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Wie oft Gehaltsverhandlungen/-anpassungen?

Lhila/Linxa hat die Diskussion gestartet


Hallo,

wie oft finden bei euch Gehaltsverhandlungen statt? Und sind diese direkt durch den Arbeitgeber vorgegeben oder geht die Iniative von euch aus?

Wird dann auch jedesmal euer Gehalt angepasst?

Hintergrund warum ich frage, ist der, dass ich bisher (5 Jahre) jedes Jahr eine Verhandlung hatte und auch jedes Jahr eine Erhöhung erhielt.

Jetzt scheint es evtl. tatsächlich so zu sein, dass ich bei meinem jetzigen Gehalt stehen bleibe.

Daher einfach mal aus Interesse:

Ist es nicht üblich, dass jährlich über das Gehalt gesprochen und verhandelt wird? Hatte ich die letzten 5 Jahre nur immer Glück?

Es geht mir übrigens nicht um die Tariferhöhungen, die die Gewerkschaften aushandeln. Sondern das individuelle Gehalt.

Antworten
mOalgYucknx31


Es gibt Tarifstufen (nein nicht automatische Tariferhöhungen!), in denen deine Stelle eingruppiert ist.

Z.B. Sacharbeiterstelle geht von G5 (28.000 Euro brutto/a) – G11 (G11 = 35.000 Euro brutto/a)

Wenn du jetzt also jetzt G11 erhälst, dann kannst du nur durch andere Aufgaben oder durch einen Aufstieg dein Gehalt verbessern. Eventuell gibt es noch einen variabelen Gehaltsanteil, aber das MUSST du wissen, ob es sowas bei euch gibt oder nicht.

Ansonsten gibt es nur noch die tariflichen Erhöhungen jedes Jahr und das wars. Eine andere Möglichkeit ist ein AT-Vertrag, da sind dann aber meist alle Überstunden mit abgegolten.

Wie das in deinem Betrieb mit dem Gehalt abläuft solltest du nach 5 Jahren aber schon wissen, oder? ":/

L#ilarLina


Ähm, wie es bei uns läuft, weiß ich schon. Es kann, muss aber nicht angepasst werden. Bisher wurde es immer angepasst, deswegen bin ich davon ausgegangen, dass es jedes Jahr so läuft.

Ich wollte eigentlich nach Erfahrungen fragen, inwiefern in anderen Bereichen Verhandlungen und Anpassungen üblich sind.

Meine Chefs waren sehr erstaunt über meine Einstellung, dass jedes Jahr verhandelt und angepasst wird ;-) Daher die Frage, ob ich bisher einfach verwöhnt bin oder ob es schon normal ist und ich dieses Jahr evtl. einfach Pech gehabt habe.

mkalgucxkn31


Also sagen wir so, ein ehemaliger Kollege von mir hat in kurzer Zeit dreimal sein Gehalt erhöht, weil er wirklich unzufrieden war. Allerdings muss dann auch die Leistung stimmen.

Deswegen musst du selbst einschätzen ob dein Gehalt "in Ordnung" ist oder ob du nachverhandeln musst/sollst. Im Zweifelsfall würde ich das unabhängig vom guten Willen der Vrogesetzten machen.

M:eist{er_xGlanz


Die Budgets werden im Herbst gemacht, heisst, spätestens im Oktober muss man sein Anliegen vorgebracht haben, um eventuell in den erlesenen Kreis der Privilegierten aufzusteigen. Wer sich nicht von sich aus meldet, der kriegt auch nichts. Von den lächerlichen "Lohnanpassungen" alle paar Schaltjahre mal abgesehen.

Ich selber meld mich in der Regel alle zwei Jahre, um nicht unverschämt zu wirken. In der regel krieg ich nämlich mehr, wenn ich mich meld. Da wir einen Chefwechsel gehabt haben, bin ich aber nach letztem Jahr dieses Jahr auch mal wieder vorstellig geworden. Und das tu ich so lange, bis ich endlich mal angemessen bezahlt werd.

Es tut mit auch leid, wenn ich von Leuten hör, die schon seit 10 oder mehr Jahren denselben Lohn haben. Aber man muss bei uns halt selber aktiv werden, sonst geht nichts.

M&artiernchen


malguckn31, Du gehst wohl eher von Dir aus? In meinem Job gibt es zB keine Tarifstufen, das, was Du schilderst, ist alles nicht einschlägig. LilaLina fragt uns außerdem nicht, ob ihr Gehalt in Ordnung ist, sondern, ob es gang und gäbe ist, sein Gehalt jedes Jahr nachzuverhandeln. Du klingst ganz schön überheblich, Du solltest doch mit all Deiner Erfahrung wissen, dass nicht jeder Job und jedes Unternehmen gleich ist.


