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Die Routine ist der Tod für mich

mAeodi0x01 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich möchte mich an das Forum wenden, weil mich ein Thema schon lange beschäftigt. Und zwar wie oben beschrieben: Ich kann mit der Routine nichts anfangen. Im Beruf ist das ganz schlimm für mich, ich kann keiner "normalen" Arbeit nachgehen, also eine Arbeit von 8.00-17.00 im Büro, jeden Tag, jede Woche, immer gleiche Arbeitsstelle und das Monate- oder Jahrelang. Das ist für mich absoluter Horror. Mir wird sehr schnell langweilig, ich fühle mich unterfordert und ich will wieder was Neues, Abwechslung haben. Es langweiligt mich einfach immer wieder das Gleiche zu machen und ich wundere mich wie Andere das tun können... und auch noch glücklich damit zu sein scheinen. Ich werde bei dieser Routine total unglücklich und fühle mich schrecklich. Ihr könnt euch vorstellen, dass man sich dann irgendwann wie ein Außerirdischer fühlt, weil Andere anscheinend ganz anders ticken. Naja, genau aus dem Grund habe ich mich selbstständig gemacht (sogar 2), wo immer was anderes ansteht, man weiss nie so recht, was kommt, und ein gewisses Risiko ist auch dabei und ich finde es TOLL. Ja, was andere abschreckt, finde ich wunderbar... und fühle mich super damit. Naja, dann geht es weiter mit dieser Routine-Sache. Das geht dann auch über den Berauf hinaus in den privaten Bereich über. Ich brauche immer neue Herausforderungen, da mir schnell langweilig wird. Soo und jetzt kommts. Ich habe immer bescheuerte Ideen im Kopf, die ich dann auch noch unbedingt umsetzen will....ich bohre so lange bis ich es hingekriegt habe ( und das macht mir auch noch Spaß) ,kaum habe ich das Ziel erreicht, bekomme ich eine neue abstrakte Idee und so geht es immer weiter.... . Ich kann einfach nicht wie ein normaler, gewöhnlicher Mensch leben. Meine Eltern und Verwandten schütteln immer den Kopf, wenn sie hören, was ich mir wieder ausgedacht habe und fragen mich, wann ich denn endlich ein normales Leben leben will. Aber will ich das?? Wenn man fies sein will, könnte man mir sagen, ich lebe nur für den Spaß und will nicht erwachsen werden. Ich weiß einfaach nicht warum ich so ticke. Meint ihr, ich habe einen Tick weg im Kopf? Ich fühle mich sooo unnormal .... . Geht es vielleicht jemandem auch so? ":/ . Achso zum Alter, wenn es das wichtig sein sollte, ich bin 25 und ticke so seltsam seit ich denken kann... .

Antworten
*XM'issxy*0


Dito.

Ich bin zwar nicht freiberuflich und ich verspüre auch bei weitem nicht den Drang alle gesetzten Ziele zu erreichen (eher im Gegenteil, hauptsache ist ich hab mir ein Ziel gesetzt. Was damit geschieht ist egal, gibt meistens schon wieder neue Ziele ,bevor das erste erreicht wurde), aber ansosnten kann ich dir nur zustimmen.

Neigst du zu Hedonismus? Lebst du gern in den Tag hinein? Bist du vielleicht einfach eine Lebenskünstlerin?

Zum Glück bin ich im Gegensatz zu meinem Umfeld mit 3-maligem Studeinfachwechsel und weit über der Regelstudienzeit noch harmlos. Die meisten sind mal dort, mal da und die, die eine gewisse Routine verfolgen, kann ich fast an 2 Händen abzählen ;-) Der Vergleich macht´s....

Wie das allerdings später in der Arbeitswelt weden soll, das ist auch mir schleierhaft...

*:)

*"Mis|sy*0


p.s. bin 23

H0umm'elt|jxe


AD(H)S!

HeummelBtje


AD(H)S (auszugsweise)

Schwächen:

- Probleme bei Aufgaben die als uninteressant wahrgenommen werden

- UNterforderung/Ablenkbarkeit bei Routineaufgaben

- Schwierigkeiten mit Disziplin

- innere Unruhe

- "chaotisch"/"launenhaft"/"schusselig"

Stärken:

- ständig auf der Suche nach Neuem

- Innovativ

- Risikobereit

- belastbar

- experimentierfreudig

"Stupide und eintönige Arbeiten liegen ihnen nicht, sie brauchen Bewegungs- und Ideenfreiheit gepaart mit Selbständigkeit, wobei sie gerne Verantwortung übernehmen" (Simchen 2003).

