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Kollegen müssen Kinderfreundlichkeit "ausbaden"

t:u$ffarxmi


und die meisten Öffnungszeiten sind von (:30 Uhr bis maximal 13 Uhr.

mein freund hat seinen kleinen damals immer früh um 8 hingebracht und gegen 15.30 abgeholt, wobei es wohl auch bis 16uhr ging, er aber gerne so viel zeit wie möglich mit dem sohn verbringen wollte (scheidungsvater, der zweimal unter der woche den sohn hatte).

azlles(_wird_gxut


@ DieKruemi,

...bezüglich Jahresurlaub und Fehlzeiten...

Genau das selbe Problem gibt es hier auch. Um den Urlaub zum Wunschzeitpunkt wird verbittert gekämpft.

Und wenn der Urlaub nicht zum Wunschtermin gewährt wird oder wenn die Kindkrank-Tage aufgebraucht sind, dann gibt es ja noch Kurzkank und wenn alle Stricke reissen den "gelben Urlaubsschein".

Die anderen Kollegen müssens ausbaden. Die Stimmung ist sowieso schon hinüber wegen dem Urlaubskampf davor.

tsufpfarmxi


man kann übrigens weder dtschl. noch italien verallgemeinern. hier in deutschland gibt es gegenden, da gibt es für jedes kind tatsächlich ein kita-platz – in anderen gegenden hingegen nicht mal für 20%. mein gefühl (was man so aus statistiken bekommt), je cdu/csu-geprägter das bundesland desto weniger kinderbetreuungsmöglichkeiten und desto schwieriger der spagat arbeit/beruf-kinder! ;-)

ShunfloBwer_x73


Als ob der Urlaubskampf was Neues wäre... den musste schon mein Vater wg. mir ausfechten. Nur galt damals in den Firmen, dass Eltern schulpflichtiger Kinder Vorrang haben. Das war halt allen klar und es wurde als Fakt hingenommen.

dPevilindbisguiyse


Warum lief das früher denn alles besser? da gabs auch keine 8-20 uhr betreuung für U3?

Ich wiederhole:

Mein Bruder wurde dann eben (mit 2 3/4 Jahren) ALLEIN ZU HAUSE GELASSEN.

Erklär mir mal einer, was daran besser sein soll!

Und: Aushänge "welche wildfremde Person holt mein Kind vom Kiga ab"? Aber klar doch, melden sich bestimmt viele... von denen jeder Dritte die Absicht hat, zwischendurch mal kurz in den Wald zu fahren...

Wenn ich bestimmte Arbeitszeiten ausmache und mir für diese eine verläßliche Betreuung organisiere, worin besteht dann die magelnde Organisation?

Darin, daß ich niemanden gefunden habe und auch nicht finden werde, der mein Kind jeden Tag zu einer anderen Zeit betreut und dem es letztlich auch egal ist, wenn ich das Kind wegen spontaner Überstunden mal eben eine Stunde später abhole als ausgemacht?

So etwas tun ausschließlich Großeltern, und die hat nun mal nicht jeder (und auch die Großeltern sind nicht immer dazu bereit).

d.anaqe$8x7


Ganz davon abgesehen ist das kein Teddybär sondern ein KIND. Was für Anforderungen an Kleinkinder natlos und ohne Probleme ganze Tage ohne eine der Bezugspersonen aushalten, trotzdem perfekt schalfen und nicht krank werden. Und wenn krank dann auch natlos auf Mama oder Papa verzichten, ein Gefühl der Sicherheit wird eh überbewertet...

Meine Kleine haut das schon aus den Socken wenn es einmal nicht 100% nach Plan läuft, so ein ständiges Wechsel zwischen den Tagen und ich hätte hier ein Nervenwrack. Gerade Kleinkinder reagieren oft schon fast autistisch auf kleinste veränderungen.

Die Bedürfnisse dieser kleinen Menschen können doch nicht einfach so überfahren werden.

