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Zusage ohne Vertrag – Kündigungsfrist

D?yne hat die Diskussion gestartet


Hallo *:)

Ich bräuchte mal kurz euren Rat.

Ich hatte letzte Woche ein Vorstellungsgespräch und habe nun heute für diesen Job die telefonische Zusage zum 1.1.13 bekommen.

Ich würde den Job sehr gerne haben, das Aufgabengebiet liegt mir, ich spare mir Arbeitsweg/Zeit im Gegensatz zu meiner jetzigen Anstellung und es ist ein Festvertrag (das war auch der Grund, warum ich mich beworben hatte, hier bin ich nämlich befristet).

Das Problem ist nun, dass meine Kündigungsfrist 6 Wochen zum Quartalsende beträgt, d.h. ich muss spätestens am Montag, 19.11. kündigen. Im neuen Unternehmen tagt der Personalrat aber erst am 20.11., somit bekomme ich bis dahin noch keinen Vertrag. Die Dame am Telefon meinte, es wäre "nur noch eine Formsache" aber trotzdem ist mir da schon mehr als mulmig zumute wenn ich kündige, ohne einen neuen Vertrag in den Händen zu haben, das würde ich gerne vermeiden.

Nun hatte ich mir überlegt, der Dame eine Email zu schreiben, in der ich ihr die Problematik noch einmal darlege und ihr schreibe, dass ich nicht kündigen kann, ohne den neuen Vertrag zu haben. Gleichzeitig würde ich fragen/bitten, ob es möglich wäre, die Formalitäten schneller abzuwickeln. Und da bin ich im Zwiespalt: Ist das zu viel verlangt? Bzw. zu fordernd? Ich stelle ja quasi dann gleich am Anfang Ansprüche und ich weiß nicht, ob das vlt. unverschämt rüberkommt? Andererseits kann man meine Lage doch auch verstehen, oder?

Ich habe selbst schon mal in einer Personalabteilung gearbeitet und weiß, dass man so Vorgänge schon beschleunigen kann, wenns nötig ist.

Was meint ihr?!

Danke schon mal @:)

Antworten
S_ilv5erPexarl


Finde ich nicht, dass das zu viel gefordert ist. Evlt. können Sie Dir auch erstmal eine schriftliche Bescheinigung schicken, dass der ausführliche Vertrag folgt und dass Du ab dem 1.1. eingestellt bist.

Ohne was schriftliches würde ich nicht kündigen. Das ist in der heutigen Zeit, wo man manchmal echt schwer an Jobs kommt, schon sehr riskant.

ASl;eonoRr


Ich würde nie im Leben kündigen ohne einen neuen Vertrag zu haben. Mündliche Zusagen zählen einen Scheiß, ich hab das grad bei meinem Freund mehrfach miterleben dürfen.

Sag denen was Sache ist und wenn sie das nicht möchten müssen sie halt länger ohne dich auskommen.

s[cbhniexki


sehe ich genauso. kündige bloß nicht, bevor du nicht den neuen job hast.

ich denke mal, die dame am telefon, war eine sekretärin.. nun so jemand hat doch gar keine befugnis und sie geht für sich auch 0 risiko ein!

wenn sie dich wirklich in der firma haben wollen, dann finden sie möglichkeiten, das zu beschleunigen, dir was schriftliches zu geben, oder aber sie warten dann eben noch die paar monate auf dich.

I1t's Ma b$eautidful daxy


Sehe das wie meine beiden Vorschreiberinnen.

Nun hatte ich mir überlegt, der Dame eine Email zu schreiben, in der ich ihr die Problematik noch einmal darlege und ihr schreibe, dass ich nicht kündigen kann, ohne den neuen Vertrag zu haben. Gleichzeitig würde ich fragen/bitten, ob es möglich wäre, die Formalitäten schneller abzuwickeln. Und da bin ich im Zwiespalt: Ist das zu viel verlangt? Bzw. zu fordernd? Ich stelle ja quasi dann gleich am Anfang Ansprüche und ich weiß nicht, ob das vlt. unverschämt rüberkommt? Andererseits kann man meine Lage doch auch verstehen, oder?

