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Brauche Entscheidungshilfe.

M oy4i hat die Diskussion gestartet


Wir haben eine recht nette Wohnung in Aussicht, die rein von der Lage her einfach perfekt ist.

Allerdings machen mir ein paar Dinge dann doch Sorgen :-/ .

1.) Wir wären die einzigen Mieter im Haus, neben den Vermietern( die aber sehr nett wirken und auch Kinder sehr mögen). Etwas wenig Privatsphäre wäre es allerdings trotzdem.

2.) Das Bad ist mir zu alt( siebziger etwa), wir würden es also neu kacheln müssen, warscheinlich auch neue Badewanne, die Hälfte müssten wir dann aber selbst zahlen. Wir würden also schon eine Weile dort wohnen müssen, wenn sich das lohnen soll.

Auf der anderen Seite könnte man natürlich selbst entscheiden, wie das Bad aussieht.

3.) Die Wohnung ist etwas zu früh für uns frei, was mehrere Doppelmieten bedeutet, aber auch weniger Stress.

Ich bin mir echt gerade unsicher.

Auf der anderen Seite, sind die ganz tollen Wohnungen entweder in total blöder Lage, oder so Luxussaniert, das man zwischen 1200-1500 kalt zahlt. Ganz viele wollen auch eher Familien mit nur einem Kind :=o und ich kann ja schlecht ein Kind wegzaubern.

Ich bin gerade echt überfordert. Eigentlich haben wir ja noch Zeit mit der Suche und könnten auf etwas ganz tolles hoffen, aber ich schiebe immer so ein wenig Panik, dann nur noch blöde Wohnungen zu finden.

Antworten
W:olfkganlg


die einzigen Mieter im Haus, neben den Vermietern

Dann habt ihr einen stark eingeschränkten Kündigungsschutz.Was euren finanziellen Anteil an der Badrenovierung betrifft, so würde ich dann eine Entschädigung /Ablöse schriftlich vereinbaren, falls der Umzug / Kündigung innerhalb von ... (2?) Jahren erfolgt.

Mdoyxi


Haben wir den stark eingeschränkten Kündigungsschutz wegen Eigenbedarf? Oder warum ist es als einziger Mieter anders, als wenn es zwei wären?

Wholf<ganxg


Kündigungsausschluss/Kündigungsverzicht:

Auch wer einen unbefristeten Mietvertrag abschließt, kann nicht immer mit einer Frist von drei Monaten kündigen und ausziehen. Vorsicht, wenn das Wort "Kündigungsverzicht" oder "Kündigungsausschluss" auftaucht. Die Vertragspartner können vereinbaren, dass für einen Zeitraum von bis zu vier Jahren die Kündigung ausgeschlossen wird. Das bedeutet, Mieter wohnen dann in diesen vier Jahren sicher, ihnen kann, solange sie die Miete pünktlich zahlen, nicht gekündigt werden. Aber umgekehrt kommen auch sie vier Jahre lang nicht aus dem Mietvertrag heraus.

Tipp:

Vereinbarungen über einen Kündigungsverzicht machen für Mieter in der Regel nur Sinn, wenn es zum Beispiel um die Anmietung einer Eigentumswohnung (hohes Kündigungsrisiko) geht. Notfalls Nachmieterstellung vereinbaren.

Wichtiges Urteil:

Das Kündigungsrecht darf vom Zeitpunkt des Vertragsabschlusses an bis zum Ablauf der Kündigungsfrist höchstens für vier Jahre ausgeschlossen werden. Läuft der Kündigungsausschluss vereinbarungsgemäß länger, ist die Mietvertragsklausel unwirksam, und der Mieter kann jederzeit mit einer Frist von drei Monaten kündigen (BGH VIII ZR 86/10).

Sonderkündigungsrecht:

Wer als Mieter eine Einliegerwohnung bezieht oder in einem Zweifamilienhaus mit dem Vermieter "unter einem Dach" wohnt, hat praktisch keinen Kündigungsschutz. Er muss damit rechnen, dass der Vermieter das Mietverhältnis ohne Angabe von Gründen, wie zum Beispiel Eigenbedarf, kündigt. Der Vermieter hat ein gesetzliches Sonderkündigungsrecht. Macht er hiervon Gebrauch, muss der Mieter die Wohnung räumen und ausziehen. Lediglich die Kündigungsfrist verlängert sich in diesen Fällen für ihn um drei Monate.

Tipp:

Das Sonderkündigungsrecht für Vermieter kann im Mietvertrag ausgeschlossen werden.

Wichtiges Urteil:

Das Sonderkündigungsrecht ist in Häusern mit drei Wohnungen ausgeschlossen, selbst dann, wenn eine Wohnung leer steht oder der Vermieter zwei Wohnungen selbst nutzt (BGH VIII ZR 90/10).

aus:

[[http://www.gerecht-wohnen.de/index.php?id=meine_wohnung]]

auch

Sonderkündigung des Vermieters (§ 573 a BGB)

Bewohnt der Vermieter eine der beiden Wohnungen in einem Zweifamilienhaus selbst, darf er aufgrund des besonders engen räumlichen Kontaktes zum Mieter unter erleichterten Voraussetzungen, d.h. ohne Begründung, das Mietverhältnis aufkündigen (Siehe: BGH WuM 2008, 564).

