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Kollegen müssen Kinderfreundlichkeit "ausbaden"

E:mmao_Pe}el


Aber so teuer sind Tagesmütter wirklich nicht

Mein Sohn war ein Jahr bei einer Tagesmutter, wir haben Erfahrungen mit Krippen und Kindergartenplätzen in zwei Bundesländern, ich kenne die steuerlichen Begünstigungen und staatlichen Zuschüsse - also tu mir bitte einen Gefallen und erkläre mir nicht, was angeblich möglich ist oder was es kostet. Herzlichen Glückwunsch an deine Freundin, aber für mich sind ihre Erfahrungen bedeutungslos, weil die Situation hier eine gänzlich andere ist und es wäre schön, wenn du respektieren könntest.

Im Moment hilft mir das, was du schreibst ungefähr so viel, als würdest du schreiben "gib dein Kind doch zu Oma. Ist total easy, macht meine Freundin auch, und preiswert ist es obendrein."

a%lles_wxird_gut


@ Emma_Peel

Das wundert dich echt?! Die gehen ja auch nach hause, heben die Hände und sagen zu ihrer Frau "Sorry Schatz, ich bekomme keinen Urlaub. Lass dir was einfallen!"

Nö, die machen das mit Sicherheit nicht so. Bei denen wird so was langfristig organisiert.

Ausserdem bekommen ja bei uns Leute mit Kindern oder Leute bei denen der Ehepartner einen Beruf hat wo man nur in den Ferien frei bekommt auch den Urlaub dementsprechend. Nur eben nicht alle gleichzeitig was dann automatisch heißt, dass man nicht alle Ferien komplett frei bekommt (mal davon abgesehen, dass man eh nicht so viel Urlaub bekommt).

Also keiner geht leer aus aber zufrieden sind speziell die Damen nie.

EhmmFa_Peexl


Der kleine Prinz

Ist das nicht komisch?

Erst gibts Kita Plätze bis der Arzt kommt. Zumindest auf dem Papier. Und jetzt mangelt es dann an Leuten, damit die Kinder von den Kitas abgeholt werden können?

Da stimmt aber was grundsätzlich nicht, hier bei uns.

Das ist ja solange kein Problem, wie von mir keine exorbitanten Überstunden erwartet werden. Da das aber die Regel zu sein scheint und man eben nicht davon ausgehen kann, dass eine x-Stunden-Woche auch x Stunden hat, sondern der Vorgesetzte schon pro Tag in Gedanken eine unbezahlte Stunde zusätzlich einplant, wird es oft genug zum Problem.

EnhemaligerN Nutz8er (#149x187)


Ach so, dann verstehe ich, dass das übel ist.

bAeentle~juiQce21


@ Emma :

Im Normalfall muss man selbst erst ab dem dritten Tag ein Attest beibringen.

Nö das ist völlig branchenspezifisch und Arbeitgeber abhängig, normal ist weder das eine noch das andere, ich hab bisher immer AGs ab dem 1. Tag AU gehabt... ist ja auch ok, immerhin müssen sofort leute aus dem frei geholt werden, wegen bisschen Kopfschmerzen oder Nase laufen fände ich das auch scheiße.

Und ich arbeite regulär mind 9 std pro schicht plus 2 std fahrtzeit, nein ich kann während der Arbeitszeit zu keinem Arzt... die Termine leg ich mir in freie Tage oder eben notfallmäßig mit AU, anders gehts nicht. Und das als nicht Mutter... hat also nix mit dem Phänomen zu tun, und selbst wenn ich an meinem Arbeitsplatz stammärzte hätte, ich könnte sie nicht aussuchen da ich anwesenheitspflicht und keine echte Pause hab.

Bin meist von 6 – 17 uhr aus dem Haus, oder von 21 – 10... aber dann noch zum arzt geht nur im notfall denn um 20:00 klingelt ja auch der wecker wieder.

E}mma_Pweel


beetlejuice

Das Zitat stammt nicht von mir. Ich muss selbst ab dem ersten Tag ein Artest vorlegen, daher werde ich diese Aussage sicher nicht getätigt haben.

Und ich arbeite regulär mind 9 std pro schicht plus 2 std fahrtzeit, nein ich kann während der Arbeitszeit zu keinem Arzt...

