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Krank arbeiten gehen: Egoistisch oder Notwendigkeit?

a(max28


da ich 40 km ins Büro fahre (einfache Strecke), würde ich definitiv keinen Krankenschein persönlich vorbeibringen, dafür gibt es die Post. ;-D

Ich denke hier muss man auch einfach abwägen, ob AG, Arzt und eigenes Zuhause so zentral zusammenliegen, dass man am Rückweg vom Arzt den Krankenschein beim AG abgeben kann oder nicht. Ansonsten sehe ich es so, dass man die Teile besser mit der Post schickt und den AG anruft (da ist das persönliche Telefongespräch schon wichtig, ggf. auch schon vor dem Arztbesuch, dass man zum Arzt geht und danach nochmal, um mitzuteilen wie lange man wohl fehlen wird), um sich krank zu melden. Wenn man dann noch mit total krächziger Stimme ein "ich bin leider krank" in den Hörer röchelt, sollte auch der AG merken, dass es ernster ist.

Ansonsten muss man abwägen wie "fit" man sich fühlt, mein KO-Kriterium ist definitv Fieber, da ich mit Fieberkopf einfach kein Auto fahren möchte, bzw. bereits bei erhöhter Temperatur, wenn ich es "im Urin" habe, dass es eher schlechter als besser wird in den nächsten Stunden.

S>unfloCwber_7x3


Es macht sicherlich keinen guten Eindruck, wegen ein bisschen Schnupfen zu Hause zu bleiben.

Aber wenn es gar nicht geht, dann geht es nicht. Probezeit hin oder her.

Ich bin neulich auch zu Hause geblieben, weil ich viel reden muss und schlichtweg NULL Stimme hatte. Es wäre völlig witzlos gewesen, auf der Arbeit zu erscheinen.

Da ich im Krankenhaus gearbeitet habe, galt aber eh: Bei erheblicher Ansteckungsgefahr bitte zu Hause bleiben.

Als unser Nachtdienst mit Noro-Virus zur Arbeit kam und die halbe Nacht auf der einzigen & fensterlosen Personaltoilette mit Erbrechen und Durchfall verbrachte, hatten es danach 3 Patienten und 4 Kollegen.

Syunfklo`wer9_73


Achja:

Obwohl man es nicht muss, habe ich IMMER gesagt, was ich habe. Mich direkt telefonisch krankgemeldet (waren bei mir immer 2 Instanzen). Plus ggf. Kollegen über dringende Dinge informiert und wo sie bspw. auf meinem Schreibtisch liegen.

Da ich 90 km vom Job entfernt wohnte (vor Ort hatte ich ein Zimmerchen), bin ich bei Krankheit zu meiem Hausarzt. Habe dann nochmals in der Klinik angerufen und gesagt, wie lange AU und dass die Bescheinigung kommt. Beim 1. Mal sogar eingescannt und gemailt und dann per Post.

Wichtig ist meiner Erfahrung nach eine vernünftige Kommunikation mit Kollegen und Chef in einem solchen Fall.

M1ocnikaY6x5


Wenn man bedenkt, dass es heute üblich ist, 6 Monate Probezeit zu haben, kann man das in den Herbst- und Wintermonaten kaum überstehen, ohne mal krank zu sein, vor allem, wenn andere Kollegen einen anstecken. Das hat man doch nicht in der Hand! Bei mir kommt noch dazu, dass der Job körperlich anstrengend ist und viel mit Menschen zu tun hat, die ich dann auch noch anstecken könnte. Andererseits sind unsere Dienstpläne so eng oft, dass jede Krankmeldung eine Telefonorgie auslöst, wer denn nun den Dienst übernehmen kann. Auch nicht schön für die Kollegen. Es gibt immer zwei Seiten.

Aber wenn man sich echt krank fühlt und ist, dann muss man auch daheim bleiben können, wenn man deswegen gekündigt wird in der Probezeit, dann möchte ich auch nicht länger in dem Betrieb arbeiten.

