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Kollegen müssen Kinderfreundlichkeit "ausbaden"

dhanaex87


Monika

Springen die denn bei euch dann nicht auchmal ein wenn jemand anderes krank ist oder so? Wenn nicht wäre es Zeit für eine Teambesprechung, wenn doch wird es sich schon ausgleichen. Im Großen und Ganzen kann man jedenfalls davon ausgehen das die zu Hause nicht mehr Spaß haben als die auf der Arbeit...

DJi2eKruxemi


Und die, die wegen jedem Kleinkram zu Hause bleiben oder das Kind vorschieben, hätten wohl auch ohne Kind nicht die beste Arbeitsmoral.

Da ist einfach eine verschobene Prioritätensetzung – die ich total nachvollziehen kann. Mit einer schweren Erkältung gehe ich selbst durchaus zur Arbeit, aber ich verstehe jede Mutter, die dann, wenn ihr Kind schwer erkältet ist, nicht zur Arbeit geht. Aber das ändert nunmal nichts daran, dass zu viele junge Mütter im Team (wie in meinem derzeitigen) eben echt Mist sind. Ich kann alle Seiten verstehen-aber das Problem eben nicht lösen. Da bleibt nur die Umsetzung – aber auch das ist schwer. Denn ich habe in unserem Haus einen guten Ruf und ich tue mich schwer, jemanden, den ich eigentlich nicht mehr im Team mittragen kann, einem anderen Abteilungsleiter zu empfehlen.

Ngioboe30


ch kenne aber eben auch KOllegen die einfach nicht kommen wenn der Diestplan anders liegt al sie sich das wünschen.

Und die werden nicht irgendwann mal entsorgt!? Oder sind sie dann "krank"?

MhonikRa6x5


Wir haben eine Mutter, die einspringt, sie kann sich mit ihrem Mann und ihrer Mutter absprechen, da klappt das, aber das ist nur bei ihr so. Bei der anderen Mutter ist es so, wenn sie tatsächlich mal einspringt, dann nur, wenn sie an die untere Stundengrenze kommt. Ansonsten ist sie einfach wieder 2 Tage krank. Flexibel gar nicht. Eine arbeitet ausschließlich an ganz bestimmten Tagen (ist nur bei ihr so), sie kann auch nicht einspringen, aber wenigstens fehlt sie bislang nicht so oft. Es hängt wirklich sehr davon ab, ob Verwandte am Ort sind, auf die sich die Mütter verlassen können, die ihrerseits eben flexibel sind. Aber oft arbeiten die Mütter der Mütter ja auch noch.

d~anaCe8x7


Die Kruemi

Einfach ehrlich mit jemandem tauschen geht nicht? Erklären das man ein ungliechgewicht im Team hat und das man das ausgleichen muss?

S/unfFlMowe\r_7x3


@ DieKruemi:

und ich tue mich schwer, jemanden, den ich eigentlich nicht mehr im Team mittragen kann, einem anderen Abteilungsleiter zu empfehlen.

Naja, es ist ja nicht die Arbeitsleistung, sondern die Überlastung des Teams mit zu vielen Müttern von Kleinkindern. Könnte man vielleicht offen diskutieren, wie danae auch vorschlägt.

Bei einem Team, wo niemand mehr so kleine Kinder hat, ist eine Person (die gute Arbeit leistet) dann mit diesen Fehlzeiten besser auszugleichen.

DSieZKruxemi


Ja, irgendeine Lösung muss ich finden, denn von unserer Arbeit hängt am Ende die Versorgung von kranken Menschen ab. D.h. es kann nichts liegen bleiben oder verschoben werden und auch bei Fehlern oder Versäumnissen tritt es eben jemanden, der schon genug Probleme hat.

Wie gesagt, ich verstehe beide Seiten. Die Mütter mit kranken Kindern, denn ich weiß ja, wie ich mich fühle, wenn es meiner pflegebedürftigen Mutter schlecht geht oder selbst wenn meine Katze krank ist. Aber eben auch die, die ad hoc einspringen müssen, ihre privaten Termine und älteren Kinder hinten anstellen müssen. Jeder hat ein Recht auf ein planbares Privatleben und gerade in den niedrigeren Vergütungsgruppen erwarte ich nicht, dass Menschen ihr Leben von der Arbeit bestimmen lassen wollen. Sie gehen arbeiten, um ihr Leben zu finanzieren, ob das nun aus Hobbies, Familie, Kindern, Haustieren oder was auch immer besteht. Es ist nicht an mir, zu entscheiden, was wichtig ist und was zu vernachlässigen.

deanaex87


DieKruemi

Ich finde du klingst wie eine Vorgesetzte mit der man reden kann. Deine Situation ist wirklich schwierig, aber grundsätzlich denke ich das ein besser durchmischtes Team gut arbeiten wird und das sich da auch immer Lösungen finden lassen. Ich wünsch dir ganz viel Glück und würde wie gesagt ehrlich und offen mit den anderen verantwortlichen reden. @:)

D#i:eKr-uemi


Danke @:) @:) @:)

P&feffer minzxlikör


Jeder hat ein Recht auf ein planbares Privatleben und gerade in den niedrigeren Vergütungsgruppen erwarte ich nicht, dass Menschen ihr Leben von der Arbeit bestimmen lassen wollen. Sie gehen arbeiten, um ihr Leben zu finanzieren, ob das nun aus Hobbies, Familie, Kindern, Haustieren oder was auch immer besteht.

