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Kollegen müssen Kinderfreundlichkeit "ausbaden"

cal.aWir`et


Und wenn wirklich ein Notfall eintritt rufe ich an... und erfahre, dass Fynn, Johanna oder Kai-Peter heute gar nicht im Kindergarten waren/von Oma abgeholt werden/man leider keinen weiteren Kindersitz übrig hat oder schlimmstenfalls niemand auf meinen Anruf reagiert, weil Petra, Kerstin oder Kathrin selbst bei der Arbeit sind und ihr Handy lautlos haben, während ich jetzt sofort zusehen muss, wie ich mein Kind mit Brechdurchfall schnellstmöglich aus der Kita schaffe.

Treffend geschildert. ;-D

Bei Bekannten ist man halt sehr auf den guten Willen der Leute angewiesen und sie haben natürlich ihr eigenes Leben und nicht unbedingt Zeit. Alles stehen und liegen lassen und Unnanehmlichkeiten auf sich nehmen für ein Kind mit Brechdurchfall, das machen letztendlich nur die Eltern bzw. Großeltern des Kindes.

D ieKDruxemi


Ich bitte doch dann aber darum, dass die kinderlosen Kollegen für den Notfall auch jemanden haben, der für sie zum Zahnarzt gehen kann. Ich finde es nämlich unzumutbar, mit dem Risiko zu leben, jemand könne unvermittelt einen Arztbesuch nötig haben.

das Risiko, dass man selbst krank wird/einen Arzt braucht etc ist bei Eltern und nicht-Eltern gleich groß. Ebenso der Wasserschaden im Haus, Eisregen und entlaufenes Haustier.

Fehlzeiten sind Fehlzeiten. Und die Regelungen sind eindeutig. 12 Tage Sonderurlaub wg krankem Kind, dann Erholungsurlaub oder unbezahlten Urlaub. Wenn man wg. Kind aus KiGa abholen früher geht, arbeitet man die Zeit eben nach.

Ich bin seit einigen Jahren die Betreuung meiner kranken Eltern bzw seit 3 Monaten nur noch für den Vater, und da kam es auch vor, dass während der Arbeitszeit der Anruf kam "Ihre Mutter ist gestürzt und muss ins Krankenhaus". Natürlich bin ich sofort losgefahren, hatte auch jeder Verständnis für. Und natürlich habe ich mir Minus-Stunden aufgeschrieben.

d]eviliAndis~guixse


das Risiko, dass man selbst krank wird/einen Arzt braucht etc ist bei Eltern und nicht-Eltern gleich groß. Ebenso der Wasserschaden im Haus, Eisregen und entlaufenes Haustier.

Ja, nur ist die Wehleidigkeit unterschiedlich verteilt. Ich kenne jedenfalls keine Mutter, die rumheult und auf Kollegen sauer ist, weil sie wegen Arbeit und Kind keine Freizeit mit ihrem Mann hat. Solche, die das bedauern, die kenne ich - aber keine, die deshalb andere beschuldigt.

Und es erwartet auch niemand, für die Halbtagsarbeit voll bezahlt zu werden. Oder einen Nachlass beim Arbeitspensum zu bekommen. Im Gegenteil - Mütter arbeiten im Schnitt effizienter (laut einer Untersuchung, die es mal gab). Manche Arbeitgeber wissen das und stellen sie genau deswegen gerne ein.

E$mma|_Pexel


das Risiko, dass man selbst krank wird/einen Arzt braucht etc ist bei Eltern und nicht-Eltern gleich groß. Ebenso der Wasserschaden im Haus, Eisregen und entlaufenes Haustier.

Öhm, nein, das ist mitnichten gleich groß. Jemand mit schlechter Zahnhygiene oder bestimmten Vorerkrankungen in der Familie hat ein deutlich höheres Risiko, einen Arzt zu brauchen oder länger auszufallen. Und jemandem, der kein Haustier hat, wird auch keines weglaufen.

Nur laufen solche Dinge unter Privatsache und sind kein Einstellungskriterium - die Mutterschaft ist aber quasi eine Stigmatisierung. Dann kann ja auch gleich jeder offenlegen, ob es depressive Episoden bei nahen Familienangehörigen gab und eine ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung vorlegen, damit das Risiko kurzfristiger Ausfälle minimiert wird. :=o

DFieKr:uemji


Ich kenne jedenfalls keine Mutter, die rumheult und auf Kollegen sauer ist, weil sie wegen Arbeit und Kind keine Freizeit mit ihrem Mann hat

ich kann es generell nicht ab, wenn man rumjammert über einen Weg, für den man sich entschieden hat.

wie schon geschrieben, mir ist ein Team vom 6 Frauen unterstellt, 4 mit Kindern unter 3 Jahren, die anderen beiden mit Schulpflichtigen Kindern. D.h. alle sind in der selben Situation bzw sollten Verständnis für einander haben. Aber die Stimmung kippt, um Brückentage gibts noch mehr Gerangel als ich bisher erlebt habe. Jeder meint, dass nur sein Kind wiiirklich krank ist, die andere hätte es sowieso besser, weil ihre Schwiegermutter ja im gleichen Viertel wohnt blabla.

