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Nach Bta-Ausbildung Biologiestudium anfangen mit ≥ 25 ?

NZormKal'etr_Kerxl hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Da mich diese Frage bezüglich meiner Zukunft momentan sehr beschäftigt, obwohl die Entscheidung noch mindestens ca. ein Jahr hin ist habe ich mich entschlossen diesen Faden hier zu eröffnen.

Zu meiner Situation:

Ich werde nächstes Jahr 25 Jahre alt sein, wenn die nächste Möglichkeit besteht mich für ein Studium zu bewerben. Momentan befinde ich mich am Anfang des zweiten Jahres meiner BTA-Ausbildung und werde sie bis dahin abgeschlossen haben. Wichtig in diesen Zusammenhang ist vielleicht auch noch, dass ich vor der Ausbildung bereits 3 Semester Biotechnologie studiert habe, das war mir jedoch zu wenig Biologie und zu viel Technologie (weshalb mein Schweinehund die Oberhand gewonnen hat).

Jedenfalls habe ich vor in Zukunft auf jeden Fall im "Life Science"-Bereich zu bleiben, selbst wenn es "nur" als BTA wäre. Allerdings verspüre ich den starken Wunsch nochmal in dem Bereich zu studieren. Die Ausbildung deckt einige Aspekte ganz gut ab, ich würde jedoch oft gern tiefer in die Materie einsteigen. Und im Labor würde ich auch gern am längeren Hebel sitzen ]:D

Naja, nun überlege ich jedenfalls stark Biologie zu studieren, oder auch Biochemie. Zweiteres aber eher nicht, da ich nicht soooo die Riesenlust auf physikalische Chemie habe UND der NC dort eh viel zu hoch ist. Das führt mich wiederrum zu meinem eigentlichen Problem, abgesehen von der Frage OB.

Mein Abischnitt liegt lediglich bei 3,0...wofür ich mir im Nachhinein echt in den Arsch beißen könnte...aber das lässt sich nun nichtmehr ändern. Da ich äußerst ungern woanders als in Hamburg studieren würde (auch wenn es nicht die tollste Uni sein soll), muss ich eventuell damit rechnen vielleicht sogar noch später beginnen zu können...

Nun endlich meine Frage:

Was würdet ihr tun würdet ihr euch in meiner Situation befinden (also die Vorgeschichte + Zukunftswünsche)?

Ich würd mich auch über Erfahrungsberichte jeglicher Art freuen, von Leuten die sich in einer ähnlichen Situation befanden.

Oder auch von Berufstätigen Biologen was sie so machen, vor allem im Bereich Mikro-/Molekularbiologie.

Sooo...ich hoffe ich konnte meine Gedanken halbwegs verständlich machen und freue mich auf Antworten :-)

Antworten
H/apUpy6 Ban]ana


Sicherlich, für nich ein Studium und noch eine Ausbildung und noch ein Studium wirst du nicht zu alt sein. Du musst dir nur überlegen wie du dir die nächsten Jahre während des Studiums vorstellst? Bekommst du Unterstützung vom Staat oder von Privat? Glaubst du von dir das du das Studium ohne größere Verzögerungen fix durch ziehen kannst, also ohne das du über die Regelstudienzeit für dein Fach kommst? Wie alt wirst du nach dem Abschluss sein? Wie sieht es mit Familienplanung aus?

Fakt ist es muss ja irgendwie weiter gehen, ob es da nun zwangsläufig ein Studium sein mus weiß nur du selbst.

Wäre ich an deiner Stelle würde ich erst mal arbeiten gehen und dann in 4-5 Jahren schauen ob du noch studieren möchtest. Während dieser Zeit kannst du auch Geld zurück legen fürs Studium.

C8odlc5hicixn


Wo genau möchtest du denn hin? Möchtest du Promovieren oder eben einfach "mehr" im Labor machen?

Ich hab die Erfahrung gemacht, dass das totla vom Chef abhängig ist. Ich kenne eine BTA die sehr viel alleine im Labor macht, also im Sinne von eigenen Experimenten etc. "Unsere" TA arbeitet uns mehr zu und macht eben die Grundlagen für uns (Lösungen herstellen etc).

Falls du nicht unbedingt promovieren möchtest, musst du dich fragen ob dir das wirklich so viel bringt. Mit nem Bachelor wärst du auf dem Arbeitsmarkt im Endeffekt auch nur wieder BTA – mit mehr Hintergrundwissen (aber weniger Praxiserfahrung, aber die hast du ja eh durch deine Ausbildung). Mit nem Master wärst du ein "bisschen" mehr, aber eig muss man in unserem Fach schon promovieren wenn man in der Forschung, also im Labor, bleiben will.

AOnptigoxne


Was würdet ihr tun würdet ihr euch in meiner Situation befinden (also die Vorgeschichte + Zukunftswünsche)?

Das machen, wozu du Lust hast!

Ich wollte ursprünglich auch BTA machen und danach Biologie studieren.

Es kam etwas anders und ich machte MTA und studierte danach Medizin (hat mir aber nicht gefallen, wollte ich eigentlich auch nie studieren und ich habe dann abgebrochen).

