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Kollegen müssen Kinderfreundlichkeit "ausbaden"

G~ol2de)nWintxer


Wie es in den USA läuft kann ich nicht beurteilen, aber hier in der Schweiz haben wohl alleinerziehende Mütter dieselben Probleme, wie in Deutschland auch.

In den USA sind die Kinder häufig bei Freunden des Kindes untergebracht und andersrum. Aus meienr Familie lebt jemand dort, daher weiß ich das. Da wird sich gegenseitig viel geholfen.

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Also ich sehe es einfahc nicht ein, dass ich kein Privatleben mit meinen Partner mehr habe weil ich IMMER nur Spätschichten machen muss....

Das ist aber nicht das Problem der Mütter. Wieso sollten die sich denn für dein Privatleben interessieren?

Das ist dein **Problem welches **du mit dem Arbeitgeber lösen musst. Dann muss der mehr Leute anstellen oder weniger Mütter oder was auch immer. Oder du musst andere Arbeitszeiten vereinbaren.

Sag mir bitte einen vernünftogen Grund warum ich keine Zeit mehr mit meinem Partner haben darf und immer nur die Spätschichten machen muss?

Den Job hast du dir aber auch selber ausgesucht?

E.mmxa28


(Wenn ich weiß, späte Dienste gehen überhaupt nicht, dann brauche ich mich nicht in einer Firma zu bewerben in der Spätdienste genauso fällig sind wie normale Dienste).

Wieso sind für diejenigen, die ALLES für die Mütter ausbaden müssen, denn die Mütter das Problem und nicht die Chefs? Der Chef stellt die Mutter ein und das z.B. nur Vormittags, müsste er ja nicht, er könnte ja auch einfach jemanden einstellen, der immer arbeiten kann.

Ich meine Kinder sollten kein Freifahrtschein für Kita-taugliche Arbeitszeiten sein

Stimmt, sollen die Rotzgören doch schauen, wie sie bei Oma oder Tante Hilde klarkommen oder bei der Nanny, weil Mama selbstverständlich die Arbeitszeit nicht so geregelt hat, dass sie sich selbst um die Kinder kümmern kann, wenn die KiTa zumacht, das macht man ja nicht, das ist ja unfair den Kollegen gegenüber. %-|

Da spricht doch der pure Neid aus solchen Aussagen. Bisher war alles gut meinem Job, aber jetzt kommt jemand, der hats aber besser als ich, das ist unfair, mein Job ist doof!

Ist ja nicht so, dass die Mütter sich dann nach dem das Kind aus der Kita geholt ist nen schönen freien Nachmittag machen können und entspannen, so wie ein Kinderloser nach der Arbeit es jedenfalls könnte.

@ Isabell

Ich glaube dir sofort, dass das eine wahnsinnige Belastung ist. Man hat ja keine geregelte Arbeitszeit und gut, sondern die Kinder müssen immer betreut werden, egal welche Uhrzeit gerade ist und wie man sich gerade fühlt. Das stand übrigens auch in der Studie, Teilzeitarbeitende Mütter sind eher von Burnout bedroht als Vollzeitarbeitende Kinderlose.

Es klingt verdammt hat und wenn man sich dann auch noch vor den kinderlosen Kollegen ständig rechtfertigen muss oder ihren Unmut zu spüren bekommt, ist das schon eine wahnsinnige Herausforderung.

Vollzeitarbeit ist meiner Meinung nach keine Alternative, den man als Mutter freiwillig wählen sollte (wenn es sich nicht vermeiden lässt, gerade Alleinerziehende haben ja oft keine andere Wahl) und auf Kinder zu verzichten wegen der Karriere soll tun wer will, dann aber nicht diejenigen schief von der Seite anschauen, die sich noch was schöneres im Leben vorstellen können als arbeiten!

EPmmaI_Pekel


Man kann z.B. bei Spätdienst einfach andere Mütter bitten ihr Kind mit abzuholen. Das ist fast nie ein Problem und ist zudem noch kostenlos. Aber da muss man auch einfach mal den Mund aufmachen. Statt zu jammern das man keine Verwandten vor Ort hat und kein Geld für Babysitter und Co. Wenn ich ein Kind bekomme dann weiß ich das ich nun in der Pflicht bin ein funktionierendes soziales Netz aufzubauen mit dem ich alle Notfälle abfangen kann und somit nicht permanent anderen noch unnötig extra Arbeit aufbürde im Job.

