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Mein Berufsleben-Jammer-Faden

A<qui|lia


Und wie hast du reagiert, wenn er früher auf Kinder zu sprechen kam? Bzw wurde das jemals ernsthaft diskutiert? Ich find es nämlich eigenartig, dass das Thema so spät auf den Tisch kommt. 10 Jahre sind ja eine lange Zeit, und ihr wart ja beide keine Teenager, als ihr zusammengekommen seid, sondern durchaus in einem Alter, wo man sich über Familienplanung Gedanken macht.

KEadhixdya


Deswegen auch der Lösungsansatz des Rollentausches.

Selbst wenn er Hausmann ist, hat sie immer noch die Kinder an der Backe, wenn sie nach der Arbeit nach Hause kommt - zusätzlich zu dem höheren Druck, weil sie die ganze Familie ernähren muss.

Wenn Mütter über ihren stressigen Alltag klagen, wird im Forum immer als Tipp gegeben, dem Mann das Kind aufs Auge zu drücken, wenn er heim kommt - und jetzt heisst es, Milkey soll arbeiten gehen und der Mann ist Hausmann, dann hätte sie auch nicht so einen Stress mit dem Kind?

Nicht - Dein - Ernst.

D,arkredSYunshxine


Doch, schon. Wenn der Mann Kinder will, dann kann er doch auch Hausmann spielen und sich um die Kinder kümmern. Was spricht denn dagegen?

Wird ja immer mal gemacht, dass Mann daheim bleibt, wenn Frau mehr verdient.

K:adhjixdya


Was spricht dagegen?

Kadhidya: Selbst wenn er Hausmann ist, hat sie immer noch die Kinder an der Backe, wenn sie nach der Arbeit nach Hause kommt - zusätzlich zu dem höheren Druck, weil sie die ganze Familie ernähren muss.

Nebenbei bemerkt: wer sagt, dass Milkey, die schon nach normalem Arbeiten fix und alle ist, nach diesem Arbeiten mit erhöhtem Druck zu Hause eine Kraftinsel zum Entspannen findet?

Auch hier zitiere ich mich gerne selbst:

Wenn Mütter über ihren stressigen Alltag klagen, wird im Forum immer als Tipp gegeben, dem Mann das Kind aufs Auge zu drücken, wenn er heim kommt - und jetzt heisst es, Milkey soll arbeiten gehen und der Mann ist Hausmann, dann hätte sie auch nicht so einen Stress mit dem Kind?

Dlarkr\edSu4nshinxe


Da wird doch dann dem Mann unterstellt, dass sein Job ruhiger ist als das Kind zuhause. Wenn Milkey also nur die Rolle übernimmt, die Vätern hier unterstellt wird, dann hätte sie doch nen ruhiges Leben.

Mjilzkyx_e77


nö, ich hätte definitiv KEIN ruhigeres Leben, wenn ich ein Kind hätte und der Mann ist als Hausmann zuhause mit dem Kind. *lach*

Erstens eben der Druck dass ich dann finanziell für 3 (!!) Leute allein verantwortlich wäre, dann nach der verhassten Arbeit nicht mehr entspannen können, sondern dass zuhause trotdem weitere Arbeit auf mich wartet. Ich kann den Mann ja nicht ALLES allein machen lassen und mich dann wie jetzt abends vor den Fernseher setzen oder trainieren gehen, und Mann und Kind ignorieren, und er soll schön alles allein machen.

Paarzeit wäre dann ja auch keine mehr möglich.

Auch organisatorisch wäre das ja gar nicht möglich, später müsste ich dem Kind ja trotzdem bei den Hausaufgaben helfen usw. Also viiiiiiiel weniger Freizeit für mich als jetzt!

Und ich bin ja keine Gebärmaschine, dass ich meinem Freund das Kind gebäre, und dann sollen die zwei schauen wie sie ohne mich klarkommen. ;-)

Ich könnte mein Leben keineswegs so weiterleben wie jetzt, sondern hätte es noch viel schwerer als jetzt, da meine Entspannungszeiten dann großteils wegfallen würden.

Wie könnte ich abends TV schauen oder mit Freundinnen telefonieren, während mein Freund das Kind daneben allein betreut? Das geht doch nicht...

Noch dazu wären die Nächte dann oft durchwacht oder unterbrochen, und dann sollte ich komplett übermüdet auch noch arbeiten gehen? Never ever!

Da würde ich nach 2 Monaten wohl wegen Burnout in eine Klinik gehen müssen oder würde gekündigt werden, weil ich gar nichts mehr auf die Reihe bekomme.

Und dann zu dritt von Sozialhilfe leben oder wie?

nein nein, absolut unpraktibel!

KeadhiTdya


Wenn Milkey also nur die Rolle übernimmt, die Vätern hier unterstellt wird, dann hätte sie doch nen ruhiges Leben.

Wenn man nur in Foren surft, um seine eigene begrenzte Meinung zu verbreiten, kann man das sicher so sehen.

Wenn man sich mit ein bisschen Einfühlungsvermögen in die Situation des TE hinein versetzt, auch wenn das von der eigenen etwas (sehr) weitab entfernt ist, kommt man vllt zu einem anderen Ergebnis.

Quod erat demonstrandum.

Nachdem Milky jetzt ihre Sicht der Dinge geschildert hat, hören solche "Och, krieg doch einfach ein Kind dem Mann zuliebe"-Ratschläge hoffentlich auf, die sind überflüssig und unpassend wie ein Kropf.

Muilokyq_e7x7


Ich kriege sicher kein Kind, da ich nicht 100 % dahinter stehen könnte.

Ich bin ja sowieso ein Kopfmensch, und die Vernunft siegt.

