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Kollegen müssen Kinderfreundlichkeit "ausbaden"

atva}nti


spätestens dann, wenn ihre Leistungsträger weggehen oder innerlich kündigen.

na, wenn der Begriff schon mal fällt: ich bin immer Leistungsträger bei uns in Team gewesen mit einer anderen Kollegin/Freundin zusammen. Wir hatten die meiste Verantwortung, die meisten Überstunden, die meiste fachliche Ahnung und haben oft genug zu zweit die Arbeit von insgesamr 7 leuten gemacht, wir haben nämlich viele dauerkranke und noch mehr nicht-belastbare Kollegen. Jetzt sind wir beide nacheinander in elternzeit gegangen. Und tadaaaaa, da läuft nix mehr gut. Andere Teams unzufrieden, im Team läufts schief, Kunden unzufrieden etc.

Wir werden beide höchstens Teilzeit wiederkommen, beide nach mehr als nen Jahr elternzeit, also ohne Anspruch auf unsere alten stellen. Und wir wurden beide gebeten, doch bittebittebitte unsere alten stellen wieder zu nehmen. ("Und wenn ihr mal keine Betreuung habt, bringt die Jungs doch einfach mit")

Und wir werden beide wieder Leistungsträger werden und besser arbeiten als alle anderen und das ist guterweise auch jedem klar.

Es ist nämlich einfach so: Leistungsträger sein begründet sich nicht im familienstatus.

Eemmao_Pxeel


Ich habe hier das Gefühl, dass viele sich gar nicht organisieren wollen.

Meine Organisation bestand darin, dass ich mit meinem Arbeitgeber Vereinbarungen getroffen habe. Und da muss ich doch keine Kollegen um Erlaubnis fragen, oder etwa doch?

Ich musste aufgrund eines Einrichtungswechsels für einen Monat von Vormittagsarbeit auf Nachmittagsarbeit switchen, anders konnte ich meinen Sohn nicht unterbringen. Meine Chefin hat damals ihr Okay gegeben und damit ist der Fall für mich erledigt gewesen. Anschließend habe ich den Sachverhalt mit den betreffenden Kollegen besprochen, wir mussten ein paar Prozesse umorganisieren und gut.

Das wird sicher auch den ein oder anderen total genervt haben, aber ich kann es nicht ändern. Ein anderer Kollege (Vollzeit, kinderlos) aus dieser Gruppe, der damals ziemlich klar signalisierte, wie wenig begeistert er von meiner vorübergehenden Arbeitszeitänderung war, hatte einige Monate später einen Skiunfall und musste danach in die Reha. Er war knappe zehn Wochen komplett weg, von heut auf morgen, ohne Vorbereitung o.ä. Was soll ich dazu sagen? Ihn nach seiner Rückkehr anpöbeln, dass er sich lieber ein weniger unfallträchtiges Hobby suchen soll, weil ich seinetwegen Mehrarbeit hatte?!

anlle6s_wirxd_gut


@ Emma_Peel

Na klar, und die Leistungsträger sind natürlich die Vollzeitbeschäftigten.

Bei uns tendenziell ja (klar, es gibt es Ausnahmen).

So Fälle wie die von Dir beschriebene Dame gibt es natürlich auch. Nur kann in so einem Fall der Vorgesetzte besser Druck ausüben, da es das Totschlagargument "meine Kinder" nicht gibt.

E#mmad2x8


Irgendwann wird die Vorgesetzte vom TE es genauso machen, spätestens dann, wenn ihre Leistungsträger weggehen oder innerlich kündigen.

Jaaaa, Leistungsträger sind nämlich per se immer nur kinderlose Vollzeitangestellte ;-D

n:a2nuf03


gebe mal meinen "Senf" dazu

Heute ist es so, daß Mütter den Anspruch haben, etwas "Exotisches" zu sein. Jeder nehme jetzt aber mal bitte Rücksicht - das kann nicht funktionieren.

Frauen bekamen in der Vergangenheit schon immer die Kinder. Kindergeld - zu DMZeiten-

50,00 DM, beim 2. Kind dann + 70,00 DM.

Mutter blieb erstmal zu Hause. Mütter hatten nicht viel Anspruch, sie hatten nicht mehr die Business-Kleidung zu kaufen, hatten keine Fahrtkosten, konnten das Allein-Einkommen nun besser einteilen.

Dazu: Die Steuerklassen änderten sich. Das ist auch in der heutigen Zeit noch so.

Und es reichte.

Auch früher war es nicht viel einfacher als heute wieder in den Beruf zurückzukehren. Musste sich mancher mit schlechter bezahlter Teilzeit zufrieden geben.

Ist heute der Anspruch von - ich betone und schere nicht alle Mütter über einen Kamm - Müttern zu hoch, bzw. soll alles mit Kind genauso sein wie ohne Kind? Beides geht auch heute noch nicht.

Es gibt heute Hilfen, Elterngeld....

Und nun - zerreisst mich - ich vertrage es

a&van$txi


Und nun - zerreisst mich - ich vertrage es

du sagst doch gar nichts, dass sich zu zerreißen lohnt^^

GVolduenWin/texr


Dann musst du das mit deinem Chef abklären. Das ist ja fürchterlich. Wenn ich mir vorstelle ich hätte irgendwelche Kollegen die mit ihren Arbeitsbedingungen unzufrieden sind und nicht in der Lage das zu klären und gehen dann mir damit auf die Nerven.

