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Unzumutbare Arbeitszeiten

G4oldFenWinxter


Da kann ich dir nur zustimmen. Ich kenne auch einige, die sich das auch nicht mehr gefallen lassen. Mein Mann z.B. hat 1-2 Jahre auch mal viel Überstunden gemacht, ohne Ausgleich. Das stresste ihn so sehr, dass er schon gesundheitliche Probleme bekam. Dann hat er einen Schlussstrich gezogen und macht set dem so gut wie immer pünktlich schluss. Der Chef kritisierte dies eine Weile, aber konnte es auch nicht ändern, denn soweit war er ja zufrieden mit ihm. Mein Mann macht nur noch Überstunden, wenn es absolut notwendig ist und der Chef diese auch anweist. Sonst nicht mehr. Das führte sogar dazu, dass sein Chef dazu gezwungen war, eine neue Arbeitskraft einzustellen. Außerdem wurde mein Mann sogar befördert und bekam eine nette Gehaltserhöhung ;-D Man sieht, es muss nicht zwingend zu einer Kündigung führen. Aber es gibt leider viel zu wenige die Arsch in der Hose haben und sich lieber rumschubsen lassen. Mag jetzt hart klingen, aber diese sogenannten Existenzängste sind da meiner Meinung nach nur vorgeschoben. Aber es muss halt jeder für sich selbst entscheiden, was er tut.

Da sag ich doch mal Daumen hoch für jemanden, der es sich nicht mehr gefallen lässt sich versklaven zu lassen. Man kann etwas tun wenn man will.

Nur wenn man alles immer nur so hin nimmt wie es ist passiert da auch nichts.

Und ich finde es wirklich traurig, dass einige hier es als gegeben hinnehmen. So wird das nichts mit einer besseren Work-Life-Balance....

7P7erngrexis


sollen wir alle kündigen ":/

G.oldenWbinter


Wieso kündigen? Da redet doch keiner von.

bXee>tlejuUicex21


also das Arbeitsschutzgesetz sagt zum Thema Ruhezeit nur das 11 Stunden zwischen 2 Schichten liegen müssen... also wäre täglich 12 stunden arbeiten locker drin.. so arbeiten wir nämlich. Und ich glaub nicht das es ein extra ASchG für die Pflege gibt... ich weiß wir haben nur die "pausenausnahme" weil man sie häuslich einfach nicht leisten kann (und auch nicht will) ;-)

1'to3


sollen wir alle kündigen

Nein – aber man könnte darüber nachdenken, den Chef kündigen zu lassen. Durchaus ernst gemeint! Denn bei Verstößen gegen die Arbeitszeitverordnung ist Schluss mit lustig und eine schriftliche Beschwerde bringt einige Leute in Schwierigkeiten. Und die schriftliche Weigerung unbezahlte, nicht angeordnete Überstunden zu leisten wird auch nicht zu einer Kündigung führen können.

Das Problem ist einerseits die Unsicherheit von Arbeitnehmern über ihre Rechte. Und andererseits die Angst davor, unangenehm aufzufallen, wenn man seine Rechte einfordert.

Pofeffe]rminz2l!iköxr


Deswegen ist es im Handel so, hier wiederhole ich mich ebenfalls, dass in der Weihnachtszeit mehr Stunden anfallen, die dann später abgebaut werden können. Oder es wird samstags gearbeitet und dafür hat die Person unter der Woche einen Ausgleichstag frei.

Jep. Wenn geschrubbt werden muss, wird geschrubbt und wenn der Wahnsinn vorbei ist, wird wohldosiert abgebummelt.

mLalgpuc]kn31


Das stimmt nicht. 10 Stunden sind die gesetzlich geregelte maximale Arbeitszeit pro Tag. Das hat nichts mit dem Tarifvertrag oder irgendwelchen Genehmigungen zu tun. Dass das in der Praxis nicht immer eingehalten wird ist eine andere Sache.

Im Regelfall ja, d.h. es gibt kein besonderen Vorkommnisse wie ich sie schon angedeutet habe. Aber es gibt auch Ausnahmen, z.B. Polizei, Rettungsdienst, Krankenhaus usw., dort gibt es 12 Stunden Schichten am Wochenende. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies illegal ist.

Ebenso wenig ist es illegal, wenn der Chef z.B. schriftlich mit dem Betriebsrat ein Überschreiten der Überstunden vereinbart, weil es ein besonderer Anlass ist (großer Auftrag, Go-Live, einmaliges Termingeschäft etc.). Dies ist allerdings schriftlich zu genehmigen und zeitlich begrenzt. Die Überstunden müssen dann auch zu einem vereinbarten, zeitnahen Termin abgefeiert werden.

Insofern kannst du schon länger als 10 Stunden arbeiten in Ausnahmefällen. Dies nur bei ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung des Vorgesetzten, denn dies kann versicherungstechnisch erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen. Arbeitet ein Arbeitnehmer auf Anweisung des Vorgesetzten länger als 10 Stunden und hat er einen Unfall mit seinem privaten PKW auf dem Heimweg, kann der Vorgesetzte persönlich haftbar gemacht werden.

I;tB's a bdeautixful day


Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies illegal ist.

