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Hilfe! Hartz IV Probleme :-(

Czranbyerry\-Beervchxen hat die Diskussion gestartet


Hallo Zusammen,

ich habe zurzeit ein großes Problem, welches mich sehr belastet. Leider kenne ich niemanden der mich vernünftig beraten kann. Vielleicht gibt es ja hier jemanden, der mir ein bisschen weiterhelfen kann.

Ich bin seit ca. 6 Wochen arbeitslos. Ich musste leider selbst kündigen, da mein Arbeitgeber viele Monate kein Gehalt gezahlt hat/zahlen wollte. Zudem gibt es nun diese Fa. auch schon gar nicht mehr.

Da ich dort aber nur 10 Monate beschäftigt war und innerhalb der letzten 24 Monate nicht 12 Monate Arbeitslosenversicherung eingezählt habe, steht mir nun kein Alg I zu. Das wusste ich auch bereits vor der Kündigung und das ist ach ok.

Ich bin 32 Jahre alt und habe eine mietfreies "Appartment" im Miets-Haus meiner Eltern. Sie waren so freundlich mich da wohnen zu lassen, weil ich durch die unregelmäßigen Gehaltszahlungen sonst in Teufelsküche geraten wäre.

Soweit so gut.

Mir wurde von der Agentur gesagt, dass ich nun Alg 2 bekäme – was mir schon unangenehm genug ist und hoffentlich schnell durch eine neue Tätigkeitsaufnahme beendet wird. Ich wäre mit 32 Jahren meine eigene Bedarfsgemeinschaft und meine Eltern stünden da komplett außen vor und müssten keine Angaben machen.

Ich habe alles wahrheitsgemäß angegeben, dass ich mietfrei wohne etc.! Alles war ok – mir sollte die Grundsicherung gewährt werden. Ich habe auch direkt einen vorläufigen Bewilligungsbescheid erhalten.

JEDOCH kam nachträglich ein Schreiben und ich muss nun die Vermögensverhältnisse meiner Eltern mit allem Zip und Zap offenlegen. Ebenso sollen meine Eltern ein Formular von ihrem Vermieter ausfüllen lassen. Sie sind beide voll berufstätig und wollen das nur sehr ungern tun. Ich verstehe nun die Welt nicht mehr.... Was haben den nun meine Eltern damit zu tun? Sollen sie auch noch mit 32 für mich aufkommen? Ich bin langsam nervlich am Ende.

Das nächste Problem ist, dass ich die offenen Gehälter eingeklagt habe und nun befürchte, dass ich es richtig verstanden habe, dass ich diese ggf. komplett an die Arge abtreten muss. Mir würde nichts bleiben....

Diese Dinge und die finanzielle Unsicherheit belasten mich nun so sehr. Bei der Arge kann mir keiner richtig Auskunft am Telefon geben und der nächste Termin dort ist erst in 2 Wochen möglich.

Vielleicht kennt sich ja hier jemand aus. Ich wäre um jeden Kommentar dankbar.

Ganz lieben Gruß

@:)

Antworten
Syunf*lower@_7x3


Ich kann Dir angesichts der Situation nur raten, zu einem Anwalt oder sonstigen Beratungsstelle zu gehen.

Deine Eltern müssten eigentlich NICHTS ausfüllen; das mietfreie Wohnen dürfte eigentlich auch nur bewirken, dass Du halt nur regulären Hartz IV-Satz erhältst. Und halt keine weiteren Kosten für Unterkunft etc. (Grundsicherung ist übrigens etwas anderes!).

Wäre also mit der Aufforderung, dass Deine Eltern ihre Vermögensverhältnisse offenlegen sollen, SEHR vorsichtig. Es gibt da meiner Meinung nach einfach keinen Anlass für.

Schwieriger wird es mit dem nicht gezahlten Gehalt. Wenn Du es JETZT bekommen würdest, gilt es als Einkommen im Sinne von Hartz IV, d.h. würde mit dem Hartz IV-Satz verrechnet. Aber "alles einbehalten" darf das Amt nicht; ggf. halt nur die Zahlung einstellen.

