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Wie viel sollte ich für meine Bilder verlangen?

MmiRoyLi


So kannst du kalkulieren:

+ dein Stundenlohn, abhängig von deiner Qualifikation und der Marktdichte

+ das verbrauchte Material

+ 150 % von dieser Summe als pauschalisierte Gemeinkosten (Raummiete, Steuerberater, Versicherungen etc).

Mal angenommen, du kostest 20 € je Stunde (halte ich für eher wenig) und benötigts 2 h plus 10 € Verbrauchsmaterial für ein Ölbild, dann müsstest du 125 € plus Mehrwertsteuer verlangen.

Das scheint mir nicht zu viel.

m\nexf


Ich würd' erstmal die Materialkosten überschlagen und dann die Zeit, die du investierst. Für welchen Stundenlohn du arbeiten möchtest, ist dann deine Entscheidung. Wie professionell machst du es denn, fallen Steuern, Mieten für Atelier etc. überhaupt an?

was meint ihr? wie viel würdet ihr verlagen ???

Ich zeichne zwar nicht, mache meine Preise aber u.a. daran fest, ob es mir leicht von der Hand gehen wird oder eine eher nervige Arbeit ist, ob ich die Kaufkraft des Kunden kenne, ob Sympathie da ist etc. Nem armen Studenten biete ich lieber kleine Preise an, als einem pampigen Anfrager.

Egal zu welchem Ergebnis du kommst, obs klappt, wirst du dann erst sehen. Wenn niemand mehr für deine Werke zahlt, ist das blöd, aber lehrsam. Dann kannst du neu überlegen, ob du zu teuer, deine Bilder für diesen Preis nicht mehr gut genug sind etc.

S/chiesfläxufer


Kunst ist nicht gleich Kunst.

Preise in der Malerei/Graphik richten sich sehr nach der Qualität oder dem Namen des Künstlers. Wenn es sich um Auftragsarbeiten handelt, ist es etwas anderes. Dann geht es um den Zweck (Geschenk, einmalige Verwendung, Abdruck (Auflage?) oder sonstige Weiterverwendung)

Generell solltest du im Interesse deiner "Kollegen" nicht zu billig sein. Wenn jemand dein Talent für nicht ausreichend hielte, muss er dich nicht beauftragen. Niemand will ein in seinen Augen schlechtes Bild, nur, weil es billig ist.

Und für billigste "Kaufhauskunst" muss man heute mindestens 50 Euro hinlegen - seelenlose Massenfabrikation.

Ein Auftragsportrait sollte bei 300 - 500 Euro anfangen.

Und einen Designentwurf für professionelle Anwendungen würde ich nicht unter 250,- Euro abliefern.

Du musst bedenken, es gibt einige Künstler, die von ihrer Arbeit leben müssen und gegen 40,- Euro-Angebote nicht ankommen. Es ist was anderes, solche Angebote im Freundes- oder Bekanntenkreis zu machen, aber bitte nie, wenn es um professionelle Anwendungen geht.

LtolaxX5


Wieso sollte es Portraits erst ab 300 Euro geben? ??? Das ist eine Preisklasse, in der es für viele gar nicht mehr in Frage käme...

Nur weil es Künstler gibt, die davon leben wollen, muss nicht jeder Hobbymaler ähnliche Preise verlangen. Wenn man sich bei ebay umsieht, gibt es eben durchaus Bilder, die nicht die Klasse haben, dass da ein dreistelliger Preis, oder auch nur ein hoher zweistelliger Betrag angemessen wäre.

Dass hier ohne "Arbeitsprobe" so hohe Preise genannt werden, finde ich seltsam. ":/

dyummPschmarIrer7Y4


die rechnungen sind sicherlich richtig und einleuchtend. aber: es wäre zu klären, ob die TE davon leben will oder das als hobby macht. also wenn sie als hobby malt, würde sie wahrscheinlich sowieso gemälde anfertigen, die sie dann halt an freunde verschenken würde oder behalten würde. das heißt die kosten für material usw wären eh da. dann können auch 40€ schon ganz nett sein, weil sie fürs hobby die materialkosten drin hätte.

voraussetzung ist halt, dass ihr das malen des motivs spaß macht. bei wünschen, insbesondere beim tattoo-bereich, die sie *nicht* "freiwillig" malen würde, muss dann anders gerechnet werden. und wenn das motiv danach als vorlage im tattoo-studio benutzt wird, nochmal anders.

kCathariRna-di1e-grxoße


Mal angenommen, du kostest 20 € je Stunde (halte ich für eher wenig) und benötigts 2 h plus 10 € Verbrauchsmaterial für ein Ölbild, dann müsstest du 125 € plus Mehrwertsteuer verlangen.

Wenn sie Kleinunternehmer ist (ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass das gewerblich läuft und nicht schwarz ;-)), spielt die USt. doch gar keine Rolle für sie, oder?

Preislich würde ich auch Aufwand und Material einfließen lassen...

SychYneeChexe


Zeig doch mal ein paar von deinen Sachen, dann kann man vielleicht eher was dazu sagen.

Ich male auch und habe auch Skrupel wenn ich was dafür verlangen soll.

Aber ich würde es auch daran anlehnen, wie lange du dafür brauchst und was die Materialien kosten. Allerdings steigt der Preis natürlich mit der Nachfrage ;-) .

m&nef


Niemand will ein in seinen Augen schlechtes Bild, nur, weil es billig ist.

