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Erfahrungen mit Auszeit? Ideen dafür?

Hqola|bi/ene


Holadi

Ja, das stimmt. Das Gefuehl danach ist sicher toll. Ich denke sogar, dass es hoechstens die ersten paar Wochen schwierig werden koennte. Danach haette ich mich wahrscheinlich daran gewoehnt.

Ich war vor einigen Jahren für einige Wochen alleine in Italien. Ok, das kann man jetzt natürlich nicht 100%ig mit deinem Plan vergleichen, aber ein wenig.

Ich hatte das ganze erstmal um ein Jahr verschoben, weil ich anfangs kein gutes Gefühl hatte, nach einem Jahr war es dann irgendwie der richtige Zeitpunkt für mich.

Es hat mir gefallen, teilweise fand ich es schon schwierig alleine, wobei ich nicht wirklich alleine war, Anschluss hab ich immer gefunden, aber das waren halt Bekanntschaften.

Als ich zurück kam war mir viel mehr als vorher bewusst wie wichtig gute Freunde sind, dass man solche sehr selten findet. Das ich einige Menschen wirklich nicht in meinem Leben brauche, weil das nur "Energiediebe" sind und dass ich letztendlich alles (notfalls auch alleine) schaffen kann. Mein Fazit war aber trotzdem, dass ich lieber mit irgendjemanden unterwegs bin und nicht alleine, aber evtl. wäre das nach 3 Monaten auch ok für mich gewesen. ;-)

Und wie oben schon geschrieben stand. Sollte es dir gar nicht gefallen, was ich nicht glaube, keiner zwingt dich irgendwo zu bleiben. :-)

dho;loro6us


Holadi

Auf der einen Seite stelle ich mir so eine Reise auch total toll vor, auf der anderen Seite jagt mir die Vorstellung aber auch ziemliche Angst ein. Aber ist das vielleicht vor so einer Reise normal?

Ich hatte auch jeweils ein mulmiges Gefühl vor meinen Reisen, egal ob alleine oder zu zweit. Während den konkreten Reisevorbereitungen nahm die Vorfreude dann allerdings jeweils überhand. Es gab einiges zu planen, welcher Rucksack, welche Ausrüstung, was will ich unbedingt sehen/erleben und was ist "nice to have".

Vor was hast Du denn konkret Angst? Kannst Du das an einem bestimmten Beispiel fest machen?

Wenn Du reist, plane viel Camping ein. Wenn Du jeweils in Motels schläfst, hast Du wenig Gelegenheit, neue Leute kennenzulernen. Auf Campingplätzen ist das viel einfacher und es ergeben sich da viel leichter Möglichkeiten, ein Stück gemeinsam zu reisen. Ich war zweimal für je sechs Wochen in den USA unterwegs und hab mir die ganze Campingausrüstung günstig und gut vor Ort gekauft. Du kannst z. B. auch ein Auto kaufen (einen Kombi, in dem Du Dich zur Not hinten schlafen legen kannst) und nach der Reise wieder verkaufen. Das könnte sich für eine dreimonatige Reise bereits lohnen.

Ich wünsche Dir, dass Du es machst! :)*

p.hil0?menxa


Du kannst z. B. auch ein Auto kaufen (einen Kombi, in dem Du Dich zur Not hinten schlafen legen kannst) und nach der Reise wieder verkaufen.

Von dem Gedanken würde ich abraten. Wobei der Autokauf sicherlich nicht das Problem ist, sondern eher die geeignete Versicherung. Ohne Sozialversicherungsnummer und einer Wohnadresse in den USA wird es sehr schwierig eine Prämie zu finden, die bezahlbar ist. Und wenn man sich nicht wirklich auskennt erstrecht.

H|oladKi


@ dolorous

Während den konkreten Reisevorbereitungen nahm die Vorfreude dann allerdings jeweils überhand.

Das ist jetzt auch meine Idee – einfach mal mit den Vorbereitungen anfangen ohne etwas festzuzurren (das hat ja auch noch Zeit) und mal schauen wie ich mich dabei fuehle.

Vor was hast Du denn konkret Angst? Kannst Du das an einem bestimmten Beispiel fest machen?

Konkrete Situationen gibt es eigentlich nicht. Wie schon geschrieben gibt es bei so einer Reise an sich nichts, mit dem ich wirklich Probleme haette. Es ist mehr so der Gedanke "Mein Gott, dann muss ich mich ja um alles selber kuemmern und habe niemanden, der mir dabei hilft".

Wenn Du reist, plane viel Camping ein.

Das haette ich sowieso vor, auch um Geld zu sparen.

Ich wünsche Dir, dass Du es machst!

Danke, das wuensche ich mir auch.

@ phil0mena

Von dem Gedanken würde ich abraten.

Nein, kaufen wuerde ich mir ein Auto nicht. Das habe ich schon mal gemacht als ich 7 Monate zum Studieren in den USA war und das war ein ziemlicher Akt, auch wegen der Zulassung.

