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Krank arbeiten gehen: Egoistisch oder Notwendigkeit?

scchumzs8ectier*25 hat die Diskussion gestartet


Moin ihr Lieben! *:)

Ich bin gerade mal 2 1/2 Wochen bei der neuen Arbeitsstelle und schon krank. Bei uns im Betrieb ist fast jeder schon längst krank und die Kollegen verstehen es, ihre Baziellen zu verteilen ;-D

Nun bin ich heute Morgen aufgewacht und habe krasse Halsschmerzen, Kopfdruck und ich fühl mich einfach nur mies. Mir wird ganz anders, wenn ich denke, dass ich nachher nur 8 Stunden arbeiten muss, leider muss ich auch viel und laut sprechen, da wird sich mein Hals freuen. Aber: Krankschreiben geht nicht, weil ich in der Probezeit bin, außerdem ist es heutzutage ja nicht mehr so einfach, mal eben zu Hause zu bleiben, wenn man nicht ernsthaft Fieber hat.

Andererseits habe ich immer ein schlechtes Gewissen, krank arbeiten zu gehen, weil ich auch mindestens 2-4 Leute immer angesteckt habe in der Vergangenheit. Diese wiederum stecken ihre Familienmitglieder an, die dann auch nicht zur Arbeit gehen.

Wie haltet ihr das? Ist es egoistisch, sich mit Krankheit zur Arbeit zu schleppen oder beweist man damit guten Willen? Wo ist für euch die Grenze, wo definitiv nichts mehr geht, ob Probezeit oder nicht? (Bei mir wäre es Fieber ab 39).

Antworten
L(ilRaLi]nxa


außerdem ist es heutzutage ja nicht mehr so einfach, mal eben zu Hause zu bleiben

Wieso? Wer krank ist, ist krank und bleibt mit AU Zuhause.

Wo ist für euch die Grenze, wo definitiv nichts mehr geht, ob Probezeit oder nicht?

Wenn ich wegen gesundheitlicher Einschränkungen meinen Job nicht mehr machen kann, bleib ich Zuhause. Je nach Job kann das ja unterschiedlich sein. Ich muss viel rumlaufen, wenn ich dabei durch z.B. Kreislaufprobleme o.ä. stark eingeschränkt bin, bleib ich Zuhause.

Wer im Callcenter arbeitet, sollte wohl bei Heiserkeit Zuhause bleiben usw.

m'o<lli2


Wirf dir eine Tablette ein ,lutsch Halsschmerzpillen und sag das du heute weniger sprichst,da du dich nicht gut fühlst.

Erst bei erhöhter Temp. der Arbeit fernbleiben. :[] {:(

Heute abend warmes Bad und zeitig ins Bett. :=o :)D

aOpfe\lgxrün_


Wieso? Wer krank ist, ist krank und bleibt mit AU Zuhause.

Das ist in der Probezeit und ganz am Anfang aber wirklich schwierig. Die Kündigung ist in dieser Zeit sehr locker und muss nicht mal mit Angabe eines Grundes erfolgen. Auch wenn die Leuten es im Endeffekt auf was anderes schieben würde: Wer am Anfang fehlt hinterlässt den Eindruck, nicht sehr robust zu sein. Das würde ich auch tunlichst vermeiden wollen, also lieber in den sauren Apfel beißen und hinschleppen. Nach der Festanstellung hat man schon ein paar mehr Freiheiten ;-) Ich kann das verstehen, war in der Probezeit auch mit Angina arbeiten.

a0pfel:grAün_


*auch wenn es die Leitung im Endeffekt auf was anderes schieben würde |-o

T0rixTianYe64


Hey,

ja das ist ein leidiges Thema. Schande ist, daß ein Arbeitnehmer gerade in der Probezeit sich heutzutage gar nicht mehr traut, sich krank zu melden, obwohl er das sicher ist.

Ich würde auch hingehen und vielleicht drauf hoffen, daß ein Vorgesetzter es bemerkt und einen heimschickt, das ist immer besser, weil man ja den guten Vorsatz(nämlich arbeiten zu wollen) erkennen kann. Ansonsten hab ich dann immer Grippostad eingeworfen, obwohl das auch nicht sooo toll ist und sicher kein Allheilmittel.

Gruß

Trixi

r[ockUing-damd


Klar ist es schwer für einen neuen Mitarbeiter, gleich in der PZ auszufallen. Aber was ist denn Eindruck vom Chef/der Leitung?

Ist das eher jemand der sagt, nur mit Kopf unterm Arm ist man krank?

Ich bin selber Chef und bei mir gilt: krank ist krank. Denn, wer sich krank auf Arbeit schleppt,

- macht nur einen Teil der Arbeit, bringt also keine volle Leistung.

- riskiert, dadurch dass er sich nicht auskuriert, später doch noch voll auszufallen

- steckt eventuell noch andere an (zeigt ja dein Team ganz toll) und am Schluß fallen alle aus.