WqateOrli2


Was hat denn dein Leben bitte mit "nicht erwachsen werden" zu tun? Du bist SELBSTÄNDIG, also erwachsener geht doch gar nicht. Du übernimmst Eigenverantwortung und möchtest in deinem Leben der Chef sein, was ist daran "kindisch"? Versteh ich nicht. Ich finde auch, dass man sein Leben gestalten sollte, anstatt sich in ein Schema zu pressen: Job (jeden Tag das gleiche, hauptsache Geld), Haus bauen (jeden Tag in der gleichen Bude hocken),Heiraten und Kinder kriegen (jeden Tag die gleichen Fratzen sehn ^^). Und am besten noch die gleiche Karre wie der Nachbar haben, das Haus in der gleichen Farbe streichen damits schön passt usw...

Nee, das is auch nicht mein Lebensentwurf.

Und ich finde, heutzutage hat man auch mit einem "unruhigen" Lebensstil durchaus Vorteile. Manche Arbeitgeber verlangen sogar, dass man öfter mal den Ort oder den Aufgabenbereich wechselt. In solchen 8-17 Uhr das gleiche machen Jobs langeweile ich mich auch schnell. Oder nee: ich werde eigentlich sogar krank. Ich werde aggressiv, ich kriege Bauchschmerzen/Angst/Unwohlsein, bevor ich auf Arbeit muss, ich LANGWEILE mich jede Sekunde und empfinde es als Zeitverschwendung, selbst wenn ich dafür Geld kriege. Ich werde schließlich depressiv. Irgendwann ist es dabei nichtmal mehr erheblich, wieviel Geld es dafür gibt, es heitert mich überhaupt nicht mehr auf. ":/

Die anderen sagen oft: "Ach naja, so verdiene ich leicht Geld, muss fast nix dafür tun." Für mich war das mal der Gipfel der Hölle, als ich wo arbeitete, wo ich 5 Stunden NICHTS zu tun hatte und in die Luft starrte, egal obs bezahlt war. Ich wäre am liebsten schreiend rausgerannt. Wenn man die "Leerlauf"-Zeit dann wenigstens sinnvoll zubringen könnte, aber nein, als "Angestellter"... vergisses... ;-) Kannste nix privates nebenbei machen... geht ja nicht. Sobald es irgendwie ging, hab ich das schon oft trotzdem gemacht und da auch schon manches Mal ein bisschen Ärger bekommen, aber ich werd einfach IRRE, wenn ich da "sitzen" soll und nichts tun! Ich werd da krank von, ohne Mist... Und manches Mal ging es ja den Kollegen auch so, die haben auch dann auf dem Arbeits-PC Solitär gespielt heimlicherweise. Also ich bin auch nicht die Einzige, die arbeiten ohne was zu tun schlimm findet... ":/ (und es gibt Jobs, wo einem die eigentliche Aufgabe wie "nichts zu tun" vorkommen kann, das ist erst bitter... )

Als Selbständige kannst du wenigstens, wenn dich mal 5 Stunden kein Kunde anruft, deinen Abwasch machen, was essen, mit Freunden chatten oder keine Ahnung was, einen Artikel schreiben oder worauf du halt grad "für dich" Lust hast. Das geht ja nicht, wenn man nen Chef hat, der sagt, man soll da brav sitzen und warten und "nichts tun". Und das kotzt mich an manchen Jobs an. Wie sinnlos und ineffizent Chefs einem manchmal die Arbeit gestalten... :|N Man hat hinterher das Gefühl, eigentlich nix nützliches gemacht zu haben und hat auch noch Zeit verchwendet, in der einem genug nützliche Dinge eingefallen wären...

Ich mein auch nicht nur Privates, was man machen kann, um Zeit totzuschlagen. Es sind auch so Dinge, wie dass man im Kundenservice sitzt und niemand ruft an und WENN mal einer anruft, fragt der, warum seine Mail nach 2 Wochen nicht beantwortet wurde und man kriegt aber nie gezeigt, wie man Mails beantwortet, die massenhaft rumliegen, obwohl man da was zu tun hätte, was man ja auch gerne machen würde, man wird ja schließlich auch bezahlt. Man darf NUR am Telefon hocken und "warten" und fürs rumsitzen bezahlt werden. Und dass einem nicht zugetraut wird, dass man noch normal an ein klingelndes Telefon gehen kann, wenn man vorher grade mit was anderem beschäftigt war. Hallo, sooo phlegmatisch bin ich nun auch nicht! ":/

Solche Logik haben manche Chefs und da werd ich einfach SAUER!

