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Hochzeit – kann man Gäste auch ohne Partner einladen?

FgunkevlstDein


Wow, die Emotionen eines manchen Fadenteilnehmers gehen ganz schön hoch...

TE

So ungewöhnlich, wie man anhand einiger Beiträge hier meinen möchte, finde ich deine/eure Taktik und Überlegungen zur Gästeliste gar nicht. Ihr möchtet eure Hochzeit, euren Tag, eure Feierlichkeiten klein und persönlich halten. Es geht in meinen Augen auch gar nicht um eine Hand voll potentieller Gäste mehr, sondern darum, dass ihr mit Menschen feiern wollt, zu denen ihr einen persönlichen Bezug habt und die einen persönlichen Bezug zu euch haben. Ich persönlich hätte auch keine Lust, mein kleines, intimes, persönliches Hochzeitsfest mit "Fremden" zu verbringen – und, ja, ich empfinde jene Partner meiner Bekannten, Freunde, Kollegen, die ich (noch) nicht kenne als "fremd". Ich will mit ausgewählten Personen, die meinem Bräutigam und/oder mir wichtig sind und nicht mit ausgewählten Personen plus unbekanntem Anhang feiern. Nicht im Falle einer kleingehaltenen Hochzeit. Es mag sein, dass die betroffenen Gäste selbst ihre Partner als "einen Teil von ihnen" sehen, aber ich nehme das nicht so wahr, da ich nur den Gast selbst kenne, und sehe mich selbst als aufmerksamen Gastgeber auch gar nicht in der Pflicht, das zu tun.

Anders ist das sicherlich, wenn man ein großes, knallendes, rauschendes Fest mit (z.B.) 500+ Gästen feiert. Da gäbe ich an alleinstehende und mit mir unbekannten Partnern liierte Gäste selbstverständlich eine "+1" Einladung, aber in so einem Fall scheint den Gastgebern Intimität auch nicht besonders wichtig zu sein.

Dass man beleidigt, gekränkt oder verletzt ist, wenn der Partner (aus welchen Gründen auch immer) zu einer Hochzeit nicht mit-eingeladen wird, kann ich bei bestem Willen nicht nachvollziehen.

Ein Kollege von mir heiratete kürzlich und seine Frau und er haben ihre Feier auch eher klein gehalten. Offenbar hatte er ähnliche Bedenken wie ihr, was das Einladen von Kollegen ohne Partner betrifft. Er war für seine Verhältnisse ungewöhnlich schüchtern und verlegen, als er uns fünf Kollegen (davon drei in einer Beziehung) die Einladungskarten gab und druckste ein wenig herum, bis er dann schließlich sagte, sie würden im sehr, sehr kleinen Rahmen heiraten, eigentlich nur mit der Familie und ein paar Freunden, aber "Euch fünf, euch fünf hätte ich auch irre gerne dabei.". Damit war alles gesagt, alles geklärt und ich kann sagen: niemand war beleidigt, gekränkt, verletzt und hat auch nur im entferntesten daran gedacht, nicht zu kommen. Viel mehr berührte es uns, dass er uns trotz des kleinen, familiären Rahmen unbedingt dabei haben wollte. Schade, dass in dem Faden der positive Aspekt der Einladung deiner Kolleginnen (gegenseitige Wertschätzung, etc.) von manchen hier ein wenig unter den Teppich gekehrt wird.

Alles Gute für eure Entscheidungsfindung! @:) Im Zweifelsfall: tut, was ihr wollt. Es ist eure Hochzeit, nicht die eurer Gäste und ihrer Partner.

C^aoim hve


Ich finde phil0menas Vorschlag am praktikabelsten, direkt nach "keine Kollegen einladen". Wir laden einige Kollege meines Mannes ein, die aus seiner Abteilung kommen alle mit Frau ((es stand auch tatsächlich "Jürgen und Monika" auf der Karte – obwohl ich die Frauen nicht gut kenne und sie deutlich älter sind als ich, so war es mir dennoch ein Bedürfnis, dass die Kollegen ihre Frauen dabei haben können. Sehr netz sind sie ja alle.).). Eine Kollegin von weiter weg die ich nicht kenne bringt ihren Freund nicht mit, hätte aber gekonnt.