In der Regel kann niemand kann etwas dafür, wenn er krank wird. Sei es nun in der PZ oder danach.

Wenn du das Gefühl hast, dein Arbeitgeber beurteilt dich danach, ob du dich noch zur Arbeit schleppst und stellt das eventuell sogar noch positiv dar, dann solltest du eventuell für dich überlegen, ob das der richtige Arbeitgeber ist.

Ich weiß, das ist leicht gesagt und oft hat man lange gesucht. Aber du musst auch an deine eigene Gesundheit und Zukunft denken.

E0xs4ecrxatus


Allgemeingültig kann man das wohl nicht beantworten... hängt im Einzelfall von den Beschwerden ab. Handelt es sich um leicht übertragbare Krankheiten "muss" man meiner Meinung nach sogar zuhause bleiben. Bei Kopfschmerzen oder anderen Verletzungen muss man es der betreffenden Person überlassen, da zb. die Schmerzgrenze bei allen Menschen unterschiedlich gelagert ist. Krank innerhalb der Probezeit wirft wiederum alles über den Haufen... ich persönlich würde in diesem Fall auch mit schwereren Erkankungen zur Arbeit gehen. Zumindest aber würde ich beim Chef persönlich vorstellig werden, damit er auch sieht das ich wirklich Krank bin und ich mich nicht leichtfertig krank schreiben lasse. Ich bin überzeugt davon, dass man bei dieser Vorgehensweise auch innerhalb der Probezeit keine "große" Angst haben muss seinen Job zu verlieren... Wenn doch, dann war es ohnehin nicht die richtige Arbeitsstelle.

LbadymBlackJxack


Also rein theoretisch muss man einen Krankenschein ja immer vorbeibringen. Gibt man den dann nicht ohnehin beim Chef ab, sodass dieser sehen kann, wie krank man wirklich ist? (Ich war noch nie arbeiten, aber so stell ich mir das vor :-X )

E(xsec[ratuxs


Also rein theoretisch muss man einen Krankenschein ja immer vorbeibringen.

Nein, man muss den Krankenschein nicht persönlich vorbeibringen :[]

WqildKkatxer


Mann muss den Krankenschein nicht selber vorbeibringen, aber in diesem Fall wenn mann nicht mehr kann würde ich es schon machen !

Macht doch einen besseren Eindruck !

rNock1inxg-dad


wenn mann nicht mehr kann würde ich es schon machen !

Macht doch einen besseren Eindruck !

Wie verdreht muss ein Weltbild sein, wenn das einen guten Eindruck macht? Wenn jemand nicht mehr kann, aber doch noch den KS persönlich vorbeibringt, kann es so schlimm ja nicht sein. Das wäre mein Eindruck.

I!t's aL beaut<iful xday


Wie verdreht muss ein Weltbild sein, wenn das einen guten Eindruck macht?

Was soll das?

So eine Pauschalaussage ist Humbug.

Welches Vorgehen im Einzelfall taktisch klug ist, muss jeder in der konkreten Situation mit viel Fingerspitzengefühl ausloten. Engen Kontakt in der Sache zum Vorgesetzten halten ist grundsätzlich in den ersten Wochen nicht immer die schlechteste Wahl.

So manch einer schleppt sich auch zur Arbeit hin und lässt sich dann vom Vorgesetzten nach Hause schicken.

Msilax560


Hallo,

ich finde es mittlerweile wirklich erschreckend wie viele Personen trotz Krankheit zur Arbeit gehen. Es ist ja schon richtig ein Tabu krank zuhause zu bleiben. Ich finde es fruchtbar, dass man schon ein schlechtes Gewissen haben muss.

Es ist doch viel sinnvoller, wenn sich die Mitarbeiter gut auskurieren und dann gesund zur Arbeit kommen. Wenn jede Krankheit über mehrere Wochen verschleppt wird, gibt das am Ende nur noch mehr Krankheitstage!

ECxZsecraVtuxs


Ich finde es fruchtbar, dass man schon ein schlechtes Gewissen haben muss.

Das bringt leider der hohe Krankenstand mit sich... Der Arbeitgeber muss Lohn zahlen, obwohl keine Arbeitsleistung erbracht wird. Auch wenn die meisten Arbeitgeber einen Teil dieser Aufwendungen von den Krankenkassen erstattet bekommen bleiben Kosten beim Arbeitgeber stehen. Der Kostenaufwand ist häufig sogar das kleinere Übel. Arbeit bleibt einfach liegen oder Dienstpläne müssen verändert werden und und und. Aus wirtschaftlicher Sicht müssen die meisten Arbeitgeber einfach darauf achten einigermaßen verlässliches Personal zu haben... Ein Dank an die Leute die so ungerne arbeiten, dass sie wegen jeder Kleinigkeit direkt 2 Wochen zuhause bleiben :(v Doppelt traurig für Leute die zuhause bleiben müssten, sich aber aus Angst um ihren Job oder aus überdurchschnittlichem Verantwortungsgefühl zur Arbeit schleppen :(v

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