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Mein Berufsleben-Jammer-Faden

Mlillky_e7x7


Ich hab das schon mal erlebt, aber noch extremer. Da hat mir der Chef am Tag Arbeit für eine halbe Stunde gegeben und ich saß den Rest des Tages wirklich nur zur Zierde da. Da gabs kein Internet in dem Büro, da wär ich echt fast eingegangen. Aber ich kenne auch die andere Seite - 3 Jahre Extremstreß in einem Büro.

Tlhis Tw0ilight xGarden


Mein direkter Chef hat mal gesagt er wird seine Assistentin nicht mit anderen Abteilungen teilen, auch wenn er mich nicht den ganzen Tag arbeitsmäßig voll auslasten kann.

Aber, WIE kommt man an SO einen Job ran? Ich hätte kein Problem damit, den halben Tag zu arbeiten und den Rest im Netz zu surfen etc.

Was musstest du für Vorkenntnisse haben, das so so einen Job bekommen hast? Ich hätte den gerne für 6 stunden täglich (da ich noch Mama von einem Kleinkind bin)...

MMil%ky_e7x7


Das war Zufall dass ich mehrmals solche Jobs erwischt habe. Ausgeschrieben war die jetzige Stelle als "Büroassistentin". Vorher waren in der Abteilung nur eine Vollzeitkraft und eine Teilzeitkraft (30 Stunden). Es wollte dann aber jeder Abteilungsleiter eine eigene Assistentin haben und so wurden zusätzliche Stellen geschaffen, die Arbeit wurde aber nicht mehr, sondern nur auf mehrere Personen aufgeteilt. Manchmal ist das eh ganz nett wenn man nicht viel zu tun hat. Aber nach mehreren Jahren stumpft man halt ab und traut sich selbst immer weniger zu. Und ich ziehe solche Stellen offensichtlich immer wieder an. Im Moment würde ich mir aber wie gesagt gar nicht mehr Arbeit zutrauen, weil ich richtigen Streß nicht mehr gewöhnt bin. Wenn ich da an früher denke... Aber im streßigen Job hat das Arbeitsklima nicht gepasst (Mobbing).

K`ami?kaz~i081x5


Ich hätte den gerne für 6 stunden täglich (da ich noch Mama von einem Kleinkind bin)...

Ich würde den auch Vollzeit nehmen..ich könnt mir die Zeit schon gut vertreiben und fürs Lesen bezahlt werden, wäre mein Traumjob!

R$atlmos2x3


Ich bin selbst noch Assistentin, bei uns sind die Stellen aber Arbeitsintensiv und werden als Sprungbrett für weitere Führungsaufgaben genutzt (bin auch grad dabei :-) ). Ich mache halt die komplette Vertretung für meinen Chef der viel unterwegs ist, bin entsprechend weisungsbefugt und hab meine eigenen Aufgabengebiete. Da muß er mir keine Aufgaben geben, die hab ich schon so zu Hauf.

Kannst du dir nicht auch welche schaffen? Oder mit ihm reden das er dir Sachen von sich abgibt die du eigenverantwortlich abarbeitest und nicht nur auf Zuruf...

Wenn es garnicht geht würde ich mir Sachen von zuhause mitbringen, also Sachen die man erledigen will ala Steuererklärung machen, Akten sortieren, Unterlagen ablegen oder so. Außerdem würde ich echt mal ein Fernstudium überdenken, du hättest ja sooo viel Zeit zu lernen...

Vorher waren in der Abteilung nur eine Vollzeitkraft und eine Teilzeitkraft (30 Stunden). Es wollte dann aber jeder Abteilungsleiter eine eigene Assistentin haben und so wurden zusätzliche Stellen geschaffen, die Arbeit wurde aber nicht mehr, sondern nur auf mehrere Personen aufgeteilt

Wow, eurem Unternehmen muß es ja echt gutgehen... wir sind auch ein großer Konzern, trotzdem wird hier 3x geprüft ob Stellen wirtschaftlich sinnvoll und notwendig sind... das ist ja Geldverschwendung hoch 10.... ":/

Im Moment würde ich mir aber wie gesagt gar nicht mehr Arbeit zutrauen, weil ich richtigen Streß nicht mehr gewöhnt bin.

Wahrscheinlich ist eine Assistentenstelle nix für dich... ich kenne auch über Seminare etc, und den Austausch mit anderen meist nur die Extreme: viel Verantwortung, viel zu tun, Sprungbrettposition - oder eher "Tipse" bzw. Sekretärin die kaum was macht und eher als Statussymbol dient.

