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Referendariat mit 2 kleinen Kindern – ich fühle mich überfordert

moade8.in.*t]he.80iexs hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich habe im November mein Ref begonnen. Bisher habe ich noch nicht mal viel "richtigen" Unterricht gegeben. Das fängt jetzt im neuen Jahr erst an.

Ich bin 29 und habe 2 kleine Kinder (4 und 1,5J.), die, da der Papa auch Vollzeit arbeitet, den ganzen Tag im KiGa (nachmittags bei Freunden) und bei der Tagesmutter untergebracht sind. Allein das macht mich schon fertig, ich wäre viel lieber mit ihnen zusammen. Es zerreißt mir das Herz, dass ich sie immer so lange weggeben muss. Am WE muss ich auch immer an den Schreibtisch, Unterricht vorbereiten usw. – das wird ja perspektivisch nicht besser, wenn ich meine Klassen komplett übernehme, nur schlimmer. Alle 4 Wochen kommt jemand, der meinen Unterricht anschaut und bewertet, das muss alles noch besser vorbereitet sein als normal.

Dann diese 1000 Anforderungen vom Seminar 2x die Woche (dies und das in die Planung mit einbeziehen und bitte einen GROSSEN Entwurf über 5 Seiten schreiben,...), die der Schulen (es sind 2 Schulen, an denen ich je 2 Tage bin, bzw. an einem Tag fahre ich um 5h los, gebe die ersten 2h an der einen und nachmittags dann Unterricht an der anderen Schule). Hinzu kommt, dass natürlich auch Mentoren usw. erwarten, dass man "schnell nochmal bis Morgen" dies und das vorbereitet, organisiert usw. – klar, so ist das Ref eben und das wusste ich auch vorher.

Nur habe ich mir nicht vorstellen können, dass ich so darunter leiden würde, meine Kinder kaum zu sehen und, dass alles wirklich so mega zeitaufwendig ist.

Inzwischen schiebe ich alles ewig lange vor mir her, bis ich überhaupt anfange, ich habe gar keine Lust mehr dazu. Wobei mir die Arbeit an sich, mit den Kindern, Spaß macht. Aber alles drumherum, diese ganze Dauer-Test-Situation macht mich völlig fertig. Die ganzen Weihnachtsferien habe ich überlegt, ob ich nicht alles hinschmeißen soll und später nochmal anfange, wenn die Kinder größer sind. Nur ist die Hemmschwelle bis dahin nur noch größer, denke ich. Und jetzt habe ich immerhin schon 2 von 18 Monaten hinter mich gebracht. Ich denke immer "Zähne zusammenbeißen und durch!" und das bekomme ich auch von allen ständig gesagt, aber ich weiß nicht, wie ich das machen soll, wenn ich so unglücklich bin? Ich will meinen Kindern doch auch eine fröhliche und präsente Mutter sein und mich nicht ständig zum Heulen aufs Klo verziehen :°( Das ist so gar nicht meine Art! So kenne ich mich gar nicht und vor allem mag ich mich so nicht! :|N

Antworten
Lzinxa70


Ja, so geht es vielen Müttern! Du hast dazu noch einen Ehemann. Viel problematischer ist es, wenn man alleinerzehend ist.

Die Kinder und der Job sind sicher nicht überraschend gekommen.

l=e srangz rea1l


Am WE muss ich auch immer an den Schreibtisch, Unterricht vorbereiten usw. – das wird ja perspektivisch nicht besser, wenn ich meine Klassen komplett übernehme, nur schlimmer. Alle 4 Wochen kommt jemand, der meinen Unterricht anschaut und bewertet, das muss alles noch besser vorbereitet sein als normal.