Zunächst mal ist es nicht extra Arbeit. Wenn ich in Teilzeit arbeite, bin ich für eine feste Stundenzahl eingestellt und werde dafür bezahlt. Weder kann ich beliebig Minusstunden machen, noch bekomme ich mein volles Gehalt. Dass man mal früher weg muss oder später kommt, passiert auch kinderlosen Kollegen und einen Job im Schichtdienst zu finden, ist für die meisten Mütter beinahe unmöglich - eben weil die Arbeitgeber keine Lust auf den Ärger haben.

Ob das nun fair oder unfair ist, will ich gar nicht diskutieren, aber wenn ein Arbeitgeber doch auf die Belange der Mutter eingeht, dann ist daran nicht sie Schuld und dementsprechend ist es wenig sinnvoll, sich über solche Mütter aufzuregen. Der Frust sollte dann eher dem Arbeitgeber gelten, aber wer fordert schon öffentlich, der Arbeitgeber solle keine Mütter mehr einstellen? ]:D Da ist es ja einfacher, den Frust an den betreffenden Kollegen abzuladen...

Und was die "Pflicht" zum Aufbau eines sozialen Netzwerkes angeht: ich weiß ja nicht, wie das bei anderen ist, aber zum Einen kann niemand was für seine Familienverhältnisse und außerdem sind die anderen Eltern, die einen Ganztagsplatz für ihr Kind haben, auch berufstätig. Wir sind jetzt seit August in einer Einrichtung und ich bin froh, dass ich mich vor zwei Wochen zum ersten Mal mit einer Mutter privat traf, die obendrein noch nett ist. Wie in aller Welt soll ich mich innerhalb kürzester Zeit bei zehn Eltern, denen ich kaum begegne (es bringen und holen ja alle zu unterschiedlichen Zeiten) so weit einschleimen, dass sie bereit sind, regelmäßig (bei Schichten geht es ja nicht um eine Ausnahme) mein Kind mitzunehmen und zu betreuen. Die brauchen dann auch noch einen zusätzlichen Kindersitz und müssten gegebenenfalls wickeln und verpflegen. Um so etwas bitte ich sogar nur meine Freundin im Ausnahmefall.

Und bei kranken Kindern hat man nämlich noch ein ganz anderes Problem, die will nämlich niemand - sofern man sie denn überhaupt allein lassen kann.

S^milJlix2


GoldenWinter

Und deshalb müssen die anderen dann immer die Spätschichten machen und auf ihr Privatleben verzichten? Wenn der Partner bis 16.30 Uhr arbeitet und ich dann bis 20.30-22 Uhr und immer erst spät zu Hause bin, dann hat man eben kein Privatleben mehr. Das kanns eben nicht sein, dass andere das ausbaden müssen. Ich kann doch auch nichts dafür wenn andere nur zu bestimmten Zeiten können. Deshalb soll ich kein Leben mehr haben, weil ich permanent Spätschichten machen muss?

Sehe ich ganz genau so!!!!!!!! :)z :)^

anlles_w\ird__;guxt


Es ist am Arbeitgeber wen er einstellt und auch ob er genug Leute bereit hält.

Genau. Nachdem bei uns oft genug Probleme gab, weil Leute of spezielle Konditionen gepocht haben, werden keine Leute mehr genommen, die potentiell eine Sonderbehandlung beanspruchen werden.

Irgendwann wird die Vorgesetzte vom TE es genauso machen, spätestens dann, wenn ihre Leistungsträger weggehen oder innerlich kündigen.

G+old#e,nWinxter


Den Job hast du dir aber auch selber ausgesucht?

Naja aber wenn die die nur Spätschichten erst später dazu kamen habe ich es mir nicht ausgesucht.

Das ist aber nicht das Problem der Mütter. Wieso sollten die sich denn für dein Privatleben interessieren?

Das ist dein **Problem welches **du mit dem Arbeitgeber lösen musst. Dann muss der mehr Leute anstellen oder weniger Mütter oder was auch immer. Oder du musst andere Arbeitszeiten vereinbaren.

Doch. Auch die Mütter müssen alles daran setzen und sich so organisieren dass es auch anders geht. Hier wird immer nur geschrieen Rücksicht Rücksicht, Geht nicht, Geht nicht.

WIe gesagt kriegen es ziemlich viele in meinem Umfeld komischerweise hin. Und nein die sind alleinerziehend und haben keine Familie die Helfen.

