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Kollegen bekommen mehr Gehalt, was tun?

Hia5rs=hbrexeze hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute,

ich bin seit 5 Jahren bei einer Firma, habe nie eine Gehaltserhöhung bekommen. Ist eben die Firmenpolitik – entweder man spricht nicht drüber oder man wird mit Scheinversprechen abgewimmelt "Ich verspreche Ihnen, nächstes Jahr haben wir mehr Freiheit darüber zu entscheiden, dann bekommen Sie was drauf...". Nun ist seit Kurzem ein neuer Kollege in meine Abteilung gekommen und sein Gehalt übersteigt meins mit ungefähr 300-400 NETTO. Dazu kommt, dass ich Master bin und er Bachelor ist. Wir arbeiten als Ingenieure. Aber dadurch, dass mir nie Zugeständnisse bezgl. Gehalt gemacht wurden/werden, ist klar, dass sich die Schere zwischen mir und Neu-Mitarbeitern immer weiter ausdehnt.

Der Job ist okay, mir gefällt meine Tätigkeit derzeit, aber ich möchte sowas wie oben beschrieben nicht hinnehmen, weil ich mich verarscht fühle und ich kein Idiot bin. Die Lage zwischen meiner Wohnung und dem Arbeitsplatz ist auch nahezu perfekt. Meiner Meinung nach müsste ich nochmal zum Chef gehen, ihm meine Situation etc schildern. Und wenns wieder nichts hilft, muss ich mir einen neuen Job suchen. Außerdem ist mein Privatleben derzeit sehr stressig, also habe ich derzeit keine Möglichkeiten mir was Neues zu suchen. Wird wohl erst Mitte nächsten Jahres gehen.

Wart ihr schonmal in einer ähnlichen Situation? Was würdet ihr machen?

lg

Antworten
NUaKaHWi


ich verstehe, dass du das nicht hinnehmen willst. könnte es einen grund bei dir geben, dass du weniger verdienst?

H+arshXbrepezxe


Habe den Master eben berufsbegleitend gemacht und nach Abschluss vor einem Jahr auch nichts draufbekommen.

Wie gesagt, ist "Firmenpolitik". Anderen Kollegen geht es ja ähnlich wie mir. Es wird eben immer viel versprochen, nichts schriftlich, was dann im Endeffekt nie gehalten wird. Deswegen versuche ich so wenig wie möglich und so viel wie nötig zu arbeiten. Ich möchte nicht mehr durch besonderen Fleiß glänzen, sondern einfach mitschwimmen, in Besprechungen oft "ja" sagen und die Dinge einfach laissez faire laufen lassen :). Viele Arbeiten delegiere ich an jüngere Mitarbeiter. Ich selbst bin 26. Mein Chef ist sowieso eine Pfeife, ist fast nie da und will möglichst viel einsparen, damit er seine Prämien bekommt. Ich meine, es liegt auf der Hand: Ich muss mich früher oder später nach etwas Anderem umschauen, will mich hier auch ein bisschen ausheulen, es kotzt mich einfach an – vielleicht habt ihr ja ähnliche Erfahrungen.

NpaKaWxi


also nach dem abschluss keine gehaltserhöhung zu bekommen finde ich arg >:( kann deinen unmut verstehen!

A8leoSnor


google mal ein wenig zum Thema "Gehaltsgespräch führen" da findest du jede Menge Tipps und Kniffe.

Ansonsten würde ich mich einfach mal woanders bewerben. Ein alternatives Stellenangebot kann die eigene Attraktivität im alten Unternehmen merklich erhöhen.

L~ad*ySxue


Deswegen versuche ich so wenig wie möglich und so viel wie nötig zu arbeiten. Ich möchte nicht mehr durch besonderen Fleiß glänzen, sondern einfach mitschwimmen, in Besprechungen oft "ja" sagen und die Dinge einfach laissez faire laufen lassen :). Viele Arbeiten delegiere ich an jüngere Mitarbeiter. Ich selbst bin 26. Mein Chef ist sowieso eine Pfeife

Sorry, aber diese Einstellung bei einem 26-jährigen finde ich doch verwunderlich, ich hätte da eher auf einen50 ig-jährigen getippt. Halt auf jmd. , der innerlich schon gekündigt bzw resigniert hat und die letzten Jahre bis zur Rente stressfrei hinter sich bringen möchte.