Urlaubskampf gibts übrigens auch in einem TEam Kinderloser. Alle wollen die Sahnestücke und das jedes Jahr... und irgendwie schaffen es einige immer sich mehr Torte zu sichern als andere. Da muss man dann eben mal laut schreien um sich gehör zu verschaffen.

aQlles_w3irid_Mgut


@ Sunflower_73

das funktioniert solange es in der Abteilung noch genug Leute ohne Kinder gibt, die dann in den Ferien da sind. Wenn aber bei uns alle Leute mit Kindern jeweils fünf Wochen Urlaub in den Sommerferien wollen, dann kippt das System irgendwann einmal. man kann dann nicht alle Wünsche erfüllen.

Aber den Hauptärger gibt es sowieso wegen Last-Minute Änderungswünschen oder weil dann eben die Leute, die den kürzeren gezogen haben, sich krank melden. Was natürlich toll ist, wenn eh wenig Leute da sind.

Ich habe das Urlaubsproblem teilweise gelöst, indem alle komplizierten Fälle gemeinsam in eine Gruppe gesteckt wurden, die sollen sich dann gegenzeitig zoffen.

In dieser Gruppe werden dann aber keine kritischen Aufgaben bearbeitet, da die Arbeit zu oft liegen bleibt.

dlevil:indiNsguise


Übrigens beschreibe ich da gar nicht MEINE Situation.

Die sieht nämlich so aus:

Beim Bewerbungsgespräch wurde ich gefragt, wie ich Kind und Beruf unter einen Hut zu bringen gedächte, insbesondere, wenn das Kind mal krank wäre.

Im Prinzip eine berechtigte Frage - komisch nur, daß meinen männlichen Kollegen diese Frage nicht gestellt wurde (obwohl ja keiner wissen konnte, ob die Ehefrauen berufstätig sind).

Es wurde also unterstellt, daß das speziell für mich als MUTTER ein Problem sein müsse, das ich wegorganisieren müßte - anders als Väter. Und daß somit meine Einsetzbarkeit und Belastbarkeit vielleicht eingeschränkt wären.

Nun lebe ich aber mit der absoluten Luxussituation, daß mein Mann nur wenige Stunden pro Woche arbeitet und das auch noch weitestgehend flexibel; im Grunde kann man sagen, er ist Hausmann. Ich mache also weniger als die Hälfte im Haushalt und habe mit dem Thema "Kindergarten" (bringen, holen, Elternabend) nichts zu tun. Wenn das Kind krank ist, ist der Mann zu Hause.

Zusätzlich gibt es auch noch zwei Omas, zwar nicht vor Ort, aber wir können das Kind jederzeit vorbeibringen. Die eine zieht nun, wo ich das zweite Kind bekomme, extra in unsere Stadt.

Das Ergebnis: Ich arbeite buchstäblich zu jeder Tages- und Nachtzeit und habe (zumindest organisatorisch) absolut kein Problem damit, eine, zwei oder mehr Wochen am Stück auf Lehrgängen zu verbringen. Ich kann auch jederzeit zu Hause anrufen und sagen "leider komme ich doch nicht mittags nach Hause, sondern erst um 23 Uhr".

Also eine Mutter, von der Arbeitgeber, Kollegen usw. nur träumen können, oder?

Aber nein, ich muß mir anhören:

"Sie werden das nicht aushalten. Sie sind burnoutgefährdet. Nein nein, nichts in Ihrem konkreten Verhalten gibt Anlaß zu dieser Vermutung - aber Sie sind doch Mutter eines kleinen Kindes, das KANN man nicht mit diesen Arbeitszeiten vereinbaren, ohne sich total zu verausgaben. Sie werden zusammenbrechen. Obwohl Sie ja immer alles gut geschafft haben bisher. Aber trotzdem." Ja sogar: "Diesen Termin hätte ich gerne Ihnen überlassen, aber ich weiß ja, daß Sie wegen der Familie nicht können (ich habe noch nie etwas aus familiären Gründen abgelehnt, außer, den Urlaub komplett außerhalb der Kindergartenschließzeit zu nehmen - Menschen ohne Kinder streben jedoch auch an, gleichzeitig mit ihrem Partner Urlaub zu haben, dieser Punkt entfällt ja bei mir) und deswegen habe ich Ihnen erst gar nichts von dem Termin gesagt. ABER ich schreibe das dann in Ihre Beurteilung, daß Sie nicht flexibel und nicht belastbar sind."