Dein Anliegen ist berechtigt und verständlich. Es gibt keinen Grund, das nicht auf Augenhöhe mit dem neuen Arbeitgeber zu besprechen.

Ohne Zustimmung des Personalrats steht das nämlich noch auf wackligen Beinen, im Falle eines Falles wird man das wie Aleonor sehen.

K#ein MännPerve5rstexher


Das ist nicht zuviel verlangt. Ich war damals in einer ähnlichen Situation und habe beim neuen Arbeitgeber sogar 2-3x nachgefragt, gesagt, dass ich nicht kündigen kann, solange ich keinen unterschriebenen Arbeitsvertrag habe.

Sie hatten Verständnis dafür, es hat lediglich solange gedauert, weil die so viel zu tun hatten..

Doyne


Danke! Ja so hatte ich mir das auch gedacht. Also entweder, sie machen das und kommen mir entgegen. Wenn nicht müsste ich schlimmstenfalls halt auf die Stelle dort verzichten – aber immer noch besser, als dann ganz ohne was dazustehen.

Die Dame am Telefon war aus der Personalabteilung. Beim Gespräch war auch ein Vertreter des Personalrats dabei, aber trotzdem.

SilverPearl

Evlt. können Sie Dir auch erstmal eine schriftliche Bescheinigung schicken, dass der ausführliche Vertrag folgt und dass Du ab dem 1.1. eingestellt bist.

An sowas habe ich auch gedacht – aber greift das denn auch, wenn der Personalrat nicht zustimmt?

Ixt<'s a bteaut)iful daxy


An sowas habe ich auch gedacht – aber greift das denn auch, wenn der Personalrat nicht zustimmt?

Im Zweifel könnte der Personalrat verlangen, dass die Einstellung rückgängig gemacht wird, indem man Dir wieder zum nächstmöglichen Termin kündigt.

Kommt aber darauf an und wäre auch ein langwieriges Verfahren.

So ein Schreiben hilft also nur, wenn kein Personal- oder Betriebsrat mitbestimmen darf.

D}yne


Hm, auf sowas hätte ich nun wirklich keine Lust ^^

Die Dame war eigentlich immer ganz nett und ich hoffe, ich stoß bei ihr nicht auf taube Ohren. Ich werde heute Abend mal was schreiben und dann sehen, was ich morgen als Antwort erhalte.

Dkyne


Guten Morgen!

Ich habe gestern Abend noch die Email verschickt und heute die Antwort bekommen:

"...nach Auswahl aller Bewerbungen haben wir uns für Sie entschieden und bieten Ihnen die ausgeschriebene Stelle zum 1.1.2013 an, unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Betriebsleitung und des Personalrates."

Weiter steht in der Email noch, dass ich am 26.11. zum Vertrag unterzeichnen vorbeikommen soll und ich den Termin für die arbeitsmedizinische Untersuchung diese Woche schriftlich erhalte.

Und nun? %-| Ach, das ist doch suboptimal.

D/ieKqruemxi


Es gibt doch immer noch die Möglichkeit eines Auflösungsvertrages bei deinem derzeitigen Arbeitgeber. Hast du Bedenken, dass er dem nicht zustimmt?

D^ynxe


Ja schon, die Möglichkeit gibt es. Aber ich habe Angst, dass der ganze Schuss nach hinten losgeht.

Also müsste ich dem neuen AG sagen, dass ich nicht kündige, sondern auf einen Auflösungsvertrag hoffe. Wenn ich das bei meinem jetzigen AG anspreche könnte er das trotzdem ablehnen (dann wäre die neue Stelle eh weg) und mich dann -weil er weiß, dass ich mich wegbewerbe- zum nächsten Zeitpunkt kündigen?!

