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Die schöne Arbeit als Erzieher/in

A$chtung3 PädagIogxik hat die Diskussion gestartet


Halli Hallo ihr Lieben,

vielleicht finde ich ja gleich gesinnte ;-D

wie der Titel schon sag Die schöne Arbeit als Erzieherin würde ich mich freuen Meinungen über diesen Beruf zu hören und darüber zu diskutieren.

Interessant finde ich auch wie ihr zu diesem Beruf gekommen seid :-)

Immer höre ich von anderen Ihr sitzt nur rum und trinkt Kaffee und quatscht der ganzen Tag :)D . ;-)

Also zum einen mag ich gar keinen Kaffee und wer in diesem Beruf arbeitet weiß das eine :gute: Erzieherin kaum Zeit zum Quatschen hat.

Wenn man diesem Beruf wählt, möchte man doch lieber die Entwicklung der Kinder unterstützen und fördern oder?

Genau deswegen habe ich mich für diesen Beruf entschieden. Ich finde auch für diesen Beruf wird man geboren, die Gedult und Ausdauer die man aufbringt ist ja echt enorm. Außerdem kann man viele Bereiche unterbringen wie z.B Streitschlichter Seelorger Künstler Organisationstalent und vieles mehr.

ich freue mich über eure Antworten Liebe Grüße Achtung Pädagogik..... :)* @:) :-)

Antworten
HZap)py BaCnana


Der Erzieher hat zwar einige sehr schöne Seiten, aber dafür um so mehr gar nicht schöne Seiten.

Ich habe in meiner schulischen Laufbahn + Ausbildung sehr viele Praktika in Kitas gemacht. Das längste ging 3,5 Monate. Ich habe in den Praktikas einen tiefen Einblick in den Beruf bekommen und nach anfänglicher Euphorie, machte sich immer mehr Ernüchterung breit. Ich wollte mal Erzieherin werden. Ich gebe dir Recht das man für diesen Beruf geboren sein muss. Sonst geht man unter und defintiv kaputt. Aber kaputt ist man ja oft schon nach einigen Jahren Dienst im Kindergarten.

Hier im Osten ist z.B. das Problem mit dem Personalschlüssel. In ca. 80 % der Kitas kommt auf 15-20 Kinder eine Erzieherin und mit viel Glück ab und an ein Praktikant oder eine Praktikantin.

Dann viel zu kleine Gruppenräume, kaum Ausweichmöglichkeiten in andere Räume.

Unterirdisch schlechte Bezahlung,

Ständiger Ausfall von kranken Kollegen und damit deutlichste Mehrarbeit für die restlichen Kollegen,

Eltern die teilweise überhaupt kein Interesse daran haben mit der Erzieherin zusammen zu arbeiten, sei es bei Förderung oder Verhaltensaufälligkeiten oder anderen Dingen,

Teilwiese so schlimme Verhaltensauffälligkeiten bei vielen Kindern auch innerhalb einer Gruppe, das man alleine da echt nur am schaffen ist, wenn man versucht die Ursachen zu ergründen und angemessen und dem Alter entsprechend mit dem Fehlverhalten umzugehen,

Irgendwann steht man unter Dauerstrom und muss aufpassen nicht Richtung Burn Out zu rutschen oder in andere Richtungen,

teilweise derbes Mobbing unter Kollegen, live miterlebt, %:|

Ausbeutung von Praktikanten und Erziehern allgemein...u.s.w.

Die schönen Seiten:

jeden Tag neue schöne Erlebnisse mit den Kindern,

Kein Tag ist wie der Andere,

ein Kinderlächeln entschädigt für viele Strapazen,

Die Entwicklung der Kinder zu beobachten und zu unterstützen und sich über auch kleine Fortschritte freuen,

Mehr fällt mir ehrlich gerade nicht ein.

