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Ausbildung abgebrochen: Auf welches Geld hab ich Ansprüche?

U\sxi


Beim ALG gibt es so viele Feinheiten, ich glaube es ist schwer sich da als Außenstehender festzulegen, was genau du bekommen kannst. Vielleicht guckst du dir einfach mal die Antragsunterlagen und die Erläuterungen dazu an? Formulare gibt es ja online. Außer das verwirrt dich noch mehr, dann warte lieber den AA-Termin ab @:) Du bist jetzt ja dran, aber heute Abend eilt nichts mehr. Ist alles kompliziert, aber mach dir keine Sorgen, irgendwie gehts doch immer :)z

GbibNicehtxAuf


Nein deine genannten Gründe sind kein Kriterium für die Unterhaltspflicht deiner Eltern! Du wirst dich also mit deinen Eltern und dem Jugend-Center auseinandersetzen müssen. Du könntest auch klagen, ist aber teuer und ich sehe bei dir ehrlich gesagt wenig Chancen.

Du kannst natürlich auch arbeiten und zusätzlich Wohngeld beantragen.

t.atxua


Hallo *:)

Beim Jobcenter ist sicherlich ERmessensspielraum, was deine Situation angeht.

Wenn du denen glaubwürdig erklärst, dass du die Ausbildung aus gesundheitlichen Gründen abbrechen musstest und auch ein Attest beibringen kannst ( indem stehen sollte, dass sich bei einer Forsetzung der Ausbildung eine weitere Verschlechterung deiner Gesundheitssituation droht) hast du gute Chancen, eine Sperre zu umgehen.

Allerdings musst du auch damit rechnen, dass sie dich dann ihrerseits dem medizinischen Dienst des AA vorstellen, weil sie wssen wollen, wo man dich überhaupt einsetzen kann.

Was die Beziehung zu deinem Freund angeht: Ich würde ja von WG sprechen, weil ihr euch Wohnungskosten teilen wollt.

Zu der Frage der Unterhaltspflicht der Eltern und der Aufforderung zurückzuziehen:

Wenn das Verhältnis zwischen Eltern und Kind nachhaltig zerrüttet ist, besteht die Arge auch nicht in jedem Fall auf einen Wiedereinzug des Antragsstellers ins Elternhaus. Es kommt in allen Fällen darauf an, dass du versuchst deine Lage zu erklären und nötigenfalls dir von Fachleuten bestätigen lässt, dass z.B. ein Zurückziehen zu den Eltern oder ein Weiterführen der Ausbildung negative gesundheitliche Auswirkung auf dich hätte.

zvei@tloxs84


GibNichtAuf, ich muss dir leider widersprechen @:)

Die Eltern sind für U25-jährige nur zu Unterhaltszahlungen verpflichtet, wenn noch keine Ausbildung gemacht worden ist und die Person somit seinen Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten kann ;-)

Das wäre wohl der wichtigste Punkt für die TE ...

Hier auch noch ein kompetentes Forum zu ALG I und II...

arbeitslosenselbsthilfe.org

@:)

LG die Zeitlose

T$hul:ex35


An "Forbitten-apple10"!

Hallo!

Zufällig bin ich auf Deinen Beitrag gestoßen und kann deine Aufregung selbstverständlich gut nachvollziehen. Es versteht sich schließlich von selbst, dass man sein Auskommen haben muss, selbst wenn (oder gerade wenn) die Gesundheit einmal nicht so mitspielt, wie man es gern hätte.

Jetzt hast du bereits schon sehr viele Antworten bekommen; ich habe sie einmal kurz überflogen und vermute aber, dass es noch weitere Chancen für dich gibt:

An deiner Stelle würde ich nochmals genauestens folgende Finanzquellen direkt überprüfen: (und ich finde, es reicht nicht, sich auf Antworten Dritter, wie zum Beispiel von Leuten hier aus dem Forum zu verlassen! Schließlich kann sich jeder mal (mich eingeschlossen) irren. Würde ich mich dann darauf verlassen, hätte dies unter Umständen fatale Folgen)

Hier meine vorgeschlagene Reihenfolge:

1. Habe ich Anspruch auf Arbeitslosengeld I? Am besten hierzu auf jeden Fall einen formlosen Antrag beim Arbeitsamt stellen. Dies hat den Vorteil, dass dadurch die Frist gewahrt bleibt.