Dann äußere Dich doch bitte auch nicht zur Rechtslage. Das ist ja langsam nicht mehr feierlich, was Du hier von Dir gibst.

Insofern kannst du schon länger als 10 Stunden arbeiten in Ausnahmefällen. Dies nur bei ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung des Vorgesetzten, denn dies kann versicherungstechnisch erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Das ist Unfug. Über die Grenzen des Arbeitszeitgesetzes hinaus darf nicht gearbeitet werden, der Arbeitgeber hat für die Einhaltung zu sorgen. Überstunden im zulässigen Rahmen können dagegen formlos angewiesen werden, das muss also nicht schriftlich erfolgen.

Richtig ist dagegen, dass in bestimmten Fällen und Branchen die Arbeitszeiten verlängert und die Ruhezeiten verkürzt werden können. Aber auch das steht im Gesetz, Dein Spiel "Rate mal mit Rosenthal" ist also nicht erforderlich. Was willst Du uns eigentlich hier sagen oder beweisen? Dass Du drei Tarfifverträge gelesen hast und uns damit die Arbeitswelt erklären willst? Nee, der Versuch ging in die Hose, aber mal kräftig.

bgeetl0eju)icex21


aber der Freund der TE arbeitet ja nicht mal 10 std, da ist die Pause ja sogar mit drin... von daher muss ich da beim Fadentitel schon lächeln... das ist wohl eher realität denn unzumutbar... er sollte nur sofern er einen Tarifvertrag hat auf die Überstundenauszahlung oder den Freizeit ausgleich bestehen...

b0eetlAejuicxe21


@it*s a beautiful day... wo steht denn im Arbeisschutzgesetz was von ausdrücklich 10 stunden? ich kenn den Passus mit 11 Std Ruhezeit aber mehr auch nicht.

Iot's a ,beaSutifiul dxay


Die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer darf acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden.

§ 3 ArbZG

(1) Die Arbeitnehmer müssen nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens elf Stunden haben.

(2) Die Dauer der Ruhezeit des Absatzes 1 kann in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen zur Behandlung, Pflege und Betreuung von Personen, in Gaststätten und anderen Einrichtungen zur Bewirtung und Beherbergung, in Verkehrsbetrieben, beim Rundfunk sowie in der Landwirtschaft und in der Tierhaltung um bis zu eine Stunde verkürzt werden, wenn jede Verkürzung der Ruhezeit innerhalb eines Kalendermonats oder innerhalb von vier Wochen durch Verlängerung einer anderen Ruhezeit auf mindestens zwölf Stunden ausgeglichen wird.

(3) Abweichend von Absatz 1 können in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen zur Behandlung, Pflege und Betreuung von Personen Kürzungen der Ruhezeit durch Inanspruchnahmen während der Rufbereitschaft, die nicht mehr als die Hälfte der Ruhezeit betragen, zu anderen Zeiten ausgeglichen werden.

§ 5 ArbZG

Gilt für normale Arbeitnehmer (leitende Angestellte ausgenommen) über 18 Jahre.

Desweiteren als Lesetipp § 7, 14 und 15 ArbZG für malindieRöhrguckn31.

bIeetlKejuBicxe21


ok gefunden im normalefall höchstens 10 stunden es sei denn es fällt unter §7.1.

[[http://www.gesetze-im-internet.de/arbzg/BJNR117100994.html]]

aber um über 10 std gings ja wie gesagt gar nicht.

I&t's La b]eautqifuZlx day


Durch 6 Werktage mal 8 Stunden kommt man dann auf max. 48 Stunden pro Woche, die man dann auch auf 5 Tage verteilen kann, wobei als Tageshöchstgrenze 10 Stunden gelten.

Allerdings gibt es zahlreiche Ausnahmen sowohl nach oben als auch nach unten.

bReetle;ju}icex21


warst schneller als ich, dafür hab ich ne Quelle... wie gesagt ausnahmeregelung 7.1. sagt aber irgendwie, dass man doch alles darf... lach.

Seunflgower_x73


Es soll ja auch einfach Leute geben, die ihren Job GERNE machen. Und denen bewusst ist, dass ein Streik ihrerseits nicht viel ändern wird.

Mir hat es im letzten Job zumindest viel bedeutet, dass mein direkter Vorgesetzter und auch der Oberchef letztlich wussten, wo das Problem liegt. Sich für Engagement dankbar zeigten – aber an einem grundsätzlich strukturellen Problem im Gesundheitswesen nichts ändern konnten.

Es wird IMMER von oben nach unten durchgegeben und der kleine Mann badet es aus. Und sicherlich gibt es Unternehmen, wo man etwas ändern kann. Aber Realität ist, dass man in vielen Bereichen nichts ändern kann. Weil die erforderlichen Veränderungen von ganz oben nicht kommen.

Ich finde es akzeptabel, wenn zumindest Anerkennung dafür kommt. Und ein gewisser Ausgleich.

Und letztlich fragt man sich, wem es besser geht:

Derjenige, der halt merkt, dass manches sich nicht verändern lässt und der in DEM System dann seinen Weg findet inkl. einem gewissen Ausgleich. Oder derjenige, der sich bei jeder zusätzlichen Arbeitsstunde furchtbar drüber aufregt.

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