P=auliCne11


Wenn du beruflich die Möglichkeit für 3 Monate unbezahlten Urlaub hast - MACH ES. Davon habe ich vor 20 Jahren schon meinem Chef vorgeträumt - ist bei uns betrieblich leider nicht möglich.

MACH ES, finde ich auch. Eine Kollegin hatte sogar mit 40 gekündigt, weil sie seit Jahren mal 3 Monate mit dem Rucksack Lateinamerika erkunden wollte und feststellte, dass es sonst nie mehr etwas würde. Sie genoss es sehr und fand hinterher auch schnell wieder einen Job (unbezahlten Urlaub hatte sie nicht bekommen).

Ich würde auch mal gerne so lange dorthin. War mal 2 Wochen in Guatemala: ein Traum, aber viel zu kurz!

Als Ziel eben das, was du dir schon länger vorgestellt hast.

dColRorboujs


phil0mena

Von dem Gedanken würde ich abraten. Wobei der Autokauf sicherlich nicht das Problem ist, sondern eher die geeignete Versicherung. Ohne Sozialversicherungsnummer und einer Wohnadresse in den USA wird es sehr schwierig eine Prämie zu finden, die bezahlbar ist. Und wenn man sich nicht wirklich auskennt erstrecht.

oh, das wusste ich nicht. Ich gebe zu, dass wir Hilfe eines amerikanischen Freundes meines Partners hatten. Ich erinnere mich, dass wir das Auto teurer verkaufen konnten, als wir es eingekauft hatten. Davor hatte es uns treue Dienste auf unserer Fahrt von Fairbanks bis San Diego geleistet.

Aber wenn ein Mietwagen finanziell drin ist, warum nicht! Ist einfacher. Und es gibt zügig Ersatz, sollte es einen technischen Schaden geben.

dFolormo>us


Holadi

"Mein Gott, dann muss ich mich ja um alles selber kuemmern und habe niemanden, der mir dabei hilft".

Das ist auch nicht anders, als zu Hause, oder?

Wann möchtest Du denn starten?

H&olaIdi


@ Pauline11

Eine Kollegin hatte sogar mit 40 gekündigt, weil sie seit Jahren mal 3 Monate mit dem Rucksack Lateinamerika erkunden wollte und feststellte, dass es sonst nie mehr etwas würde.

Interessant, ich bin genauso alt und ich denke mir auch, wenn ich es jetzt nicht mache dann wahrscheinlich nie mehr.

@ dolorous

Das ist auch nicht anders als zu Hause, oder?

Mal abgesehen davon, dass ich mir zuhause nicht jeden Tag überlegen muss wo ich übernachte ;-) Aber im Prinzip hast du schon Recht, ich bin es ja eigentlich gewohnt, mein Leben selber zu regeln, und bis jetzt das auch immer irgendwie geklappt.

Wann möchtest Du denn starten?

Weiss ich noch nicht so genau, aber momentan hätte ich nächsten Mai angepeilt.

wYegnaschkanaxda


Mach das auf jeden Fall!

Wie andere schon schrieben, du kannst deine Reise jederzeit wieder abbrechen und nach Hause fliegen. Und wenn nicht jetzt, wann dann?

Mein größter Traum ist es nach dem Abi den Pan American Highway runterzfahren. Ob alleine oder mit einer Freundin/Freund weiß ich noch nicht.

Am liebsten auch nur mit einem Flugticket und etwas Geld "bewaffnet" und der Rest vollkommen spontan.

Und wenn ich hier die ganzen "Erfahrungsberichte" lese bekomme ich richtiges Fernweh!

Ich bin ab Januar für ein halbes Jahr in Kanada und ich habe sooo lange überlegt ob ich das machen möchte und kann. Meine Nachbarin(15) ist gerade für ein Jahr in Amerika und sie möchte momentan am liebsten wieder nach Hause kommen. Aber sie reißt sich zusammen weil sie weiß, dass sie es am Ende nur bereuen würde wenn sie jetzt wiederkommt und weil sie wahrscheinlich nie mehr die Möglichkeit haben wird für ein Jahr in das typisch amerikanische Leben einzutauchen.

Ich freue mich zwar extrem auf meine Abreise aber genauso viele Zweifel habe ich, ob ich das schaffen werde.

Wir würden es wahrscheinlich beide bereuen, wenn wir nicht das Abenteuer Ausland wagen würden *:)

Hjolmaxdi


Wir würden es wahrscheinlich beide bereuen, wenn wir nicht das Abenteuer Ausland wagen würden

Bereuen würde ich es mit Sicherheit irgendwann, das stimmt.

H>olFadxi


Ich wollte nur sagen, dass ich mich mittlerweile entschlossen habe, die dreimonatige Tour zu machen. Es ist noch nicht 100-prozentig sicher, aber ich bin jetzt schon am Planen und habe auch schon mit meinem Chef darüber gesprochen und er hat nichts dagegen.

