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Beruf aus gesundheitlichen Gründen kündigen – Sperre?

K(Ifgen hat die Diskussion gestartet


Hallo,

befinde mich momentan in einer Sackgasse, aus der ich nicht so Recht raus weiß.

Habe schon jahrelang mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und habe es bisher auch immer irgendwie gehändelt, mich einigermaßen durchs Leben zu schlagen; habe die Schule beendet, mein Abi erfolgreich abgeschlossen, ebenso eine Ausbildung und bin sehr gut im Berufsleben gestartet.

Doch nun bin ich schon ziemlich lange krank geschrieben aufgrund der gesundheitlichen Probleme und werde auch noch eine Zeit lang krank geschrieben bleiben. Realistisch betrachtet habe ich in dem Beruf keine Perspektive...ich kann den Beruf gesundheitlich einfach nicht mehr ausführen.

Wenn ich selber kündige bekomme ich eine Sperre beim Arbeitsamt?! Oder gibt es Möglichkeiten, aus gesundheitlichen Gründen kündigen zu können, ohne solch eine Sperre? Klar gibt es noch die Möglichkeit, dass der Arbeitgeber mich kündigt, nur glaube ich nicht so recht, dass er dies machen würde. Ein Aufhebungsvertrag wäre vll. noch möglich, aber gibt es dann nicht auch wieder eine Sperre?

Antworten
I#t's ua beNautif@ul day


Grundsätzlich gibt es bei Eigenkündigung oder Aufhebungsvertrag eine Sperrzeit, aber es gibt die Möglichkeiten, dass die AfA davon absieht, wenn ein wichtiger Grund vorliegt.

Es empfiehlt sich aber, das vorher im Einzelfall mit dem zuständigen Sachbearbeiter abzustimmen. Dann weißt Du, woran Du bist. In dem Zusammenhang kann man schon die weiteren Schritte planen, denn Du willst ja sicherlich irgendwann mal in einem anderen Beruf wieder Fuß fassen, da könnte eine Umschulung etc. hilfreich sein.

Dein Fall ist sicherlich ein Grenzfall, der nicht explizit in den Richtlinien der AfA aufgeführt ist. Von daher ist eine vorherige Abstimmung oder aber eine fachkundige Beratung z.B. durch einen Arbeitsrechtler absolut zu empfehlen.

Alles Gute.

K$nüfgexn


Klar möchte ich in einem anderen Beruf wieder Fuß fassen, sobald ich soweit wieder gesund bin. Mein Plan sieht derzeit so aus, dass ich im nächsten Oktober anfangen möchte zu studieren. Das wird zwar von der Arbeitsagentur nicht unterstützt, aber dass Studium war schon vor der Ausbildung mein Ziel. Die Ausbildung habe ich machen müssen, um zu dem Studiengang zugelassen zu werden und ein bisschen Erfahrung in dem Bereich tut ja auch immer gut. Dass es dann aber so kommt, dass meine Gesundheit mir derart einen Strich durch die Rechnung macht, war vor der Ausbildung nicht abzusehen bzw. auch vor Arbeitsantritt nicht, da ich mir schon extra einen Bereich aussuchte, in dem man körperlich bei weitem nicht so hart arbeiten muss, wie normal in dem Berufsbereich.

S\unflo!wer_x73


Aufhebungsvertrag zieht ebenfalls eine Sperre nach sich.

Das mit dem Studienwunsch ist natürlich schwierig. Wäre das nicht, würde ich sagen: Krankgeschrieben bleiben. Schwerbehinderung beantragen (wenn realistisch). Reha-Maßnahmen etc. über Dt. Rentenversicherung anleiern. Und gucken, was passiert (Umschulung, reduzierte Abeitszeit,...).

Aber angesichts des Studienwunsches ist das natürlich schwieriger. Ist DAS denn wirklich realistisch? Und wie willst Du es finanzieren?

Bleibt nur:

Im Vorfeld mit der Arbeitsagentur sprechen. Stell' Dich drauf ein, dass die Dich zum medizinischen Dienst schicken. Dessen Kompetenzen variieren erheblich...

