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Kollegen müssen Kinderfreundlichkeit "ausbaden"

t9uffmaLrxmi


Wenn du in Deutschland in der Zeit aufgewachsen bist, weisst du auch, wie grausam und menschenverachtend das war.

meine familie und ich sind in deutschland aufgewachsen, ja.

meine großeltern waren zwischen 1950-79 berufstätig, beide, und was schlechtes aus dieser zeit habe ich nie gehört.

grausam und menschenverachtend??

in der ddr war sicher einiges nicht schön u. auch menschenverachtend, die kinderbetreuung und das berufsleben zählte dazu eher nicht! ;-)

tjuff:armxi


Wenn du in Deutschland in der Zeit aufgewachsen bist, weisst du auch, wie grausam und menschenverachtend das war.

ich selbst bin 1979 geboren, noch in der ddr.

und beide eltern waren IMMER berufstätig, und es gab nie probleme oder stress hinsichtlich der vereinbarkeit von beruf und familie – weder für die eltern noch für die kinder.

ja, es kann also durchaus besser funktionieren als heute u. es war auch nicht alles schlecht früher! ;-D *:)

K~nackxs


@ KlydeFrosch

Dein Link zeigt einen Streit, wie man bei gleicher Sachlage zu unterschiedlichen Ergebnissen kommt.

Erstaunlicherweise argumentieren beide Lager auf der gleichen Faktenbasis.

Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.

Wenn in einem Jahr ein Einziger 10 Millionen Euro kassiert und hundert andere überhaupt kein Einkommen haben, liegt der statistische Schnitt bei wohlhabenden 100.000 Euro.

So wird uns etwas weisgemacht. Der [[http://de.wikipedia.org/wiki/Median Median]] jedoch zeigt auf den in der Mitte stehenden Menschen, wenn alle nach ihrem Einkommen von Null bis unendlich sortiert sind.

Und da sieht man, dass man die Gaben an die ohnehin Reichen beliebig erhöhen kann, ohne dass der Mittlere einen Cent mehr hätte.

KalydeJFrosxch


So wird uns etwas weisgemacht. Der [[http://de.wikipedia.org/wiki/Median Median]] jedoch zeigt auf den in der Mitte stehenden Menschen, wenn alle nach ihrem Einkommen von Null bis unendlich sortiert sind.

Und da sieht man, dass man die Gaben an die ohnehin Reichen beliebig erhöhen kann, ohne dass der Mittlere einen Cent mehr hätte.

Das ist schon klar. Unterschiedlich ist nur die Aussage, wer Mittelschicht ist und wer nicht. Hier zeigt sich wieder die German Angst und das Ganze gepaart mit etwas linker Propaganda.

K>nackxs


@ tuffarmi

in der ddr war sicher einiges nicht schön u. auch menschenverachtend, die kinderbetreuung und das berufsleben zählte dazu eher nicht! ;-)

Oh, verdammte Schriftsprache. Da kommt der Tonfall der Satire überhaupt nicht rüber.

Natürlich war mein Satz

Wenn du in Deutschland in der Zeit aufgewachsen bist, weisst du auch, wie grausam und menschenverachtend das war.

satirisch gemeint. Habe extra die Österreicher und Schweizer, die ja auch diesen in deutscher Sprache geschriebenen Satz verstehen, ausgenommen. Weil sie möglicherweise dieses ,,Kalter-Krieg-Klischeedenken" nicht mitgemacht haben. Damals gab es D und DDR. Ich habe die damalige D-Sprache bemüht.

b$eet\lejuicxe21


ich habs verstanden knacks.... da wurde in West D den Kopf geschüttelt und die armen Kinder bedauert, 60 jahre später ist es auch in West D vollkommen normal und von den armen Kindern in Kitas und Krippen sprechen heute nur noch wahre Hausfrauen, die sich nichts anderes vorstellen können. ;-)

t*uffarxmi


dieses ,,Kalter-Krieg-Klischeedenken" nicht mitgemacht haben. Damals gab es D und DDR. Ich habe die damalige D-Sprache bemüht.

naja, was heißt klischee. ist ja fakt, dass es in der brd damals wie heute (etwas weniger), zu hause bei den kindern blieb/bleiben sollte.

man kann sich ja heute die zahlen allein der kinderbetreuungsangebote anschauen, je süd-westlicher, desto weniger wird das angebot (kitaplätze etc.).

daher verstehe ich schon was du meinst, wenn du sagst, dass es damals 1950-1970 schwierig was in der brd – ist ja heute kaum anders in manchen gegenden! ;-)

t.uf]farmi


ähm, da fehlt irgendwie ein teil des satzes: dass die frau damals zu hause blieb/bleiben sollte.

in der ddr war das die absolute ausnahme, und kinder gab es reichlich! ;-)

SFunflow er_7x3


Bzgl. "sozialistischer Indoktrination":

Meine Ma ist Jahrgang 1944; ihr Bruder. Meine Oma war nach dem Krieg in Polen alleinerziehend und hat Vollzeit gearbeitet. Plus Schlangestehen für Grundnahrungsmittel.

Meine Ma und ihr Bruder waren beide von kleinauf halt in Krippe, Hort,... Da war einfach nur Kinderbetreuung angesagt. Klar, ein wenig sozialistisch. Aber sie sind erst mit 13 bzw. 15 nach Deutschland gekommen und können bis heute nix groß Sozialistisches berichten.