Ich finde es nicht schlimm, ohne Partner auf eine Hochzeit zu gehen, würde das auch ggf. in einem Fall wie eurem auch machen aber wenn ich muss ist das eine Geringschätzung die ich mit als Gast tatsächlich nicht geben will. Da bin ich bockig. Da du darauf aber scheißt weil DU die Braut bist und es DEIN Tag, DEINE Feier ist werden sich die Gäste auch damit arrangieren. Wenn getuschelt wird kannst du dann ja ebenso drauf scheißen.

WEeide/nfexe


Ich finde es steht jedem frei einzuladen oder auszuladen wie man selbst es sich wünscht - es steht dann aber eben den Geladenen ebenso frei abzusagen.

Ich persönlich würde auch auf keine Hochzeit gehen, zu der mein Partner nicht geladen ist. Wie schon gesagt wurde auch aus dem Grund, dass ich nicht z.B. bei Paartänzen alleine dasitzen wollte, während die geladenen Paare tanzen und mein eigener Partner daheim sitzt. ":/ Außerdem verbringen wir unsere kostbare Freizeit einfach gerne zusammen ;-D

Bisher kam es aber noch nie dazu, dass ich mich hätte entscheiden müssen.... Bisher waren wir immer einfach beide geladen :-D

p~hil(0men,a


Wenn getuschelt wird kannst du dann ja ebenso drauf scheißen.

Hmm... ums Tuscheln würde es mir nicht mal gehen – ich kam gar nicht auf die Idee jemanden ohne Partner einzuladen, ehrlich gesagt. ":/

Hab ich noch nie erlebt.

LPadyMaHdonnxa


Finde Philomenas Vorschlag praktikabel ,locker und sehr gut , wenn es um "alle" geht.

Finde Funkelsteins Vorschlag ebenso praktikabel, taktvoll und prima , geht es um eine gewisse Privatsphäre ,die das Fest bestimmen soll . Wesentlich ist doch der Wohlfühlcharakter

des Festes ! Einzelne Gäste (ohne Partner/in) zu rel. homogenen Gruppen ,wie Arbeits-Kollegen, Schul- Studienfreunden , Reisebekanntschaften etc..zusammengefügt , fühlen sich nicht allein ,sondern finden sich ,im Gegenteil ,im gleichen Kreis zu einer Interessengruppe zusammen um sich sehr wohlzufühlen . Man lädt ja auch zu Klassentreffen aus diesem Grund selten die (späteren ) Ehepartner/innen ein .

Nun mag jedes Hochzeitspaar einer beider Vorschläge wählen ,ob es nun um das rauschende Grossfest oder um die individuellere Hochzeit gehen soll .

nPut$zer'nam&e hxella


da gehen mir meine Wünsche nach einer schönen Feier schon irgendwie vor.

Na, aber warum sollten denn ausgerechnet die "unerwünschten" Gäste Dich um eine schöne Feier bringen? Die Stimmung bei den einzeln Geladenen ist jedenfalls bestimmt besser, wenn sie nicht wie 3. Klasse-Gäste am Katzentisch sitzen und dem Hochzeits-PAAR und den anderen Paaren beim Tanzen zugucken müssen.

Ich würde die Kollegen einfach gar nicht einladen. So groß kann der Wunsch nach deren Anwesenheit ja nicht sein, wenn Du deren Partner unbedingt von der Feier fernhalten willst.

nuutz.ernamIe hxella


Man lädt ja auch zu Klassentreffen aus diesem Grund selten die (späteren ) Ehepartner/innen ein .

Bei einem Klassentreffen geht es ja aber explizit um das Aufeinandertreffen der alten Schulkameraden. Der Vergleich hinkt also.

H*inatxa


dem Hochzeits-PAAR und den anderen Paaren beim Tanzen zugucken müssen.

das müssen Singles gezwungenermaßen auch, und die bleiben auch nicht fern, weil sie sich omg, vielleicht mit den anderen Gästern unterhalten oder sogar tanzen müssen.

n*utze:rnameM helxla


Nee, aber Singles sind nun mal alleine. Daran lässt sich in dem Moment ja nun mal auch nix ändern. Und sie haben vielleicht sogar noch die Gelegenheit zu flirten.