H'orroirvibxe


Durch meine Ausbildung kann ich dir ganz klar sagen: ärtzliche Bescheinigung, in der drin steht, dass du aus gesundheitlichen Gründen kündigen sollst. Das reicht aus, um eine Sperrzeit zu umgehen.

I;t's xaq beaut!ifu&l daxy


Dein überraschend eingetretene Verschlechterung Deines Gesundheitszustands tut mir leid. Deinen Ausführungen entnehme ich, dass Du noch recht jung bist.

In Deiner Situation wirst Du um eine ausführliche Beratung nicht umhinkommen. Das Studium ist Teil Deiner Ausbildung, es gilt aber nun auch, die Zeit bis dahin zu überbrücken.

Hier könnte es einen Sinn ergeben, sich zunächst nur arbeitssuchend zu melden und mit der Kündigung solange zu warten, bis Du oder die AfA einen Job für Dich gefunden hat.

Falls Du nicht krankgeschrieben bist, aber an einem Arbeitsplatz eingesetzt wirst, welcher Dich gesundheitlich überlastet, kannst Du Dir vom Arzt ein Attest ausstellen lassen.

Ich gebe noch zu bedenken, dass eine vom Arbeitnehmer gewünschte arbeitgeberseitige Kündigung sowie das Hinnehmen einer offensichtlich rechtswidrigen Kündigung ebenfalls eine Sperrzeit nach sich ziehen. Die AfA prüft hier sehr wohl, ob sie auf diese Weise ausgetrickst wurde.

Auf der anderen Seite bekommst Du bei fortdauernder Arbeitsunfähigkeit das Arbeitslosengeld in Höhe des Krankengeld ausgezahlt, bis die 78-Wochen-Frist verstrichen ist.

I(t's a ybea[utviful1 dNay


Durch meine Ausbildung kann ich dir ganz klar sagen: ärtzliche Bescheinigung, in der drin steht, dass du aus gesundheitlichen Gründen kündigen sollst. Das reicht aus, um eine Sperrzeit zu umgehen.

Na man sollte vorher schon zumutbare Versuche unternommen haben, die Eigenkündigung möglichst zu vermeiden. Das wird zunächst ein Antrag auf Versetzung sein (ggf. gestützt durch ein ärztliches Attest).

H,orror.vibe


It´s a beautiful day,

ja natürlich. Da hast du Recht. Ich sitze hier ja an der "Quelle" und sehe, wie schwer es teilweise ist, wieder einen Einstieg ins Arbeitsleben zu finden......

Aber ich wollte nur die Frage beantworten.... ;-D

Ich selbst habe ja auch eine Behinderung und konnte somit so manche Abteilung hier umgehen, wie zum Beispiel das ServiceCenter, in dem ich den ganzen Tag telefonieren hätte müssen.... Aufgrund meiner Schwerhörigkeit war es dann doch ganz gut, direkt wo anders angesetzt zu werden. Nach einer Alternative zu suchen ist immer sinnig....

Aber der TE wünsche ich einen erfolgreichen Lauf für sich selbst, dass sie etwas findet, das gut für sie ist und auch entsprechende Menschen/Arbeitskollegen um sich hat, die sich ein bischen kümmern..... @:)

I0t's a bAeauti:ful xday


Aber ich wollte nur die Frage beantworten....

Die Botschaft hör ich wohl, aber ich finde, Du hättest das als Möglichkeit darstellen sollen, nicht "ausreichend" und "klare Sache". Daher mein Einwand.

@:)

HvoLrrorvixbe


Wieso als Möglichkeit, wenn sie klipp und klar danach fragt, ob es eine Sperre nach sich zieht, wenn sie aus gesundheitlichen Gründen kündigt? Welche Möglichkeit hätte sie denn sonst noch? Nur die, dass der Arbeitgeber sie aus betriebsbedingten Gründen kündigt.

Versteh ich gerade nicht... ":/

Also, das ist grad nicht trotzig gemeint ;-D Hilf mir!! {:(

Ict's a1 beayutifuYl day


Ich meine mit Möglichkeit, dass es akzeptiert werden kann, aber nicht muss. Es kommt eben auf die Umstände an. Der Fall ist hier nicht eindeutig. Man weiß nicht, ob Knüfgen schon versucht hat, im Gespräch mit dem Arbeitgeber etwas zu erreichen. Die Kündigung kann halt nur das letzte Mittel sein, will man ALG beanspruchen.

