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Kollegen müssen Kinderfreundlichkeit "ausbaden"

CPaoiZmhe


In-Kog Nito, es ist wirklich bemerkenswert, wenn du die Dienstpläne, Arbeitszeiten, Freizeittermine etc. deines Freundeskreises auswendig kennst um immer jemanden zu haben, der dein krankes Kind abholt und versorgt - weil du ja nicht weg'kannst'. Auch das mit der Familie in der Umgebung ist Blödsinn: Die meisten Großeltern heutzutage dürften selbst noch berufstätig sein oder dann so eingeschränkt, dass es sehr anstrengend ist das Kranke Enkelkind zu hüten.

wOho_ma=de_who


Auch das mit der Familie in der Umgebung ist Blödsinn: Die meisten Großeltern heutzutage dürften selbst noch berufstätig sein oder dann so eingeschränkt, dass es sehr anstrengend ist das Kranke Enkelkind zu hüten.

Stimmt! Und wie sollte das auch mit dem Gedanken zusammengehen, dass man ja flexibel sein soll und bundesweit hin- und herzieht, immer den Jobangeboten hinterher. Da hat man ja wirklich keinen in der Nähe. Und Fremden würde ich mein Kind auch nicht gerne anvertrauen, vor allem nicht, wenn es krank ist.

Es schrieb ja auch jemand, dass es genug Erwachsene gäbe, die Angst vor Krankenhausaufenthalten hätten, aber Kinder könne man ja mal einfach so hin- und herschieben.

Pnifr&atenLxady


Ich arbeite in einem Team gemischten Geschlechts. Uns ist allen klar, dass Kinder abgeholt werden müssen. Uns ist auch klar, dass Kinder in einer Familie aufwachsen und nicht im Kindergarten/ Hort. Mein Gott wie furchtbar KINDERFREUNDLICH wir sind- kaum auszuhalten %-|

gtauloyise


Entspannt euch mal. Und vielleicht gewöhnt ihr euch alle mal ein Verhalten an, was beispielhaft ist, hm? DAS wäre im Sinne einer demokratischen, solidarbezogenen Gemeinschaft von Arbeitnehmern.

Wir sind nur ein kleines Team bei der Arbeit, aber für meine Kollegen war es absolut selbstverständlich, daß sie für mich eingesprungen sind, als meine Kinder noch kleiner waren und ab und zu (selten, gottseidank!) krank wurden. Tatsächlich gab es sogar mal eine Teamsitzung, in der der komplette Stundenplan zu meinen Gunsten umgebaut wurde, weil der Kindergarten die Betreuungsmodalitäten geändert hatte.

Im Gegenzug habe ich immer, immer die ungeliebten ersten Stunden übernommen (8:00 war für mich mitten am Tag, außerdem hatte ich den kürzesten Arbeitsweg und konnte immer spontan einspringen), das beruhte immer auf Gegenseitigkeit.

Ich habe seit einem Jahr eine junge Kollegin mit Kind im ersten Kindergartenjahr – klar, der Knabe ist andauernd krank, das kennen wir alle. Und meine sind jetzt groß. Will heißen, jetzt bin ICH diejenige, die sagt, komm, schlaft aus, pfleg' deinen Sohn, ich mach deinen Unterricht, kein Ding.

Und wenn ich dann zwei Klassen gleichzeitig beaufsichtigen muß? Scheißegal, schaff' ich. Klar denke ich manchmal, achdukacke, muß das sein?

Aber ich weiß noch SO genau, wie das war, als meine drei klein und krank waren und ich hatte niemanden. Der Vater war so drauf:

Die haben einen WICHTIGEN Beruf.

,

meine Mutter gerade im Urlaub oder sonstwie unterwegs, meine Freundinnen zappelten selbst...und immer mag man die auch nicht fragen. – Und dann war ich so, so froh und dankbar für meine Kollegen, die haben da keinen Zauber, kein *ächz, stöhn* draus gemacht, da wurde umorganisiert und fertig.

