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Hochzeit – kann man Gäste auch ohne Partner einladen?

fbragrgle


Also muss ich den ersten Satz korrigieren, nicht ganz egal aus welchem Grund. Aber das: kenn ich nicht, find ich tatsächlich merkwürdig, denn es sind doch vermutlich nicht viele Kollegen eingeladen oder? Und ich habs bei unserer feier auch genutzt um die Partner über die ich schon Unmengen gehört hatte, mal zu sehen und n paar Worte zu wechseln.

G(.W. vxon Rue


Aber ich glaube mit der richtigen Formulierung kann sie vllt was raus reißen bei den Kollegen, die so eingestellt sind wie du oder die Mehrheit hier im Faden. Also eben mit dem Einstieg: würds dir was ausmachen wenn... – und wenn der Kollege dann sagt, ja macht mir was aus, dann kann er den Partner ja mitbringen.

Ich muss sagen, ich fände auch das wieder eher schräg, also wenn mich jemand fragt, ob es mir "etwas ausmachen" würde, ohne meinen Partner zu kommen oder wie hier auch schon vorgeschlagen wurde, ich gefragt werde, ob ich "lieber mit oder ohne Partner" komme :-/ Was soll man da denn antworten bzw. wie soll man sich da mit Partner willkommen fühlen, wenn es einem etwas "ausmacht" und man "lieber" mit Partner kommt? Ich finde, wie man es dreht und wendet, die Botschaft ist und bleibt die gleiche: Der Partner ist eigentlich nicht erwünscht. Man kann höchstens erklären, warum das so ist (Budget oder was auch immer). Aber fragen, ob es dem Gast etwas ausmacht, ich weiß nicht, käme bei mir nicht besser an, als gleich eine explizite Einzeleinladung auszusprechen. Ich hätte nach so einer Frage jedenfalls keine Lust, mit meinem Partner zur Feier zu gehen.

C5aoi9mhe


Und wenn mir jemand sagen würde: Hey pass mal auf, ich feier ja bald meine Hochzeit und ich hätte euch Kollegen so gern dabei, unser Budget ist aber eigentlich schon am Limit. Meinst du, du kannst auch ohne Partner kommen oder ist dir das so gar nicht recht? Dann wär ich glaub ich die letzte die nein sagt. Und wenn ich dann mit partner käme entgegen dem Wunsch (was glaub ich die letzte meiner Optionen wäre) würde das Geschenk entsprechend großzügiger ausfallen, damit mein Partner wirklich nicht zur Last fällt.

:)^

FBunke<lstxein


TE

Wenn du mit deinen Kollegen redest, stelle dein Anliegen positiv dar und formuliere es geschickt. (Hast du gelesen, was ich von meinem Kollegen geschrieben hatte, der vor einem vergleichbaren Problem stand?)

Sage nichts in Richtung: "Ich möchte euch gerne zu meiner Hochzeit einladen, aber ohne Partner." Sage eher: "Wir feiern nur im engen Familienkreis, aber ich möchte euch X (= Anzahl der angesprochenen Kollegen) trotzdem unfassbar gerne dabei haben." Das wirkt im Grundton schon um ein vielfaches positiver, als zu sagen: "Ich möchte euch gerne einladen. Wie? Achso, nee, nur euch hier. Äh, ehm, ja, genau: ohne Partner."


So eine Lösung, erst intime Feier, später am Abend dann im größeren Kreis (oder umgekehrt) fände ich da besser, weiß aber nicht wirklich, wie ich das unter den gegebenen Umständen elegant löse.

Ich habe damals nicht im kleinen, sondern im klitzekleinen Kreis mit weniger als zehn Personen (Mann und mich bereits mitgezählt) geheiratet. Dem Großteil der Familie und Freunde sagten wir erst hinterher Bescheid und da war die ein oder andere Mutter, Oma oder gute Freundin schon ein wenig gekränkt und fühlte sich ausgeschlossen. Konnte ich auch gut verstehen und ist zwar nicht vergleichbar, aber ähnlich deiner Partnerproblematik. Komischerweise habe ich das Gefühl, dass sich meist nicht der nicht eingeladene Part des Paares ausgeschlossen fühlt und beleidigt ist, sondern ausgerechnet der geladene Part.

