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Lebenslauf: Ehrenamt als selbstständige Arbeit angeben?

M~nemFosyyne hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr,

ich hab Googel ziemlich zum schwitzen gebracht, aber ich finde zu meiner Frage immer nur steuerrechtliche Antworten, die mich nicht interessieren.

Es geht darum, ob ich meine ehrenamtliche Tätigkeit im Lebenslauf auch als selbstständige Arbeit angeben kann.

Ich hab mal sowas gehört, finde aber keine Quellen/Bestätigungen.

Damit könnte man dann ja eine erwerbslose Zeit im Lebenslauf gut überbrücken.

Weiß da jemand eine (fundierte) Antwort zu und/oder hat eine Quelle?

Antworten
STunflowoerc_7x3


Naja, soweit ich weiß, gibt es (zumindest steuer-/berufsrechtlich) ja durchaus klare Definitionen für Selbstständigkeit/Freiberuflichkeit.

Und ein Ehrenamt dürfte diese Kriterien nicht erfüllen. Würde im Lebenslauf ja auch ein entsprechendes Arbeitszeugnis voraussetzen.

Angeben würde ich die Tätigkeit im Lebenslauf an anderer Stelle. Aber als Lückenfüller im Bereich der "richtigen" Beschäftigungsverhältnisse nicht.

Ich tarne selber die eine oder andere Lücke durch Angabe meiner Weiterbildung – aber die mache ich, in deren Rahmen bin ich freiberuflich. Und bekomme es auch so bescheinigt.

MAr. Fo]reskixn


Es geht darum, ob ich meine ehrenamtliche Tätigkeit im Lebenslauf auch als selbstständige Arbeit angeben kann.

Eine ehrenamtliche Tätigkeit gibt man am besten als ehrenamtliche Tätigkeit an.

Koadter_3x-8


gib mal bei Googel ( Benevol ) ein, das ist ein Schweizer ausdruck für unbezahlte Freiwillige Arbeit. hoffe Dir damit geholfen zu haben. LG @:)

Igt's a =be autif ul d<ay


Es geht darum, ob ich meine ehrenamtliche Tätigkeit im Lebenslauf auch als selbstständige Arbeit angeben kann.

Darf man nicht, denn das wäre eine Täuschung.

Ein Ehrenamt ist eine unentgeltliche Tätigkeit. Mit der Bezeichnung als selbständige Tätigkeit suggerierst Du dem potenziellen Arbeitgeber, dass Du damit Einkommen erzielt hast, die Tätigkeit also wirtschaftlich verwertbar war, was für eine Einschätzung Deiner Fähigkeiten durchaus relevant ist.

Auch wenn es also die erwerbslose Zeit nicht überbrückt, ist es dennoch kein unnützer Punkt, denn soziales Engagement an sich und die daraus resultierende Erfahrung wird durchaus positiv bewertet.

Würde im Lebenslauf ja auch ein entsprechendes Arbeitszeugnis voraussetzen.

Wenn man es als selbständige Tätigkeit angeben will, dann eher nicht ;-)

MRnemobsyxyne


Danke schonmal für eure Antworten.

Benevol werd ich gleich mal googeln.

Ich frage ja gerade, weil ich keinen Schmu betreiben möchte ;-)

Ich habe von einer Bekannten, die in der Berufsberatung tätig ist, dies gehört. Dort wird das wohl so betrieben. Ich wollte mich aber absichern und bin deswegen im Netz auf die Suche gegangen, habe aber vor allem eben steuerrechtliche Antworten gefunden.

Meine Frage kommt also nicht von ungefähr, sondern bei verschiedenen Ämtern wird so gearbeitet. Bevor ich mich aber in die Nesseln setze, lasse ich es natürlich :-)

Iyt's za bea?utixful day


Ich habe von einer Bekannten, die in der Berufsberatung tätig ist, dies gehört. Dort wird das wohl so betrieben.

Ich hoffe nicht, denn wenn der AG dem auf die Schliche kommt, könnte er das Arbeitsverhältnis m.E. anfechten. Dann sitzt man wie bei einer fristlosen Kündigung von heute auf morgen auf der Straße.

G&rhauaemxsel


...mal schüchtern nachfrag |-o

Warum darf man keine "Lücken" im Lebenslauf haben? Mnemo könnte ja Kinder erzogen haben, ältere Leute aus der Verwandschaft betreut oder eben Ehrenämter ausgeübt haben, welche geldmässig nicht einschenken, aber zu reicher Erfahrung verhelfen. (Organisationstalent, Multitasking usw.)

Ein Freund von uns - Wissenschafter mit seltenem Spezialgebiet - war ein paar Jahre lang arbeitslos nach der Doktorarbeit und hielt sich mit "unqualifizierten Arbeiten" finanziell über Wasser. Und als "die genau für ihn passende Stelle" im Ausland ausgeschrieben wurde, hat er sich beworben und die Stelle bekommen.

All' die arbeitslosen Jahre zählten nicht; aber seine Vielseitigkeit wurden als Zusatzqualifikation gesehen und auch seine Lebenshaltung, "irgend etwas" zu arbeiten, und nicht dem Staat auf der Tasche zu liegen.

C6hattxy


Hi,

ich würde nicht den Lebenslauf frisieren. Wenn man ehrenamtliche Tätigkeiten macht, kann man diese im Lebenslauf unter Sonstige/Ehrenamt packen. Da würde ich keine selbständige Tätigkeit raus machen. Denn es ist ja nicht so, dass du da was eigenständiges machst. Das wäre Betrug. Und die Dame bei der Berufsberatung würde ich dringend zu einer Fortbildungsveranstaltung schicken.

Viel Glück bei deinen Bewerbungen

UHlmer xSpatz


Warum sollte man eine ehrenamtliche Tätigkeit nicht als solche angeben?

Viele Arbeitgeber sehen das als sehr positiv an. Wenn jemand bereit ist, freiwillig sogar ohne Bezahlung tätig zu werden, dann ist der/die entsprechende Bewerber(in) ganz sicher keine faule Socke.

I&t'sb a Cbeauti*fulx day


Warum darf man keine "Lücken" im Lebenslauf haben?

Natürlich "darf" man, vorteilhaft sind aber entsprechende Erklärungen wie z.B. gesellschaftlich relevante Ersatztätigkeiten (Kindererziehung, Angehörigenpflege, etc.).

Zeiten der Arbeitslosigkeit waren lange verpönt, das hat sich aber die letzten Jahre geändert, da immer mehr auch qualifizierte Leute solche Lücken aufweisen.

Dennoch gilt das gute alte Sprichwort: Stillstand ist Rückstand. Und so muss jemand, der längere Zeit "raus" ist, eine Menge aufholen, da sich die Arbeitswelt weiterentwickelt und er eine Menge verlernt hat.

Deswegen bietet es sich bei Arbeitslosigkeit an, irgendwas nebenbei zu machen, z.B. eine Fortbildung oder eben ein Ehrenamt.

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