Ich bin letztendlich aber nicht nur wegen den negativen Seiten an diesem Beruf keine Erzieherin geworden, sondern vor allem aus gesundheitlichen Gründen.

Wären die Bedingungen in diesem Beruf besser und würde man vernünftig entlohnt werden und wäre auch der gesundheitliche Aspekt mehr im Mittelpunkt wäre es doch eine Wahl gewesen. Nicht umsonst ist Burn Out ein häufiges Phänomen im Sozialwesen.

Wie lange arbeitest du denn schon als Erzieherin?

AQcvhtung P+ädagogixk


huhu Happy Banana,

du hat mit deinen negativen Seiten natürlich recht

vorallem die Bezahlung

Ich arbeite seid zwei Jahren im Kindergarten 1 Jahr Krippe und jetzt Kindergartengruppe von 3-6 Jahren.

Leider sieht man immer mehr Erzieher/innen die ihre Arbeit nicht mehr gut machen ständig genervt sind usw.

Mit den Praktikannten mache ich das so ich behandele jeden so wie ich auch behandelt werden möchte in meiner Ausbildungszeit habe ich nur eine schlechte Erfahrung als Praktikanntin machen müssen.

Das schlechte Reden über Kollegen hat man leider überall und man muss sehr aufpassen da nicht mir reingezogen zu werden. Ich habe drei Ausbildungen durchlaufen Kinderpflegerin Sozialassistentin und zum Schluß Erzieherin und es ist gut wenn man in der Ausbildung merkt das es nichts für einen ist :-) welchen Beruf hast du jetzt gewählt?

Liebe Grüße Achtung Pädagogik :)D

HZapp;y NBana\na


Ich bin Sozialassistentin. Leider habe ich mich irgendwo zu spät mit der Bezahlung im sozialen Bereich auseinander gesetzt. Die ist nicht nur bei Erziehern, sondern auch bei Altenpflegern, Pädagogen, Streetworkern etc, das Allerletzte. Und ich muss sagen, für mich ist es ganz enorm wichtig das die Bezahlung ausreicht. Was bringt einem der schönste Job wenn du damit kein Kind ernähren könntest (ich möchte defintiv später Kinder bekommen) und die Wahrscheinlichkeit sich einen zweiten Job suchen zu müssen riesengroß ist. Oder man kann gleich Hartz 4 zusätzlich beantragen.

Leider sieht man immer mehr Erzieher/innen die ihre Arbeit nicht mehr gut machen ständig genervt sind usw.

Das kann man ihnen ja nicht mal böse nehmen. Ich möchte ganz ehrlich nicht ewig im Sozialwesen arbeiten. Es ist teilwiese einfach nur pervers mit den Arbeitsbedingungen und dem ganzen System.

Und mache das mal 10 Jahr mit. Irgendwann ist man einfach an seiner Leistungsgrenze angekommen.

HlappYy Branana


Das schlechte Reden über Kollegen hat man leider überall und man muss sehr aufpassen da nicht mir reingezogen zu werden

Das wäre mir viel zu stressig. Ich mag nicht ständig der unparteiische Prellbock zwischen Streithähnen sein, nur um am Ende doch irgendwann irgendwo rein zu geraten und dann der Angearschte zu sein. Das ist keine Arbeits-Atmosphäre in der Ich arbeiten wöllte. Und irgendwann kommt es in jeder sozialen Einrichtung zu Macht- und Grabenkämpfen. Nee Danke, ohne mich.

A\pr\ikosen:marmetlade


Also dass jemand der geborene Erzieher ist, halt ich mal für ein Gerücht. So was entwickelt man im Laufe der Ausbildung... Das, was man vielleicht mitbringt, ist ein gewisser Umgang mit Menschen (soft skills) oder auch so was wie Anpassungsbereitschaft; aber dass jemandem das von vornherein professionell wie Öl runtergeht, gibt es eigentlich so gut wie nicht; andernfalls könnte man sich die pädagogische Professionalisierung ja sparen und die Leute sofort ohne Schulung auf Kinder loslassen.