Tja, und nun mit über 40 habe ich sogar noch ein weiteres Studium begonnen. ;-D

Zum Glück geht das in teilzeit berufsbegleitend, sonst wäre das finanziell gar nicht machbar.

Überlege dir vor allem, wie du das Studium finanzieren willst/kannst.

U8s9i


Ich würds tun. Ohne wenn und aber. Nicht direkt aus der Schule an die Uni zu gehen hat auch Vorteile :)z

NeormalTe$r_KeSrxl


Also Danke schonmal für die Antworten...ein paar Denkanstöße sind immer gut :-)

@ Happa Banana

Du musst dir nur überlegen wie du dir die nächsten Jahre während des Studiums vorstellst? Bekommst du Unterstützung vom Staat oder von Privat? Glaubst du von dir das du das Studium ohne größere Verzögerungen fix durch ziehen kannst, also ohne das du über die Regelstudienzeit für dein Fach kommst? Wie alt wirst du nach dem Abschluss sein? Wie sieht es mit Familienplanung aus?

Also Bafög werde ich nichtmehr bekommen, da ich das bereits in Anspruch genommen habe. Geringfügig würde meine Mutter mich vielleicht unterstützen, aber das kann und will ich nicht einplanen. Wahrscheinlich muss ich dann nebenbei arbeiten gehen, das würde ich dann auch im Labor machen.

Das mit der Regelstudienzeit kann ich nicht vorhersagen...ich hoffe es natürlich, aber gerade mit der Belastung durch arbeiten gehen etc. wird das schwer. Also ich werd locker über 30 sein...Familienplanung gibts nicht, da Männer zum Glück nicht schwanger werden können.

Wäre ich an deiner Stelle würde ich erst mal arbeiten gehen und dann in 4-5 Jahren schauen ob du noch studieren möchtest. Während dieser Zeit kannst du auch Geld zurück legen fürs Studium.

Das hab ich auch schonmal überlegt...aber ich habe Angst, dass ich mich dann zu sehr an das Geld gewöhne und den Schritt dann nichtmehr wage und es mir dann immer vorhalten werde...

@ Colchicin

Wo genau möchtest du denn hin? Möchtest du Promovieren oder eben einfach "mehr" im Labor machen?

Also wenn ich mich dazu entschließen würde, würde ich mir auf jeden fall die Promotion als Ziel setzen. Für die Forschung ist sie sowieso Grundvorraussetzung und für viele Positionen in der Industrie auch.

@ Antigone

Tja, und nun mit über 40 habe ich sogar noch ein weiteres Studium begonnen. ;-D

[...]

Überlege dir vor allem, wie du das Studium finanzieren willst/kannst.

Cool, was für ein Studium denn?

Das Finanzielle ist halt mit der springende Punkt...ich möchte mich nicht wieder verschulden wie mit dem Bafög...sonst hält mich nicht viel ab, mehr als scheitern kann man ja auch nicht...aber an sowas will ich gar nicht denken ;-)

@ Usi

Ich würds tun. Ohne wenn und aber. Nicht direkt aus der Schule an die Uni zu gehen hat auch Vorteile

Ja das stimmt...ich habe vor allem durch mein erstes Studium viel über mich, meine Fähigkeiten und Grenzen gelernt, und man geht vielleicht auch anders dann an das Studium ran.

C>oIlchSicin


Nunja, dann würde ich zusehen wie ich das finanzielle geklärt kriege und mich dann an mein Studium machen!

Mögliherweise kannst du dir ja ein paar Sachen aus deinem ersten Studium anrechnen lassen.

Allerdings würde ich mich NICHT nur bei deiner Wunschuni bewerben. Eigentlich solltest du eher drauf achten welche Uni gut (bekannt) ist für dieses Fach. Vor allem aber mit deinem Abischnitt solltest du nicht das Risiko eingehen dich nur bei einer Uni zu bewerben um dann eine Absage zu kassieren, dann lieber bei mehreren Unis bewerben (zum Master könntest du dann ja auch wieder wechseln, vorher ist das immer etwas schwieriger finde ich).

AontiVgonxe


@ Normaler_Kerl

Ich studiere Medizincontrolling. Ist ein noch ganz neuer Studiengang (und bisher auch nur an zwei privaten Fachhochschulen möglich).

Ich habe gestern etwas gelesen, was ich vorher noch gar nicht kannte: [[http://www.bmbf.de/de/12742.php]] – ein Aufstiegsstipendium.

Gefunden habe ich das bei Spiegel online [[http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/karriere-von-arbeiterkindern-kampf-um-den-studienplatz-a-851254.html]], wo auch immer wieder Hinweise zur Studienfinanzierung sind.

ZZi_trhone86


Trag dich doch in deinen Wunsch-Studiengang ein. In den Warte-Semestern kannst du dann ganz normal arbeiten und Geld zur Seite legen (Dann gewöhnst du dich auch nicht zu sehr dran ;-) ) In dieser Zeit kannst du schon ein paar Kontakte in der Arbeitswelt knüpfen und schauen wo evtl ein Werksstudent oder Hiwi gebraucht wird, dann kannst du neben dem Studium in Teilzeit oder geringfügig weiter arbeiten.