Und mal andersrum:

Nach dem Krieg haben sich auch (größere) Arbeitgeber rundum um ihre Arbeiter gekümmert. Da gibt's in NRW etliche Beispiele (Krupp bspw. mit Personalwohnungen, medizinischer Versorgung, besserer Lebensmittelversorgung für Angestellte nach dem Krieg).

Kenne sowas auch aus meinem Heimatort, mit entsprechenden Siedlungshäusern für Mitarbeiter best. größerer Firmen. Da wurden vernünftige Bedingungen geliefert, und die Mitarbeiter waren in best. Bereichen entlastet und konnten sich somit auf ihren Job konzentrieren. Es rechnete sich letztlich (okay, der Arbeitgeber machte über das Hausangebot zwar keinen Gewinn, aber eben auch keine Verluste).

Wo kümmern sich HEUTE Arbeitgeber noch? Stellen best. Unternehmen in Ballungslagen vernünftige Wohnungen zur Verfügung, zu vernünftigem Preis?

Warum gibt es nur in vereinzelten Unternehmen eigene Kinderbetreuungsmöglichkeiten? Warum sind die dann aber längst nicht immer auf die realen Arbeitszeiten angepasst (hab' hier das Bild einer Uniklinik vor Augen, wo Öffnungszeiten der Kita immerhin von 6-19h sind. Hilft bei Schichtdienst wenig.)

Es geht halt nur noch um Gewinnmaximierung oder persönlichen Egoismus, statt angemessen soziales Miteinander/Entgegenkommen. Seitens der Arbeitgeber, seitens der Kollegen. Irgendwie traurig, was wir nach und nach an Werten verlieren. Oder gezwungen werden, sie zu verlieren.

Kxna cks


@ Sunflower_73

Es geht halt nur noch um Gewinnmaximierung oder persönlichen Egoismus, statt angemessen soziales Miteinander/Entgegenkommen. ... Irgendwie traurig, was wir nach und nach an Werten verlieren.

Da ich Mitglied dieser Gesellschaft bin, kann ich diese Aussagen nicht von einem neutralen Standpunkt beurteilen. Aber ich kann nachvollziehen, dass Menschen dieses System als dekadent und krank ansehen und lieber ihre eigenen Wertevorstellungen beibehalten anstatt sich zu ,,integrieren".

K\na cks


Um wieder zurückzukommen zum Thema:

Wir erleben die Auflösung der Familie. Ich selbst bin als Nomade der Arbeit nachgezogen und habe meine erwachsenen Kinder verlassen.

Dabei hatten wir in der Schule mal gelernt, dass es ein gewaltiger Schritt war, dass der Mensch sesshaft wurde, Felder bestellte, Kunst und Musik entwickelte.

Nun soll das Gegenteil – die ,,Mobilität" – menschlich sein?

LPian-xJill


Knacks

Ich habe mich nicht gewundert, sondern reagiert auf die Aussage, dass Menschen ausgebeutet werden.

Ich fürchte, du hast nicht verstanden, was ich sagen wollte. Ich habe mit etwas Ironie auf einen Beitrag reagiert, in dem beklagt wurde, dass so Dinge wie Kinderbetreuungstage bei Krankheit in Deutschland gesetzlich geregelt sind.

Die Aussage lautete:

Genau deswegen. Wenn man sich nicht auf ein Gesetz berufen kann, dann muss man sich etwas zusammenreissen und auch mal anderen Leuten entgegenkommen. Und gleich klappt alles besser...

Worauf ich mit Blick auf andere Dinge, wie z.B. Arbeitszeiten, Urlaub, sonstige Arbeitnehmerrechte, die in Deutschland gesetzlich geregelt sind, schrieb:

Das dürfte sich auch so mancher Arbeitgeber denken, der es bedauert, dass Arbeitnehmer (auch ohne Kinder) hierzulande so etwas wie Rechte haben. Die lassen sich leider nicht so gut ausbeuten als in manchen anderen Ländern.

Woraufhin du dankbar die Ausbeutung von Menschen in Deutschland aufgegriffen hast, was aber gar nicht das Thema war.

Du bedauerst im Weiteren, dass heutzutage auch Frauen erwerbstätig sein "müssen", weil ds Gehalt des Mannes nicht mehr reicht. Das mag ja wirklich bedauerlich sein, aber es gibt ja noch andere Gründe, warum Frauen gut beraten sind, sich nicht allein auf den Mann als Ernährer zu verlassen.

K/na}cvks


@ Lian-Jill

aber es gibt ja noch andere Gründe, warum Frauen gut beraten sind, sich nicht allein auf den Mann als Ernährer zu verlassen.

Da stimme ich dir zu. UNd auch zu diesem Thema gibt es Gesetze. Das Stichwort ist ,,Zugewinngemeinschaft". Das was in der Ehe erwirtschaftet wird, gehört beiden Partnern und wird bei der Scheidung aufgeteilt. Auch der von den Partnern evtl. ungleich erworbene Rentenanspruch.

Llian-Jxill


Ja, der Versorgungsausgleich... damit können dann beide im Alter nicht leben und nicht sterben.

L6ianx-Jilxl


...gerade die Frauen, die sich zu lange auf den Mann als Ernährer verlassen haben und entsprechend Abstriche beim eigenen beruflichen Fortkommen (schon angefangen bei der Wahl der Ausbildung) gemacht haben, stehen im Fall einer Trennung ziemlich dumm da. Oft kommt es ja gar nicht so weit, dass man einen nennenswerten Vorteil aus dem Versorgungsausgleich hat.

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