Bin ich zu pessimistisch?

Vlt. bin ich auch zu kritisch? Aber ich weiß nicht? In der Email an die Dame hatte ich meine Sorgen geäußert (also zu kündigen, ohne den neuen Vertrag zu haben) und im letzten Satz geschrieben, dass es mich freuen würde, wenn wir für dieses Problem gemeinsam eine Lösung finden könnten – darauf geht sie aber gar nicht ein?! Ich glaube, das ärgert mich gerade.

DeieKQruemxi


Einem Auflösungsvertrag in einem befristeten verhältnis nicht zuzustimmen, wenn dem Mitarbeiter ein unbefristeter Vertrag in Aussicht gestellt wird--das würde kaum einer rechtlichen Prüfung stand halten.

Was hast du derzeit für einen Arbeitsplatz, wie beurteilst du selbst die Wichtigkeit deiner Tätigkeit? Denn ein Auflösungsbvertrag kann nur abgelehnt werden, wenn dienstliche Belange dies gebieten.

In der Email an die Dame hatte ich meine Sorgen geäußert (also zu kündigen, ohne den neuen Vertrag zu haben) und im letzten Satz geschrieben, dass es mich freuen würde, wenn wir für dieses Problem gemeinsam eine Lösung finden könnten

da es um dein Leben und deine berufliche Situation geht, trägst letztendlich auch du die Verantwortung und das Risiko für deine Entscheidungen. Und das das eine Sekretätin für dich nicht übernimmt, ist doch klar, oder?

R%atlo&s23


@ Dyne:

ich würde definitiv vorher nicht kündigen. Emails sind - egal von wem - rechtlich nicht bindend, schon garnicht von einer Dame aus der Personalabteilung. Wenn überhaupt muß es dir eine einstellungsberechtigte Führungskraft - am besten ein Geschäftsführer o.ä.) schriftlich (per Brief!) geben. Selbst dann besteht für die noch das Schlupfloch "unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Betriebsleitung und des Personalrates." Das ist doch total vage!

Für die natürlich super, wenn es den Damen und Herren doch nicht paßt kannst du keinen Anspruch geltend machen.

Ich würde dort nochmal klar sagen das du ohne vorliegenden Vertrag nicht kündigen kannst. Also folgende Möglichkeiten:

1) sie machen das ganze vor Ablauf deiner Kündigungsfrist fertig.

2) Sie sollen dir den Vertrag halt zusenden bzw. du kommst vorbei, holst den ab und klärst dann mit deinem aktuellen Chef ob ein Aufhebungsvertrag klappt.

3) Sie stellen dich zu einem späteren Termin ein.

Alles andere würde ich ablehnen. Wenn der neue AG das nicht macht würde ich beim Alten bleiben, ich glaube auch nicht das das dann der richtige Arbeitgeber ist.

Ich kann ja nachvollziehen - kenne das von uns- das Prozesse (grad bei der Einstellung) eingehalten werden müssen und sich nicht beliebig verkürzen lassen, aber man muß auch die Arbeitnehmer verstehen. Und bei etwas verbiegen seitens des AG ist eigentlich so einiges möglich (hab auch schon intern Blitzeinstellungen bewerkstelligt)

Raatlo;sx23


Denn ein Auflösungsbvertrag kann nur abgelehnt werden, wenn dienstliche Belange dies gebieten.

Das ist doch nicht wahr. Aufhebungsverträge sind freiwillige Vereinbarungen zwischen An und AG, da ist nix mit betrieblichen Belangen. Zumal man betriebliche Belange auch beliebig auslegen kann... Keinen kurzfristigen Ersatz, andere müssen die Arbeit mit übernehmen... irgednwas findet sich immer.

I.d.R. kann aber der AG auch kein Interesse daran haben einen wechselwilligen Mitarbeiter zu binden, ist ja klar wie sehr die Arbeitsmoral leidet..

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