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Ist Reinigungskraft ein peinlicher Job

W~atexrli2


Ich finde der Job ist überhaupt nicht peinlich. Ich habe in einem Callcenter gearbeitet und Umfragen gemacht... das ist peinlich! Weil es keine "ehrliche" Arbeit ist, sondern irgendeine sinnlose Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, die kein Mensch braucht. Verbessert mich gern, aber ich sehe bis heute nicht den geringsten höheren Sinn in Marktforschungsumfragen... ":/ das sehe ich z.B. daran, dass ich jetzt Kundenservice mache und dort werden Prozesse während der Arbeit optimiert und "nebenbei" Kundenwünsche erfasst und analysiert etc... also man MUSS die Leute nicht direkt ansprechen und mit Fragebögen traktieren, die wahrscheinlich auch von Meerschweinchen entworfen worden sein könnten, so wie sie vor "intellektuellen Gehalt" sprühen :=o (das ist ja jetzt meerschweinchenbeleidigend...sorry... |-o ).

Putzen ist doch dagegen was völlig sinnvolles, wo du danach merkst, dass du "gearbeitet" hast und auch ein Ergebnis siehst, was schön ist. Ein sauberes Klo z.B. :-D Putzen muss ja irgendjemand... sonst is dreckig. ;-) Ich glaub problematisch wirds nur, wenn du keinen Sinn in deiner Arbeit siehst (so wie mich z.B. nicht im geringsten interessiert hat, was für Musik im scheiß Radio läuft... und erst recht nicht, was Ingeborg, 53, aus Buxtehude darüber denkt %-| ), aber wenns Spaß macht, dann ist das doch schon Grund genug, sich nicht für seinen Job zu schämen.

Jetzt sitz ich immer noch im Callcenter, aber ich schäme mich nicht, denn ich habe z.B. gestern einen jungen Mann glücklich gemacht, weil ich ihm bei einem Problem helfen konnte, was wirklich ein ernstzunehmendes Problem ist meiner Meinung nach. Das hat halt irgendwie "Sinn". :)

_iTsu%namix_


Ich bin auch Call Center Agent, obwohl ich auf Nachfrage lieber sage, dass ich Putzkolonne im Schlachthof bin.

YBanwgYimn


;-D

GQebä[udePreiSniger1


Warum werden denn Reinigungskräfte so abwertend behandelt?

[Dieser Beitrag war ursprünglich der Beginn eines eigenständigen Fadens]

Aus welchen Grund werden denn Reinigungskräfte oder Gebäudereiniger so schlecht und abwertend für Ihre Arbeit behandelt. Ich musste mir auch schon so viel negatives anhören. Aber wir sind es doch die alles wieder sauber machen. Warum soll ich denn eine Toilettenbürste in die Hand nehmen? Es gibt doch die Putze.Warum müssen Gebäudereiniger 3 Jahre lernen wenn man sie dann so mies behandelt?

Fbla(ck


Finde ich nicht in Ordnung. Mach ich selber gar nicht! Das ist eine wichtige Arbeit. Und braucht auch Geschick und Kopf.

H1eRli%a 8x0


Du scheinst ja echt ein Problem mit deinem Job zu haben ":/

Aber ich muss dir teilweise recht geben, ja, manche lassens sich durchaus raushängen dass DU die Putze bist und SIE einen "anständigen" Beruf haben.

Ich bin zwar keine Gebäudereinigerin aber ich arbeite in einer Großküche. Und Respekt bekommt man da auch keinen.

Solange ich den Schöpflöffel in der Hand habe und die "Herrin über Hunger und Satt" bin ist alles in Ordnung. Da kann man auch zu einer KÜchenangestellten freundlich sein. Tausche ich dann den Schöpfer gegen einen Spüllappen bin ich nur noch der Depp dem man Wort und Grußlos sein Geschirr hinpfeffert.

Auch die meisten Ärzte die im Haus arbeiten, meinen dass sie noch nichtmal grüßen müssen wenn man ihnen auf dem Gang begegnet.

Nun, die wollen auch irgendwann mal was von mir und dann mag halt ich auch nicht. :-p

lmilaibe


Verstehe ich auch nicht so ganz, habe es aber auch oft in meiner Firma erlebt, dass einige meinten, die Putzfrauen kommen ja eh, da kann ich mich wie die letzte Sau benehmen. Ohne Worte, ich war immer froh, wenn sie meinen Mülleimer geleert haben und nochmal extra meinen Schreibtisch gewischt hat (habe ich selbst auch gemacht) und dafür habe ich auch extra Platz gemacht und ein Pläuschchen abgehalten. War immer ein super Verhältnis mit denen. :)=

TJo(pfexn20


;-)

Wieso ist das eigentlich so, dass Berufe, die im Großen und Ganzen der Gesellschaft dienlich sind (z.B. Müllabfuhr, Reinigung, Krankenpflege...) sowenig Anerkennung erfahren?