Ich habe für mein Leben auch das Ziel, Dinge zu tun, die MIR wichtig sind. Wenn mir langweilig ist, will ich auch von der Firma mehr Aufgaben kriegen oder interessantere. Oder ich suche mir halt Jobs auch danach aus, ob die Aufgabe mich PERSÖNLICH interessiert, denn wenn nicht, dann weiß ich, dass ich über kurz oder lang aggressiv werde. ]:D Klappt nicht immer, aber dann wechsel ich auch teilweise den Job sehr schnell wieder.

Und letztendlich kommts auch drauf an, welchen Job man macht. Mit Abitur und fast fertigen Studium auf Arbeit am Telefon Fragebögen vorzulesen WAR halt einfach langweilig und erschien mir wirklich VÖLLIG sinnlos. Das ist ein Job, da bin ich unterfordert und ich wundere mich nicht, warum es den 17-jährigen Schülern oder verarmten Rentnern, die da auch arbeiteten, vielleicht nicht so krass ging.

Momentan mach ich auch nix übelst spannendes, aber immerhin hab ich Zeitvorgaben und muss immer "schnell" arbeiten. Da hat man was, was keine Langeweile aufkommen lässt. ;-D

m#edi0y0_1


ADHS ..ist das nicht ein Aufmersamkeitsdefizit?? ":/ Also so mit der Aufmerksamkeit habe ich keine Probleme, noch nie gehabt. Ich sauge eher Infos auf wie ein Schwamm. Und diese Punkte fallen bei mir weg: Probleme mit Disziplin ( bin eher ziemlich diszipliniert), innere Unruhe ( ich bin nicht die ganze Zeit hibbelig..) und launenhaft oder schusselig auch nicht.

@ Missy 0

Schön, dass es jemanden auch so geht :-) .Ich bin definitiv eine Geniesserin . Ich überlege mir übrigens auch ein Studium anzufangen ( wüsste auch schon welche Richtung), allerdings ist da wieder die Frage, kriege ich es hin an einem Ort 5 oder mehr Jahre zu verbringen.... ??? , ohne dass es mich sonst wohin zieht. Aber ein Fernstudium wäre eine Super-Alternative. Ticken bei euch denn alle Studenten so??

Ja, also bei mir ist es so, dass ich vor der Selbstständigkeit die anderen normalen Arbeitswege ausprobiert habe. Also ich habe so nach Routine gearbeitet und es war furchtbar. Am Anfang ging es noch gut, weil alles neu und aufregend war, aber dann so nach paar Wochen – Monaten fand ich es nicht mehr toll. Es hat mich gelangweilt und ich habe mich gefragt wie das Menschen nur durchstehen und dann auch so zufrieden wirken bei der Arbeit und das dann auch noch ihr Leben lang machen....Horror für mich. Aber ich war früher schon so, dass ich mir immer sehr viele Gedanken gemacht habe über alles. Also, alles musste einen Sinn ergeben, nach dem Motto, wenn eine Arbeit gemacht wird, die Einem keinen Spaß macht, wieso soll ich das dann machen, schließlich verbringe ich jeden Tag 8 h mit dieser oder wenn etwas überhaupt keinen Sinn ergibt, wieso soll ich es dann machen. Und ich habe durchaus verschiedene Bereiche in der Arbeitswelt ausprobiert, aber nichts hat mich so sehr gefesselt, dass ich mir gedacht habe, das ist es, das und nichts anderes will ich immer machen.... .

