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Mein Berufsleben-Jammer-Faden

Hian}n5ahWe


Also ich hoffe echt sooooo sehr, dass es klappt mit der Reduktion auf 35 Stunden. Nächste Woche weiß ich dann mehr....

Und ich möchte dich nochmal darin bestärken, die Sache mit der Stundenreduzierung wirklich anzusprechen und nicht zu schnell nachzugeben bei "Gegenwind".

Du schreibst nämlich jetzt schon wieder so "ich will mich nicht zu sehr drauf freuen, sonst bin ich so enttäuscht..." "wahrscheinlich klappt es eh nicht"... "mal sehen..."

Ich sehe dich grade als kleine Duckmaus vor deinem Chef sitzen, und sobald du das Wort "Stundenreduzierung" ausgesprochen hast und er die Augenbrauen hochzieht, sagst du schon "Ähm, wenn es nicht geht, dann ist es auch ok".

Du leidest, also trete für deine Bedürfnisse ein. Sei standhaft, wenn er dich fragt, warum das sein muss mit der Teilzeit. Verwende nicht die Wörter "vielleicht" "wenn es geht" "wenn es nicht zu große Umstände macht".

Du WILLST deine Stunden reduzieren. Die Message muss beim Chef so an kommen: "I will/möchte dies und das. Make it happen!"

Du hast ein Recht auf Teilzeit und das möchtest du nutzen. Wenn du dir zwischendurch unsicher wirst im Gespräch, ob du dich zu trauen fragst, dann stell dir deine Nachmittage am Badesee vor, im Gegensatz zu den Nachmittagen in denen du in deiner Depri-Starre am Bildschirm sitzt. Es lohnt sich, zu kämpfen! Du wirst dich so viel weniger hilflos, ausgeliefert, versklavt fühlen, wenn du deinen Wunsch durchgesetzt bekommst. Wahrscheinlich nichtmal wegen der 1 std mehr Zeit pro Tag - sondern weil du einen Schritt in die Richtung machst, dein Leben mehr nach deinen Vorstellungen zu leben! @:)

Mqilqky_xe77


Danke, liebe HannahWe, für deine aufbauenden und hilfreichen Worte!

Ja stimmt, ich muss auf jeden Fall direkt auftreten und nicht einknicken, wenn Gegenwind kommt (der höchstwahrscheinlich kommen wird).

Wie kann ich meinen Wunsch am besten begründen?

Zu meinem direkten Vorgesetzten (mit dem das Gespräch stattfinden), habe ich ein gutes Verhältnis.

lsossge1tDreten


Ich meine das so: Angenommen du bist Industriekaufmann und arbeitest für 2000€ im Monat, bei 40 Stunden pro Woche. Jetzt bildest du dich zum Bilanzbuchhalter weiter und würdest in einer Vollzeitstelle 3500€ bekommen. Wenn du da die passende Teilzeitstelle findest könntest du rein theoretisch auf 24 Stunden / Woche reduzieren und kämst immer noch auf 2000€ im Monat (40% weniger Stunden, 40% weniger Gehalt).

das ist aber wirklich eine seeeehr theoretische these.

erstens kenne ich keinen einzigen bilanzbuchhalter, der 3.500 euro verdient, zumindest nicht bei uns in der gegend (und ich kenne sehr wohl buchhalter ;-) )

zweitens - die ausbildung dauert einige zeit, in dieser müsste ich mein ganzes leben umkrempeln, meine wohnung und mein auto aufgeben und auch sonst müsste ich massive abstriche machen.

drittens: nach der ausbildung muss ich erstmal einen entsprechend bezahlten job finden.

viertens: dieser job müsste dann eine teilzeitstelle sein.

ja, ich weiß, einige von euch werden jetzt wieder argumentieren, dass ich immer ein "aber" finden werde, solange ich nicht will, aber ich bin einfach nur realistisch und denke nach, ob dieser weg wirklich gangbar wäre und das risiko, dass er das nicht ist, ist mir dann doch einfach zu groß, um meinen sicheren job aufzugeben.