Die Betreuung von Kindern ist ein ganz persönliches Problem des Arbeitnehmers, was er bitte nicht auf dem Rücken der anderen austragen soll, aber Fahrzeit wird als Argument angeführt, warum man nich außerhalb der Arbeitszeit zum Arzt kann. Ich muss jetzt nicht wirklich aussprechen, was ich denke, oder? ;-)

deevil3indi2sguixse


Merkwürdigerweise sind die männlichen Kollegen mit Kindern da nicht problematisch. Die verstehen voll und ganz, dass man nicht 14 Wochen im Jahr Urlaub nehmen kann und dass nicht alle Leute mit Kindern gleichzeitig weg können.

Das wird bei euch "langfristig organisiert" und DESWEGEN ist es für die Herren kein Problem?

Soso.

Aber WIE organisieren sie das denn? WIE schaffen sie es denn, daß das Kind 6 Wochen lang betreut ist?

Ob das nicht vielleicht doch ein klitzekleines Bißchen damit zu tun hát, daß die Mütter dieser Kinder eben die ganzen 6 Wochen Urlaub nehmen, damit das Kind durchgängig betreut ist und die Familie die 2 Wochen, die der bescheidene, gut organisierte Vater Sommerurlaub genommen hat, dann zusammen verbringen kann?

ddevilin}disxguise


Und nochmal zur Frage "wie wurde das früher geschafft":

Kennt noch jemand das Wort "Schlüsselkind"?

Da es von der "früher-ging-es-doch-auch"-Fraktion schon zweimal überlesen wurde, wiederhole ich erneut:

Kinder, auch KLEINKINDER, wurden dann eben über Stunden ALLEIN gelassen.

Wer das für unproblematisch hält, hat weder Kinder noch ein Mindestmaß an gesundem Menschenverstand.

d2eviilinduisguixse


Ihr Vollzeitarbeitenden, die ihr angeblich nur während der Arbeitszeit zum Arzt könnt:

Komisch, ich habe noch nie wegen Arztbesuch gefehlt. Man kann sich dafür ja auch einen halben Tag Urlaub nehmen oder Überstunden verwenden.

b*eetGlejSuicex21


@Emma. ich hab sicher kein Problem damit zum arzt zu gehen wenn ich frei hab, ich hab mich eher darüber gewundert das andere das nicht auch tun ;-)

Hast du meine Worte sicherlich falsch verstanden, für mich wäre auch ein "ich komm morgen ne std später ich muss zum arzt" sehr befremdlich und neu, eben weil ich das nicht kann, daher nicht kenn, und auch nicht normal finde.

Notfälle mal ausgenommen.

Also ich war kein Schlüsselkind, meine Freunde auch nicht, ob das damals überall und immer so normal war oder du das jetzt nur so kennst devil, das wird wohl keiner entschlüsseln können.

Meine Eltern hätten mich nie allein gelassen bis zur weiterführenden Schule.

a^lle6s_wjird_gSuxt


@ devilindisguise

ich weiß wie sie es machen. Aber ich will ja hier nicht, dass irgendjemand der die Situation bei uns kennt und durch Zufall hier mitliest, meine Schilderungen konkreten Personen zuordnen kann. Und das könnte passieren, wenn ich hier öffentlich zu sehr ins Detail gehe.

Aber deren Frauen bekommen auch keine 6 Wochen Urlaub in den Ferien.

EBmma_Pxeel


ich weiß wie sie es machen. Aber ich will ja hier nicht, dass irgendjemand der die Situation bei uns kennt und durch Zufall hier mitliest, meine Schilderungen konkreten Personen zuordnen kann. Und das könnte passieren, wenn ich hier öffentlich zu sehr ins Detail gehe.

Schon klar. Nun, wo wir kurz vor der allumfassenden Lösung aller Probleme berufstätiger Mütter stehen, kannst du sie uns nicht verraten... :=o ;-D

d}eviliUndisgPuisxe


beetlejuice, das ist schön für dich, aber offensichtlich verfügten deine Eltern dann eben über Betreuungsmöglichkeiten, die nicht jeder hatte.