Also: Wenn ich sage "ja, ich bin zeitlich eingeschränkt" - dann werde ich erst gar nicht eingestellt.

Wenn ich sage "ich bin zeitlich nicht eingeschränkt" - dann heißt es "Sie haben ein schlechtes Zeitmanagement, denn als Mutter KÖNNEN Sie gar nicht zeitlich flexibel sein und daher werden Sie zusammenbrechen."

Ich kenne keinen einzigen Vater, dem so etwas unterstellt wird, ihr etwa?

KcnaQckxs


@ devilindisguise

Und: Aushänge "welche wildfremde Person holt mein Kind vom Kiga ab"?

Warum eigentlich wildfremd? Gerade die Kindergarten-Eltern könnten doch eine Selbsthilfe-Gruppe gründen auf Gegenseitigkeit.

dieviTlin3disguixse


Das war eine Reaktion auf den tollen Vorschlag, Aushänge zu machen.

Aber wie kommst du auf die Idee, daß man andere KiGa-Eltern kennt? Die lernt man DANN kennen, wenn man sich an Bastelnachmittagen und sowas beteiligt - also Hausfrau ist.

Kwnacxks


@ devilindisguise

Aber wie kommst du auf die Idee, daß man andere KiGa-Eltern kennt?

Naja, die anonymen Alkoholiker haben sich ja auch nicht beim Saufen kennengelernt. Sie haben ein vergleichbares Problem und einige finden sich zusammen.

Ob Hausfrau oder nicht – man kann sich ja mal abends oder sonntags verabreden zum Kennenlernen.

K"nac>ks


Ich ziehe den Vorschlag zurück. Mir fällt gerade ein, dass ich dasselbe für gegenseitige Hundebetreuung versucht habe.

Ohne Erfolg. Also lass die Menschen doch an ihren Problemen wachsen, anstatt die Probleme zu lösen ]:D

daev[ili:ndisoguuise


Ich ziehe den Vorschlag zurück. Mir fällt gerade ein, dass ich dasselbe für gegenseitige Hundebetreuung versucht habe.

Siehste. ;-D

Gro-ldenW'intxer


Also das Mütter dann Urlaub haben sollten und Vorrang haben wenn es um die Ferienzeit geht finde ich auch voll in Ordnung. Auch wenn das Kind mal krank wird, dann findeich es auch kein Problem, wenn sie dann zu Hause bleibt. Aber eben diese Sache, dass die Mütter nur die Frühschichten bekommen und alles anderen nur noch Spätschicht das geht eben nicht. Kinderlose haben eben auch ein Recht auf ein funktionierendes Privatleben.

Und ich finde es nicht unter aller würde, sich für 1-2 Tage die Woche für die Spätschicht eine Betreuung zu engagieren. Ist eigentlich nicht zuviel verlangt. Das funktioniert, dass sehe ich eben an meinen Bekannten und Freundeskreis.

Es sollte schon ausgeglichen sein. Mal die einen mal die anderen.

S_ungfloYwer_x73


Aber eben diese Sache, dass die Mütter nur die Frühschichten bekommen und alles anderen nur noch Spätschicht das geht eben nicht. Kinderlose haben eben auch ein Recht auf ein funktionierendes Privatleben.

Und ich finde es nicht unter aller würde, sich für 1-2 Tage die Woche für die Spätschicht eine Betreuung zu engagieren

Wenn man konkret unter den Bedingungen eingestellt wird: Sicherlich nicht.

Wenn man aber bei der Einstellungs ganz grundsätzlich etwas anderes vereinbart, ist es NICHT das Problem des jeweiligen Mitarbeiters. Sondern des Chefs.

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