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Kollegen müssen Kinderfreundlichkeit "ausbaden"

D/ieKru|emxi


Und wenn wirklich ein Notfall eintritt rufe ich an... und erfahre, dass Fynn, Johanna oder Kai-Peter heute gar nicht im Kindergarten waren/von Oma abgeholt werden/man leider keinen weiteren Kindersitz übrig hat oder schlimmstenfalls niemand auf meinen Anruf reagiert, weil Petra, Kerstin oder Kathrin selbst bei der Arbeit sind und ihr Handy lautlos haben, während ich jetzt sofort zusehen muss, wie ich mein Kind mit Brechdurchfall schnellstmöglich aus der Kita schaffe.

Sind das Erfahrungswerte oder theoretische Argumentationen, wieso etwas auf keinen Fall gehen kann?

Genauso ist mir unverständlich, wie man Eltern schulpflichtiger Kinder den Uraub in den Ferien verweigern kann. Dafür müssen diese Eltern grundsätzlich zur teuersten Zeit in den Urlaub fahren.

mein Team besteht aus 6 Frauen, die ALLE Kinder haben, da 4 Damen während ihrer Beschäftigung ihren verständlichen und nachvollziehbaren Kinderwunsch realisiert haben. Lösungsvorschläge, die alle glücklich machen, sind herzlich willkommen.

Und weil natürlich alle Mütter ihre Arzttermine in ihre vier oder fünf Stunden Teilarbeitszeit legen

Eine meiner Mitarbeiterinnen macht das. Und ich habe Verständnis dafür, weil ich es durchaus einsehe, dass ein Kleinkind in einer Nuklearmedizinischen Praxis nichts zu suchen hat. Und dem kann man auch nicht sagen "warte mal, Mamma kommt gleich" und es ins Wartezimmer setzen.

chon klar. Nun, wo wir kurz vor der allumfassenden Lösung aller Probleme berufstätiger Mütter stehen, kannst du sie uns nicht verraten...

Nun ja, meine "Damen" finden auch Lösungen, die mit dem Tarifvertrag nicht konform gehen und eigentlich Grundlage geben, arbeitsrechtliche Maßnahmen einzuleiten. Darauf habe ich bisher jedoch bewußt verzichtet, da ich weiß, das es schwierig ist, jede mögliche Situation im Vorfeld zu planen. Bisher habe ich versucht, das in Einzelgesprächen zu klären.

Bisher habe ich wirklich gehofft, dass es immer eine Lösung gibt, denn die Damen leisten gute Arbeit. aber inzwischen fühle ich mich ausgenutzt und die Stimmung im Team sinkt.

Ich habe gut organisierte Mitarbeiterinnen. aber ich habe auch welche, die in die Überlegungen "Kannn ich mit einem KInd wieder arbeiten gehen" offenbar deutlich weniger Energie gesteckt haben, als manch andere Menschen, die überlegen, sich bei Berufstätigkeit ei Haustier zuzulegen.

Für unvorhergesehene Katastrophen kann niemand was und da muss man auch mal kreative Lösungen mitgehen. Aber für die logistische Planung seines Lebens ist in erster Linie jeder selbst verantwortlich.

aFlles_w^ird_gxut


@ Emma_Peel

Schon klar. Nun, wo wir kurz vor der allumfassenden Lösung aller Probleme berufstätiger Mütter stehen, kannst du sie uns nicht verraten... :=o ;-D

wenns die Universallösung wäre dann wärs ja nicht spezielles wo man auf die Akteure schliessen könnte ;-)

Aber ganz allgemein (ohne verräterische Details): Bei denen wird einfach schon am Anfang des Jahres geplant, wer wann wie was macht. Und es gibt ja noch Horte und Kitas. Und ja, es gibt keinen 6 Wochen langen gemeinsamen Familienurlaub.

Und dass man den Familienvater dann im Sommer in der Zeit wo er keinen Urlaub hat mittels Überstunden abbummeln auch mal früher gehen läßt (wenn es sich einrichten läßt) damit er mit Frau und Nachwuchs mal etwas machen kann, ist klar.

Dafür muss er ja auch mehr malochen während der Kinderlose im hiesigen Winter irgendwo in Australien seinen Extremurlaub macht.

Wenn man vernünftig miteinander redet und auch mal zu Kompromissen bereit ist, dann geht sehr viel (aber halt nicht alles).

Wenn sich aber Leute von vorneherein auf ihr "Recht" versteifen, dann ist das schon mal eine schlechte Verhandlungsgrundlage, dann will auch keiner mehr entgegenkommen.