Naja, jein. Wenn ich ein unbedingt ein Porträt will, aber nur 50 Euro habe, muss ich mich mit dem zufrieden geben, was ich dafür bekommen kann. Auch, wenn ich Werke eines "teureren Küstlers" ansich schöner finde.

Sochie<fläGufexr


mnef

Naja, jein. Wenn ich ein unbedingt ein Porträt will, aber nur 50 Euro habe, muss ich mich mit dem zufrieden geben, was ich dafür bekommen kann. Auch, wenn ich Werke eines "teureren Küstlers" ansich schöner finde.

Würdest du unbedingt ein Portrait haben wollen, das für immer an deiner Wand hängt, das dir nicht absolut gefällt? Und warum hättest du dann dafür nur 50 Euro übrig? Bei mir fangen Portraits bei 1.000 Euro an, weil ich dort auch den Charakter mit einfließen lasse. Es gibt also ein Vorgespräch, Studienskizzen, ein erster Farbentwurf und dann die Ausarbeitung, zusammen sicher drei Tage. Da sind 1.000 Euro auf einmal wenig. 40 Euro gebe ich allein schon für gutes Material aus. (Papier, Stifte, Leinwand, Farben, Pinselverschleiß, Malmittel, Firnis)

Ich habe als kleines Kind mal 20 Mark bekommen für eine flüchtige Kinderskizze. Da musste ich mir um nichts Gedanken machen.

Heute muss ich kaufmännisch rechnen.

Und meiner Meinung nach sollte dies ein Kunstliebhaber auch tun. Ein Bild hält ewig. Vllt. hast du 20 Jahre Freude daran. Das sind 240 Monate. Nicht mal 5 Euro pro Monat für ein wunderschönes, persönliches Portrait sind doch wirklich nicht zuviel verlangt, oder? ;-D

menef


Nö, ich finde Porträts nicht schön ;-D

Und warum hättest du dann dafür nur 50 Euro übrig?

Das war ein Beispiel.

Ich habe aber von diversen Dingen schon öfter die abgespeckte Version gekauft, da für mehr der Geldbeutel nicht groß genug war und es mir dann doch wichtiger war, Studiengebühren und Essen und Miete bezahlen zu können :) . Potthässlich fand ich davon nichts, nur auch nicht so herausragend, wie ich es für mehr Bares bekommen hätte.

Nicht jeder ist gleich ein Kunstliebhaber, der feine Details in puncto Charakter und Qualität erkennt und erwartet. Ist doch völlig ok, wenn die mit der "Billigvariante" Damit meine ich nicht die TE, deren Bilder kenne ich ja nicht zufrieden sind und der Anbieter nicht verbittert am Hungertuch nagen muss.

Wirtschaftlich denken muss auch der Käufer ;-) Und viel ausgeben um evtl. mehr zu bekommen, obwohl man nicht viel Geld hat, wäre nicht wirtschaftlich.

Kjruem;elch*en3x0


Naja,also 1000€ finde ich persönlich etwas unverschämt.Aber wenn du dafür käufer hast,nun gut.

Ansonsten fände ich 40€ auch zu wenig.Und du brauchst kein schlechtes gewissen haben.Du brauchst schließlich das Material,zeit usw,wie schon erwähnt wurde.

Und über den Preis kann man ja dann immer noch verhandeln.

CQatW3illowxs


Meine Nachbarin verkauft ihre Bilder bei da wanda und die sind auch alle so 40x60 groß. Dafür nimmt sie 70€.

SEchiJefläfufer


Wirtschaftlich denken muss auch der Käufer Und viel ausgeben um evtl. mehr zu bekommen, obwohl man nicht viel Geld hat, wäre nicht wirtschaftlich.

Das ist doch völlig klar. Das ist doch überall so, beim Autokauf, den Klamotten etc. Und leid tun mir nur die wahren Kunstliebhaber, die aus Geldgründen auf Kunstdrucke angewiesen sind. Und so mancher Millionär hat mit Kultur nichts am Hut. Aber so ist die Welt organisiert. ;-D

S&chieXflxäufer


Kruemelchen30

Naja,also 1000€ finde ich persönlich etwas unverschämt.Aber wenn du dafür käufer hast,nun gut.

Was ist daran unverschämt? Wenn die Kfz.-Reparaturwerkstatt 1.000 Euro aufruft, hat sie noch keinen Motor getauscht. Und was ist das simple Herumschrauben an einem Auto gegen die Qualität, die Liebe und das Herzblut, dass ein Künstler in sein Werk legt?

Ich muss es ja auch versteuern, so gesehen komme ich auf ca. 160 Euro/Tag und muss davon noch Material und Atelier bezahlen. Wenn da nicht ab und zu ein Bild für 5.000 oder 10.000 Euro dabei ist, würde ich nur für mich malen - und nebenher eine Pommes Frites-Bude betreiben... ;-D .

m[nef


Das ist doch völlig klar. Das ist doch überall so, beim Autokauf, den Klamotten etc. Und leid tun mir nur die wahren Kunstliebhaber, die aus Geldgründen auf Kunstdrucke angewiesen sind. Und so mancher Millionär hat mit Kultur nichts am Hut. Aber so ist die Welt organisiert. ;-D

Eben, passt doch. Und ein Millionär, der was an die Wände will, aber eh nicht so genau hinguckt, kann sich von seinem Geld lieber den Fuhrpark aufstocken :=o ;-D

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