Ich behaupte nicht, dass Vergebene nicht auch mit anderen Leuten tanzen dürfen. Aber ehrlich, die Vorstellung, ausgerechnet auf einer Hochzeit einen Teil eines Paares nicht mit einzuladen, finde ich echt bescheuert. Dass man sich wegen fünf Leuten mehr da so ein Drama gibt, verstehe ich auch einfach nicht und ich würde an der Stelle der Kollegen schon meine Rückschlüsse auf die TE ziehen. Kleinlichkeit geht gar nicht.

C2oteSayuvxage


Ich fand die in dem anderen Thread gebrachten Argumente, warum man alle Partner, auch die von Kollegen, mit einladen sollte, auch nicht überzeugend.

Interessant fand ich hier aber den häufiger auftauchenden Gedanken des "2-Kasten-Sytems": Freunde dürfen mit Partner (auch wenn du die Partner nicht kennst oder nicht magst; einfach aus dem Grund dass sie Anhängsel sind), Kollegen dürfen nur ohne. Klar ist das – nur – eine Frage des Geldes, denn wenn ihr unbegrenzt Geld hättet, würdest du einfach alle einladen, die bei Beachtung jeglicher Konventionen als Gäste in Betracht kommen, einfach um den Stress zu vermeiden, der dir, wie die Diskussion hier zeigt, nun bevorsteht. Also sind dir die Kollegen weniger wert, weil du für die insgesamt weniger bezahlen willst. So könnte man das sehen und da fällt mir ganz auf Anhieb kein durchschlagendes Gegenargument ein. (Mich würde das als Gast allerdings nicht kratzen, da ich ja unabhängig von einer Einladung weiß, dass ich eben nicht eine Freundin, sondern nur eine (offenbar geschätzte) Kollegin von dir bin.)

Ich würde wohl, wenn ich aufs Geld schauen muss ;-) , entweder das getrennte 2-Kasten-System wählen (also quasi 2 Feiern – Sektempfang, und an einem anderen Ort das Abendessen) oder die Kollegen ohne die Partner einladen und das diesen Kollegen dann auf nette Art verklickern. Bei meinen Kollegen ginge das. Ich denke, da wär es eher komisch, wenn die Partner dazu eingeladen wären. Wir unterhalten uns im Kollegenkreis auch sehr viel über sehr persönliche Dinge, aber die Partner kennen wir nicht und das stört auch keinen. Die Partner sind (natürlich) auch nicht bei Betriebsfeiern eingeladen. Und das Argument, dass man sich ohne Partner langweilt (kann ich als nicht-symbiotisch und nicht autistisch veranlagter Mensch sowieso nicht nachvollziehen; finde es auch unverschämt, wenn man zu einem als langweilig empfundenen Ereignis bloß hingeht, wenn man sich dann dort gemeinsam mit seinem Anhang durchfressen darf) zieht ja gerade dann nicht, wenn man mehrere Kollegen einlädt, die sich untereinander kennen. Da würden sich dann vermutlich eher die Partner langweilen.

CToteSEauvagxe


Was habt ihr eigentlich für Probleme mit der Tanzerei? Ich war schon – als Single, der grundsätzlich nicht tanzt – auf einer Menge Hochzeiten, und wenn da getanzt wird, tanzen weiß Gott nicht nur die Paare miteinander, ganz im Gegenteil. Auch gibt es außer mir immer auch andere Leute, die froh sind, wenn sie nicht tanzen müssen, sondern sich unterhalten können, während die anderen, denen das Spaß macht, tanzen.

F}unkel-steixn


Wie schon gesagt wurde auch aus dem Grund, dass ich nicht z.B. bei Paartänzen alleine dasitzen wollte, während die geladenen Paare tanzen und mein eigener Partner daheim sitzt.

Aber das muss doch nicht so sein.