Da es aber ja eigentlich nur eine rückwirkende Zahlung ist für eien Zeitraum, in dem Du gearbeitet hast, wird es ziemlich kritisch. Hättest Du das Gehalt ordnungsgemäß bekommen und würdest aufgr. der Kündigung Hartz IV bekommen, würde man es nicht anrechnen. Allein deswegen Anwalt einschalten, weil die Situation sehr speziell ist.

Kündigung, weil kein Gehalt bekommen: In so einem Fall hätte man sich zunächst an die ArGe wenden sollen. Ändert zwar nichts an der mangelnden Einzahlung in die Kasse, aber soweit ich weiß, gibt es da Überbrückungsmöglichkeiten. Selber kündigen ist immer der schlechteste Weg.

Cvran6berr-y-Beerchlen


Also kündigen war der letzte Schritt einer langen Odyssee. Ich habe immer wieder angemahnt, geltend gemacht... immer und immer wieder... mich beraten lassen beim Gericht etc..

Nachdem dann 4 Gehälter offen waren, wurde mir dazu geraten schnellstmöglich zu kündigen. Ich war auch oft bei der Insolvenzgeld-Stelle in der Agentur für Arbeit.

Meine Kollegen und ich haben alles mögliche in Gang gesetzt. Zuletzt ging es um Insolvenzverschleppung, so dass ich möglicherweise noch mithaftend gemacht worden werde. Daher musste ich wohl oder übel fristlos kündigen. :-(

Es ist alles lang durchdacht gewesen und auch vorher mit der Arge besprochen gewesen. Deshalb wundert mich das alles jetzt so.

Vielen lieben Dank sunflower.

dSevi>lindKisguixse


Laß dich keinesfalls bei der ARGE beraten, sondern wende dich an eine Beratungsstelle!

Der Einfachheit halber unterstreiche ich alles, was sunflower dazu gesagt hat.

C&ranberrVy-B'eercxhen


Danke Euch Beiden. :-)

Ja, das ist mein Problem – Jeder bei der Arge sagt was anderes und Begründungen müssen sie anscheinend gar nicht geben.

Einen schönen Abend. :-)

S=unfElower_x73


Okay, dann nehme ich die Kritik bzgl. der Kündigung zurück! ;-)

T"hkruxd


Hallo,

die Vermögensverhältnisse deiner Eltern haben rein gar nichts mit dir zu tun. Da soll doch der Sachbearbeiter dir erstmal schriftlich die entsprechenden Gesetzesgrundlagen mitteilen. Ohnehin würde ich alles schriftlich vom Amt bestätigen lassen. Also Einspruch einlegen und die gesetzlichen Grundlagen als Begründung fordern!

Ich wohne auch in einer eigenen Wohnung im Haus meiner Eltern und mich hat kein Mensch beim Jobcenter aufgefordert, irgendwas von meinen Eltern ausfüllen zu lassen. Ich bin mit über 30 meine eigene Bedarfsgemeinschaft, habe somit Anspruch auf die Grundsicherung. Dazu habe ich noch den Mietvertrag vorgelegt, den ich mit meinen Eltern habe und erhalte somit auch den Zuschuß zur Miete.

Falls du dein Gehalt jetzt irgendwann ausgezahlt bekommen würdest, dann zählt das als einmaliges Einkommen und wird dir voll angerechnet. Da du nur einen bestimmten Betrag pro Monat dazu verdienen darfst und dein Gehalt bestimmt viel mehr ist, wirst du aufgefordert für den Monat, in dem das Gehalt auf deinem Konto landet, das ALG II zurückzubezahlen. Bei solchen Sachen gilt das Zuflußprinzip. Das heisst, es zählt wenn es auf deinem Konto auftaucht. Damit hatte ich auch im 1. Monat Probleme, da ich da noch das Gehalt von meinem alten Job bekommen habe und mir das Jobcenter das voll angerechnet hat, obwohl das Gehalt eigentlich für den Vormonat war. Somit hatte ich einen Monat lang gar nichts.

Wenn du dein Gehalt bekommen hast, hast du aber im nächsten Monat trotzdem Anspruch auf ALG II, da du dann kein Einkommen mehr hast. Vorausgesetzt dein Vermögen übersteigt nicht den zulässigen Höchstwert (Vermögensfreibetrag von 150 Euro pro vollendetem Lebensjahr. Mindestens sind 3.100 Euro und maximal 9.750 Euro pro Person).

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