Scaro

Warum sprichst Du das nicht bei Deinem Chef an?

Startpost komplett überlesen? Das habe ich bereits getan, zumindest der nächsthöher gestellten Person.

Wie kommst Du darauf? meine Frage war an Winterkind gerichtet, nicht an Dich ;-)

Deine Frage wurde ja bereits beantwortet. Du hast die von mir geschilderten Ansprüche, ganz egal was Dein Chef sagt, oder was im Arbeitsvertrag steht. Lediglich eine tarifliche "Besserstellung" wäre möglich.

S%cxaro


Weil arbeitsfreie Tage hast du ja so auch immer einige, so wie es in meinem Fall ja auch 4 bis 5 pro Woche waren (bzw. ja eigentlich 3 bis 4 fällt mir gerade auf – Sonntag war so oder so frei ...).

Ja, ich habe ständig arbeitsfreie Tage. Wenn ich mal 3 Tage die Woche arbeite, ist das schon viel. Ansonsten komme ich eben auf meine ca. 55 Stunden pro Monat, allerdings sehr flexibel, da ich nebenbei in die Vorlesungen muss und nicht immer kann.

Und weil ich dann in der Woche selten oder wenig Zeit habe, kriege ich oft Wochenendschichten, leider auch oft spät, dann kann ich nicht mehr heim fahren. :(v

mRös'cxh


Ich arbeite als Aushilfe (400 €-Basis, Stundenlohn 7,19 €) in einem Discounter und habe im nächsten Monat 11 Tage frei (mein erster Urlaub seit Einstellung, daher hatte ich den Fall noch nicht).

Ich verstehe nicht, warum hier von Aushilfe geschrieben wird ":/

Du arbeitest als geringfügig Beschäftigte auf 400,00 Euro-Basis, also ein ganz reguläres Beschäftigungsverhältnis.

Auch hier hat sich der Arbeitgeber an gesetzliche Regeln zu halten und wenn er das nicht tut, würde ich es ansprechen.

Hier die Seite der Minijobzentrale, die für geringfügig Beschäftigte (Anmeldungen/Abmeldung etc.) zuständig ist. Ganz klar sind hier Rechte und Pflichten aufgezeigt.

[[http://www.minijob-zentrale.de]]

Wenn Du in der linken Spalte Arbeitgeber anklickst findest Du eine Übersicht, ebenfalls auf der linken Seite u. a. Arbeitsrecht, da steht alles was Recht ist....

Arbeitsrecht

Arbeitnehmer, die einen Minijob ausüben, gelten nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) als Teilzeitbeschäftigte. Sie haben im Arbeitsrecht grundsätzlich die gleichen Rechte wie Vollzeitbeschäftigte. Arbeitgeber müssen daher insbesondere die folgenden arbeitsrechtlichen Grundsätze beachten:

Gleichbehandlung

schriftlicher Arbeitsvertrag/ Niederschrift der vereinbarten wesentlichen Arbeitsbedingungen

Erholungsurlaub

Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall

Entgeltfortzahlung bei Schwangerschaft und Mutterschaft im Rahmen der Regelungen des Mutterschutzgesetzes (MuschG)

Entgeltfortzahlung bei Arbeitsausfall an Feiertagen

Sonderzahlungen

Kündigungsschutz

Jugendarbeitsschutz

Dir steht "bezalter Urlaub" zu :)z Wie er bezahlt wird, richtet sich nach Deinem Urlaubsanspruch, den Tagen und den Stunden, die Du arbeitest.

Viel Glück :)* :)* :)*

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