Wie auch immer, allerdings war mir im Falle meiner Hochzeit schlussendlich doch entscheidend wichtiger, den Tag nach meinen/unseren Vorstellungen und tatsächlich nur mit jenen Menschen, die ich von ganzem Herzen kompromisslos dabei haben will, zu verbringen. Die Intimität meiner Hochzeit möchte ich – so absurd, egoistisch, merkwürdig, rücksichtslos und/oder selbstbezogen sich das auch für manche Menschen anhören mag – einfach nicht mit jedem teilen.

Unser Kompromiss war, dass wir irgendwann später eine riesengroße Hey-Leute-wir-sind-verheiratet-Fete für alle, alle, alle, die wir kannten und noch viele andere mehr gegeben haben. Das war ein buntes, cooles, fröhliches Durcheinander, sehr legere und locker und sicher nicht mit einer klassisch-eleganten Hochzeitsfeier zu vergleichen. Dennoch fanden es alle toll. Wir zeigten Bilder und Videos der eigentlichen Eheschließung, konnten so diesen Tag sozusagen nachträglich mit unseren Lieben "teilen". Die Gäste waren in ihrem Alter (zwischen 4 Monaten und 92 Jahren alles vertreten), ihrer Herkunft und anderen Kriterien sehr durchmischt, kannten sich vereinzelt und innerhalb der jeweiligen Peergroup, untereinander jedoch größtenteils gar nicht, aber die Stimmung war unübertrefflich gut, keiner mehr beleidigt, sondern alle freuten sich für und mit uns. Jeder konnte mitbringen, wen auch immer er mitbringen wollte, alles easy, alles gut, alle glücklich.

Vielleicht auch für euch eine Art Kompromisslösung? Zu eurer Hochzeit selbst ladet ihr nur die Leute und ihre Partner ein, die ihr wirklich und ehrlich dabei haben wollt. Für alle anderen (auch die "Grenzfälle" wie entfernte Bekannte und Kollegen) gibt es einen Monat später eine großes ungezwungenes Fest?

GM.W. &von dRue


Wenn du mit deinen Kollegen redest, stelle dein Anliegen positiv dar und formuliere es geschickt [...]

Sage nichts in Richtung: "Ich möchte euch gerne zu meiner Hochzeit einladen, aber ohne Partner." Sage eher: "Wir feiern nur im engen Familienkreis, aber ich möchte euch X (= Anzahl der angesprochenen Kollegen) trotzdem unfassbar gerne dabei haben." Das wirkt im Grundton schon um ein vielfaches positiver, als zu sagen: "Ich möchte euch gerne einladen. Wie? Achso, nee, nur euch hier. Äh, ehm, ja, genau: ohne Partner."

Ich denke auch, dass man es so noch am elegantesten lösen kann :)z

l:izaRrda


Hallo, ich hoff ich hab es jetzt nicht irgendwo überlesen...

Aber wie wäre es denn damit( falls die Feier nicht zu weit weg stattfindet): Du lädst deine Kollegen zur Trauung und zum Essen

allein ein und zum lockeren Teil der Feier können dann die Partner dazustoßen! So musst du niemanden rausschmeißen, du sparst dir den Platz und beim tanzen ist niemand allein.

Kommt natürlich drauf an wie deine Feier vom Ablauf her geplant ist. Aber so hab ich es schon ein paar mal erlebt. War super, denn irgendwann saß eh niemand mehr auf seinem Platz.

EilGlag6anxt


Du lädst deine Kollegen zur Trauung und zum Essen

allein ein und zum lockeren Teil der Feier können dann die Partner dazustoßen!

find ich ne gute Lösung :)^

Auch den Vorschlag von Funkelstein find ich gut, würde jedoch 2mal Kosten bedeuten.