Ich habe meiner jungen Kollegin gerade gestern ihr schlechtes Gewissen um die Ohren gehauen. Sie ist immer soo geknickt, wenn ihr Sohn schon wieder hoch fiebert und sie uns Arbeit aufdrücken muß...und genau das würde ich den jungen, kinderlosen Arbeitnehmern hier gerne mitgeben:

irgendwann seid ihr selbst in genau dieser Lage. Und dann werdet ihr saufroh sein, wenn eure Kollegen sagen, ey, kein Ding, wir kriegen das hin.

Wiawidman6nsbrxaut


:)^ gauloise

P4iradtenxLady


:)^

Spunf[lo6wexr_73


@ gauloise:

:)z

Denn letztlich ist es doch so: Das macht keine Mutter, kein Elternteil absichtlich. Aber es passiert halt.

pUhilv0mena


gauloise

:)z

Sunflower_73

Denn letztlich ist es doch so: Das macht keine Mutter, kein Elternteil absichtlich.

Dazu noch ein Wort. Abgesehen mal davon, dass kein Elternteil gern ein krankes Kind daheim hat, kommt auch immer ein bisschen Sorge dazu. Ist es harmlos? Was hat das Kind? Wie geht es ihm wirklich?

Und, ich hab zwar kein "mein Job ist so wichtig"-Exemplar zu hause, aber einen Mann, der oft auf Reisen war und schlecht aus dem Ausland mal eben ein krankes Kind abholen konnte.

Szhojxo


Und es ist ein unfassbar großer Irrtum, wenn man glaubt, jemand mit einem kranken Kleinkind hätte quasi frei. Lieber zwei Schichten Wasauchimmer hintereinander wegarbeiten als ein krankes Kleinkind pflegen. %:|

Häufiges Argument ist aber: Kind haben ist persönliche Entscheidung, quasi Hobby, da muss man sich dann allein drum kümmern, wie man das wuppt, und soll damit niemanden behelligen. Sehr schwierig, dem beizukommen, wenn man es mit Leuten zu tun hat, die tatsächlich so scheuklappenmäßig denken, als gäbe es kein Morgen.

k1nuspe9rtasxche


Ich weiß nich, ob es schon geschrieben wurde, wollte jetzt nicht alles durchlesen ;-) Ich arbeite auch in einer großen Firma, im Tourismusbereich.

Was mich sehr nervt ist nicht das, dass Mütter mal zu Hause bleiben, wenn die Kinder krank sind (mit dem kann ich leben, ist ja auch nicht alle Tage so), sondern:

"Ich kann nur vormittags arbeiten" – du hast kein Kind, mach du halt die Spätschichten! Bin ich Depp oder was?Gleich viele Stunden angestellt, gleicher Verdienst... aber immer nur die A***Schichten?

"Ich kann nicht Weihnachten/Silvester/Ostern bzw. keine Wochenenden/nur jedes zweite Wochenende arbeiten" – Ich verstehs, wenn Mütter zu div. Familienfesten frei brauchen, aber nicht das ganze Jahr über zB an den Wochenenden....

Ich könnte noch unzählige Bsp aufzählen... aber das würde das hier jetzt sprengen ;-)

Außerdem versteh ich es nicht, warum man im Gastgewerbe/Tourismus arbeitet, wenn man sich seine Arbeitszeiten selber machen will... da zahlen die anderen Kollegen definitiv drauf.

EHhemaylirgerA Nutze-r (#x15)


knuspertasche

Das Thema hatten wir schon annähernd...

Bei dem was Du ansprichst, darfst Du nicht vergessen, dass es keine einseitige Sache ist, sondern ausschließlich mit einem Arbeitgeber läuft, der das Ganze mitmacht.

Wird ein "Mensch" eingestellt, der eindeutige Einschränkungen mitbringt (z.B. nur Vormittags arbeiten können o.Ä.), dann obliegt es dem Arbeitgeber ob er sich darauf einlässt oder nicht.