milky

fein, wenn der tag gestern für dich versöhnlich geendet hat! @:)

auch ich kann dir nur raten, nächste woche sehr bestimmt deine argumente für eine stundenreduzierung zu vertreten.

ich beschäftige mich nun auch intensiver mit dem gedanken einer zumindest kleinen stundenreduzierung, ich bin mir eigentlich sicher, dass mein chef nichts dagegen hätte.

ich hab mir gedacht, ich beiß montag bis mittwoch rein und arbeite da jeweils 9,5 stunden (also von 7 bis 17uhr mit jeweils einer halben stunde pause) und am donnerstag dann 6,5 stunden, von 07:30 bis 14 uhr. gehaltstechnisch wäre da wohl nicht sooooo viel um, da hast du recht. dann wird halt der vertrag vom fitnesstudio gekündigt. ;-)

ich muss nur noch abklären, ob dann zumindest theoretisch wieder die möglichkeit bestünde, auf vollzeit zu gehen, denn irgendwie möchte ich mir diese hintertür offen lassen...

Myi9lky_xe77


Hallo Losgetreten!

Ich denke, so kleine Änderungen können schon einiges positiv bewirken. Lass es dir mal genau ausrechnen, wie viel weniger Geld es wäre, wenn du auch auf 35 Stunden reduzierst. Du wirst sehen, der Unterschied ist viel kleiner, als man annehmen würde.

Der Plan mit den Stunden klingt doch super, du hättest dann sogar 3 Tage Wochenende! Das wäre bei mir nicht machbar, da eine andere Kollegin (die nur 25 Stunden arbeitet), IMMER freitags frei hat.

Aber ich würde dann abends jeden Tag eine Stunde früher gehen, das wäre auch sehr fein x:)

M`ilkfy_xe77


Die Hintertür, wieder auf Vollzeit zu gehen, kannst du dir sicher offen lassen. Du kannst so argumentieren, dass du wieder aufstocken möchtest, falls sich die Arbeit in 35 Stunden doch nicht bewältigen lässt.

Hxann<ahxWe


Zu meinem direkten Vorgesetzten (mit dem das Gespräch stattfinden), habe ich ein gutes Verhältnis.

Das ist doch schon mal eine gute Voraussetzung, das heißt zumindest, dass er sich wohlwollend anhören wird, was du zu sagen hast, und du nicht von vornherein auf "Krawall" gebürstet bist bei eurem Gespräch.

Wie kann ich meinen Wunsch am besten begründen?

Ich würde mir verschiedene Argumente überlegen, warum du reduzieren willst, und dann in Gedanken durchspielen, welche Rückfragen von ihm kommen könnten.

z.B:

Du: Ich würde gerne meine Stunden leicht reduzieren und nurnoch 35 std. pro Woche arbeiten.

Chef: Achja? Warum?

Du: Ich schaffe meine Arbeit zurzeit auch in 35 std. Außerdem möchte ich privat einige Projekte/Wünsche verwirklichen.

Chef: Aha. Was denn?

Du: (hier kannst du dir was ausdenken, musst ja nicht ehrlich sein) Ich hätte gerne mehr Zeit für mein Hobby xyz.

(oder): Ich möchte mich im Bereich xyz aus Interesse weiterbilden.

(oder): Mein Partner arbeitet seit neustem im Schichtdienst und ich sehe ihn kaum mehr unter der Woche, wenn ich weiterhin Vollzeit arbeite.

Chef: Und was soll uns das als Firma bringen?

Du: Sie hätten ja auch weniger Lohnzahlungen und eine zufriedenere Mitarbeiterin. :)z

Oder du sagt (ist ja nichtmal gelogen), dass du aus gesundheitlichen Gründen reduzieren möchtest. Wenn er nachfragt, was du hast, nimm chronische Rückenschmerzen oder etwas ähnliches, weswegen es sinnvoll sein könnte, nicht 9 std. pro Tag zu sitzen.

Du könntest ihm auch eine "Probezeit" anbieten, damit er testen kann, ob es mit den 35 std. betrieblich funktioniert. Und anbieten, an Tagen, an denen die Hütte brennt, länger zu bleiben, und deine Stunden dafür an anderen Tagen abzubummeln.