Und da die KiGas nunmal zur selben Zeit Sommerpause haben, müssen die Damen halt getrennt von ihren Männern Urlaub machen, weil dann eben auch mal der Mann alleine das Kind betreuen muss. Was die Stimmung natürlich auch nicht hebt.

Und ich bin es leid, wie Salomon Entscheidungen herbei zu führen/durchzusetzen, bei denen die Hälfte stinkesauer ist und gelegentlich protestkrank wird. Ich verstehe voll und ganz, dass ein Job eben nur ein Job ist und das Kind und Familie Vorrang hat, aber ich muss Sorge tragen, dass die Arbeit erledigt wird.

Mein Fazit: zu viele Mütter mit kleinen Kindern hält ein Team nicht aus. Mir graut es schon davor, wenn alle Kinder in der Schule sind.....

DRieKrxuemi


Jemand mit schlechter Zahnhygiene oder bestimmten Vorerkrankungen in der Familie hat ein deutlich höheres Risiko

Und wir wissen ja, was eine Schwangerschaft für die Zahnsubstanz bedeutet @:) (nur Spaß)

atl9les_w;ird_gxut


@ DieKruemi

Und ich bin es leid, wie Salomon Entscheidungen herbei zu führen/durchzusetzen, bei denen die Hälfte stinkesauer ist und gelegentlich protestkrank wird.

Genauso ist es hier und ich kann aus diesem Grund diese Kolleginnen nicht mehr vernünftig einsetzen. Vor allem das protestkrank ist weit verbreitet und gegen Ende des Jahres, wenn alle Kindkrank-Tage verbraucht wird, dann werden die Damen sowieso selber ständig krank.

Sie fehlen also ständig und es ist nichts planbar.

ich kann es generell nicht ab, wenn man rumjammert über einen Weg, für den man sich entschieden hat.

Das ist sowieso das allerschlimmste. Leute die sich vom Leben benachteiligt fühlen. Auf das Gejammere gehe ich gar nicht ein. Leider darf ich ihnen nicht sagen, was ich darüber denke, sonst gibts sicher Zoff. Da ist Pokerface und Ohren auf Durchzug stellen angesagt.

SRchm]iSdxti70


Guten Morgen!

Wenn ich hier so manchen Beitrag lese, dann bin ich ja froh, dass ich bislang nicht einen Tag kindkrank machen mußte...und meine Tochter wird bald 12, da ist das Thema eh durch...Das war aber auch keine Leistung, sondern einfach Glück, weil sie auch als Kleinkind offenbar quasi immun gegen die ganzen Kiga-Viren war...

Trotzdem hätte ich niemals einen kleinen fiebernden Wurm einfach in der Kita gelassen...ich hätte sie auch geholt...das gehört nun mal zum Thema Fürsorge für ein Kind dazu...Ich hätte nun nicht alles sofort fallengelassen, aber auch recht schnell nen Schuh gemacht...

Ich habe/hatte zum Glück ein gutes Netzwerk mit 2 schon verrenteten Großelternpaaren mit Auto und Kindersitz...aber das hat nicht Jeder!!! Und sooo einfach ist es auch nicht, ein Netzwerk aufzubauen...Wenn man denn alleinerziehend ist, ist es dann mal noch schwerer....

Ich konnte auch selten spontan einspringen...ich habe immer angeboten, mich zu organisieren, wenn man mir rechtzeitig Bescheid gibt (also wenigstens 1 Tag vorher)...aber spontan einzuspringen ist eben schwierig, wenn das Kind wartet....

Ich mußte übrigens wenigstens einen langen Tag anbieten können (also bis 18.30), sonst wäre es schwierig mit dem Wiedereinstieg geworden...Ich muß auch nicht jeden Brückentag frei haben. Mein Kind bleibt jetzt auch alleine...Aber das ist nicht immer so leicht...

Ich kenne aber genug Geschichten von meiner Freundin und ihren Kolleginnen mit Kindern (teilweise schon große), da sträuben sich mir auch die Nackenhaaare...

ABER ES SIND NICHT ALLE MÜTTER SO!!!!!! :|N

vta?niZllaskyx03


bei mir gab es anfangs verständnis bei der arbeit, dass ich um eine bestimmte zeit wegmuss, um mein kind abzuholen. an brenzligen tagen bin ich aber immer länger geblieben und habe meine eltern gebeten, meinen sohn zu holen.

irgendwann war es aber so, dass von mir eine menge flexibilität erwartet wurde (überstunden, auch mal abends arbeiten oder am wochenende; ich habe übrigens teilzeit gearbeitet), während meine bitten um flexibilität eher negativ aufgefasst wurden. mein sohn hatte z.b., mal eine nacht lang fieber, ich hab morgens angerufen und gefragt, ob ich erst mittags kommen kann. chef sagte ja, hat mir das aber später doch sehr übel genommen. ("wir arbeiten alle und du liegst im bett!")

letztendlich ist es so, dass mir jetzt gekündigt wird, weil mein schwangerschaftsersatz kinderlos ist.