U&si


Ich habe noch jede Probezeit überstanden, obwohl ich auch mal krankgeschrieben war. Wer mich will verträgt 2 AU-Tage, wer nicht, findet nen anderen Grund. Gleichzeitig habe ich noch nie beobachtet, dass ein Arbeitgeber sich denkt "Toll, krank und trotzdem im Betrieb, das lob ich mir". Alle anstecken ist keine Heldentat.

Es macht sicherlich keinen guten Eindruck, wegen ein bisschen Schnupfen zu Hause zu bleiben.

Aus dem Grund teile ich Arbeitgebern auch nicht mit, was ich habe. So erspar ich mir, dass sich andere erdreisten, darüber zu urteilen, wie ich mich nun fühle.

SUunfloXwerx_73


Achja:

Ich liefere bei Krankheit in der Probezeit (ich lebe seit Jahren aufgr. div. befristeter Verträge eh in Dauer-Probezeit, d.h. Vertragslänge = Probezeitlänge) grundsätzlich ab dem 1. Tag eine AU-Bescheinigung. Ausnahme: Seltene 1-Tages-Migräneattacke. Da schaffe ich es nicht mal zum Arzt und falle ja auch maximal den Tag aus.

Aber ansonsten: Direkt AU-Bescheinigung, nicht erst ab dem 3. Tag. Häufigere Fehlzeiten unterhalb der 3-Tages-Grenze kamen zumindest bei meinen Chefs nicht gut. Lieber 4-5 Tage mit AU als ständig 2 Tage.

DQie Andonyxme


Ich bin ganz froh, dass man da bei mir in der Firma keine Angst zu haben braucht ":/ . Ich selbst melde mich dann krank, wenn ich nach eigenem Ermessen arbeitsunfähig bin. Das ist z.B. bei einer Erkältung bei mir regelmäßig der Fall, bei einer Blasenentzündung, Gastritis oder Angina hingegen nicht zwangsläufig. Bei Ansteckungsgefahr halte ich selbstverständlich Abstand zu den Kollegen, Kundenkontakt habe ich keinen persönlichen. Eine Krankschreibung bringe ich nur, wenn ich ohnehin beim Arzt war oder eben länger als 3 Tage fehle, aber ich gehe deswegen nicht extra zum Arzt. Krankmelden geht hier auch per Email oder telefonisch bei einer Kollegin.

krasse Halsschmerzen, Kopfdruck und ich fühl mich einfach nur mies

das wäre für mich durchaus ein Grund, zuhause zu bleiben, wenn man laut und viel sprechen muss. Ich persönlich muss mir nur noch das schlechte Gewissen abgewöhnen, wenn ich zuhause bleibe ;-D

Ijnimixni


Gleichzeitig habe ich noch nie beobachtet, dass ein Arbeitgeber sich denkt "Toll, krank und trotzdem im Betrieb, das lob ich mir"

Doch hier. Da geht Chef auch mit gutem Beispiel voran und schnieft und hustet uns einen vor... Auf Betriebsversammlung wird uns nämlich immer erzählt unsere Krankheitsstatistik sei Katastrophal.

Ich kenne allerdings meine eigene Statistik und die besagt, dass ich in den letzten 1 1/2 Jahren die ich jetzt hier bin keinen Tag krank war, toi toi toi.

Bei Fieber würde ich allerdings auch direkt zu Hause bleiben.

R#atllosx23


Ich persönlich empfinde Halsschmerzen und leichte Kopfschmerzen nicht als ausreichend um zuhause zu bleiben, häufig fühlt man sich auch morgens nach dem frühen aufstehen so mies, mit etwas frischer Luft, heißem Tee und wenig Gequassel wird es sehr häufig im Laufe des Tages besser.