N9ormalGer_lKerxl


Allerdings würde ich mich NICHT nur bei deiner Wunschuni bewerben.

Ja das ist so eine Sache...natürlich sollte man irgendwie Flexibel sein...aber mit Partner gemeinsamer Wohnung etc. kann ich nicht einfach so eben zum studieren in die nächstbeste Stadt...

Gefunden habe ich das bei Spiegel online [[http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/karriere-von-arbeiterkindern-kampf-um-den-studienplatz-a-851254.html]], wo auch immer wieder Hinweise zur Studienfinanzierung sind.

Interessanter Artikel...und das Stipendium wäre mal eine gute Option einen guten Abschluss in der Ausbildung zu machen :-)

Trag dich doch in deinen Wunsch-Studiengang ein. In den Warte-Semestern kannst du dann ganz normal arbeiten und Geld zur Seite legen (Dann gewöhnst du dich auch nicht zu sehr dran ;-) ) In dieser Zeit kannst du schon ein paar Kontakte in der Arbeitswelt knüpfen und schauen wo evtl ein Werksstudent oder Hiwi gebraucht wird, dann kannst du neben dem Studium in Teilzeit oder geringfügig weiter arbeiten.

Das in etwa wäre mein Plan...allerdings bin ich nicht gut im Sparen :=o

CGolc?hicixn


Ja das ist so eine Sache...natürlich sollte man irgendwie Flexibel sein...aber mit Partner gemeinsamer Wohnung etc. kann ich nicht einfach so eben zum studieren in die nächstbeste Stadt...

Nunja, aber deine Ausbildung machst du nur einmal. Ich weiß dass Fernbeziehungen blöd sind, aber im Endeffekt muss man sich dann entscheiden was wichtiger ist. Bequemlichkeit oder ne gute Uni ;-)

allerdings bin ich nicht gut im Sparen

Das solltest du dann mal dringend üben, denn wenn man nicht grad ein super Stipendium hat oder so, sondern von Erspartem leben muss, dann guckt man sonst ganz schön doof aus der Wäsche! ;-)

Spun flowXer_7x3


Ich habe mein Abi erst mit 26 (nach)gemacht und dann studiert. Nach zwei Semestern Biochemie zu einem anderen Fach gewechselt...

Ich finde, allein die Tatsache, dass man bis zum 30. Lebensjahr ein Studium beginnen und BaföG bekommen kann, sagt schon viel aus. Nämlich, dass man auch in höherem Alter noch studieren kann.

Das Einzige, was Du Dir vor Augen führen musst:

Du wirst im Lebensstandard Gleichaltrigen hinterherhinken. Ich bin 6 Jahre nach dem Studium längst nicht so fest im Beruf und verdiene längst nicht so viel wie Gleichaltrige, die früher studiert haben. Gelegentlich nervt das, z.T. gewaltig.

Wenn Du nicht gut im Sparen bist und dabei einfach auch Wert auf einen best. Lebensstandard legst, wird es schwierig.

Letztlich kannst nur Du entscheiden, ob das Studium/der Beruf Dir den Verzicht wert sind.

SRuGnqflow0er_7x3


Wartesemester HAST Du schon gesammelt. Sobald man irgendwo eingeschrieben ist, zählt die Zeit NICHT mehr als Wartesemester!

Nmorm9alevr_KCerl


Das solltest du dann mal dringend üben, denn wenn man nicht grad ein super Stipendium hat oder so, sondern von Erspartem leben muss, dann guckt man sonst ganz schön doof aus der Wäsche!

Ja ich weiß... ;-)

Nach zwei Semestern Biochemie zu einem anderen Fach gewechselt...

Was hast du dann studiert?

Du wirst im Lebensstandard Gleichaltrigen hinterherhinken. Ich bin 6 Jahre nach dem Studium längst nicht so fest im Beruf und verdiene längst nicht so viel wie Gleichaltrige, die früher studiert haben. Gelegentlich nervt das, z.T. gewaltig.

Das ist für mich kein Kriterium...und wenn ich BTA bleibe wird das genauso sein...aber das finanzielle ist mir eh nicht soooo wichtig...dann hätte ich den Ingenieurskram irgendwie durchziehen müssen :-)

Wartesemester HAST Du schon gesammelt. Sobald man irgendwo eingeschrieben ist, zählt die Zeit NICHT mehr als Wartesemester!

Ja...aber seit meinem abgebrochenem Studium sammel ich ja wieder...

rTedblRuxe


schau doch mal ob du ein abendstudium machen kannst, dann könntest du arbeiten und geld verdienen aber müsstest nicht aufs studium verzichten.

bei mir in der ausbildung wurde das damals angesprochen, das es eine fernhochschule gibt die ein molekularbiostudium anbietet. aber genaues weis ich da grad auch nicht mehr, da es für mich damals nicht in frage kam.

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