2. Habe ich Anspruch auf Arbeitslosengeld II? ebenfalls am besten formlosen Antrag stellen bei der zuständigen Arbeitsagentur.

3. im übrigen sehe ich eigentlich keine Veranlassung, dass dir das BAföG künftig gestrichen werden soll. Ganz zu schweigen, dass Du es gar zurückzahlen musst. Dies kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. schließlich bist du einfach nur erkrankt, und hast somit keine Schuld, dass du in deiner Ausbildung fehlt.

Soweit nicht ohnehin schon geschehen, würde ich empfehlen, Dich bis auf weiteres (wenn nötig sogar rückwirkend, ab Beginn der Erkrankung) krankschreiben zu lassen. Für den Fall, dass es dir bis jetzt noch nicht besser geht, bitte unbedingt daran denken, die Krankmeldung immer wieder verlängern zu lassen. Es dürfen keine Lücken entstehen. Ansonsten drohen finanzielle Nachteile.

Jetzt kommt das wichtigste, was ich eigentlich sagen wollte:

4. Wenn ich das nämlich richtig verstanden habe, befindest du dich in einem Ausbildungsverhältnis und hast somit im Grunde dieselben Rechte und Pflichten wie ein normal Berufstätiger.

Dies bedeutet, dass du zunächst einmal Anspruch auf Lohnfortzahlung hast. Und zwar wird Dir (je nach Tarifvertrag,) für die Zeit von mindestens sechs Wochen ab Beginn der Arbeitsunfähigkeit, der Arbeitslohn bzw. die Ausbildungsvergütung in voller Höhe weiter gezahlt werden muss. Unter Umständen kann die Dauer der Lohnfortzahlung sogar noch weitaus länger als sechs oder acht Wochen gezahlt werden. Auskunft hierzu gibt dir sicher die zuständige Personalabteilung. Solltest du jedoch bislang neben deinem BAföG kein weiteres Gehalt, wie zum Beispiel eine Ausbildungsvergütung von Seiten deines Arbeitgebers erhalten haben, denke ich, dass dann dein BAföG auf jeden Fall mindestens so lange in voller Höhe weiter bezahlt werden kann, solange deine Krankheit andauert. Wichtig: Kopie der Krankmeldung gegebenenfalls an BAföG Amt schicken.

5. Sollte deine Erkrankung länger dauern, und du würdest die Zeit von sechs oder acht Wochen usw. an Lohnfortzahlung ausschöpfen, hättest du automatisch Anspruch auf Krankengeld. Das Krankengeld kann in der Regel viele Wochen, wenn nicht gar viele Monate (bis ca. 1,5 Jahren) lang weitergezahlt werden, für den Fall, dass deine Arbeitsunfähigkeit tatsächlich länger dauert und du dich bei deinem Arzt durchgehend krankschreiben lässt. Das Krankengeld ist (wenn ich mich recht erinnere) ca. 80 % des letzten Nettoeinkommens von Seiten deines Arbeitgebers. Informationen hierzu bekommst du von deiner Krankenkasse. Solltest du jedoch keine Ausbildungsvergütung von deinem Arbeitgeber bekommen, könnte ich mir gut vorstellen, dass auch dann dein BAföG für diese lange Zeit im Grunde weiter bezahlt werden müsste. Informationen bekommst Du von der zuständigen Behörde (BAföG Amt).

Erst wenn du dieses alles geprüft und ausgeschöpft hast, würde ich

6. Arbeitslosengeld II in Erwägung ziehen. denn es ist, wie wir alle wissen, recht niedrig angesetzt. Arbeitslosengeld eins und Krankengeld ist wesentlich höher.