Ich habe hier das Gefühl, dass viele sich gar nicht organisieren wollen.... Man muss sich den Umständen anpassen.

S<unfl4ower_x73


In den USA gibt es auch 24-Stunden-KiTas, wo die Kinder dann auch gerne mal nachts um 3h abgeholt (= geweckt werden). Oder morgens um 5h noch im schlafanzug abgegeben werden.

Wer DIE Verhältnisse will...

Ansonsten:

Es ist einfach nicht Schuld der jeweiligen Kollegen mit Kindern, sondern des Arbeitgebers, Dienstplanmachers,... Dann muss man halt das Gespräch suchen. Denn die Mütter/Eltern werden ja i.d.R. mit ihren klaren Vorgaben eingestellt.

Eine Freundin von mir arbeitet nur 20 Stunden an 2 1/2 Tagen; muss aber an einem Tag abends bis 21h arbeiten. Sieht der Job so vor, war von Anfang klar. Ebenso klar war aber auch, dass eine andere Kollegin sie dann vertritt, wenn ihr Mann die Kleine nicht um 17h von der KiTa aholen kann, weil er beruflich auswärts ist. Das kommt im Jahr ca. 3-4x vor – und die Kolleging springt halt ohne Murren ein. Gut, dass wird auch mit einer Woche Vorlauf angekündigt. Es ist von Anfang an so besprochen worden; meine Freundin hat nur deswegen den Job zugesagt und der AG hat sie auch nur nach interner Klärung des Problems eingestellt.

Zielscheibe sollte somit immer Chef o.ä. und nicht die betroffene Kollegin selber. Denn wenn von vornherein klar ist, in welchem Rahmen jemand arbeitet, dann gehen die Betroffenen auch davon aus, dass das intern okay ist. Sie sprechen ja im Vorstellungsgespräch kaum mit allen einzelnen Kollegen und fragen, ob es okay ist.

Klar ist es Mist, wenn sich die Vollzeitkräfte ungerecht behandelt fühlen. Aber das kann man echt nicht den Müttern anlasten. Zumindest nicht pauschal und grundsätzlich.

G^oldHenWixnter


Genau. Nachdem bei uns oft genug Probleme gab, weil Leute of spezielle Konditionen gepocht haben, werden keine Leute mehr genommen, die potentiell eine Sonderbehandlung beanspruchen werden.

Irgendwann wird die Vorgesetzte vom TE es genauso machen, spätestens dann, wenn ihre Leistungsträger weggehen oder innerlich kündigen.

Genauso ist es auch. Und versuaen es denen, die gut organisiert sind und es auf die Reihe kriegen.

Es gibt bei dieversen auch Hilfen um sich zu organisieren. Aber das nehmen viele nicht in den Anspruch warum auch immer.

Ich sag ja auch wirklich nichts, wenn das Kind mal krank wird und die Mama dann ein Paar mal im Jahr deswegen fehlt. Aber nur noch Spätschichten machen auf Dauer geht eben nicht.

EVmma_Preexl


Ich habe hier das Gefühl, dass viele sich gar nicht organisieren wollen.... Man muss sich den Umständen anpassen.

Und so viel Einblick hast du in die Privatangelegenheiten anderer Leute oder wie?

Erstaunlicherweise sind es immer die Mütter, die die Wurzel allen Übels sind. Mein Mann hat noch nicht ein einziges Mal böse oder komische Blicke geerntet, weil er Home Office wegen unseres Sohnes gemacht hat oder früher gehen musste. Stattdessen klopfen ihm noch alle auf die Schulter, bieten freiwillig ihre Hilfe an und sagen, wie toll es doch sei, dass er so ein verantwortungsbewusster Vater sei.

Es ist natürlich bloße Theorie, aber ich vermute fast, einige davon würden mit den Augen rollen, wenn es nicht er, sondern eine weibliche Kollegin wäre. :=o

Dsumxal


GoldenWinter

Ich habe hier das Gefühl, dass viele sich gar nicht organisieren wollen.

Was haben die SchreiberInnen hier mit deiner Situation zu tun? Nüscht will ich mal annehmen. Was bei bestimmten Teilnehmern an der Diskussion noch gehen würde, ist dir ja auch gar nicht bekannt. Was soll also diese Unterstellung?

Ich finde es wirklich interessant, dass die Wut die Eltern trifft und nicht die Arbeitgeber, die für die Umstände am Arbeitsplatz zuständig sind.