CGoteSvauxvage


Du lädst deine Kollegen zur Trauung und zum Essen allein ein und zum lockeren Teil der Feier können dann die Partner dazustoßen! So musst du niemanden rausschmeißen, du sparst dir den Platz und beim tanzen ist niemand allein.

Ist ja interessant, wie viele Varianten es so gibt. Diese Variante, wenn ich sie überhaupt kapiert hab, finde ich besonders merkwürdig: Also die Einladung lautet dann: Bis zum Essen (einschl.) bitte ohne Partner, und für die doofen Hochzeitsspielchen und zur Auffüllung der Tanzfläche ab ... Uhr erhalten dann die Partner Einlass? Darf man seinem Partner dann ein Kuchenstück aufheben? ":/

Etll;aga|nt


Diese Variante, wenn ich sie überhaupt kapiert hab, finde ich besonders merkwürdig

denen, die aber unbedingt mit Partner kommen wollen, müsste sie eigentlich gefallen, weil sie ja nicht alleine tanzen bzw nicht nicht tanzen wollen. Oder sich als Einzelgänger begaffen lassen müssen. Aber während der Trauung und dem Essen schaut da vermutlich ja eh keiner drauf. Aber dann, wenns spaßig wird, dann können auch sie zeigen dass sie Partner haben ;-D

E@hemaligLerv Nut6zer (#325x731)


Ich finde das ist mit den Gästen immer eine schwere Frage. Aber ich bin der Meinung, entweder ausschließlich Familie und sehr enge Freunde mit Partner einladen, oder aber größer und auch entferntere Freunde und gute Bekannte, aber dann natürlich immer mit Ehemann/Freund.

Ich selber würde mich auch ehrlich gesagt zurückgesetzt fühlen, wenn mein Freund zu einer Hochzeit eingeladen wäre und in der Einladung steht drin aber Freundin bitte zu Hause lassen.

Ich sag mal wenn man frisch zusammen ist, mag das auch nochmal was anderes sein. Aber wenn man seit Jahren mit dem Manschen zusammen ist und da auch ggf. mal eine Hochzeit im Raum steht, wieso will man dann hingehen und den Partner ausladen?

Nee da bin ich altmodisch. Entweder alle mit allen Konsequenzen oder nur im engsten Kreis ...

fAija>mma


Ich finde, es ist oftmals auch regional angefärbt, wie man derlei Angelegenheiten "typischerweise" gestaltet (und wie demzufolge evtl. Abweichungen davon "interpretiert" werden). Davon abgesehen ist es natürlich sowieso jedem seine persönliche Sache, wie er es mit den Einladungen hält.

Ich kenne es so, dass Kollegen ohne Partner eingeladen sind, an einem Tisch zusammensitzen und sich dort prächtig amüsieren.

Ohne dass es jemand groß "persönlich" nehmen würde, versteht es sich traditionell von selbst, dass Kollegen einfach einen anderen "Status" haben als die beste Freundin....

Würde man die Partner auch noch dazu einladen, würden das vermutlich viele Eingeladene als "too much" empfinden, inklusive erhöhtem "Geschenkezwang".

Abgesehen davon sehe ich es ohnehin als Normalfall an, dass man als Partner keine große Lust hat, als Anhängsel auf irgendwelche Hochzeiten von völlig unbekannten Kollegen des/der Liebsten zu gehen. (Und ich verstehe es nicht, wie viele der hier Schreibenden sich ohne ihren symbiotischen Partner total verloren und gelangweilt auf der Hochzeit fühlen würden... wobei da mal die Position des betreffenden Partners interessant wäre.... der würde womöglich lieber zuhause relaxen...).

Um's "Hochzeitgehen" reissen sich viele doch sowieso nicht, wenn kein enger Bezug da ist. Stichworte eben: Zeit absitzen, teure Geschenke usw.