Weils bei uns VIELEN nur um die Ausbildung geht - hauptsache Abi und Studium, dann hast du was erreicht. Da ists sogar besser du studierst was, das du nie mehr brauchen kannst, anstatt zur Reinigung etc. zu gehen, wenns um Anerkennung geht. Hauptsache nach Außen hin zeigen, dass man das drauf hat. Wenn jmd. nicht studiert, wird ihm ja gleich implizit unterstellt er würde nicht studieren, weil er wohl zu doof dazu ist... %-| Dass es Leute gibt, denen auch Lehrberufe und andere ohne Abi/ Studium Spaß machen, scheint vielen solchen Menschen ein Rätsel zu sein.

Ich studiere selbst auch und ich muss sagen, die Kreise, in die man da teilweise kommt, find ich nicht so prickelnd. Da wird dann sogar noch zwischen "richtigen Studenten" (die die aus reichen Familien kommen) und den "minderwertigen Studenten" (denen aus der Mittelschicht - also ich^^) unterschieden und teils echt auch noch krass getrennt ("mit denen aus der Mittelschicht will ich nichts am Hut haben", "die bekommt nur 200 Euro Unterstützung von ihren Eltern - wie armselig sind die denn?" etc :-o ). Und dann wird noch unterschieden zwischen den Studienrichtungen: Lehramt zB ist ja nicht wirklich studieren. Man muss ja fachlich nicht dasselbe lernen, wie die dies auf Bachelor machen. Da kanns ja nur ein Klacks sein... :(v Dass die Leute aber zwei Fächer + Pädagogikausbildung machen und sogar ein längeres Studium benötigen, wird schön übersehen.

Also gibt da einfach DIE GESELLSCHAFTSBERUFE schlechthin - der Rest wird (ohne, dass die Leute Ahnung davon haben) einfach als mies, einfach, langweilig,... abgestempelt.

Hab in den Ferien auch einen "Deppenjob" gemacht und muss sagen: War richtig toll :)z

Nette, unvoreingenommene und nicht arrogante Menschen, mit denen man sich ganz normal ohne Wettkampf darum, wer besser ist, unterhalten und Spaß haben kann. Und genau deshalb, weils dort so anders ist und m.M.n. viiiiieeeel besser, hab ichs auch jedem ganz stolz erzählt, was ich mache.

Menschen die das abwerten - mit DENEN will ICH nicht zu tun haben ;-)

a$.fiVsh


Wieso ist das eigentlich so, dass Berufe, die im Großen und Ganzen der Gesellschaft dienlich sind (z.B. Müllabfuhr, Reinigung, Krankenpflege...) sowenig Anerkennung erfahren?

Es ist wie mit allem: was selten ist, hat einen hohen Wert. Berufe oder Hilfstätigkeiten, die keine lange Ausbildung erfordern oder von denen geglaubt wird, dass es so ist, können sehr viele Menschen machen, der Einzelne ist austauschbar, leicht zu ersetzen und erfährt daher wenig Wertschätzung.

Iet's a qbeauktiful xday


@ TE,

wie wäre es, wenn man erst mal hier zu den zahlreichen Antworten Stellung nimmt, bevor man eine neue Diskussion startet?

s$u<ns9hine183


Und wenn du noch 1000 Fäden zu dem Thema eröffnest, es wird immer paar Idioten geben, die auf dich herab schauen. Aber besser als gar kein Job finde ich.

P&fefyfe(rminzlxikör


Wieso ist das eigentlich so, dass Berufe, die im Großen und Ganzen der Gesellschaft dienlich sind (z.B. Müllabfuhr, Reinigung, Krankenpflege...) sowenig Anerkennung erfahren?

Weil die Menschheit vergisst, dass wir ohne die mal ganz geschmeidig am Poppes sind. ;-)

pVospyae


Ich studiere selbst auch und ich muss sagen, die Kreise, in die man da teilweise kommt, find ich nicht so prickelnd. Da wird dann sogar noch zwischen "richtigen Studenten" (die die aus reichen Familien kommen) und den "minderwertigen Studenten" (denen aus der Mittelschicht - also ich^^) unterschieden und teils echt auch noch krass getrennt ("mit denen aus der Mittelschicht will ich nichts am Hut haben", "die bekommt nur 200 Euro Unterstützung von ihren Eltern - wie armselig sind die denn?" etc ). Und dann wird noch unterschieden zwischen den Studienrichtungen: Lehramt zB ist ja nicht wirklich studieren. Man muss ja fachlich nicht dasselbe lernen, wie die dies auf Bachelor machen. Da kanns ja nur ein Klacks sein... Dass die Leute aber zwei Fächer + Pädagogikausbildung machen und sogar ein längeres Studium benötigen, wird schön übersehen.

Hm, ja das ist anscheinend tatsächlich so, dass es wirklich auf allen Hierarchieebenen nochmal Hierarchieebenen gibt. Eigentlich ist mir dieses hierarchische Denken echt zuwider.

YiangxYin


ja so ist es leider %:|

ich gehe dann lieber meinen weg und schmunzel über die ganzen grüppchen....... :=o :-D ich muss nirgendwo dazugehören..........teilweise waren die gespräche entsetzlich banal. >:( :-o %-|

YyaBngY|ixn


ich kenne einen guten spruch der dazu vielleicht auch noch passt :

"Es gibt nicht genug grass um all den eseln das maul zu stopfen."

also egal was ihr macht oder tut.......es ist euer ding und letzendlich wird jeder mensch sowohl positives als auch negatives über seinen lebensweg hören.

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