Ich kann die Firmenpolitik bei deinem AG nicht beurteilen, aber allein Deine Haltung (also null Engagement, null Begeisterung) – wenn Du so rüberkommst bei Deinen Vorgesetzten – wundert es mich nicht, dass Du nicht mehr Gehalt bekommst.

Aber vlt. bist Du dort einfach beim falschen Arbeitgeber.

s#ubiRto4x3


@ Harshbreeze

"Meiner Meinung nach müsste ich nochmal zum Chef gehen, ihm meine Situation etc schildern."

Deine Situation interessiert Deinen Chef/Deine Firma einen Scheißdreck, das hast Du ja schon deutlich dargestellt. Also lass das. Außerdem ist es kein Argument für eine Gehaltserhöhung, wenn Du sagst "Kollege X hat n*100 Euro mehr auf dem Gehaltszettel, das will ich auch, denn ich bin schon länger da/mache die gleiche Arbeit/blahblubb ..." Du mußt rausarbeiten, warum Du mehr Gehalt willst. Gründe können sein gute pünktliche Arbeit, fehlerfreie Arbeit, besondere Erfolge usw. Wenn das alles nicht greift, dann hol Deinen Plan B aus der Tasche: "Und wenns wieder nichts hilft, muss ich mir einen neuen Job suchen." So ist es nun mal. Oft kannst Du eine Gehaltserhöhung nur durch Kündigung und Neuanfang in einer anderen Firma erreichen. Dort wird dann auch Dein Master honoriert. Viel Erfolg!

Hdarshb8reezxe


LadySue,

du verstehst mich vielleicht falsch. Ich habe damals schon viel Engagement gezeigt, habe neben dem Vollzeitjob ein Masterstudium gemacht und mit der Masterarbeit eine Neuentwicklung für die Firma umgesetzt. Wenn es aber von der Firma nicht honoriert wird, wozu soll ich mich noch anstrengen? Es ist einfach frustrierend. Da inverstier ich meine Arbeitszeit lieber in private Sachen. Jetzt bin ich halt an einem Punkt, wo es mir egal ist. Geld ist ein großer Motivator – mit irgendwelchem mehr Verantwortungs und neue Projekte Bullshit braucht man mir nicht mehr kommen. Der Chef bekommt seine Prämien dafür, dass er bei dem Mitarbeiter spart, das sehe ich nicht ein.

Wenn ich jetzt mit Kollegen spreche, dann bin ich sehr motiviert, wenn ich mit anderen Leuten spreche, gebe ich ihnen auch das Gefühl, zuzuhören, aber innerlich ist es mir doch scheißegal und gehe den Weg des geringsten Widerstandes.

HKars&hbre=eze


subito43 – ja genau, Danke. Sowas wird mir wohl nicht erspart bleiben. Es ist nunmal so, dass ich in den letzten Jahren einiges an Erfahrung dazugewonnen habe. Wenn ich mich jetzt bei der Firma nochmal bewerben würde, würde ich auch besser dastehen. Manchmal muss man sich wohl neu orientieren...

LpaGd,ySue


Harshbreeze,

ja ok.

Dann bist Du beim falschen AG und solltest Dein Perlen nicht vor die Säue werfen, wenn es eh nicht honoriert wird.

Ich würde jetzt Bewerbungen schreiben, schauen, dass ich eine gute neue Stellung in Aussicht habe und mit diesem Joker in eine Gehaltsverhandlung mit deinem jetzigen Chef gehen.

Aber bist Du sicher, dass Deine jetzige Firma auch bei mehr Gehalt auf Dauer reizvoll für Dich sein wird?

Manchmal muss man sich wohl neu orientieren...

Wie nett. :)_ Sehr oft sogar und zwar auf vielen Gebieten, privat u beruflich und das ist auch gut so.

Ich wünsch dir viel ERfolg *:)

MPori tvz271


@ harshbreeze

Nun ist seit Kurzem ein neuer Kollege in meine Abteilung gekommen und sein Gehalt übersteigt meins mit ungefähr 300-400 NETTO. Dazu kommt, dass ich Master bin und er Bachelor ist. Wir arbeiten als Ingenieure.