Awntonpio Vi@valxdi


Liebe Aprikosenmarmelade [lecker uebrigens],

leider ist es bei uns im Kindergarten jetzt fast so; da wird staendig eine Mutter von 2 Kindern eingesetzt, die selbst den Kindergarten besuchen und ziemlich verhaltensauffaellig sind. Diese Frau hat irgendeine Schnellschulung gemacht (Tagesmutterkurs oder so etwas) und darf damit jetzt munter Kindergaertnerin (aeh – Erzieherin) spielen, was wir ziemlich schraeg finden.

Von mir aus braeuchte sie auch gar keine Schulung, aber ihre Kinder sind nicht gerade ein Ausweis dafuer, dass sie das Erziehen besonders erfolgreich im Griff bzw. im Blut hat. Wenn die beiden wohlerzogen waeren und ein vernuenftiges Verhalten zeigen wuerden, wuerde ich das als eine bessere Qualifikation werten.

AGpriJk9oseBnmarmelaxde


Verehrter Vivaldi. :-)

ja, Aprikosenmarmeladen können schon mal lecker sein. ]:D

Zum Thema:

genau so etwas meinte ich; aber ich hatte jetzt kein konkretes Beispiel parat. Könnte höchstens mein Eigenes mal anbringen: ich bin selbst Lehramtsstudi (wehe es rügt mich jetzt wieder jemand für Vergleiche o.ä. :°( ) und ich würde mir die Förderstellen, die ich in der Schule gebe oder auch das Referendariat, das ja bei mir in absehbarer Zeit ansteht, ohne diese theoretische Hintergrundausbildung absolut nicht zutrauen... (schon alleine fachlich dürfte das ohne Ausbildung schwierig sein im LA).

Was das Pädagogische angeht, ist die Uni natürlich nicht so, dass es große Rezeptkataloge gibt, aber man kann sich aus den theoretischen Texten auch selbst Rezepte herleiten und eben versuchen, die später anzuwenden oder vielleicht auch zu modifizieren. :-) Dazu gibt es dann ja die Seminare, die man im Ref. besucht und eben auch die Gespräche mit den Mentoren...

Ich finde das z.T. in der Schule schon sehr grenzwertig, dass man Quereinsteiger einsetzt, die kaum pädagogisches Hintergrundwissen haben. Von zwei Leuten weiß ich das – also von meinen beiden Schulleitern, mit denen ich Kontakt habe – dass die da Leute einsetzen, die von Pädagogik so viel Ahnung haben, wie ich als Fremdsprachenlehrerfastanwärter vom Physikunterricht... :)z

Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. So sollte das ja normalerweise nicht ablaufen. Wozu gibt es denn die Hochschullehrerausbildung ??? Da fragt man sich dann eben, wieso sich manche da 5-7 Jahre durchquälen müssen (inklusive Praktika, Auslandsaufenthalte usw.) und andere das bloß mit ner Berufsausbildung kriegen – Förster als Biolehrer z.B. Das hat jetzt nichts mit Neid, sondern mit Unrechtigkeitsdenken zu tun. :-|

LG Aprikose

A|pr|ikosenmajrmelxade


Genauso sehe ich das bei den Erziehern aber auch. Ich finde, da gehört ne vernünftige pädagogische Professionalisierung hin... :-) :-) :-)

Hzap'py Bpanana


Genauso sehe ich das bei den Erziehern aber auch. Ich finde, da gehört ne vernünftige pädagogische Professionalisierung hin...