Und für gewisse Aufgaben muss halt immer mindestens eine(r) der/die es kann hier sein, daran führt kein Weg vorbei.

Ich darf hier im Sommer nicht einfach zusperren.

dRev"ilind&is0guisxe


Leider ruft die Erzieherin aber an und sagt "Ihr Kind hat Durchfall und muß sofort abgeholt werden". Daß Kinder mit Durchfall nicht in den Kindergarten dürfen, muß man i.d.R. bei der Anmeldung unterschreiben. Dabei geht es nicht um den Gesundheitszustand dieses einzelnen Kindes, sondern darum daß man die Ursache des Durchfalls erstmal nicht kennt und verhindert werden soll, daß eine Noro-Epidemie oder Ähnliches ausbricht (was bei diesem Kind harmlos verläuft, kann ein anderes ins Krankenhaus bringen).

Man hat also nicht die Möglichkeit zu verhandeln: Hat es Fieber? Nein? Es spielt? Dann soll es erstmal im KiGa bleiben.

Aus diesem Grund kann es auch passieren, daß du Mutter und mopsfideles Kind am selben Tag auf dem Spielplatz antriffst.

Viel häufiger ist allerdings der Fall, daß Eltern ihr grün verrotztes, fieberndes Kind mit einem Fieberzäpfchen in den Kindergarten stecken.

aWlles_wqiBrd_gxut


@ DieKruemi

Nun ja, meine "Damen" finden auch Lösungen, die mit dem Tarifvertrag nicht konform gehen und eigentlich Grundlage geben, arbeitsrechtliche Maßnahmen einzuleiten. Darauf habe ich bisher jedoch bewußt verzichtet, da ich weiß, das es schwierig ist, jede mögliche Situation im Vorfeld zu planen.

Das Problem ist die Beweisbarkeit, die würden natürlich hartnäckig leugnen und Zeugen kippen regelmäßig um, sobald die Sache ernster wird. Und dann kann ich im nachhinein nichts machen.

Ich bin hier soweit dass ich das melden würde, sobald ich es beweisen könnte

s1ommersprXosse 2


nur als mutter ständig zu fehlen, weil der kleine einmal öfter kacka gemacht hat als sonst

Wenn die Kita der Meinung ist, dass der oder die Kleine dann abgeholt werden muss, dann muss das so sein. Es gibt in jeder Kita eine Hausordnung, in der klar geregelt ist, wann das Kind bei welchen Krankheiten abgeholt werden muss. Diese Hausordnung muss normalerweise unterschrieben werden. Wenn ich mich als Mutter darüber hinwegsetze droht mir im schlimmsten Fall die Kündigung des Platzes. Und das riskiere ich bestimmt nicht wegen ein paar missgünstiger Kollegen.

Je länger ich mein Kind dann krank in der Kita lasse, um so größer die Gefahr, dass sich andere Kinder anstecken und weitere Eltern zu Hause bleiben müssen. Aber für solch eine Rücksichtnahme ist die Welt mancher Kinderloser einfach zu kleinkariert.

viele Grüße

DDie7KrAuemxi


Aber für solch eine Rücksichtnahme ist die Welt mancher Kinderloser einfach zu kleinkariert.

im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten kann man sein Kind abholen. Wenn die Möglichkeiten ausgeschöpft sind (Kind-krank-Tage, Erholungsurlaub, Überstunden-frei) und die Mutter würde dann einen Antrag auf unbezahlte Freistellung stellen, wäre der Betriebsfrieden sicher hergestellt. aber dafür sind wohl manche Mütter zu kleinkariert.

Was ist an der Gleichung Keine Arbeit=kein Lohn so schwer zu verstehen?

w5ieneMr20x08


aber inzwischen fühle ich mich ausgenutzt und die Stimmung im Team sinkt.

genau das ist ja das, was die mütter, die ständig wegen ihrem nachwuchs aus der firma abhauen, einfach nicht kapieren (wollen): dass das andauernde abhauen aus der firma auch auswirkungen auf das team hat, weil die übriggebliebene arbeit von anderen geschultert werden muss. mit der zeit hört man ja nicht einmal mehr den grund, da heißt es dann nur noch "ich muss weg, mein kind hat was" oder so ähnlich, ist zumindest mein subjektiver eindruck. wenn das mehrmals im monat vorkommt, geht natürlich das gerede los. das wäre aber genauso, wenn bei irgendjemandem alle 3 wochen irgendein familienmitglied stirbt und er deshalb zufällig freitag oder montag nicht kommen kann. da hat man dann eben irgendwann kein verständnis mehr. dass viele firmen zuwenige leute angestellt haben, ist schon richtig. aber muss man wirklich wegen jedem dreck bezüglich kind sofort aufspringen und gehen? oder ist das für viele mütter nicht doch vielmehr ein willkommener grund, z.B nach 16 uhr nicht mehr arbeiten zu müssen?

