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Mein Berufsleben-Jammer-Faden

M$artieDnchexn


Bist du dir denn sicher, dass deine Schwester ihr Leben gemütlich findet? Ich kenne auch ewige Studenten, und die sind alles andere als glücklich, sondern innerlich tief zerrissen, bei allen sind psychische Probleme vorhanden.

Das ist es eben. Wir haben auch so einen in der Familie. Im Prinzip genau wie Deine Schwester. Den beneidet aber keiner. Die Eltern sind ziemlich verzweifelt und es ist eine krasse Spirale, aus der keiner rauskommt. Wenn er nicht mehr unterstützt wird, wird er vermutlich allein nicht überleben. Wenn er aber weiter unterstützt wird, wird er nie allein überleben. Alle Beteiligten sind ziemlich verzweifelt und keiner weiß, wie er sich am besten verhalten soll. Der kleine Kerl schafft es einfach nicht allein.

Redest Du mit Deinen Eltern eigentlich ernsthaft über das Thema? Weißt Du, wie es ihnen damit geht? Oder beschränkst Du Dich auf Vorwürfe und Selbstmitleid?

deasPges,unde+plusx20


Ich versteh auch nicht, wie man so lange in einem Bürojob arbeiten kann, der einen im Grunde nur deprimiert?! Ich hab das gerade mal 1 Jahr ausgehalt und hab mir dann was anderes gesucht, das mich wirklich interessiert.

M*aDrt6iencOhen


Ich versteh auch nicht, wie man so lange in einem Bürojob arbeiten kann, der einen im Grunde nur deprimiert?! Ich hab das gerade mal 1 Jahr ausgehalt und hab mir dann was anderes gesucht, das mich wirklich interessiert.

Manche Leute haben einfach keine bessere Idee. Nicht jeder ist mit einem wasserdichten Lebensplan und einer blumigen Interessenvielfalt gesegnet. Ich finde nicht, dass man der TE ihr Verharren vorwerfen kann.

T9hisZ TbwilioghtD Gardexn


Milky_e77:

Du bist lebenstauglich (wenn auch frustriert), deine Schwester ist (scheinbar) lebensuntauglich.

Es kann sein, das sie wunderbar alles gewuppt bekommt, wenn deine Eltern sich nicht mehr kümmern können. Es kann sein, das sie dann merkt, wie wenig sie gebacken bekommt. Es kann sein, das sie einen Mann findet, der sie so nimmt und weiter verhätschelt etc.

Was ich damit sagen will: schau nicht auf deine Schwester, schaue nur zu dir. Versuche herauszufinden, was du in deinem Leben für dich besser machen kannst. Denn wenn du zufrieden mit deinem Leben bist (Beruf, Beziehung...) wird dir egal sein, was mit deiner Schwester ist.

Wie läuft es denn z.Zt. bei dir?

Hast du eine Beziehung? Kinder wahrscheinlich nicht. Hast du ein Hobby, Freunde?

Cxorbneliax59


@ Martienchen

Wir haben auch so einen in der Familie. Im Prinzip genau wie Deine Schwester. Den beneidet aber keiner. Die Eltern sind ziemlich verzweifelt und es ist eine krasse Spirale, aus der keiner rauskommt. Wenn er nicht mehr unterstützt wird, wird er vermutlich allein nicht überleben. Wenn er aber weiter unterstützt wird, wird er nie allein überleben. Alle Beteiligten sind ziemlich verzweifelt und keiner weiß, wie er sich am besten verhalten soll. Der kleine Kerl schafft es einfach nicht allein.

Wie sieht "der kleine Kerl" (ich vermute mal, er ist nicht mehr ganz so klein) das denn selber? Habt ihr mal Hilfe von außen gesucht für ihn? Ich denke an solche Konzepte wie betreutes Wohnen oder ähnliches.

Das Schlimme ist ja, daß meist das unterstützende Netzwerk irgendwann Stück für Stück wegbricht. Eltern werden alt, pflegebedürftig und sterben, Geschwister haben ihre eigenen Familien und Belastungen... ich würde jetzt nicht sagen: einfach ins Wasser werfen, schwimmen lernt sich dann von alleine :=o , aber mit Hilfe von außen sollte sich da doch was machen lassen.

TRhis NTwil ighwt Garden


Ich kenne auch so einen Fall, wo die Eltern ihre Sohn auch immer unterstützt haben, was ja auch lieb von ihnen gemeint war, aber zur Folge hatte, das der "Junge" heute mit 38 immer noch monatlich Geld zum Leben von den Eltern bekommt, sie sein Auto zahlen und er in deren Eigentumswohnung wohnt (die sie extra für ihn gekauft haben).

Er sagt selber, er könnte sich sein Leben SO ohne Unterstützung nicht finanzieren. Er jobbt nur und verdient vll so 400-500€ monatlich. Und er ist sehr beschämt deswegen, ändert aber nichts.

MlaTrtie"nchen


Wie sieht "der kleine Kerl" (ich vermute mal, er ist nicht mehr ganz so klein) das denn selber? Habt ihr mal Hilfe von außen gesucht für ihn? Ich denke an solche Konzepte wie betreutes Wohnen oder ähnliches.