Ging mir selbst oft genug so. Wenn ich dann jedes Mal zuhause geblieben wäre hätte ich jetzt nicht irgendwas um die 7 Krankheitstage in 2 Jahren sondern eher so 35...

Bei Fieber hört der Spaß natürlich auf, ab ca. 38°C gehört man definitiv ins Bett!

Was das anstecken angeht: das wird immer künstlich aufgebauscht. Dann dürfte man sich in der Grippezeit ja weder in die Bahn, noch in Cafes, Einkaufszentren oder sonstige belebte Orte trauen, da schnieft es ja dann nochmal doppelt so viel wie in jedem Büro. Sooo leicht überträgt sich eine schnöde Erkältung nämlich weiß gott nicht, bei echten Ansteckungserkrankungen wie Noro oder so ist es was ganz anderes, da hat man aber andere Symptome als Halsschmerzen und etwas Kopfdruck.

Irt's a zbeautjifkul }daxy


Ich finde es fruchtbar, dass man schon ein schlechtes Gewissen haben muss.

Die Arbeitswelt hat sich die letzten Jahre sicher ziemlich verändert, und das nicht zum Guten.

Seit dem Beginn der Wirtschaftskrise sind die Krankenstände zurückgegangen – und das sicher nicht, weil sich der allgemeine Gesundheitszustand zum Positiven entwickelt hat.

Früher war das eine kollektive Ausbeute, heute ist es nicht besser. Es ist dann schwierig, den Balanceakt zwischen der notwendigen Existenzsicherung und den eigenen Prinzipien zu meistern.

Umsi


Doch hier.

nee, hab ich bei dir nicht beobachtet, kenn' wir uns? ;-D Ich meinte, ich habs nie erlebt, andere bestimmt, das ist ja klar. Dass es die Regel ist, glaub ich trotzdem nicht.

A%sigxa


Hallo,

also eins würde mich mal interessieren: jemand geht trotz starker Erkältung zur Arbeit, kann sich nicht recht konzentrieren, macht einen bösen Fehler. Ob da der Chef sagen wird "ach die Mitarbeiterin / der Mitarbeiter war ja krank"

Ich meine nein...

Ivni,minxi


nee, hab ich bei dir nicht beobachtet, kenn' wir uns? ;-D

;-D So war das auch gar nicht gemeint.

kQleinerC_drach!enstecrn


Ich bin auch Vorgesetzte einiger Mitarbeiter und mir ist es auch lieber, wirklich(!!) kranke Mitarbeiter bleiben zuhause.

Hellhörig werde ich bei, wenn meine MAS gerne Montags krank werden und es dann grundsätzlich bis Freitag bleiben, gerne nach dem Urlaub urplötzlich erkranken oder immer dann, wenn es mal ein bißchen stressiger war und ähnliche Sperenzchen.

Wenn ein MA in der Probezeit erkrankt, sonst aber einen engagierten Eindruck macht, finde ich das auch nicht dramatisch, bei der Kombi krank und in meinen Augen nicht sonderlich arbeitswillig wäre es aber bei mir vorbei.

Ich hatte auch schon einen MA, dem ich die Probezeit verlängert habe, weil er in dieser Zeit mehrere Wochen ausfiel, weil er einen Unfall hatte, kann ja auch mal vorkommen.

tzhe shRadowTgirxl


Ich sehe es, wie einige hier: Wenn du wirklich krank bist, ist es egal, dass Probezeit ist.

Ich war leider sogar innerhalb der ersten vier Wochen meines Ausbildungsverhältnisses drei Tage krank, weil es zu der Zeit extrem heiß war hier und ich kreislaufmäßig gar nicht mehr konnte. Da ging es einfach nicht anders. Zwar geht meine Probezeit noch bis Ende November, aber noch wurde ich nicht rausgeworfen ;-D

Mein Bruder war auch in seiner Probezeit bereits drei oder vier mal krank.

Ich würde also, wenn es dir wirklich sschlecht geht, zu Hause bleiben.

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