Dazu müßte man wissen, hat der neue Kollege die gleichen Qualifikationen (nicht Abschluß, eher vorherige Arbeit oder so) und Aufgaben wie du.

Ich habe früher mal (lange lange her) als "Werkstudent" bei einem Elektrokonzern gearbeitet, da war der Leiter der Abteilung ein Ingenieur (FH), sehr erfahren, unter ihm arbeitete ein Dipl.Ing., der kam neu von der Uni, der hatte viel weniger Gehalt.

Dann fällt mir ein oder auf:

1. Wenn dein Betrieb gehaltsmäßig so restriktiv ist, warum zahlen die dem "Neuen" 400 € mehr? Bestimmt doch nur, weil sie ihn sonst nicht bekommen hätten, oder? Sicher nicht aus Lust und Laune.

2. also wenn du kündigen würdest, müßte man für dich einen Neuen einstellen. Würde man den Neuen bekommen für dein Gehalt? Oder auch nur für 400€ mehr?

Also du mußt überlegen, ob man dich einfach ausnutzt, solange du nicht heftigst protestierst.

M0me {Valxois


Was würdet ihr machen?

richtig verhandeln lernen :=o

bei einem früheren job hatte ich 5 urlaubstage mehr, 2.5std. weniger arbeitszeit in der woche, 300E mehr im monat & keinen uniabschluss im gegensatz zu einer kollegin (gleiches aufgabengebiet). ich hatte mehr arbeitserfahrung & hab einfach besser verhandelt. ob das gerecht war? wahrscheinlich nicht. aber man muss ja nicht immer das erste angebot annehmen.. gut ist es erst, wenn es auf beiden seiten ein bisschen weh tut. ;-)

w?ieLne?r20x08


ich kann harshbreeze gut verstehen. vielleicht ein paar tipps:

Die richtigen Argumente vorbereiten

Mindestens so bedeutend wie Zeitpunkt und Argumentationslinie ist aber auch der Ton, in dem die Verhandlungen geführt werden. Gerade Berufseinsteiger sind oft unsicher und zu zurückhaltend, oder aber zu forsch und fordernd. "Der gröbste Fehler liegt darin, nicht über 'Ich bringe' sondern über 'Ich brauche' zu argumentieren. Beispiel: Ich habe mir eine Wohnung gekauft, oder ich bekomme Nachwuchs, deshalb brauche ich mehr Gehalt. Dafür interessiert sich kein kostenverantwortlicher Personalist", sagt Elfriede Gerdenits.

Wenn bekannt ist, dass ein Unternehmen etwas Schieflage hat oder eine Übernahme bevorsteht, dann wirkt eine Forderung nach Gehalt automatisch fast immer vermessen. Und: "Wer nicht bereit ist, sich über seine Leistungen, seinen Mehrwert für den Arbeitgeber zu verkaufen, oder wer mit Kündigung droht, der hat ohnedies verloren." Am besten formuliert man die wichtigsten Punkte bei der Gehaltsverhandlung in Form von Fragen, das signalisiert Interesse, Offenheit und Flexibilität bei den Verhandlungen. Zum Beispiel mit einem "Was muss ich tun, damit aus Ihrer Sicht eine Gehaltserhöhung gerechtfertigt wäre?"

Bonuszahlungen statt Gehaltserhöhung

Wenn auch hier keine klaren Antworten kommen, besteht die Möglichkeit von Bonuszahlungen, die Personalisten eher bewilligen, da es sich hier um Einmalzahlungen handelt. Sie können auch aus anderen Leistungen bestehen: "Eine Umstellung auf leistungsgerechtere Entlohnung kann ebenso ins Gespräch gebracht werden wie Diensthandys, Dienstautos, Notebooks, Fahrtkosten- oder Kantinenzuschüsse, die Übernahme von Weiterbildungskosten oder Zuzahlungen für Pensionsvorsorgen", meint Elfriede Gerdenits.

Einen abschließenden Tipp gibt sie für den Fall des Scheiterns: "Sollte es zu keiner Einigung kommen, unbedingt einen Termin für eine nächste Gehaltsverhandlungsrunde vereinbaren."