7. Unabhängig davon hast du natürlich jederzeit Anspruch auf Wohngeld (soweit nicht ohnehin schon im BAföG enthalten.), für den Fall, dass deine Einkünfte eine bestimmte Schwelle nicht überschreiten. Auskünfte hierzu bekommst du vom zuständigen Wohngeldamt. Auch hier wäre zu empfehlen, einfach einmal einen formlosen Antrag auf Wohngeld stellen.

Eigentlich hast du im Grunde nichts zu verlieren, wenn du auf jeden Fall folgende Anträge formlos stellt:

Antrag auf Arbeitslosengeld I, Antrag auf Arbeitslosengeld II, Antrag auf Krankengeld, Antrag auf Fortzahlung des BAföG infolge Krankheit, Antrag auf Krankengeld und unter Umständen Antrag auf Sozialhilfe. Antrag auf Wohngeld.

Und nochmals ganz wichtig: Arbeitsplatz nach Möglichkeit nicht kündigen!!! Für den Fall, dass das Ausbildungsverhältnis von Seiten des Arbeitgebers gekündigt wurde, auf jeden Fall Widerspruch, bzw. formlose Klage beim Arbeitsgericht einreichen. Dieser nämlich den Vorteil, dass dir keine Nachteile bezüglich Arbeitslosengeld und Krankengeld entstehen. Ferner ist es wichtig, dass deine Erkrankung bzw. deine Krankmeldung bereits dann ärztlich nachgewiesen wurde, solange dein Ausbildungsverhältnis noch besteht.

selbst, wenn du begründete Befürchtungen hast, dass du deine Ausbildung aus besagten Gründen nicht wieder aufnehmen kannst, würde ich erstmal auf jeden Fall nicht selbst kündigen. Dies hat einfach den Vorteil, dass du dann fiel mir finanzielle Möglichkeiten, und somit gute Chancen hast, von Hartz IV verschont zu bleiben.

So, ich hoffe ich habe nichts wichtiges vergessen.

Ich drücke dir auf jeden Fall alle Daumen und wünsche dir alles Gute!

Hxoney_Bsunnyx91


Die TE lernt doch aber Erzieherin, das ist schulisch (lern ich auch Grade) und man ahlt da sogar noch Geld (im Normalfall)

Da gibt's kein Krankengeld etc.. :=o

Hqoneyw_Bu!nny9x1


Zahlt*

Ich bezahl zb 90€/Monat

Einkommen hab ich nur Bafög (kein Wohngeld, da kein Kind) und mein Kindergeld ...

@ TE

Bekommst du schon Wohngeld? @:)

T<huEleA35


Anm. zu:

" Unterhalt durch Eltern"!

An:

"zeitlos84"

Hallo!

Dein Beitrag halte ich grundsätzlich für richtig.

Allerdings gibt es Ausnahmen:

Die Eltern sind nämlich nur dann nicht verpflichtet, ihre Kinder weiter finanziell zu unterhalten, wenn die erste Ausbildung bereits sämtliche Neigungen und Fähigkeiten des betreffenden berücksichtigt und gefördert hat.

Anders ausgedrückt:

Gelingt es dem Betreffenden glaubhaft zu machen, dass die erste Ausbildung, den eigenen Fähigkeiten und Neigungen nicht 100 % gerecht wurde, bestehen gute Chancen, dass die Eltern erneut zu einer weiteren finanziellen Unterstützung verpflichtet werden können, soweit sie es ohnehin nicht freiwillig, zum Wohle ihres Kindes tun.

Gleiches gilt übrigens auch für andere Unterhalts-Zahlungen wie zum Beispiel BAföG:

Zunächst einmal heißt es, dass grundsätzlich BAföG nur für eine (oder sogar 2) Ausbildungen gezahlt werden kann.

kann der BAföG-Empfänger jedoch glaubhaft machen, dass seine bislang erfahrene Ausbildung seinen Neigungen und Fähigkeiten nicht gerecht wurde, hat er gute Chancen, weiteres BAföG für eine zweite, oder sogar dritte Ausbildung zu bekommen.