Wenn man dem nicht-miteingeladenem Partner eröffnet: "Ach, übrigens, Liebling: samstags gehe ich mit der ganzen Truppe zu Heidis Hochzeit.", könnte doch auch der unerwartete Fall eintreffen, dass dieser an dem betreffenden Abend nicht alleine, einsam, melancholisch zu Hause sitzt, sondern sagt: "Klingt gut, Schatz. Da habt ihr Mädels bestimmt euren Spaß. Trifft sich gut, ich wollte Fritz ohnehin fragen, ob er am Wochenende Lust hat rumzukommen und zu zocken."

Schade, dass einige in einer Partnerschaft lebende potentielle Hochzeitsgäste da meiner subjektiven Meinung nach schon ein klein wenig unflexibel sind.

Zudem gibt es doch auch Singles, die an Hochzeitsfeiern teilnehmen und sich durchaus amüsieren. Ich habe auf jeden Fall noch nie erlebt, dass ein Single auf einer Hochzeit schmollend oder traurig, mutterseelenalleine herumsaß, während alle anderen Gäste sich ausschließlich zu zweit vergnügten. Ein zu merkwürdiges, aber, wie ich meine, absolut unrealistisches Bild.

(Weidenfee, ich habe zwar dich zitiert, meinte das aber nicht im speziellen auf dich bezogen, sondern generell auf alljene, die sich im Verlauf des Fadens ähnlich äußerten. @:) )

Ich würde die Kollegen einfach gar nicht einladen. So groß kann der Wunsch nach deren Anwesenheit ja nicht sein, wenn Du deren Partner unbedingt von der Feier fernhalten willst.

Die Partner von der Feier fern halten? Menschenskind, das klingt so, als plane die TE zwei gefährliche Türsteher im Eingangsbereich zu positionieren, die sicherstellen, dass sich kein Partner unbefugten Zutritt verschafft. ":/

Meine Güte, natürlich kann Emmi92s Wunsch nach der Anwesenheit ihrer Kollegen groß sein – das steht doch in keiner Relation dazu, ob sie deren ihr unbekannten Partner einlädt oder nicht. Wenn ich meinen Kollegen X sehr mag, bedeutet das doch nicht automatisch, dass ich dessen Partner a) kenne und b) auch mag.

Im Gegenteil, ich fände das sogar befremdlich, würde man mich als Person untrennbar mit meinen Partner verbunden und als ein Teil dessen wahrnehmen und deshalb bzw. nur deshalb einladen.

Darum kann ich zwar durchaus verstehen, dass bei groß gefeierten Anlässen aller Art "+1"-Einladungen üblich und verbreitet sind, aber würde selbst nie die Rolle eines "+1" einnehmen wollen, schon gar nicht auf einer Hochzeit, die – egal, wie groß oder umfangreich auch zelebriert – immer etwas persönliches ist. Ich will auf einer Feier Gast sein, auf der ich als Gast um meinetwillen eingeladen und willkommen bin, weil die Gastgeber mich als Person, die ich bin, dabeihaben wollen und nicht als "unbekannter Anhang" einer solchen Person.

C^oRteSauxvage


Ich finde, dass Martienchen in dem anderen Thread was ganz Interessantes geschrieben hatte, das hier auch nicht fehlen soll:

Die Herangehensweise ist vermutlich abhängig davon, ob man verheiratet ist oder chronischer Dauersingle mit Abundzumalbeziehungen.

Fiun>kel{steixn


Emmi92s Wunsch

Oh, hoppla. Natürlich ist damit "Emma28s Wunsch" gemeint.

p~hil 0.mena


Ich will auf einer Feier Gast sein, auf der ich als Gast um meinetwillen eingeladen und willkommen bin, weil die Gastgeber mich als Person, die ich bin, dabeihaben wollen und nicht als "unbekannter Anhang" einer solchen Person.

Das sehe ich anders. Der Mensch, der meinem Freund/Freundin so viel bedeutet, dass er sein Leben mit ihm/ihr teilt, ist mir nicht fremd. Zwar habe ich ihn bisher vielleicht noch nicht kennengelernt, aber ich dennoch empfinde ich ihn nicht als Fremdkörper oder störend, sondern ich würde ihn/sie schon um seinet/ihretwillen einladen. Unter anderem vielleicht auch, um den "unbekannten Anhang" kennenzulernen.

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