In der entsprechenden Durchführungsanweisung der Arbeitsagentur heißt es dazu:

Ein wichtiger Grund kann nur anerkannt werden, wenn der Arbeitslose erfolglos einen zumutbaren Versuch unternommen hat, den Grund zu beseitigen oder ein solcher Versuch erfolglos geblieben wäre.

Nun kann es aber auch sein, dass Knüfgen durchgehend krankgeschrieben ist und somit gar nicht mehr arbeitet. Dann stellt sich diese Frage nicht mehr. Allerdings stellt sich dann auch die Frage, warum er oder sie (Du sagst: sie) überhaupt jetzt schon kündigen sollte. Dann wäre es in der Tat besser, die Reaktion des Arbeitgebers abzuwarten, ohne hier selber aktiv zu werden. Denn vielleicht findet sich bis dahin ja eine andere Stelle, so dass sich das Problem gar nicht mehr stellt.

Also, das ist grad nicht trotzig gemeint

Habe ich auch überhaupt nicht so aufgefasst ;-)

H6orrvoxrvibe


Habe ich auch überhaupt nicht so aufgefasst

*pseudo-Schweiß von der Stirn wisch* ;-)

Ja, das ist natürlich klar, dann sollte ich mich korrigieren und sagen: Nach allen erfoglosen Versuchen, im Betrieb irgendwelche Möglichkeiten zu finden und es sollte dann eine Kündigung nötig sein, so reicht eine ärtzliche Bescheinigung aus, um eine Sperrzeit zu umgehen.

Ich meinte aus dem ersten Post der TE herauszulesen, dass sie da gar keine Möglichkeit hat, umgesetzt zu werden:

Realistisch betrachtet habe ich in dem Beruf keine Perspektive...

c@hi


Aktuell aus meinem Fall:

Ich habe aus gesundheitlichen Gründen einen Aufhebungsvertrag erbeten und unterschrieben. Ich war letztens beim Berufsberater (den ALGI-Antrag hab ich noch nicht abgegeben), der mir sagte "wenn ihr Arzt ihnen das bestätigt, bekommen sie keine Sperre". Nun war ich bei meinem Arzt, der mir sagte, es gäbe dafür ein Formular. Da ich das nicht hatte, hat er mir den Text für das Formular in ein Attest geschrieben. Dort steht jetzt "Oben genannter Patientin habe ich am 02.10.2012 geraten, den bestehenden Arbeitsvertrag aus ärztlichen Gründen zu kündigen". Das und die Erklärung, die beim ALG-Antrag beigefügt ist, soll ich zusammen abgeben und werde dann sehr sicher keine Sperre erhalten. Das sagten mir mein Arzt und eben auch der Berufsberater.

Ob es wirklich klappt, seh ich dann im Januar *:)

Ilt's ja beautTif1ul daxy


Ich meinte aus dem ersten Post der TE herauszulesen, dass sie da gar keine Möglichkeit hat, umgesetzt zu werden:

Ich hatte zumindest an die Möglichkeit gedacht, in dem Betrieb einen anderen "Beruf" (besser wäre hier: eine andere Tätigkeit) auszuüben. Das meinte ich mit Versetzung.

Knüfgen spricht ja von einer körperlichen Belastung bei der jetzigen Tätigkeit, so dass vielleicht eine Stelle in der Verwaltung in Frage käme. Das weiß man doch noch nicht.

Wenn aber Deine Vermutung zutrifft, dann kann man Deinen ersten Beitrag auch so stehenlassen. Ganz abwegig ist das sicher nicht.

Ich selber bin halt nur gerne mal vorsichtig, wenn man nicht alle Details kennt und auch nicht noch mal abgecheckt hat.

Letztendlich belebt aber die Sachdiskussion die Ideenfindung. Jeder gibt ein Puzzlestückchen und hinterher ergibt das dann stimmiges Gesamtbild. Von daher ist da nix mit Schweiß oder so ;-)

I~t:'s a bZeauXtifxul daxy


chi

Alles Gute.

Du hast es genau richtig gemacht: vorher zum Berufsberater. Dann hat man Klarheit.

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