Such dir doch mal was als Sachbearbeiterin. Geregeltes Aufgabenfeld, wenig Überstunden, überschaubarer Streß und trotzdem nicht gähnende Langeweile...

M3ilky{_e77


@ ThisTwilightGarden + Kamikazi0815

Ich habe eine kaufmännische Ausbildung und danach nur in Büros gearbeitet. Kommt ihr auch aus diesem Bereich oder arbeitet ihr ganz etwas anderes?

K'amik]azi!081x5


Etwas ganz anderes :)z

MXilk+y_ex77


@ Ratlos23:

nein, hier dienen die Assisteninnen-Jobs nicht als Sprungbrett. Mein Chef hat mir schon gesagt dass es keine Aufstiegsmöglichkeiten gibt. Aber das ist ja auch nicht mein Wunsch, als Karrierefrau habe ich mich noch nie gesehen. Sachbearbeitung ist in meinem Job ein bisschen dabei (Aufträge im SAP und ähnliches). Aber eben auch das klassische Kaffee servieren, hübsch dasitzen und ähnliches ;-) Ich erledige eh so viel privates wie möglich, Karten reservieren, Urlaub planen, Kleidung bestellen und ähnliches. Was halt per Mail und Internet so möglich ist. Bücher lesen oder ähnliches (das offensichtlich nicht als Arbeit erkennbar ist!) kann ich aber nicht machen. Es kommen ja Leute vorbei, ich muss beschäftigt wirken, zB tippen am PC oder Papiere sortieren. Offensichtlich privates darf ich nicht erkennbar machen, da würde mein Chef was sagen.

Rjattlosx23


Sachbearbeitung ist in meinem Job ein bisschen dabei (Aufträge im SAP und ähnliches).

Da würde ich anknüpfen. Such dir einen Innendienstjob bspw. in der Auftragsabwicklung. Also Auftragsbearbeitung, Angebotserstellung, Lieferavisierung, Kundenwünsche bearbeiten, Bestellungen entgegennehmen, Versandpapiere erstellen... da kannst du deinen eigenen Kundenkreis haben und ohne super viel Streß selbstständig arbeiten.

Oder im Einkauf. Materialdisposition, Angebotseinholung, Materiallisten bearbeiten usw.

Ist alles ziemlich geregelt, aber man hat gengu zu tun und bekommt nicht wie ein Kleinkind mtigeteilt was man als nächstes machen darf...

Aber eben auch das klassische Kaffee servieren, hübsch dasitzen und ähnliches

Das wäre für mich ein Albtraum... :-/

Dir cheint es ja jetzt auch nicht so viel Spaß zu machen...

S#anGuk


**Ich bin jetzt der typische "Hab-nicht-alles-gelesen-Schreiber**

weil 23 Seiten mir einfach zuviel sind.

Boreout bzw. Unterforderung im Job ist fürchterlich anstrengend. Das können sich Leute in stressigen Jobs kaum vorstellen. Ich kenne beide Seiten und kann bestätigen, das eins genauso schlimm ist wie das andere.

Nach einem Burnout, wo ich über ein Dreivierteljahr die (Führungs-)Aufgaben von drei Personalstellen übernehmen musste, hab ich mich in eine andere Abteilung geflüchtet, wo ich wusste alles geht geruhsamer zu. Das war auch sehr schön für die ersten zwei Jahre entspannt in den Feierabend zu gehen. Soetwas kannte ich vorher überhaupt nicht und mein Privatleben ist wunderbar augeblüht.

Jetzt bin ich das vierte Jahr dabei und ich hab schon alle Strategien drauf: ein Arbeitstag besteht zu maximal 30% aus meiner Arbeitsleistung, den Rest der Zeit nutze ich um privates übers Internet zu regeln. Schaue auch Filme oder sonstige Unterhaltung, die man im Internet findet.

Meine Aufgabe selber macht mir allerdings Spaß und ich habe auch Entscheidungsbefugnis und Verantwortung. Wie gesagt schüttel ich das aus dem Ärmel und es kostet mich wenig Anstrengung.

Genau das nervt mich derzeit und ich fühle mich so unausgeschöpft. Was könnte man nicht alles sinnvolles an jedem Tag machen, für den man bezahlt wird.