LilaLina, ich kenne es auch so, dass "man" eigentlich jedes Jahr verhandelt. Bei uns ist das zB auch so. Allerdings müssen wir natürlich immer selbst nachhaken; so ein Gespräch bietet der Arbeitgeber in den seltensten Fällen von sich aus an. Ich kenne das aus meinem persönlichen Kollegenkreis so, dass üblicherweise einmal im Jahr das Gespräch gesucht wird. Manch einer lässt vll mal ein Jahr aus, wenn er das Gefühl hat, es klappt eh nicht (zB längere Babypause in dem Jahr). Manch einer kriegt mal ne hohe Gehaltserhöhung, mal nur ne sehr geringe. Aber einmal im Jahr ist bei uns durchaus die Regel.

mja3lgRucknx31


@ Martienchen

Du gehst wohl eher von Dir aus? In meinem Job gibt es zB keine Tarifstufen, das, was Du schilderst, ist alles nicht einschlägig.

Das war auch gar nicht auf dich bezogen, sondern auf ihren Fall.

Jetzt scheint es evtl. tatsächlich so zu sein, dass ich bei meinem jetzigen Gehalt stehen bleibe.

Das hat sie geschrieben, daher die Vermutung dass es Tarife oder sagen wir Gehaltsgruppen sind sind. Denn ansonsten gibt es keinen Grund "stehen zu bleiben".

Ist es nicht üblich, dass jährlich über das Gehalt gesprochen und verhandelt wird? Hatte ich die letzten 5 Jahre nur immer Glück?

Ergo andere Erfahrungen sind gefragt und ich habe meine Erfahrungen aufgeschrieben. Was daran jetzt überheblich ist, kannst du mir gerne genau und konkret erläutern.

LilaLina fragt uns außerdem nicht, ob ihr Gehalt in Ordnung ist, sondern, ob es gang und gäbe ist, sein Gehalt jedes Jahr nachzuverhandeln.

Ja, es ist solange zu verhandeln, wie sie mit dem Gehalt einverstanden ist. Es gibt da keinen goldenen Weg oder eine Vorschrift. Es bringt auch nichts sich nach anderen Menschen zu richten, denn es gibt genug Leute, die sich über ihr Gehalt ärgern aber sich nicht trauen, mit dem Chef zu verhandeln. Nach solchen Leuten kann man sich nicht richten, jeder ist seines eigenen Gehalts Schmied.

Du klingst ganz schön überheblich, Du solltest doch mit all Deiner Erfahrung wissen, dass nicht jeder Job und jedes Unternehmen gleich ist.

Klar weiss ich das, aber das war nicht gefragt, sondern es wurde nach Erfahrungen mit Gehaltsverhandlungen gefragt. Deswegen habe ich auch "z.B." (zum Beispiel) davor geschrieben. Also kein "ich weiss genau wie es bei ihr ist". Ist das damit geklärt?

I|t's ma beaQutiful xday


Bei mir ist es auch so: Will ich mehr Geld, muss ich hin. Allerdings wird im Vertrieb automatisch jährlich über den variablen Anteil gesprochen. Durch Festlegung der Ziele lässt sich also die Gehaltshöhe indirekt beeinflussen.

M2aQr2tienc/hexn


@ malguckn31

Das hat sie geschrieben, daher die Vermutung dass es Tarife oder sagen wir Gehaltsgruppen sind sind. Denn ansonsten gibt es keinen Grund "stehen zu bleiben".

Doch. Klar gibts andere Gründe. Zum Beispiel den von ihr selbst geschilderten: Sie hat nach ner Erhöhung gefragt und hat keine Erhöhung bekommen. Also bleibt sie stehen.

L ilaLxina


Martienchen hat mich schon richtig verstanden @malguckn ;-)

Wie gesagt meine Frage war nicht, wie Tarifgruppen aussehen, wann man dazwischen wechselt, ob sich meine Aufgaben ändern o.ä. Das weiß ich alles in Theorie bzw. habe Kollegen, die ich fragen kann.

Ich hatte bisher nur einen einzigen Arbeitgeber und bin davon ausgegangen, dass es so wie die letzten Jahre lief (vor Geschäftsjahresabschluss auf den Chef zugehen, verhandeln, einigen, Gehaltserhöhung bekommen), immer läuft und bin jetzt erstaunt, dass auch mal ein Jahr ausgesetzt werden könnten.

Und da hier viele Leute sind, die arbeiten gehen, wollte ich mir einfach mal ein Bild machen, wie es anderswo aussieht.

Ja, bei uns gibt es auch Gehaltsgruppen, dazu dann noch Leistungszulagen, variable Einkommensbestandteile, Sonderzahlungen etc. Das hier aufzubröseln wäre a) kompliziert und b) am Thema vorbei.