NBordxi84


erstens kenne ich keinen einzigen bilanzbuchhalter, der 3.500 euro verdient, zumindest nicht bei uns in der gegend (und ich kenne sehr wohl buchhalter ;-) )

zweitens - die ausbildung dauert einige zeit, in dieser müsste ich mein ganzes leben umkrempeln, meine wohnung und mein auto aufgeben und auch sonst müsste ich massive abstriche machen.

drittens: nach der ausbildung muss ich erstmal einen entsprechend bezahlten job finden.

viertens: dieser job müsste dann eine teilzeitstelle sein.

1. War halt so ungefähr das Durchschnittsgehalt das ich bei Google gefunden habe. Natürlich gibt es Abweichungen davon aber Durchschnitt ist nunmal Durchschnitt. War ja auch nur als Beispiel gemeint.

2. Jopp, das meinte ich damit das man einen Tod sterben muss. Entweder man spart ordentlich an, macht die Weiterbildung neben dem Beruf oder muss massive Abstriche machen.

3. & 4. Klar gehört da ne Portion Glück zu, aber sowas gibt es. Ich weiß nunmal das unsere Teilzeit Buchhalterin bei 4x6 Stunden etwas mehr als 2000€ (brutto natürlich) verdient.

M<ilk y_xe77


Danke für die Tipps, HannahWe! :)^

Ich werde anführen, dass es zeitmäßig (vor allem wegen der Zugverbindungen) sehr knapp ist wg. meinen Hobby-Kursen.

Mein Chef weiß von diesen Kursen, das wäre also total glaubhaft.

Ich werde auf jeden Fall sagen, dass ich länger bleiben würde, wenn Not am Mann ist (zB bei Urlaubsvertretungen usw.)

N_anIni77


Ich schaffe meine Arbeit zurzeit auch in 35 std.

Das würde ich NIE sagen! Das heisst auf gut deutsch man hat zu wenig zu arbeiten und man hockt die Zeit ja nur doof rum. Welcher Chef fände das gut? ;-)

H4an.nahWxe


Das würde ich NIE sagen! Das heisst auf gut deutsch man hat zu wenig zu arbeiten und man hockt die Zeit ja nur doof rum. Welcher Chef fände das gut?

Nanny, ich glaube du kennst nicht den ganzen Faden hier, richtig? Milky hat ihrem Chef schon mehrfach gesagt, dass sie nicht genug zu tun hat und oft nur rumsitzt. Er weiß es, aber kann nichts dran ändern.

Sie arbeitet in einem großen Konzern und da geht es viel darum den Schein und "Eindruck nach außen" zu bewahren.

l"osgPetrwetexn


nordi

waren alle deine gehaltsangaben auf das bruttogehalt bezogen? dann entspräche das schon eher dem lohnniveau, das ich von hier kenne ;-)

_XParv+at<ix_


3500€ als Bilanzbuchhalter? Das bekommt mein Mann nicht mal als Ingenieur...

NroPrdix84


waren alle deine gehaltsangaben auf das bruttogehalt bezogen? dann entspräche das schon eher dem lohnniveau, das ich von hier kenne ;-)

Ja, alles brutto. Die Webseiten sprachen, je nach Bundesland, von 45-55 tausend Euro Jahresgehalt. Ich bin da nochmal etwas drunter geblieben damit es sich schöner rechnet. ;-)

lWos'getretxen


nordi

ahhhhhhh ok, ja dann komm das ungefähr hin. ;-D @:)

NVo PriskD -5 no fexar


Ich überlege momentan, mir eine teilzeitstelle zu suchen und dafür noch einen 450€-Job zu machen. Man ist zeitlich flexibler, müsste insgesamt auf weniger Stunden kommen UND verdient sogar noch mehr, als jetzt als Ausgebeuteter Leihknecht.

Nachteil sind die Sozialversicherungsbeiträge.

Weniger Rente. Usw.

Nur die Frage ist, ob es für ein bisschen mehr Rente es wert ist, dass man sich vorher schon kaputt macht. Glaube nämlich das ist ein schlechter Tausch.

Wie findet ihr meine Idee?

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