Irgendwie habe ich Angst, ähnlich wie du, dem ganz normalen Streß eines Jobs nicht mehr gewachsen zu sein. Man gewöhnt sich eben dran, nach der Arbeit entspannt nach Hause zu kommen und zu wissen: alle privaten Angelegenheiten sind erledigt während der Arbeit und jetzt ist nur noch Freizeit. Habe auch Angst vor einer erneuten Überarbeitung.

Aber es hält mich nicht ab, nach einem neuen Job intensiv zu schauen. Erstmal schauen was da so kommt. Weil Stillstand ist für mich ein Graus.

Naja, das waren meine Nachtgedanken zu dem Thema ;-D

dpitewahn,sinxns


Überlegt mal: ne Vollzeitkraft die eigentlich 80 % des Tages garnicht arbeitet...

|-o War bei mir auch so, freu mich auch wenn ich meinen Job zurückbekomme, und dann auch noch in einer Modefirma ;-D , heisst täglich Zeitungen for free, Klatsch Tratsch und Klamotten.

RKatAl=os23


Und da sag mal einer unserer Wirtschaft gehts schlecht... ":/

LmewiaZn


Es gibt genug Jobs, da faende ich es besser, wenn die Leute nichts taeten fuer ihr Geld als das, was sie tun (z.B. Leute anrufen und ihnen Mist aufschwatzen).

Die Wirtschaft funktioniert halt nicht so, dass Menschen fair ihrer Arbeitsleistung angemessen eingestellt und bezahlt werden. Viele Leute halten sich einen Mitarbeiterstab als Statussymbol. Das muessen sie auch, denn Status ist viel wert in ihrer Branche. Ich kennen mehrere Leute, die fuer ihren Hochschulabschluss (z.B. Mathematik) eingestellt wurden, damit die Firma ihren Kunden sagen kann, sie haben einen qualifizierten Mathematiker, der kann das machen. Der bekommt dann aber erzaehlt, dass er bloss nicht das machen soll, wofuer er ausgebildet ist; wichtig sei nur, er produziert eine Story, die dem Kunden gefaellt.

Eins ist mal klar: Die Leute, die in so Positionen sitzen, wo man kaum was tut und voll bezahlt wird, sind mit Sicherheit nicht die, die daran schuld sind, dass anderswo das Geld nicht reicht oder sich jemand den Arsch aufreisst fuer Hungerloehne. Im Gegenteil, sie verdienen wenigstens und bringen Geld in den Kreislauf. Wenn man die alle entlassen wuerde, ginge es niemandem auch nur ein Stueck besser (also jedenfalls so lange ihr Betrieb profitabel ist).

Ptauli4ne11


Viele Leute halten sich einen Mitarbeiterstab als Statussymbol. Das muessen sie auch, denn Status ist viel wert in ihrer Branche. Ich kennen mehrere Leute, die fuer ihren Hochschulabschluss (z.B. Mathematik) eingestellt wurden, damit die Firma ihren Kunden sagen kann, sie haben einen qualifizierten Mathematiker, der kann das machen.

Das gibts öfters. Ein Freund war mal über Zeitarbeit ein Jahr lang in einem Job, den er als Facharbeiter sehr gut machen konnte, alle waren zufrieden. Das Problem war aber, dass dafür ein Ingenieur gesucht wurde (Festanstellung ginge nicht, "denn sonst ist die Ingenieurstelle hier für immer weg, wenn wir einen Facharbeiter nehmen"). Gerade die hausinterne Konkurrenz unter den Abteilungsleitern läuft mehr über Qualifikation als über Anzahl der Mitarbeiter.

Nötig sind die Abschlüsse oft nicht für die Tätigkeit. Eine große Firma, die ich kenne, schrieb schon in den 80er Jahren neue Stellen für junge Ingenieure aus. Als die nicht erwartungsgemäß strömten, nahmen sie Elektroniker und schickten die teilweise für bis zu 3 Monate zu Lehrgängen. Manche von denen sind seitdem dabei und schaffen die "Ingenieurtätigkeit" immer noch.

s}chokoslahnxe


wie nennt sich den die Stellenbeschreibung von so einem Lob, wie ihr oben beschreibt?

Wo man quasi nur ein "Statussymbol" ist und nicht wirklich mit Arbeit überhäuft wird :=o

Sind das Bürogehilfen/Büroassistenten oder wie seit ihr zu euren Jobs gekommen? Auf was habt ihr euch beworben? :-)

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