L1ian-KJilxl


Das Grundproblem des TE war ja dieses

Wenn die Kinder Krank sind, dann bleibne die Mütter natürlich zuhause. Einmal war ich mit einer der Kolleginen im Dienst, sie bekam einen Anruf aus dem Kindergarten, das ihr kind Fieber hat. Dann stand ich plötzlich alleine da, es konnte kein ersatz besorgt werden, die andere "teilzeitmutter" konnte natürlich nicht kurzfristig einspringen .

Und nun haben wir hier herausgearbeitet, dass das ihr gutes Recht ist im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben. Genauso, wie ein Abeitnehmer im Rahmen seiner gesetzlichen Vorgaben (mit oder ohne Attest ab dem ersten Tag) zu Hause bleiben darf, wenn er wegen Erkrankung arbeitsunfähig ist.

c+laixret


Ich finde es interessant, dass von einigen Müttern hier sehr konkrete Schwierigkeiten und Unmöglichkeiten beschrieben werden und von den Kritikern kommt dann bloß ein dürres: Ja, da müsst hier euch halt langfristig organisieren und Lösungen finden! Aha, super.

Gerade habe ich einen Artikel zu dem Thema gelesen, vielleicht interessiert es ja jemanden: [[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/kinderbetreuung-vierzig-stunden-in-der-kita-12018977.html]]

Es geht um eine 24-Stunden-Kita. Die ermöglicht es vielen Eltern zwar erst überhaupt zu arbeiten, aber für die Kinder? Die Szene als spätabends ein Auto vorfährt und die Kinder rästseln wer von ihnen jetzt heimgehen darf... Und den Erzieherberuf macht es auch nicht gerade attraktiker, wenn dort in Zukunft auch Schicht gearbeitet werden muss.

ssommersUpros1se x2


im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten kann man sein Kind abholen. Wenn die Möglichkeiten ausgeschöpft sind (Kind-krank-Tage, Erholungsurlaub, Überstunden-frei) und die Mutter würde dann einen Antrag auf unbezahlte Freistellung stellen, wäre der Betriebsfrieden sicher hergestellt. aber dafür sind wohl manche Mütter zu kleinkariert.

Was ist an der Gleichung Keine Arbeit=kein Lohn so schwer zu verstehen?

Wenn ein Kind abgeholt werden muss, dann ist das erstmal so. Wie das dann in der Firma geregelt wird, sollte doch in Zusammenarbeit kein Problem sein. Oftmals kann man doch die Stunden nacharbeiten.

Ach so, meinem Mann ist, nachdem er im Sommer drei Tage "kindkrank" genommen hat (wegen Noro), sofort mit der Kündigung gedroht worden, sollte er nochmal einen Tag nehmen wollen.

viele Grüße

ExmmXa_Pe8el


genau das ist ja das, was die mütter, die ständig wegen ihrem nachwuchs aus der firma abhauen, einfach nicht kapieren (wollen): dass das andauernde abhauen aus der firma auch auswirkungen auf das team hat, weil die übriggebliebene arbeit von anderen geschultert werden muss.

Ja, jetzt wird wieder von ein paar Einzelfällen auf alle Mütter geschlossen. Ich habe nun auch schon ein bisschen Berufserfahrung und bin so einer Mutter nur ein einziges Mal begegnet.

Sind das Erfahrungswerte oder theoretische Argumentationen, wieso etwas auf keinen Fall gehen kann?