Ich glaub, bei mir stand da was im kleingedruckten von wegen "Daheim isses blöd und Wochenende hat auch keiner nötig". Ich mag meine Kollegen, alles nicht das Ding. Ich gleiche auch mit aus, dass gewisse Kollegen nur unter der Woche Frühschichten machen (können). Aber wenn die mich dann noch vollpflaumen, weil ich sie Punkt Schichtbeginn ablöse und nicht eine halbe Stunde vorher, setzt das Verständnis aus.

A(leo=nxor


Morgends halb 7 in Deutschland ... die Tagesmutter vom WG-Kind ruft an das einer ihrer Sprößlinge die ganze Nacht gekotzt hat und die WG fängt dann mal das rotieren an wer vielleicht ne Stunde später zur Arbeit kann (der Papa) und wer vielleicht ein paar Tage zu Hause bleiben könnte (ich) um die vakante Stunde Mittags zu überbrücken bis die Mama von der Schule kommt.

Juhu

a]kaf


Bei vielen der Beiträge vermisse ich die Einsicht, dass ein Arbeitsleben ca 40 Jahre dauert, die schwierige Kleinkindzeit maximal 5 Jahre. Vor- und nachher sind die Frauen wie alle anderen einsetzbar. Und springen dann klaglos für andere mit ein.

Frauen, die auch noch ihr 12jähriges Kind regelmäßig vorschieben, würden wohl auch ohne Kind Gründe finden, ihren Job nicht zu machen.

T7aps


Über die Weltfremdheit einiger Nichtmütter kann man nur den Kopf schütteln.

Die Kinderlosen müssen akzeptieren, dass andere Leute sich für Kinder entschieden haben und dadurch weniger belastbar auf der Arbeit sind.

Man sollte das nicht mit Flexibilität verwechseln. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Mütter mit Kindern oft sogar belastbarer sind, weil sie sich auf wesentliche Dinge konzentrieren, besser organisieren. Die hier bei uns nicht belastbar sind, sind die die abends zu tief ins Glas geschaut, zu lange gefeiert haben, vor "Liebeskummer" nicht klar denken können, stundenlang über ihre privaten Erlebnisse quasseln, oder die krank sind, weil sie sich beim Extremsport verletzt haben, oder…

Die Mütter, die ich kenne, waren immer bestrebt, ihr Pensum zu schaffen.

Ich war immer vollbeschäftigt, habe mich aber wegen der Kinder für feste geregelte Arbeitszeiten (statt für einen besser bezahlten Job) entschieden. Mein Rentenkonto dankt es mir. Soll heißen, mein Mann wird für nahezu die gleiche Arbeit fast die doppelte Rente kriegen.

Die 10 Tage Kindkrank (bzw. die 15 in der DDR) je Kind, die mir gesetzlich zustanden, habe ich oft wirklich ausgeschöpft. Da bin ich schon davon ausgegangen, dass sie mir gesetzlich zustanden. Was sind schon diese Tage pro Jahr für ein kleines Kind? Ansonsten wurde Urlaub, unbezahlte Freistellung oder Überstunden genommen, die ich in "gesunden" Zeiten vorher dafür angespart habe. Aber egal wie, ich musste immer selbst dafür sorgen, dass meine Arbeit zum Termin fertig wurde.

So ein Gejammer von Nichtmüttern habe ich nie erlebt. Es hat aber auch keine der Mütter auf irgendein konstruiertes Rech gepocht. Und Teilzeit arbeitet in unserem Job sowieso niemand.

Wenn meine Kinder krank waren, hätte ich sie NIE einer fremden Person überlassen wollen/können.

Soziales Netzwerk, dass ich nicht lache. Es waren doch alle Mütter, Freunde, Bekannte in derselben misslichen Lage. Großeltern? Die waren voll berufstätig. Und so hatten wir über Jahre immer nur 2 gemeinsame Urlaubswochen, weil wir den immer für Notfälle, Schließzeiten oder Ferien aufgeteilt haben. Ich will darüber nicht jammern, es war eben, wie es war.

Im letzten Jahr ist es mir 2 Mal passiert, dass das Pflegeheim anrief, weil meine Mutter ins Krankenhaus kam. Und da ich der vom Gericht eingesetzte Betreuer bin und man für Untersuchungen Unterschriften brauchte, musste ich alles fallenlassen und SOFORT hinfahren.

Jeder kann mal in die Verlegenheit kommen, eine Zeit lang nicht mehr flexibel zu sein - und wenn es die betagten Eltern sind. Ein wenig mehr Toleranz würde einigen ganz gut stehen.

SRunf7lowwer_x73


@ akaf & Taps:

Den Argumenten schließe ich mich an. Kinder werden groß – und Eltern leider alt. Ersteres kann man ggf. bewusst vermeiden durch Verzicht auf Kinder; letzteres holt einen schlimmstenfalls ein.

D@uwiCsib


....die schwierige Kleinkindzeit maximal 5 Jahre. Vor- und nachher sind die Frauen wie alle anderen einsetzbar. Und springen dann klaglos für andere mit ein.

......

Frauen, die auch noch ihr 12jähriges Kind regelmäßig vorschieben, würden wohl auch ohne Kind Gründe finden, ihren Job nicht zu machen.

":/ Das Argument "Kinder haben Schulferien = Urlaubsanspruch für Eltern" bekommt man doch ständig zu hören, egal ob die Kinder 6, 10, oder 17 sind.

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