Und ja, für mich klang z.B. dieser Satz hier überheblich:

Wie das in deinem Betrieb mit dem Gehalt abläuft solltest du nach 5 Jahren aber schon wissen, oder?

Danke an Martienchen für deine Schilderung, genau so etwas meinte ich @:)

Vielleicht mag ja noch jemand erzählen, wie es in der Praxis so aussieht?! :-)

Ich hab im Übrigen morgen nochmal ein Gespräch, meine Chefs wollten sich in Ruhe Gedanken über meine Argumente machen – mal schauen, zu welchem Ergebnis sie kommen.

T.r ixianex64


Hey,

also mein Mann ist jetzt in einer Firma gelandet, wo es jedes Jahr bisher eine Lohnerhöhung ohne nachzufragen gab. Allerdings ist er in der Firma in einen verantwortungsvolleren Posten versetzt worden und der Chef hat gesagt er möchte erst ein halbes Jahr schauen, wie es läuft. Das halbe Jahr ist jetzt vorbei und dann geht Männe hin um zu verhandeln. Ich denke aber nicht, daß er das bei der wirtschaftlichen Situation gerade allzu oft(sprich jedes Jahr) macht, da wird man evtl. auch mal schnell abgesägt, wenns zu teuer wird. Es muß halt passen. Je nach Job und Aufwand.

LG

Trixi

Muicky-]Zorxro


Wir koennen jedes jahr hin, es gibt aber nicht immer was. Meistens zumindest nen kleinen inflationsausgleich, manchmal ne richtige erhoehung, vor allem anfangs, wenn man sich auch richtig steigern kann von der leistung her. In den ersten jahren ging es bei mir auch leichter, hab eher klein angefangen, jetzt passt es ganz gut (klar, mehr waer auch schoen...).

m0alguc6kn3x1


@ martienchen

Doch. Klar gibts andere Gründe. Zum Beispiel den von ihr selbst geschilderten: Sie hat nach ner Erhöhung gefragt und hat keine Erhöhung bekommen. Also bleibt sie stehen.

Ok, das war wohl falsch ausgedrückt von mir. In den meisten Betrieben (ist das juristisch korrekt?) gibt es bestimmte interne Gehaltsbänder, damit es nicht zu Unruhe unter den Mitarbeiter kommt (steht in keinem Gesetz, ist nur meine Erfahrung). Diese dienen dazu, dass nicht übermässige Lohnunterschiede zwischen den Mitarbeitern auf gleicher Stufe existieren.

Wenn man also an eine solche Grenze stößt, dann wird es schwierig das Gehalt zu steigern. Dies geht (auch wieder nur meine Erfahrung) nur, wenn andere Aufgaben übernommen werden oder wenn man aufsteigt oder ein Wechsel der Abteilung/Bereich usw.

Dewegen mein Tipp:

- Rausfinden ob die Fahnenspitze erreicht ist für die Stelle, wenn ja, dann sieht es wohl nach einem Ende der großen Gehaltssprünge aus.

- Falls nicht, dann kann man weiterverhandeln mit guten Argumenten. Tipps dazu gibt es im Internet genug.

Das ist nur meine persönliche Erfahrung und Meinung.

S/unfrl7ower_x73


Tja – öffentlicher Dienst oder analog. Ich brauche nicht mal bei Einstellung anzugeben, was ich gerne verdienen würde, weil es nicht interessiert.

Erhöhungen: Nach einem Jahr, dann nach 2, dann nach 3, dann nach 4. Ich müsste jetzt noch knapp 3 Jahre zum selben Gehalt arbeiten, bis mir die nächste Stufe zusteht. ]:D

M?artienxchen


@ malguckn31

In den meisten Betrieben (ist das juristisch korrekt?) gibt es bestimmte interne Gehaltsbänder, damit es nicht zu Unruhe unter den Mitarbeiter [...]

Das ist eine bloße und rein tatsächliche Behauptung, die sich wohl kaum nach rechtlichen Maßstäben beurteilen lässt. Genau so wenig kann man die Frage, ob die meisten Äpfel rot sind, juristisch beantworten. Du könntest eine Statistik über die roten Äpfel oder die Gehaltsstruktur in Betrieben aufstellen. Juristisch kann man da wohl eher rein gar nix zu sagen.

Auch tatsächlich halte ich Deine Behauptung für nicht haltbar; offenbar gehst Du schon wieder nur von Dir und Deinem Umfeld aus. Interne Gehalts"bänder" kenne ich zumindest nur aus den allerwenigsten Unternehmen. In dem, in dem ich arbeite, gibt es auch keines.

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