Ich bin auch grad dabei und kann dir sagen, nachdem der erste Abschnitt (begleiteter Unterricht, 6 Monate bei mir) vorbei ist, wird es besser, weil man auch mal ne schlechte Stunde halten kann, ohne dass gleich jemand mault. Die Unterrichtsbesuche bekommst du auch unter den Hut, das klappt schon :)*

Dann diese 1000 Anforderungen vom Seminar 2x die Woche (dies und das in die Planung mit einbeziehen und bitte einen GROSSEN Entwurf über 5 Seiten schreiben,...), die der Schulen (es sind 2 Schulen, an denen ich je 2 Tage bin, bzw. an einem Tag fahre ich um 5h los, gebe die ersten 2h an der einen und nachmittags dann Unterricht an der anderen Schule)

So ist das leider. Ich hab bisher einen Tag pro Woche am Seminar (10 Stunden) und die anderen 4 (bzw. jetzt 3) an der Schule mit 11 Stunden Unterricht pro Woche.

Inzwischen schiebe ich alles ewig lange vor mir her, bis ich überhaupt anfange, ich habe gar keine Lust mehr dazu. Wobei mir die Arbeit an sich, mit den Kindern, Spaß macht. Aber alles drumherum, diese ganze Dauer-Test-Situation macht mich völlig fertig.

Kann ich verstehen. Mir gings auch so. Das Ref ist eine absolute Belastungsprobe, durch die man durch muss.

Ich will meinen Kindern doch auch eine fröhliche und präsente Mutter sein und mich nicht ständig zum Heulen aufs Klo verziehen Das ist so gar nicht meine Art! So kenne ich mich gar nicht und vor allem mag ich mich so nicht!

Auch das kenne ich (ich hab allerdings keine Kinder). Kannst du dir in irgendeiner Form Entlastung sichern?

S8millxi2


Lina, so wirklich hilft ihr das jetzt aber nicht, oder? Man kann ihr doch nicht vor Augen führen, wie es noch schlimmer sein könnte. Ihr Zustand "reicht" auch schon. Man muss da nun ja wirklich keinen drauf setzen.

Ich habe schon von vielen gehört, dass das Ref einfach furchtbar ist. Und mit Kindern eine wirkliche Herausforderung.

Ich würde das Ref an deiner Stelle auch nicht schieben. Könntest du probieren, deine Zeit effektiver zu nutzen? Also eher Qualität als Quantität. Du machst dir fürs WE einen Plan, wann die Schule dran ist und wann die Kinder.

Und unglückliche Gedanken dürfen auch dabei sein. Dann aber nicht den Kopf in den Sand stecken. Sag deinem Mann, wie du dich fühlst.

L3intam7x0


Da möchte ich mal widersprechen!

Ich will ihr damit sagen, dass sie eigendlich sehr glücklicfh sein kann: Sie hat zwei wahrscheinlich gesunde Kinder, die sie aufwachsen sieht, einen Mann, der Arbeit hat und selbst kann sie sich auf einen krisenfesten Beruf aufbauen.

Dass das Arbeit macht und stressig ist, kann und will ich nicht bestreiten.

Anlass zur Klage besteht m.E. nicht!

l e saxngM reaxl


Lina, es ist ja schön, dass du das so siehst und bei einigen Problemen stimme ich dir auch zu.

Aber ich glaube, du weißt nicht, wie stressig das Ref sein kann.

ABl]eonoxr


Gibt es nicht die Möglichkeit das Referendariat zu strecken? Sprich: du machst es quasi auf ner Halbtagesstelle und dafür länger?

S mil=li2


Aber darf man denn keine Probleme haben, auch mit gesunden Kindern, Beruf und Mann? ":/

Ehrlich – solche Kommentare sind die Gründe, weshalb immer mehr im burnout oder so landen, weil man keine Probleme haben darf. :|N :(v

Slarina&*Mucklelchxen


Die Kinder und der Job sind sicher nicht überraschend gekommen

Tja solche Menschen wie Lina sind nicht selten, nochmal draufhauen wenn es einem eh schon schlecht geht. Es soll Menschen geben die sich die Situation vorher anders vorgestellt haben.

@ made

Ich seh das anders, wenn man es sich leisten kann das ganze zu schieben, oder Aleonors Vorschlag das ganze zu verlängern wenn das geht, würde ich doch nochmal Mittel und Wege suchen. Wenn man es nicht MUSS wegen finanzieller Not oder anderen Gründen, sollte man auch auf sich selbst achten. Verlang nur das von dir, wozu du auch bereit bist. Wenn die Zeit mit deinen kleinen Kids wichtiger ist momentan, dann solltest du dir vielleicht ein neues Ziel setzen. Ich meine aber auch nur verschieben, nicht komplett sein lassen.