So sollte es auch sein. Aber zumindest hier in Sachsen ist das Wunschdenken. Man glaubt gar nicht wie viele 1 Euro-Jobber oder andere Leute die nicht in die Arbeitslosenstatistik fallen sollen, ohne zumindest eine Grundausbildung gemacht zu haben im sozialen Bereich nach ein paar Wochen Weiterschulung für "Kita-Tauglich" erklärt werden. Diese nenne sie jetzt mal "Ersatz-Fachkräfte" werden dann teilweise mit den Gruppen allein gelassen, nachdem sie ein paar Tage eingearbeitet werden. So auf Gut Glück. Wenn irgendwas wäre oder schief läuft soll man natürlich schreien, aber wehe man braucht dann wirklich mal Hilfe. :-/

Aber irgendwie scheint es bei den Arbeitsagenturen immer noch in Mode zu sein, alle Leute die gerade keine Arbeit haben Richtung Altenpflegerin oder Erzieherin zu prügeln.

Es mag da vielleicht 10 % geben die wirklich gut mit diesem Klientel kann, aber die restlichen machen es obwohl sie mit Kindern oder auch älteren Leuten nichts anfangen können.

Hatte da vor Beginn meiner Ausbildung im Praktika ein Mädel die war nicht viel älter als ich und sie MUSSTE trotz ihrer psychischen Probleme durch 3 Fehlgeburten in eine Kita, wo sie die ganze Zeit mit dem Klientel in Kontakt ist da ihr so nah und doch wieder so unerreichbar fern war. Ich mag mir gar nicht vorstellen wie man sich da fühlt. :|N

A#prikoTsenm}armelxade


Ich habe auch mal in einer Kita kurzzeitig gearbeitet. Das Thema Mobbing war dort auch an der Tagesordnung. Kann dir somit in dem Punkt von oben beipflichten. Zum Kotzen war das!!!

Das mit dem Mädel habe ich jetzt allerdings nicht verstanden. Kannst du das noch mal erläutern?

Na ja, also nach kurzer Zeit direkt alleine mit den Gruppen gelassen zu werden, finde ich auch richtig daneben. Das wäre genauso, als wenn man vom Referendar nach ein paar Tagen Hospitation plötzlich eigenständig gehaltenen Unterricht erwarten würde. :-/

HgapGpy &Buanaxna


Das Mädel, hatte 3 Fehlgeburten erlitten und natürlich hätte ja damit jeder der sich so auf sein Kind freut massive psychische Probleme. Und da finde ich es ein Unding wenn man ausgerechnet diese Person dann in eine Kita setzt, für mich wäre das nochmal ein ordentlicher Fausthieb in die Magengrube. Also mich persönlich würde das dann richtig extrem runter ziehen. Wenn man selbst Kinder möchte, aber der Körper nicht mitspielt. Ich meine wenn man gar nicht schwanger wird, ist das ja noch mal was anderes als wenn man 3 mal schwanger ist und 3 mal das Kind verliert. Aber beides ganz enorme psychisch belastende Situationen.

Ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl wären den Damen und Herren Beratern der Agentur bestimmt mal was gutes.

Ich meine warum muss sie in eine Kita? warum geht da nichts mit Büro oder so?

AIprikeosenMmarmxelade


Da sieht man mal wieder, wie inhuman das Arbeitsleben ist. :-X Das tut mir für das Mädchen/die junge Frau wirklich sehr leid, dass sie dann in diesem Job gelandet ist, obwohl es ihr psychisch so desaströs ging... echt ein Unding. Wäre das nicht u.U. besser gewesen, sie hätte sich krankschreiben lassen wg der psychischen Probleme?

Hhappy .Bacnanxa


Oh, ich glaube da muss man schon mit einem psychischen Gutachten ankommen. Bei einer Krankschreibung aufgrund der Psyche weiß man nie ob das die werten Damen und Herren auf der Arbeitsagentur so akzeptieren würden. :=o

mkar4ipobsa


Wozu gibt es denn die Hochschullehrerausbildung ???

Es gibt keine Hochschullehrerausbildung.

Hochschullehrer kann man mit einem Universitätsstudium, Promotion und in der Regel Habilitation werden.

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