EjlVlagQant


Ich selber würde mich auch ehrlich gesagt zurückgesetzt fühlen, wenn mein Freund zu einer Hochzeit eingeladen wäre und in der Einladung steht drin aber Freundin bitte zu Hause lassen.

und damit das nicht passiert, kommt es eben auf die Formulierung der Gastgeber an. Man ist erwachsen, man kann über solche Dinge sprechen und sollte es dann als Gast auch ansprechen können, wenn man damit ein Problem hat und nicht einfach schmollend zu Hause bleiben.

E|mmay_Peel


Eine Hochzeit, auf die ohne Partner eingeladen wird? Sowas habe ich ehrlich gesagt noch nie gehört und finde es auch etwas befremdlich - einfach schon aufgrund des Anlasses.

Dort feiert ein Paar das, was man landläufig (vielleicht neben der Kinder) als "Krönung der Liebe" bezeichnet und will gleichzeitig, dass andere, ausgesuchte Menschen ihren Partner daheim lassen? ":/

Im Übrigen finde ich es nicht schlimm, ohne Partner bei einer Hochzeit zu erscheinen und vermutlich würde mein Mann freiwillig verzichten, wenn meine ihm unbekannte Arbeitskollegin heiraten würde, aber das explizite Ausladen finde ich eigenartig.

Ich selbst würde die Einladung übrigens auch dankend ablehnen. Nicht in erster Linie, weil mein Partner nicht eingeladen wäre, sondern vielmehr, weil ich mich auf einer Familienfeier als "Bekannte" oder "Kollegin" vollkommen fehl am Platze fühlen würde. Polterabend, Sektempfang oder ähnliches gern - dann aber bitte auch mit Partner. Offizielle Feier am Abend? Nur bei wirklichen Freunden. :-)

E*mma_Ppeel


Nachtrag: durch genau diese Vermischung von Familie/Freunde/Bekannte/Kollegen kommt das Dilemma meines Erachtens doch überhaupt erst zustande.

Ich würde gar nicht auf die Idee kommen, Kollegen auf die offizielle Feier einzuladen. Dort kommen enge Freunde und Familie, also Menschen, die mir wichtig sind und dementsprechend auch ihre Partner. Für den Rest gibt es die Polterabende und Sektempfänge und schon muss man sich über "selektive Einladungen" keinen Kopf mehr machen.

E@mmal28


Huch, da ist ja schon wieder einiges zusammengekommen.

Du lädst deine Kollegen zur Trauung und zum Essen allein ein und zum lockeren Teil der Feier können dann die Partner dazustoßen! So musst du niemanden rausschmeißen, du sparst dir den Platz und beim tanzen ist niemand allein.

Ja, das klingt gut, so in der Art hatte ich das vor ein paar Seiten schonmal in Erwägung gezogen, dass die Partner am Abend nachkommen. Das wäre mir deutlich lieber, als irgendwen irgendwann rausschmeißen zu müssen. Ist nur wieder die Frage: Wie formulier ich das auf der Einladung? "Hey, kommt bitte erstmal alleine, eure Partner dürfen ab XYZ Uhr nachkommen..." ist ja irgendwie auch doof ":/

Und habe ich das richtig verstanden, dass großteils schon Verständnis aufgebracht werden würde und man nicht beleidigt wäre, dass der Partner nicht kommen darf, mit der richtigen Begründung und Wortwahl. Einerseits beruhigt mich das.

Andererseits:

Ihr setzt mich ganz schön unter Druck ;-D das kann ja nur schief gehen.

Weil ich ihn nicht kenne, ist kein Argument, Budget-Engpass und kleine Feier schon eher – wenn man dann die Feier persönlich aber doch nicht als so klein empfindet, ist doch miese Stimmung vorprogrammiert. Oder hier hat auch schon jemand geschrieben, Geiz und Kleinlichkeit geht gar nicht...

Wie soll ich denn bei jedem DAS Argument finden, mit welchem er leben könnte und nicht beleidigt ist?

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