Himmel, ich hole doch mein Kind täglich ab und sehe doch, dass andere Kinder zu unterschiedlichsten Zeiten und unterschiedlichsten Personen abgeholt werden. Und ich weiß eben auch, dass die Eltern hier alle selbst berufstätig sind, weil man mämlich sonst gar keinen Ganztagsplatz bekommt. Und nein, ich muss es nicht ausprobiert haben, um zu wissen, dass niemand einen zusätzlichen Kindersitz für 200 Euro im Auto spazieren fährt.

b<eetHlejui'ce21


Mein Statement dazu ist einfach, dass man nicht alles haben kann und abwägen muss. Ich kann nicht in meinem Schichtdienstberuf arbeiten wenn ich ein Kind hab, welches nichts davon mitkriegen soll, nicht zu komischen Zeiten in die Kita soll und nicht von Papa oder oma versorgt werden soll... wie soll das denn gehen?

ich mein, dass das Leben eben manche vorlagen bietet, da müssen sich doch alle mit abfinden. Und ich find die 24h Kitas ne tolle Idee, ich könnte dann nämlich wieder arbeiten und ob Erzieher dann auch schichtarbeiten, sie wären dann eine Berufsgruppe von vielen, würden durch zulagen mehr verdienen und es wäre evtl auch wieder attraktiver...

Man kann aber denke ich nicht 10 sachen utopisch herbeiwünschen und dann mit dem Fuß aufstampfen wenn es so nicht klappt. Das Kind muss versorgt sein während ich nicht da bin, wenn ich nachts nicht da bin oder bis 24uhr, dann ist das eben die Zeit wo Kind bei Oma, Tagesmutter etc sein müsste, wenn ich das meinem Kind nicht zumuten will kann ich den Job nicht machen.... das ist doch astreine Logik, es geht nun mal nicht alles.

S[ilver9Peayrxl


Ich bin auch 3,5 Tage in der Woche beruftstägig und ich muss sagen, es bedarf vorher wirklich einiger Organisation und der Arbeitgeber muss sich natürlich auch vorher bewußt sein, auf was er sich einlässt.

Ich hab mittlerweile durch Oma und Tagesmutter alles so organisiert bekommen, dass ich, selbst wenn ein Kind krank sein sollte, dennoch fast immer arbeiten kann.

Natürlich gibt es immer mal Situtionen, in denen das nicht geht. Das ist aber die absolute Ausnahme. Von 10 Kinderfreitagen die ich pro Kind habe, hab ich letztes Jahr 1 genommen.

Ich muss aber dazu sagen, dass ich einen sehr verständnisvollen AG habe und echt liebe Kolleginnen und in meinem Landkreis glücklicher Weise die Tagesmütter vom Jugendamt unterstützt werden, so dass ich nur einen Anteil der Kosten zahlen muss.

Es ist aber auch manchmal wirklich schwierig und stressig und ich habe oftmals meinen Kindern oder meinen Kolleginnen gegenüber ein schlechtes Gewissen, wenn etwas nicht klappt wie geplant.

Ich kann mir gut vorstellen, dass es sehr schwierig ist, wenn man die Optionen Tagesmutter und Oma nicht hat. Aber ich denke, man muss sich vorher einfach ein Netz schaffen.

Natürlich, es kann immer was unvorhergesehenes kommen. Ist bei Kindern nunmal so. Ich hab mir aber doppelt und dreifach überlegt ob das klappen kann, wenn ich so viel arbeite. Denn ich wollte nicht nachher dastehen und meinen Job nicht machen können oder gar verlieren, weil die Organisation nicht klappt.

D3ieKrxuemi


Es geht um eine 24-Stunden-Kita. Die ermöglicht es vielen Eltern zwar erst überhaupt zu arbeiten, aber für die Kinder? Die Szene als spätabends ein Auto vorfährt und die Kinder rästseln wer von ihnen jetzt heimgehen darf... Und den Erzieherberuf macht es auch nicht gerade attraktiker, wenn dort in Zukunft auch Schicht gearbeitet werden muss.

ich arbeite in einer med. Einrichtung mit Betriebstagesstätte. Und die Krankenschwestern (Mütter) im Schichtdienst begrüßen die langen Öffnungszeiten. Willst du diesen Müttern nun vorhalten, dass sie falsche oder für das Kind schädliche Enscheidungen getroffen haben? Himmel, was sollen denn z.B. Alleinerziehende Krankenschwestern tun? Aus dem Schichtdienst rausgehen bedeutet deutliche finanzielle Nachteile und in der Regel auch einen Bereichswechsel. Länger zu Hause bleiben und auf staatliche Unterstützung hoffen?

w!ieneIr,20x08


wenn ich nachts nicht da bin oder bis 24uhr, dann ist das eben die Zeit wo Kind bei Oma, Tagesmutter etc sein müsste, wenn ich das meinem Kind nicht zumuten will kann ich den Job nicht machen.... das ist doch astreine Logik, es geht nun mal nicht alles.

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