M!ilky}_e77


Diese Entscheidung ist definitiv gefallen.

Ich würde mein Leben damit komplizierter machen, und das ist nicht in meinem Sinne.

Hab mir das intensiv überlegt und diese Entscheidung getroffen.

EjhemalFige0r Nutzer" (#3257I31)


Man setzt doch kein Kind in die Welt nur damit einer dann glücklich ist und der zweite kann dann kucken wo er bleibt?

Was ist das denn für eine Einstellung. Wenn einer eben dringend ein Kind will und der andere nicht, dann wird dieses Paar auf Dauer nicht glücklich werden. Denn wenn einer verzichtet wird er nicht glücklich und der andere der es dem Partner zuliebe macht auch nicht.

Man muss sich dann halt einfach eingestehen das die Beziehung nicht auf gleichen Wünschen beruht.

Miley du hast dich definitiv richtig entschieden, was dein Freund jetzt daraus macht liegt an ihm. Entweder er fängt sich und sagt er ist auch mit dir alleine glücklich oder er trennt sich weil er sagt er will Vater werden.

Aber du wirst nicht glücklicher wenn du dich für ihn für ein Kind entscheiden würdest. Insofern, alles Gut :)z

Meil ky_ex77


Ich hatte gestern den Eindruck dass er es gut wegsteckt, er hat nicht mehr traurig gewirkt.

Ich werde das Kinderthema nicht mehr ansprechen, meine Entscheidung habe ich ihm ja mitgeteilt.

Wenn ich jetzt weiter drüber rede, würde ich nur in der Wunde bohren.

Die Wunde muss jetzt heilen.

Aber er hat ja selbst gesagt, er hatte schon so eine Vermutung.

Er kennt mich ja sehr lange.

tjinkxa


Darkredsunshine

Ich finde mich in deiner Beschreibung wieder: Ich bin 2010 Mutter geworden und konnte mir so gar nicht vorstellen nicht zu arbeiten. Ich war voll auf Erfolgserlebnisse im Job programmiert. Dann kam mein Sohn im April zur Welt und ich habe mich zu Hause mit ihm total gelangweilt, weil er ständig am schlafen war ;-) Ich bin dann tatsächlich im Juni wieder angefangen zu arbeiten für 16 Stunden in der Woche. 2 Tage habe ich Homeoffice gemacht und 2 Tage war ich im Büro. Die Betreuung des Kleinen haben meine Eltern übernommen. Das war eine ganz tolle Zeit. Ich hatte ursprünglich vor nach 1 Jahr wieder voll zu arbeiten. Aber als das Jahr fast rum war, habe ich für weitere 2 Jahre Teilzeit gearbeitet, allerdings 18 Stunden im Büro, verteilt auf 3 Tage. Die Betreuung hat bis zum 2. Geburtstag des Kleinen durch meine Eltern stattgefunden. Die Zeit war super! Dann habe ich ab dem 3. Geburtstag wieder Vollzeit gearbeitet und das war die Hölle! Ich fand es schrecklich den Kleinen tagsüber fremdbetreut zu wissen, obwohl er gerne in seinen Kindergarten geht und ich dort alle supernett finde. Letztlich habe ich dann Anfang letztes Jahr, da war er dann fast 4 Jahre alt, auf 30 Stunden pro Woche reduziert und das ist noch immer nicht optimal. Ich hole ihn täglich um 15 Uhr aus dem Kindergarten und mir gefällt das überhaupt nicht. Wahrscheinlich werde ich meine Stunden noch einmal reduzieren, um ihn um 14 Uhr abholen zu können.

Es geht sicher nicht jeder Mutter so wie mir, aber bei mir hat mein Sohn mein Berufsleben an eine andere Position versetzt. Ich bin gerne Mutter und mache mir um berufliches viel weniger Gedanken. Eigentlich denke ich erst wieder über den Job nach, wenn ich auf dem Weg zur Arbeit bin. Früher war das definitiv anders. Da war mein Job mit das Wichtigste für mich.

MpilMky_ex77


Ich denke ich wäre auf jeden Fall wie du, Tinka!

Wozu ein Baby wenn ich bald wieder Vollzeit arbeiten müsste?

Bringt dann ja gar nichts, wenn man es kaum sieht und ich hätte Sehnsucht.

Aber ist ja eh schon hinfällig, meine Entscheidung ist gefallen. :)

MXilky_xe77


Meine Entscheidung gegen Kind war definitiv die richtige.

Habs am Wochende wieder mal gemerkt wie herrlich es ist mal faul zu sein, zu chillen, ins Kino gehen, hinterher einen Cocktail, alles gemeinsam mit meinem Partner.

Und auch als ich gestern müde von der Arbeit heimgekommen bin, war ich echt einfach nur froh meine Ruhe zu haben, vor dem Fernseher sitzen zu können, dann ein bisschen Sport....

Nein, ich könnte mir die Doppelbelastung wirklich definitiv nicht vorstellen.

Mein Partner hat es jetzt auch wirklich akzeptiert (haben viel geredet) und hat am Wochenende auch wieder sehr entspannt gewirkt. Seine Traurigkeit ist weg. Gott sei Dank!

T%his& Twilvig?ht Garxden


Das freut mich :)z

Ja, so einfach was für sich machen ist die ersten Jahre einfach nicht drin, jedenfalls,wenn man sich selbst um die Betreuung seiner Kinder kümmert ;-)

Wir waren z.B. genau 2 mal seit 7 Jahren ohne Kinder essen. Für Babysitter fehlt zum einen das Geld und das Vertrauen. Es gibt kein nettes Nachbarmädel, was man kennt oder so.

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