Kündigungsfrist

Der Vermieter muss in diesem Fall jedoch verlängerte Kündigungsfristen in Kauf nehmen. Gemäß § 573 a BGB verlängert sich die insoweit maßgebliche Kündigungsfrist um drei Monate gegenüber der gesetzlichen Kündigungsfrist.

Quelle: [[http://www.mietrecht-hilfe.de/kuendigung/sonderkuendigung.html]]

WpolfIgaxng


Es braucht in diesem Fall eben keinen Eigenbedarf. Der Vermieter kann dir auch kündigen, weil ihm deine Nase nicht gefällt. Es ist ein besonderes Kündigungsrecht, weil in diesem Fall ja Eigentümer und Mieter besonders eng zusammen wohnen und daher schützt der Gesetzgeber den Eigentümer. Du hast dann zwar verlängerte Kündungsfristen bis du ausziehen musst, aber den Ärger hast du dennoch. Je nachdem ob du Mieter oder Vermieter bist, kannst du das beklagen oder nicht, aber die Gesetzeslage ist so. Da musst du eben vorher gucken, ob ihr (Mieter + Eigentümer) euch sympathisch seid.

Gerade in meiner persönlichen Nachbarschaft gab es so einen Fall, dass Eigentümer und Mieter zuerst ein Herz und eine Seele waren, sich aber dann Frau Mieterin und Frau Vermieter nach drei Monaten gehörig zerstritten. Die Mieter mussten in kürzester Frist wieder gehen – die Eigentümer wohnen heute noch in ihrem Haus, nun aber ohne Mieter.

MXoEyi


Ok, das ist ein Dreifamilienhaus, bei dem der Vermieter zwei Wohnungen bewohnt.

MWoxyi


Und danke für deine Mühe Wolfgang :-) .

WFoslpfgaLng


das ist ein Dreifamilienhaus, bei dem der Vermieter zwei Wohnungen bewohnt.

Das scheint mir ein schwieriger Fall zu sein. Das würde ich mal vorher mit einem Fachanwalt für Mietrecht abklopfen.

W>oglfEg~anxg


Bist du im Mieterschutzbund? Da hast du kostenlose Rechtsberatung.

M^oyxi


Nein bin ich nicht.

Man, ich glaube wir suchen lieber weiter.

W]olf2ga#ng


Nein, du musst deswegen die Wohnung nicht aufgeben, aber du musst eben das Risiko kennen. Darüberhinaus ist es immer schlau als Mieter Mitglied im Mieterschutzbund zu sein. Da kannst du jederzeit Mitglied werden. Aber gegen ein paar Zehneuro wird dir auch jeder andere Fachanwalt Rat geben. Das sollte man schon mal investieren, ehe man hinterher dumm aus der Wäsche guckt.

Mniss kSonthexim


@ Moyi

genau so war es bei mir auch. Tolle Wohnung, Vermieter mit im Haus , alles super am Anfang, wirklich super nett.

Nach einer Zeit fing das Gemecker an, wegen Kleinigkeiten erst, dann Streit wegen anstehenden Reparaturen und dann weiter per Anwalt.

Wir sind dann ausgezogen. Nie wieder mit Vermieter im selben Haus (sagte auch der Anwalt – aus Erfahrung) ;-D

MXoxyi


Nein, du musst deswegen die Wohnung nicht aufgeben, aber du musst eben das Risiko kennen. Darüberhinaus ist es immer schlau als Mieter Mitglied im Mieterschutzbund zu sein. Da kannst du jederzeit Mitglied werden. Aber gegen ein paar Zehneuro wird dir auch jeder andere Fachanwalt Rat geben. Das sollte man schon mal investieren, ehe man hinterher dumm aus der Wäsche guckt.

Wolfgang

Nein, das werden wir auf jeden Fall investieren. Mir ist nur irgendwie unwohl, wenn es soviel zu bedenken gibt. Bin aber momentan auch

eher nicht in guter Verfassung.

genau so war es bei mir auch. Tolle Wohnung, Vermieter mit im Haus , alles super am Anfang, wirklich super nett.

Nach einer Zeit fing das Gemecker an, wegen Kleinigkeiten erst, dann Streit wegen anstehenden Reparaturen und dann weiter per Anwalt.

Wir sind dann ausgezogen. Nie wieder mit Vermieter im selben Haus (sagte auch der Anwalt – aus Erfahrung)

Wir wohnen jetzt auch mit den Vermietern im Haus und allen ihren Kindern( 10 Familenhaus, jedes Kind hat eine Wohnung plus 5 FRemdmieter). Wir haben hier keine schlechten Erfahrungen gemacht, das sind alles ganz ganz nette Leute.

Allerdings ist es eben auch ein großes Haus und nicht nur der Vermieter und wir.

M#iss SontHhxeim


Kann ja auch gut gehen. Wir waren mit dem Vermiete allein im Haus.

Laut Anwalt, aus seiner Erfahrung, ging das selten gut aus.

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