Dann kam die Selbstständigkeit und da wars vorbei mit mir. Das fand ich soo toll.... :)z

mcedri00X1


@ waterli2

Yuhuu, eine Gleichgesinnte :)_ :)_ . Ja, ich kann deinem Beitrag nur zustimmen. Ich denke so wie du. Meine Verwandten und Eltern sehen es aber nicht so :|N . Die sagen ständig, oh, was ist denn das für eine Arbeit, alles so unsicher, und du weisst nie wieviel Geld reinkommt und alles hängt an dir und was ist wenn du mal arbeitsunfähig bist, was ist dann und lebe doch mal ruhig und weniger "gefährlich" :-D . Ich reise auch viel und das wäre auf Dauer gefährlich ..jaaa %-| Ich sehe es so, sie bewegen sich doch auch täglich auf der Straße und da kann auch was passieren. Egal ob man jetzt viel unterwegs ist oder nicht. Sie machen so normale, für mich langweilige , Berufe und verstehen mich nicht wie ich so auf Risiko gehen kann. Das ist unvorstellbar für sie. Am liebsten wäre es , wenn ich in einem Forschungslabor arbeiten würde 8 h Stunden ...Aber neee, nix für mich. Ja, ich finde auch Selbständigkeit hat viele Vorteile, kannst von zu Hause aus arbeiten, nebenbei Fernsehen, Heisse Schokolade trinken, wenn nix los, einkaufen gehen ... :)= Und ich finde es toll, dass ich mir meine Zeit selbst einteilen kann, wenn so Schreibkram anliegt, kannst du den abends gemütlich auf dem Sofa abarbeiten :=o . Und naja meine Nachbarn arbeiten da auch anders und die sehe ich teilweise nur spät abends, wenn sie von der Arbeit zurückkommen... . Schlimm, sich 8 h nur an seinem Arbeitspaltz zu befinden :|N . Oder nur die ganze Zeit auf einem Stuhl zu sitzen oder im Gebäude hin und her zu laufen ohne Sitzmöglichkeit... . Bei sowas, was du beschrieben hast mit 5 h NIX tun, würde ich verrückt werden. Das jeden Tag zu machen, oh, da würde es mich auch nach was anderem sehnen. ist ja schlimm nur da zu sitzen und nix zu tun ....was ist das denn... . Ich finde auch, Leben sollte Farben haben und abwechslungsreich und interessant sein, wozu lebt man denn sonst?? Und die Zeit vergeht so schnell, da merkt man es gar nicht, wenn ein jahr um ist. So weiss ich lieber, dass ich dieses Jahr mit etwas verbracht habe, was ich gemocht habe und was ich gerne getan habe als nur rumzusitzen und nix zu tun. Aber das sehen andere Menschen anders, sie denken sich, dafür bekomme ich Geld und so ist das Leben und gut ist.

M[iax16


Oh, genau mein Thema...

Ich finde diese alltägliche Routine auch total schrecklich. Das kommt mir vor, als wär ich in einem Käfig gefangen. Ich überleg schon ewig, was ich ändern kann. Ich würd so gern auswandern und von Null anfangen und einfach schauen, was passiert. Wenn ich mir vorstelle, dass ich noch x Jahre das Selbe machen soll, bekomm ich alle Zustände.

m$edix001


Übers Auswandern denke ich auch nach. ich würde soo gerne irgendwohin auswandern, neue Sprache lernen, in eienr neuen/anderen Sprache reden, neue Arbeitsbereiche haben, neue Menschen und Kulturen kennenlernen und sich da zurecht finden. Herausforderungen angehen, das würde mich SO reizen. Wieder mal etwas ganz anderes und da wird das Leben auf den Kopf gestellt :-) . Schön wäre es auch andere Länder zu sehen, wie es so auf anderen Kontinenten aussieht, was sie da für Tierarten haben, was da wächst und blüht und wie das Wetter da ist. Hier ist das Wetter ja so extrem launenhaft und wechselt ständig, das mag ich mittlerweile nicht mehr. Komme damit nicht so zurecht, an einem Tag 25 Grad und am nächsten schon 10 Grad weniger also 15 Grad oder gar weniger zu haben. Da fühlt man sich doch ständig krank. Und Schnee wäre soo schön und ein ordentlicher, heisser, langer Sommer und freundliche, offene Menschen..... Leute, ich packe meinen Koffer ... ;-) . Ach ja, wenn ich könnte, würde ich schon nächstes Jahr gehen.

aPug2]33


Was soll Petrus nun denken? Da beschwert sich jemand über das langweilige Leben auf Erden, alles Routine, gleichförmige Dinge sind ein Graus; immer auf der Jagd nach Neuem.

Dann liefert Petrus das Kontrastprogramm über das Wetter und es wird gemault: "Hier ist das Wetter ja so extrem launenhaft und wechselt ständig".

Wie darf diese Welt denn sein?

Oder doch Lieber Gott spielen und eine neue Welt erschaffen?

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