Wenn er das tut, dann kannst Du für etwaige derartige Probleme die Du ansprichst, nicht den Arbeitnehmer verantwortlich machen.

gJauloxise


Und es ist ein unfassbar großer Irrtum, wenn man glaubt, jemand mit einem kranken Kleinkind hätte quasi frei. Lieber zwei Schichten Wasauchimmer hintereinander wegarbeiten als ein krankes Kleinkind pflegen.

Ohjabitte – DAS könnten sich bitte mal alle, alle hinter die Ohren schreiben, die immer noch denken, daß man wirklich lieber zu Hause ist mit einem kranken Kind als gemütlich bei der Arbeit zu sitzen.

l)uci&danxe


bei uns ist es gerade andersrum. mein "Nachfolger", der für mich eingestellt wurde, als ich ein Jahr Elternzeit nahm, ist ne rechte Pflaume - jung, alleinstehend und Minusstunden auf dem Arbeitszeit-Konto.

Ich komme trotz 3-jährigem Kind auf ca. 5 h plus wöchentlich - mal mehr, mal weniger. Dank meinem gut funktionierenden Netzwerk im Rücken. wer das nicht hat, hat mein vollstes Verständnis, denn ein Kind muss nunmal pünktlich vom KiGa abgeholt und bei Krankheit betreut werden!

V>orrramts9dose


Ein Schwank von meiner Arbeit, das gleiche Problem:

Ich arbeite Vollzeit in einer gynäkologischen Ambulanz in einer großen Klinik. Tagsüber nehmen wir reguläre Sprechzeiten, Einweisungen und Notfälle an. Nachts sind wir als gyn. Notfallambulanz Ansprechpartner für alles was nachts so anfällt.

Wir sind etwa halb-halb Vollzeit- und Teilzeitkräfte. Und uns geht es leider ähnlich. Wir arbeiten im Schichtbetrieb. Unsere Arbeit verteilt sich über Schreibkram, PC-Arbeit zu Pflegetätigkeiten und Arztassistenz. Wir sind wie überall völlig unterbesetzt und haben zu viel Arbeit für zu wenig Zeit.

Unsere Mamas machen es uns nicht gerade leichter. So dürfen wir Nicht-Mamas während den Schulferien keinen Urlaub machen, wir springen viel mehr ein (damit wir Vollzeitkräfte das Krankenhaus auch gar nicht mehr verlassen). Bei allen Dienstplanwünschen werden die Mütter bevorzugt behandelt (Kindergeburtstag, Feiertage, KiTa-Zeiten, Familientage, Freund übernachtet, etc.).

So bleiben uns ungeliebte Dienste, ständig mit dem Spruch "ach komm, du hast auch keine Kinder daheim". Nein hab ich nicht, aber ich habe trotzdem ein Leben. Es k*tzt mich an...

Meoni'kax65


Und wenn ich dann zwei Klassen gleichzeitig beaufsichtigen muß? Scheißegal, schaff' ich. Klar denke ich manchmal, achdukacke, muß das sein?

DAS kenne ich auch, zu Genüge, als Mutter eines dieser Kinder in diesen Klassen. War ganz super und so häufig, dass es richtig eine Freude war. :-|

Wird ein "Mensch" eingestellt, der eindeutige Einschränkungen mitbringt (z.B. nur Vormittags arbeiten können o.Ä.), dann obliegt es dem Arbeitgeber ob er sich darauf einlässt oder nicht.

So einfach ist das nicht, die Frauen haben ja ein Recht auf ihren Arbeitsplatz. Sie kommen zurück nach der Elternzeit und der Dienstplan muss um sie herum angelegt werden. Im Sozialwesen? Kann sich da ein Arbeitgeber mütterunfreundliche Vorgehensweisen leisen? Oder Kündigung ständig kranker Mitarbeiter? Das wird eben nicht gemacht und dir als Kollege bleibt nur die eigene Kündigung oder eben hinnehmen und einspringen, unbezahlt. Ist ja auch ok, man nimmt es hin, aber man dass man das gern macht kann auch nicht erwartet werden. Es erfordert eine eigene Flexibilität oder die Fähigkeit, rigoros nein zu sagen, ist auch nicht immer einfach.

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