DLer Akleinei Prixnz


... und wenn ich mir das hier so durchlese kommt mir spontan der Gedanke: wie haben die das früher, als es noch richig Arbeit gab (z.B. Landwirtschaft plus Berufstätigkeit außer Haus – diese aber in 42 Stunden-Woche ...) alles so geschafft?

E%hemalirger Nutbzer D(#2J82877)


wie haben die das früher, als es noch richig Arbeit gab (z.B. Landwirtschaft plus Berufstätigkeit außer Haus – diese aber in 42 Stunden-Woche ...) alles so geschafft?

Säuglinge wurden in nen Korb gepackt und abgestellt. Mit ein bißchen Glück gab es größere Geschwister.

s{ommeUrsprosxse 2


Hallo,

was mir Fragezeichen ins Gesicht treibt, sind die hier kinderlosen, die so meckern. Mich würde zum einen das Alter interessieren, ob Kinderwunsch besteht, ob man sich gegen Kinder entschieden oder ob der Kinderwunsch einfach nicht in Erfüllung ging.

Denn vielleicht haben ja die heutigen Mütter vor 10 Jahren die Arbeit der damaligen Mütter mitgemacht, da diese wegen der Kinder häufiger fehlten und/oder werden in 10 Jahren die Arbeit der zukünftigen Mütter mitmachen, weil dann die eigenen Kinder groß sind. Es ist eben ein Geben und Nehmen über Generationen hinweg, aber ob das jeder versteht?

Genauso ist mir unverständlich, wie man Eltern schulpflichtiger Kinder den Uraub in den Ferien verweigern kann. Dafür müssen diese Eltern grundsätzlich zur teuersten Zeit in den Urlaub fahren. Aber da ist offenbar der Neid der Kinderlosen noch größer als das Denken. Und im Ernstfall entscheiden Gerichte immer zu Gunsten dieser Eltern. Genauso dürfen Betriebsferien nicht ausschließlich außerhalb der Ferienzeit liegen, wenn es Mitarbeiter gibt, die schulpflichtige Kinder haben.

Noch etwas (kam hier mehrmals falsch): Jeder Mutter und jedem Vater stehen pro Kind unter 12 Jahren 10 Tage kindkrank zu. Sollte es nicht möglich sein, dass ein Elternteil diese Tage nehmen kann, so kann sie das andere Elternteil unter Umständen mit nutzen, so dass in diesem Falle einem Elternteil 20 Tage pro Jahr kindkrank zustehen. Bei drei und mehr Kindern sind das 50 Tage pro Jahr (soviel steht grundsätzlich alleinerziehenden auch zu).

viele Grüße

LDian-rJNill


Das kann ich aus eigener Anschauung erzählen: Kinder, sobald sie laufen konnten, wurden kräftig zur Mithilfe in Haushalt, Stall und Feld erzogen und wenn man Glück hatte, gab es eine alte Oma/einen alten Knecht/eine alte Magd, die man für die Beaufsichtigung der Kinder einbeziehen konnte.

Meine Schwester und ich waren 5 und 6 Jahre alt, als uns die überwiegende Aufsicht über unsere neugeborenen Zwillingsbrüder übertragen wurde. Na gut, wir waren schon 6 und 7, als sie anfingen, zu laufen. Kindergarten gab es für uns nicht, wir wurden zu Hause dringend gebraucht.

E8hemalige@r Nutzer L(#2828x77)


Eben ... es geht auch ohne KiTa und erwachsene Hilfspersonen ... aber wenn man das heute noch so macht wie damals "weil hat ja auch funktioniert" haste ruckzuck das Jugendamt am Hals zu recht

EDmma_#Pexel


Vor allem das protestkrank ist weit verbreitet und gegen Ende des Jahres, wenn alle Kindkrank-Tage verbraucht wird, dann werden die Damen sowieso selber ständig krank.

Bislang habe ich für die Krankheitstage meines Sohnes nie kinderkrank-Tage nehmen müssen, sondern konnte das locker mit meinen Überstunden abfedern. Wodie wohl herkommen, obwohl ich ja fast jeden Tag angeblich später kommen und früher gehen muss...

Und wir wissen ja, was eine Schwangerschaft für die Zahnsubstanz bedeutet (nur Spaß)

Und weil natürlich alle Mütter ihre Arzttermine in ihre vier oder fünf Stunden Teilarbeitszeit legen. %-| Ich kenne keine, die auf die Idee kommen würde. Dagegen scheint das für die Vollzeitarbeitskräfte vollkommen selbstverständlich zu sein.

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