Nxiobxe30


Naja aber wenn die die nur Spätschichten erst später dazu kamen habe ich es mir nicht ausgesucht.

Dann musst du das mit deinem Chef abklären. Das ist ja fürchterlich. Wenn ich mir vorstelle ich hätte irgendwelche Kollegen die mit ihren Arbeitsbedingungen unzufrieden sind und nicht in der Lage das zu klären und gehen dann mir damit auf die Nerven.

Ich habe hier das Gefühl, dass viele sich gar nicht organisieren wollen.... Man muss sich den Umständen anpassen.

Wenn eine Mutter mit dem Chef nur Frühschichten vereinbart hat, hat sie sich an die Umstände angepasst.

kkamsikazxe


:)D

Elmma'_Peexl


Irgendwann wird die Vorgesetzte vom TE es genauso machen, spätestens dann, wenn ihre Leistungsträger weggehen oder innerlich kündigen.

Na klar, und die Leistungsträger sind natürlich die Vollzeitbeschäftigten. %-|

Du glaubst es kaum, aber es gibt tatsächlich Teilzeitkräfte, die effektiver arbeiten, als einige in Vollzeit. In unserer Abteilung gibt es eine Dame, die in so einem gemütlichen Tempo arbeitet und während der Arbeitszeit gern mal im Internet surft, dass sie abends regelmäßig ne Stunde länger dort sitzt. Damit hat sie kein großes Problem, wartet doch zu hause eh niemand auf sie. Soweit, so gut. Problematisch wird erst, weil sie immer heult, dass sie ja ach so gestresst ist (was ja auch kein Wunder ist, schließlich sind bei ihr immer nur gerade so die Minimalanforderungen erfüllt und wenn irgendwas Außerplanmäßiges passiert, gerät sie natürlich komplett durcheinander mit ihrem Zeitmanagement) und zu allem Übel regelmäßig ihren Gleittag einfordert - den sie gar nicht nehmen könnte, wenn sie sonst nicht so trödelig arbeiten würde.

Tja, sie ist keine Mutter. Und nun? Was beweist das? Dass es halt überall nervige und schmarotzerische Arbeitnehmer gibt, aber dass Einzelschicksale auch nicht weiterhelfen, eine bestimmte Situation allumfassend zu beleuchten.

Manchmal lohnt es sich aber, mal einen Blick hinter die Fassade zu werden und sich zu fragen, ob die anderen es wirklich immer so viel besser haben und ob man nicht das ein oder andere Mal für andere einen kleinen Stück von seinem Luxuskuchen abgeben will. Wer hier fordert, Mütter hätten für ein soziales Netz zu sorgen, kann ja einfach mal bei sich anfangen und eine Masche in diesem Netz sein. Aber einfacher ist es natürlich, wenn das die "anderen" machen. ;-)

E7mma2x8


@ Goldenwinter:

Du sagst es ja schon selbst

Naja welche Lebensumstände könnte schlimmer sein, als alleinerziehend in Ausbildung zur Krankenschwester, keine Unterstützung von Familie und 37,5 Stunden Woche Schichtdienst? Sie hat es mit Tagesmutter gut gelöst und auch geschafft. Das hat sich nach einiger Zeit gut eingespielt.

War bestimmt eine tolle Zeit in ihrem Leben, so gut, dass man das eigentlich bis zur Rente so beibehalten könnte, oder?! ;-)

Überlegt mal, was ihr da von den Müttern abverlangt. Die sollen sich halt mal zusammenreißen, gibt ja auch andere, die das schaffen. Ja, schon, aber du beschwerst dich über zu wenig Freizeit mit deinem Partner, wegen den Müttern, gleichzeitig aber sollen die Mütter, die einfach per se mal eine Belastung mehr haben als du genauso und nicht weniger oder anders arbeiten. Weil man das schon irgendwie schaffen KANN. Dann muss es auch so laufen und nicht anders!

Heute muss Oma das Kind abholen, die kann aber nur bis 18 Uhr, danach springt dann die Nachbarin ein, da wird dann das Kind um 20.30 Uhr abgeholt, danach Hausaufgaben und Haushalt usw. Und wehe es fällt mal einer aus.

Wenn Teilzeitarbeit angeboten wird, wieso soll eine Mutter sie dann nicht annehmen und sich das Leben noch schwerer machen? Ist ja nicht so, dass nicht der Chef derjenige ist, der Teilzeitarbeitnehmer nur für bestimmte Zeiten einstellt.

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