[[http://karriere-journal.monster.at/geld-gehalt/gehaltsverhandlung/meine-erste-gehaltserh%C3%B6hung-verhandeln/article.aspx]]

K$leixo


Harshbreeze

Wart ihr schonmal in einer ähnlichen Situation?

Ja, sicher. Es gibt immer Menschen, die ihre Kenntnisse besser verkaufen können als ich. In den Anfangsjahren war es manchmal nur durch einen Wechsel möglich größere Gehaltssprünge zu machen. Die Neuen bekommen oft nach einigen Jahren einfach mehr als jene, die schon länger da sind. In manchem Firmen. In der, in der ich jetzt bin, ist es z. B. nicht so. Da zählt nur Leistung, egal in welchem Alter man ist.

Was würdet ihr machen?

Wenn ich mit meinem Gehalt zufrieden bin, gar nichts. Natürlich würde ich eine Gehaltserhöhung beim jährlichen Mitarbeitergespräch thematisieren und Argumente für eine Gehaltserhöhung nennen. Es ist ja klar, dass viele Firmen eine Verzögerungstaktik praktizieren, also ähnlich wie Du beschreibst, zuerst einmal erklären, dass es nicht im Budget ist und es nächstes Jahr gemacht werden kann. Aber dann bekam ich es halt im nächsten Jahr, die Gehaltserhöhung. Allerdings war es mir nie so wichtig, dass ich auf Konfrontationskurs gegangen wäre. Da mussten schon andere Dinge mit schief gelegen sein, damit ich ging. Gehalt ist mir zwar wichtig, aber einige andere Dinge sind mir wichtiger. Auch ist es nicht immer eine Ausrede, dass das Budget nicht alles zulässt. Es hängt also auch immer von der Größe der Firma ab, etc. etc.

Oh, jetzt fällt es mir ein, einmal war es so, dass mir eine Gehaltserhöhung versprochen wurde und nicht eingehalten wurde. Da ging ich. Ein Vorgesetzter, der mich für blöd verkaufen will, nicht hält, was er zusagt – wie soll ich mit so jemandem zusammenarbeiten.

Wenn es Dir so wichtig ist, dann wird Dir nichts anderes übrig bleiben, eine Gehaltserhöhung zu verlangen und zur Not eine neue Stelle suchen. Ich setze voraus, dass Du Deinen Marktwert kennst, sonst könnte es schief gehen.

Wie gesagt, ist "Firmenpolitik". Anderen Kollegen geht es ja ähnlich wie mir. Es wird eben immer viel versprochen, nichts schriftlich, was dann im Endeffekt nie gehalten wird. Deswegen versuche ich so wenig wie möglich und so viel wie nötig zu arbeiten. Ich möchte nicht mehr durch besonderen Fleiß glänzen, sondern einfach mitschwimmen, in Besprechungen oft "ja" sagen und die Dinge einfach laissez faire laufen lassen :). Viele Arbeiten delegiere ich an jüngere Mitarbeiter. Ich selbst bin 26. Mein Chef ist sowieso eine Pfeife, ist fast nie da und will möglichst viel einsparen, damit er seine Prämien bekommt. Ich meine, es liegt auf der Hand: Ich muss mich früher oder später nach etwas Anderem umschauen, will mich hier auch ein bisschen ausheulen, es kotzt mich einfach an – vielleicht habt ihr ja ähnliche Erfahrungen.

Das allerdings spricht nicht für eine Gehaltserhöhung. Da sind gleich einige Punkte, die bei uns bewertet werden und die Bewertung würde nicht so ausfallen, dass es eine Gehalterhöhung begründen würde.

Wenn ich jetzt mit Kollegen spreche, dann bin ich sehr motiviert, wenn ich mit anderen Leuten spreche, gebe ich ihnen auch das Gefühl, zuzuhören, aber innerlich ist es mir doch scheißegal und gehe den Weg des geringsten Widerstandes.

Meinst Du wirklich, dass andere Deine Einstellung nicht mitbekommen? Also ich weiß von jedem Kollegen, ob er nur so tut, gar nichts tut oder engagiert und leidenschaftlich seine Arbeit liebt.

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