Wir wissen ja dass du noch andere Talente hast und gern noch ein 3 Kind und du würdest sicher eine andere Erfüllung finden ( du weisst ja was ich meine)

Aber letztenedlich musst DU entscheiden wie du glücklich bist und ob du die restliche Zeit noch durchhälst :)_

Ich wünsch dir jedenfalls alles erdenklich gute und bleibe auf dem laufenden :)_

L3inaZ70


Ich will gar nicht "draufhauen"! Ich meine nur, dass dieses Selbstmitleid völlig fehl am Platze ist.

Mir ist durchaus bekannt, dass ein Referendariat kein Zuckerschlecken ist, sowohl ohne wie eben auch mit Kindern.

Ich frage mich, wie reagiert wird, wenn es wirklich mal dicke kommt, wenn echte Probleme auftauchen?

lIe san`g rexal


Lina, ich glaube, deine Äußerungen helfen der TE nicht weiter...

CCao0imxhe


Ich frage mich, wie reagiert wird, wenn es wirklich mal dicke kommt, wenn echte Probleme auftauchen?

Die TE hat echte Probleme - der Job fordert so viel, dass sie Zeit für sich und ihre Familie schwinden sieht. Natürlich möchte sie daran was ändern!

AwleBono]r


Vor allem sollte man sich zurück halten bei der Einschätzung was für andere ein Problem ist und was nicht ...

dSeQvil\induisgbuisxe


Ich habe eine ganze Reihe von Leuten während ihres Referendariats erlebt und ALLE waren total fertig, auch ohne Kinder. Eine Freundin hat sogar jeden Abend geheult vor Überforderung.

Das Problem ist ja nicht allein die reine Arbeitslast – das wäre schon genug. Sondern, daß man in einer permanenten (!) Prüfungssituation steht. Das können sich Außenstehende wohl oft nicht vorstellen. Es ist anders, als einfach arbeiten zu gehen, man wird pausenlos kontrolliert und bewertet. Dazu kommt aber (anders als bei anderen Prüfungen) auch noch der unmittelbare Arbeitserfolg, der Umgang mit den SchülerInnen. Man muß es nicht nur der Dozenten und dem Mentor recht machen, sondern zugleich auch Unterrricht machen, der in der Realität funktioniert.

Und dann kommen auch noch zwei Kinder dazu, die einerseits viel Arbeit machen und Aufmerksamkeit forden, und denen man diese Aufmerksamkeit andererseits auch geben WILL – und nicht kann.

Leider habe ich keinen guten Tip für dich. Nur mein Mitgefühl. :°_

Mir geht es ähnlich, ich finde meinen Beruf eigentlich super, nur leider kraß familienfeindlich. Ein Betreuungsproblem besteht nicht, mein Kind ist immer beaufsichtigt – ändert aber nichts daran, daß es eben MAMA will und nicht immer "nur" Papa, Oma, Erzieherin. Und daß ich ja auch nicht Kinder bekomme, um dann keine Zeit mit ihnen zu verbringen. Na klar ist ein krisenfester, gut bezahlter Job toll – andernfalls bestünde ja auch kein Dilemma, sondern man würde es einfach sein lassen.

S&millxi2


Lina, sei mir nicht böse, aber ich glaube, du bist in dem Faden irgendwie falsch.

Probleme sind vielfältig und du solltest anerkennen, dass es nicht ein "das Problem ist wirklich ein Problem" gibt, sondern dass es eben viele Ausprägungen hat. Und morgen kann ich ein gesundheitliches Problem haben, aber heute habe ich ein soziales. Es ist schon ein dickes Problem. Oder heulst du einfach so aus Spaß auf der Toilette?

Du meine Güte – ich finde es unverschämt, ihre Empfindungen nieder zu machen, als "nichtiges Problem" abzustempeln. :(v Man darf wohl nur "jammern", wenn man bereits den Kopf unter dem Arm trägt.

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