Er sieht das Problem gar nicht. Er ist glaub ich der einzige, der überhaupt nicht begreift, was los ist. Auf fremde Hilfe würde er sich vermutlich nie einlassen. Er ist schon 27.

Mzartzie:nch?exn


P.S. Ich kann nichts machen. Ich habe da keinen Einfluss.

IYn-_K)ogq Nixto


....mich macht so etwas immer ein bisschen traurig,

wenn man chancen so weg wirft, das gilt für beide schwestern. als ich meine erste 5 in latein hatte, hat meine mutter mich sofort die schule wechseln lassen (realschule).

ich mußte einen irrsinsaufwand betreiben, um doch noch studieren zu können, mit vielen fehlschlägen.

habe dann das studiert, was mit fachhochschulreife (und selbst die war noch ein kampf mit meiner mutter!!!) zu studieren war und dann irgendwann auf die uni gewechselt.

WAS ich genau da studiert habe, war mir, ehrlich gesagt, ziemlich egal, ob es im DETAIL so mega-ansprechend war.

hautpsache studieren (okay, also interessiert hat es mich schon :) ) –

aber eigentlich habe ich das richtige abitur (matura), was seit jahren bei dir ungenutzt im schreibtisch versauert, erst mit studienabschluss bekommen, da war ich mitte 30!!!!!

und du hast es und nutzt es nicht. traurig so etwas.

T-hi{s Twiligwht Gardxen


Ich denke an solche Konzepte wie betreutes Wohnen oder ähnliches.

hat er ne behinderung o.ä.?

DeumEal


Milky_e77

Und ich fühle mich halt auch irgendwie von den Eltern zurückgesetzt, weil die Schwester so verwöhnt wird.

Was fehlt dir denn von deinen Eltern? Was möchtest und brauchst du von deinen Eltern?

Wenn ich was sage, dann bin aber ICH die Böse, weil es Streit auslösen kann mit meiner Schwester. Und sie wollen schlechte Laune meiner Schwester unbedingt vermeiden.

Dir steht es frei es zu finden wie du magst. Dir steht es natürlich auch frei, dies zu sagen...Und deine Eltern entscheiden dann, was sie daraus machen.

Und meine Eltern wollen vom meinem Jobfrust gar nix hören

Das ist natürlich frustrierend. Ist das aber so? Da komme ich wieder zu meinen Eingangsfragen: Möchtest du da eine konkretere Hilfe von deinen Eltern oder wirst du wirklich abgeschmettert?

M8art:ienVchexn


hat er ne behinderung o.ä.?

Nein, nicht, dass ich wüsste.

CSorne$liax59


@ Martienchen

Irgendwann wird der Zeitpunkt kommen, wenn die Eltern nicht mehr können... und dann wird er mit einem Ruck aufwachen. Kann man denn mit ihm vernünftig reden bzw. wie sind die Eltern drauf?

Mzarti encmhen


@ Cornelia

Mit ihm kann man gar nicht vernünftig reden. Der wird sofort wütend und haut ab. Die Eltern wissen ziemlich genau, was sie falsch machen, mit denen kann man auch gut reden, sie fühlen sich aber wohl irgendwie zu zu verantwortlich/schuldig, um etwas zu ändern. Sie glauben wirklich, dass er "in die Gosse" gerät, wenn sie ihr Verhalten ändern. Kommt mir immer so ein bisschen schwarz/weiß vor. Entweder, wir unterstützen ihn rundum, oder wir lassen ihn komplett fallen. Das man klein anfangen kann (Telefonrechnung mal selbst bezahlen, einfach mal "nein" sagen, wenn Mitte des Monats schon wieder das Geld alle ist, weil zu viel Pizza bestellt wurde), sehen die irgendwie nicht. Obwohl ich schon vorsichtig Ratschläge in diese Richtung gegeben hab.

Mcilky_xe77


Danke für eure zahlreichen interessanten Antworten. Besonders Sunflower bringt es wohl auf den Punkt: beide Schwestern leiden wir wohl unter dieser Ziellosigkeit/Lethargie. Wobei mein "Festhängen" wohl weniger schädlich ist, zumindest in finanzieller Hinsicht, da ich doch relativ gut verdiene. Aber beide haben wir auch Angst etwas zu ändern. Ich habe mehrmals Abteilungen und sogar Firma gewechselt, aber wirklich zufrieden bin ich immer noch nicht. Ich müsste wohl grundsätzlich einen anderen Beruf ergreifen, aber mir fehlen die Ideen was ich eigentlich machen möchte. Meine Schwester hat wohl überhaupt "Angst" vorm Erwachsenwerden bzw. Berufsleben (denke ich mal....). Mit Studienabschluss müsste sie einen neuen Lebensabschnitt beginnen, aber ich frage mich ob sie dazu überhaupt noch in der Lage ist. Sie hat ja seit Jahren keinen Rhythmus mehr im Leben, sie ist oft die ganze Nacht wach, geht vormittags schlafen und steht am Nachmittag/früher Abend erst wieder auf.

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