Woher willst du wissen, dass der Chef nicht schon informiert wurde?

Ist natürlich einfach dem Chef alles in die Schuhe zu schieben und selbst nicht aktiv zu werden und einfach mal zu sagen, ich suche mir eine Betreuung für 2 Spätschichten die Woche.

Und was meint ihr eigentlich was ihr einem Vollzeitarbeitenden abverlangt wenn er nur noch Spätshichten machen muss und kein Leben meh mit seinen Verwandten, Freunden, Sportverein und vor allem seinen Partner nicht mehr sieht.

Überlegt mal, was ihr da von den Müttern abverlangt.

Abverlangen eine Betreuung für 1-2 Spätschichten pro Woche zu suchen?

Naja welche Lebensumstände könnte schlimmer sein, als alleinerziehend in Ausbildung zur Krankenschwester, keine Unterstützung von Familie und 37,5 Stunden Woche Schichtdienst? Sie hat es mit Tagesmutter gut gelöst und auch geschafft. Das hat sich nach einiger Zeit gut eingespielt.

Sie hat damit kein Problem gehabt und handhabt das auch seit 6 Jahren so.

Ob sie nun früh oder spät arbeiten geht ist ihr egal. Das Kind wird betreut von einer Tagesmutter.

Hat ihr irgendeiner mal bei einer Beratungsorganisation hilfe gesucht und es mit einer Tagesmutter versucht?

E\mma5_Pexel


Und nun - zerreisst mich - ich vertrage es

Nein, das Niveau ist zu niedrig, um da jetzt eine tiefschürfende Diskussion zu starten. zzz

EZmmka_Pxeel


Hat ihr irgendeiner mal bei einer Beratungsorganisation hilfe gesucht und es mit einer Tagesmutter versucht?

1. ist die Auswahl an guten Tagesmüttern ziemlich übersichtlich,

2. haben die guten in der Regel Tageskinder und spätestens um 18/19 Uhr Feierabend und

3. geht mein Sohn um 18:30 Uhr ins Bett. Ins Ehebett der Tagesmutter?

teantt pxis


Mutter blieb erstmal zu Hause. Mütter hatten nicht viel Anspruch, sie hatten nicht mehr die Business-Kleidung zu kaufen, hatten keine Fahrtkosten, konnten das Allein-Einkommen nun besser einteilen.

Diese Argumentation prägt hier im Hintergrund ja den ganzen Faden. So denken halt noch viele, auch im Jahre 2013 , wohl auch der TE und diejenigen die über die arbeitenden Mütter jammern.

Dieses "Mutter-soll-zuhause-bleiben-und-sich-um-die-Brut-kümmern" ist noch in vielen Köpfen und wurde auch vielen so vorgelebt. Darum sind arbeitende Mütter per se das Uebel und werden skeptisch betrachtet: Kümmern sich nicht um die Kinder und brauchen dann auch noch ständig Sonderbehandlung ]:D

n;anu0x3


--Sonderbehandlung ;-D , ja das wird - wenn auch unterbewusst - verlangt.

Kollegen haben ein Recht die Beweihräucherung der berufstätigen Mütter zu diskutieren.

c/laixret


Interessante Diskussion, die mal wieder klar zeigt, warum so wenige Kinder geboren werden. Wer sich diese Mühle antun will, muss schon sehr viel Idealismus und einen starken Kinderwunsch haben.

@ tant pis

Ja, so klingt das für mich teilweise auch. Soll die Mutter doch zu Hause bleiben und uns am Arbeitsplatz nicht mit ihren Problemen belästigen. :-X

H=appy~ ZBananxa


Niemand hat was gegen berufstätige Mütter. ich denke jeder freut sich wenn er Unterstützung bekommt. Und wenn es nur Teilzeit ist. Aber wenn sich die Unterstützung nach und nach als zusätzliche Belastung entpuppt weil sie nicht spät arbeiten kann, alles stehen und liegen lässt weil die Kita bald schliesst (wenn Kind krank, dann ists okay) und dann die anderen Kollegen einspringen müssen, wirds kritisch.

cwlai=ret


Kollegen haben ein Recht die Beweihräucherung der berufstätigen Mütter zu diskutieren.

Wie äußert sich denn diese angebliche Beweihräucherung?

t{ant2 pis


Kollegen haben ein Recht die Beweihräucherung der berufstätigen Mütter zu diskutieren.

;-D Also ich wurde noch nie beweihräuchert in meinem Job, nur weil ich Mutter bin ;-) Meinem Chef ist das nämlich schnuppe, da muss die Leistung stimmen, genauso wie bei den Kinderlosen.

Ich werde genauso an mehrtägige Weiterbildungen mit Uebernachtung geschickt, wie meine Kollegen. Meinen Chef interessiert doch nicht, dass ich dann irgendwo meine Kinder unterbringen muss. Wenn abends eine Kundenveranstaltung ist, habe ich dort zu sein, egal ob ich Mutter bin oder nicht. Es ist dann mein Problem, ob ich das organisiert bekomme oder nicht. Ich kriegs Gott sei Dank immer irgendwie hin...

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