O.k., dies hier nur am Rande.

Tschüss!

U6sxi


Thule35

So, ich hoffe ich habe nichts wichtiges vergessen.

Du hast vor allem einiges nicht gelesen :=o

dass dir das BAföG künftig gestrichen werden soll.

künftig wird sie keine Ausbildung mehr machen zumindest bis sie sich neu orientiert hat,, somit entfällt auch die Grundlage, aufgrund derer sie Schüler Bafög beziehen könnte. Lediglich, dass sie eigentlich keine Rückzahlungen für die Zeit bis zum endgültigen Abbruch fürchten muss, stimmt.

Was du danach schreibst ist auch irrelevant – sie befindet sich in einer schulischen Ausbildung. Nix Tarifvertrag, nix Lohnfortzahlung, nix kündigender Arbeitgeber etc.

G*ibNiZchttAuxf


Sie hat keine abgeschlossene Ausbildung, also sind weiter die Eltern zuständig. ;-)

TFhulxe35


An "Usi"

Wer kann sowas letztendlich wissen? Dies entscheidet doch Jeder grundsätzlich für sich selbst. Die Meinungen Dritter sind da wohl eher zweitrangig. Wenn es tatsächlich so ist, wird sie selbst entscheiden, was richtig ist.

Und, selbst wenn es sich um eine "rein schulische Ausbildung" handeln sollte, kann es Ansprüche gegenüber Krankenkasse, Bafög-Amt, Eltern, Wohngeldamt usw. geben. Von daher ist grundsätzlich niemals etwas von vornherein "irrelevant", was ich sagte. Manchmal kann sogar auch noch Jahre später hiervon etwas aufgegriffen werden. Ich bitte Dich daher, Dich künftig, insbesondere mir gegenüber, etwas zu mäßigen!

P+auTlinwe11


Hier müsste erst einmal geklärt werden, ob du überhaupt mit deinem Freund eine Bedarfsgesmeinschaft bildest. Die liegt erst vor, wenn du

- länger als ein Jahr mit ihm zusammen lebst und/oder

- ihr ein gemeinsames Konto führt und/oder

- ihr ein gemeinsames Kind habt

Wenn eine der Vorraussetzungen erfüllt ist, bildet ihr eine Bedarfsgemeinschaft. Sonst nicht.

Das darfst du aber oft per Anwalt durchfechten. Einer Bekannten wurde alle paar Monate ALG II eingestellt, weil sie bei ihrem Freund wohne - sie war nur viel bei ihm, obwohl sie definitiv eine eigene Wohnung mit Mietvertrag hatte.

PJau&liqne11


Außerdem: Wird nicht bis 25 erwartet, dass man bei den Eltern wohnt?

G9ib3Nic}htA]uxf


Der Anspruch auf Krankengeld ist unabhängig davon, ob die Ausbildung schulisch oder betrieblich stattfindet. Wichtig ist, dass sie länger als 3 Monate am Stück krankgeschrieben ist und nicht in der Lage ist 3h am Stück zu arbeiten.

Wäre auch eine Möglichkeit, allerdings liegt auch hier (sobald du die Ausbildung abbrichst, also quasi wieder bei Post-Realschulabschluss bist) wieder die Klausel "Eltern sind unterhaltspflichtig" (mindestens bis nach der 1. Ausbildung in bestimmten Fällen länger (wenn z.B. Nach der Ausbildung was Ausbildungsähnliches studiert wird)).

_6Pargvati_


Das darfst du aber oft per Anwalt durchfechten.

Mag sein. Ich hab zumindest kein Anwalt gebraucht ;-D Es mag durchaus auch Ämter geben, die einem nicht großartig Steine in den Weg legen ;-)

Außerdem: Wird nicht bis 25 erwartet, dass man bei den Eltern wohnt?

Kommt darauf an. Wenn man eine Ausbildung absolviert hat und da schon allein gewohnt hat oder halt mit Partner zusammen, dann kann niemand mehr dazu gezwungen werden, zu den Eltern zu ziehen.

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