Vielen Dank nochmal für eure Antworten, sie haben mir wirklich geholfen, mich zu entscheiden.

dCakotJa76


Toller Thread, merk ich mir! :-)

Ich habe auch schon lange Zeit den Traum, für mehrere Wochen oder Monate eine Auslandstour zu machen, ganz auf mich allein gestellt. Alaska, USA, Israel, Thailand, Tibet...ich wäre für ne ganze Menge offen!

ABER: es gibt einen Knackpunkt. Das liebe Geld! Auch ich würde wenn dann am allerliebsten mit Auto unterwegs sein. Aber ich wüsste ehrlich gesagt nicht, wie ich ein Mietauto (als Studentin) über mehrere Wochen bezahlen sollte. Und mein eigenes kann ich ja schlecht mitnehmen.

Oder sieht es da preislich in anderen Ländern günstiger aus? USA ist ja im Großen und Ganzen schweineteuer; Asien dagegen eher günstig...

Wie habt ihr das denn gemacht, wenn so viele von euch mit Mitte/Anfang 20 allein mit dem Auto wochenlang durchs Nirvana gekurvt sind? ":/

Bzw. wie habt ihr überhaupt solche längeren Reisen finanzieren können?

pChil80Mmenxa


Oder sieht es da preislich in anderen Ländern günstiger aus? USA ist ja im Großen und Ganzen schweineteuer;

Kann man so pauschal gar nicht sagen. Viel hängt auch von deinen Erwartungen ab, deinen Gewohnheiten. Das Auto war nicht so teuer – manche Autovermietungen bieten spezielle Konditionen für einen long term rent an. Einfach nachfragen, vor allem bei kleineren Autovermietungen.

Und wenn du willig bist, manche Nacht im Zelt zu verbringen und nicht jeden Tag drei fette Mahlzeiten zu dir zu nehmen, dann klappt das eigentlich ganz gut. ;-)

Bzw. wie habt ihr überhaupt solche längeren Reisen finanzieren können?

Ich hab einen Teil gespart (sehr empfehlenswert), einen Teil des Dispos genutzt (nicht empfehlenswert) und mir einen kleinen Teil Geld bei Verwandten geliehen (war ok).

HLoladIi


Bzw. wie habt ihr überhaupt solche längeren Reisen finanzieren können?

Ich bin ja schon etwas älter (man könnte wohl sagen, dass mich die Midlife Crisis erwischt hat ;-)) und arbeite seit 12 Jahren. Deswegen ist die Finanzierung bei mir kein Problem. Abgesehen davon werde ich es so machen wie philomena sagt: Long Term Rent für das Auto, möglichst oft zelten (nicht nur weil es billiger ist, ich mache das ganz gern und ich denke, so lernt man auch eher Leute kennen), Selbstversorger.

HQollaxdi


Ich wollte nur mal kurz berichten, was aus meinem Projekt geworden ist (falls es noch jemanden interessiert).

Ich habe es tatsächlich gewagt und bin Mitte Mai in San Francisco gestartet, nachdem ich im Winter und Frühjahr ziemlich viel Zeit damit verbracht habe, die Tour zu planen und die Ausrüstung zu besorgen. Die ersten paar Tage haben nicht so viel Spass gemacht, aber damit hatte ich fast gerechnet und es ist auch auch recht schnell besser geworden. Allerdings habe ich mich von Anfang an ziemlich einsam gefühlt und konnte mir überhaupt nicht vorstellen, jetzt drei Monate alleine unterwegs zu sein. Dieses Gefühl ist leider mit der Zeit eher stärker als schwächer geworden und es war dann nach zwei Wochen so schlimm, dass ich mich entschieden habe, meine Tour zu verkürzen. Dazu beigetragen hat auch, dass ich leider fast gar keine Leute kennengelernt habe, von oberflächlichem Smalltalk mal abgesehen. So ist (nach einigem Hin und Her mit Flug und Mietwagen) aus der dreimonatigen Auszeit leider nur ein vierwöchiger Urlaub geworden :-(

Obwohl ich jetzt schon seit über zwei Wochen wieder hier bin weiss ich immer noch nicht so recht wie ich mich fühlen soll :-/ Auf der einen Seite bin ich natürlich traurig und enttäuscht, dass aus meinem Traum (erstmal) nichts geworden ist. Ich meine, es war trotzdem eine gute Erfahrung und die vier Wochen waren dann auch ganz gut, auch wenn ich sie nie so richtig geniessen konnten. Aber natürlich war es nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Auf der anderen Seite denke ich immer noch, dass es die richtige Entscheidung gewesen ist zu verkürzen, sonst wäre ich drei Monate lang unglücklich gewesen. Und wahrscheinlich hätte ich vorher auch nicht wissen können, dass mir so eine Tour keinen Spass machen würde, von daher war es schon gut, dass ich es zumindest mal probiert habe.

Habe ich meinen Traum damit begraben? Nein, aber alleine werde ich so eine Tour wohl nicht mehr in Angriff nehmen (und vielleicht auch nicht nur mit Zelt, aber das hätte mich wahrscheinlich nicht so gestört wenn es mir an sich mehr Spass gemacht hätte).

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