Ich spreche von den 70er und 80er Jahren. Da war die Mutter entweder Hausfrau oder Teilzeitbeschäftigte, oder es gab Großeltern vor Ort, oder man hatte eine sehr gute Freundin bzw. sehr freundliche Nachbarin, die Hausfrau und betreuungswillig war, oder eben nicht - und dann war das Kind allein oder man mußte die Arbeit aufgeben und Sozialhilfe beantragen.

Glaub bloß nicht, daß meine Mutter nichts unternommen hätte, damit mein Bruder betreut wurde! Aber die Nachbarin, die mich (Baby) nahm, wollte nicht auch noch ein Kleinkind betreuen, das war ihr zu anstrengend. Und die Babysitterin (Tagesmütter mit irgendeiner Art von Qualifikation oder Aufsicht durchs Jugendamt gab es damals nicht), die meine Mutter nach einer Odyssee des Ausprobierens verschiedener Damen gefunden hatte, war einige Wochen lang krank. Kindergartenmütter gab es nicht, denn das Kind ging ja noch nicht in den Kindergarten. Einen Vater gab es natürlich, der arbeitete aber die ganze Woche über in einer anderen Stadt. Und "konnte" als GUTER Mitarbeiter und Kollege ja auch nicht einfach krankfeiern.

Und da meine Mutter eine GUTE Kollegin und GUTE Arbeitnehmerin war, wollte sie eben nicht zu dem Mittel greifen, das hier so angeprangert wird, und sich krank melden (was ich in diesem Fall zweifellos tun würde, aber dann ist man ja unkollegial!). Sie ist auch immer brav arbeiten gegangen, wenn sie selber krank war.

Nach mehreren Wochen hatte die Nachbarin dann endlich Mitleid und hat ihn doch genommen. Aber bis dahin...

So viel zu der Frage, wie man das früher machte.

In meinen Augen unverantwortbar. Da lasse ich wahrhaftig lieber die Kollegen allein als ein Kind. Aber in den Augen der meisten Kinderlosen hier wäre es ja das einzig richtige Verhalten, zur Arbeit zu gehen und das Kind eben notfalls sich selbst zu überlassen.

Ja, HEUTE gibt es Tagesmütter etc. (aber wie gesagt, es gibt keine Tagesmutter, die für 20 Tage im Jahr zur Verfügung steht und dann auch noch spontan und zu ungeregelten Zeiten). Aber es soll ja angeblich FRÜHER so toll gewesen sein.

w&i@ene.r2008


Komisch, ich habe noch nie wegen Arztbesuch gefehlt. Man kann sich dafür ja auch einen halben Tag Urlaub nehmen oder Überstunden verwenden.

wegen arztbesuch hab ich auch noch nie gefehlt. aber sogar das geht, ohne urlaub zu nehmen oder überstunden zu verwenden. so masochistisch muss man auch wieder nicht sein. nur als mutter ständig zu fehlen, weil der kleine einmal öfter kacka gemacht hat als sonst – das ist schlichtweg unkollegial.

bkeetlFejuic3e21


Also bevor ich ein Kleinkind zu hause lasse würde ich 10 mal alle arbeit stehen und liegen lassen. Und ganz ehrlich, NIEMAND hier sagt was anderes, das mögen manche nur so herauslesen.

Es ging nur drum vorher schon ein mögliches Netzwerk soweit eben machbar zu spannen, damit diese Situationen möglichst selten vorkommen, und das denke ich kann man von jemandem erwarten bevor er ins Arbeitsleben zurückkommt... natürlich gibt es niemals 100% Lösungen, aber ist schon ein unterschied ob das 1 mal im jahr oder beinahe wöchentlich vorkommt...

Früher gab es sicher auch tagesmütter, das lief nur unter Nachbarschaftshilfe, wie gesagt meine Mum hat auf 2 Kinder auch jahre täglich aufgepasst, ohne Geld, und ich bin dann eben auch mal mit zu deren Eltern wenn sie weg musste... Freundinnen der Eltern (egal ob mit oder ohne Kind) boten sich nachmittage an... das war nicht immer nur Familie.

Schon traurig natürlich wenn man weder Familie noch Freunde dafür hat, dann muss ich was bezahltes finden was anderes bleibt ja gar nicht übrig... oder eben doch noch ein paar Monate länger daheim bleiben? Je nach Job, Stundenzahl und Gehalt ist wohl alles ne Überlegung wert.

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