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Mein Berufsleben-Jammer-Faden

m@utyaw;akkexl


Ich beziehe mich auf das Eingangs"statement", Neid kann auch Triebkrft sein – nur nicht verbittern ! :-x

EVheimaliger N;utzer (#]3257x31)


Na ja aber man kann ja auch mal Überstunden nehmen. Vorausgesetzt die te verfügt über sowas.

Aber man muss doch nicht auf jeden neidisch sein.

Ich habe heute bis halb 12 geschlafen. Da ist man auf den ersten Blick auch neidisch drauf. Doch bei gebauten hinsehen fällt einem Fan auf dad ich dafür auch bis 21.30 arbeiten muss.

Es soll auch Leute geben die sind neidisch weil ich Montag frei habe. Die sehen aber auch nicht das ich dafür am Wochenende oder am Freitag wenn Feiertag ist arbeite.

Man sieht immer nur das was man will, nämlich dad es Akten anderen Viel besser geht als einem selbst. In 90% der Faälle stimmt das aber nicht

Mtilky%_xe77


Ihr habt ja recht, dass man bei den anderen meistens nur das sieht, was besser ist als bei sich selbst.

Aber wie kommt man aus so einer Frustspirale wieder raus?

Amquilsixa


Indem man sich einen Job sucht, der einen fordert und interessiert.

Ich bin nach der Babypause seit 3 Monaten wieder im Beruf - schon in meiner alten Branche, nur mache ich inzwischen Dinge die vorher nie zu meinen Tätigkeiten gehörten, und das ist gelinde gesagt einfach geil . Ich tauche um 8 in die Arbeit ab und um 15 Uhr wieder auf - und wundere mich wo die Zeit geblieben ist.... Anfangs war ich auch unsicher, ob ich mir diesen Wechsel zutrauen kann und ob ich das packe - aber man wächst mit seinen Aufgaben und wenn man dann zu Recht stolz auf sich ist, die Anerkennung der Kollegen und der Chefin bekommt (und obendrein noch gutes Geld ;-) ), ist das einfach nicht zu überbieten.

Wichtig ist, den Schritt zu wagen. Ich würde um nichts in der Welt wieder in mein altes, stumpfes Tätigkeitsfeld wechseln wollen. :)z

MtissNGeo


Na ja aber man kann ja auch mal Überstunden nehmen. Vorausgesetzt die te verfügt über sowas.

Das muss aber erstmal möglich sein. Ich schleppe über 100 Überstunden mit mir rum und kann die net abfeiern.

LCilaVL\inxa


Aber wie kommt man aus so einer Frustspirale wieder raus?

Indem man sich bewusst macht, in welcher Situation ist, was die Randbedingungen sind, was das eigene Ziel und die Möglichkeiten sind und sich dann entscheidet.

Du sagst immer wieder, dass du keine Alternativen hast (seh ich anders, aber das ist ja subjektiv). Wenn das so ist, dann find dich damit ab, statt dich immer und immer wieder selbst zu bemitleiden. Was bringt es dir schon? Die paar, die dir hier noch regelmäßig sagen, wie arm du dran bist, bestätigen dich doch nur in deiner negativen Einstellung, so dass du dich noch viel mehr bemitleidest.

Ich glaub jeder Mensch kennt es, dass es andere gibt, auf die man theoretisch neidisch sein könnte. Schönere Wohnung, günstigere Miete, besserer Familienzusammenhalt, mehr Gehalt, bessere Bildung....es gibt IMMER jemanden, dem es besser geht.

Trotzdem versinkt nicht die halbe Menschheit in so krassem Selbstmitleid. Eben weil sie zu schätzen wissen, was sie haben. Zufrieden sind damit, was sie sich selber aufbauen, welche positiven Aspekte sie in ihrem Leben haben statt immer nur zu sehen, was sie nicht haben oder sein können.

Überleg dir mal, wie gut es dir eigentlich geht:

sichere Arbeit

gutes Gehalt

nette Kollegen & gute Arbeitsathmosphäre

feste Partnerschaft

Freunde, mit denen du Zeit verbringen kannst

Hobbies, die dich ausfüllen

Gesundheit

Ja, du bist in deinem Job unterfordert, ja dein Freund verdient nicht so viel, dass du auf seine Kosten leben kannst....aber kennst du jemanden, der wirklich alles perfekt hat in seinem Leben?

Du bist glaub ich so gefangen in deinem Selbtmitleid, dass du gar nicht mehr siehst, wie gut es dir eigentlich geht. Ein bisschen weniger jammern, nicht immer nach links und rechts umgucken und genieß' das Positive in deinem Leben.

Sei mal ehrlich zu dir selber: Dieser Faden, in dem du dich im Selbstmitleid suhlst (und das ja auch in immer mehr anderen Fäden machst) - hilft er dir, um Luft abzulassen? Fühlst du dich danach besser? Macht das Jammern deine Situation erträglicher?

M<ilrky_e[77


@ LilaLina:

Ja stimmt, ich müsste mir immer wieder vor Augen halten was ich HABE und nicht nur, was ich gerne noch HÄTTE....

Aber es sagt sich leicht, es kommen immer wieder mal negative Gedanken durch....

Ja, das Jammern hilft mir sogar sehr.

Wenn ich es nur in mich hineinfresse geht es mir noch schlechter.

Wenn ich jammern kann dann nimmt es ein bisschen den Druck.

Und mir tun beide Varianten gut: wenn mir jemand recht gibt UND wenn mir jemand vor Augen hält, was ich eigentlich habe

L2il|aLinxa


Ok, da ist jeder anders.

Ich lenk mich lieber ab und verdränge/ignoriere die negativen Punkte - damit geht es mir besser, als es mir immer wieder vor Augen zu führen.

pXetite-vNeina@rde


Liebe TE, das ist nichts gegen dich persönlich, aber ich finde es furchtbar, wenn man immer nur jammert und tut, als sei man in einer schrecklichen Situation gefangen, aus der man nicht rauskommt.

Du hättest Alternativen, nimmst diese nicht wahr, dann musst du dich eben damit abfinden, so hart es ist (und wirklich hart oder härter als bei den meisten Menschen scheint es ja echt nicht zu sein).

Wenn du wenigstens nur in deinem Faden jammern würdest, ginge es ja noch, aber du erwähnst dein "Leid" ja auch zunehmend in immer mehr Fäden.

Dass du so unzufrieden bist, wundert mich nicht. Es ist schon deprimierend, nur immer dieses durchweg Negative zu lesen.

Wie gesagt, das ist absolut nichts gegen dich als Mensch, aber du tust mir auch einfach leid und ich verstehe nicht, wie man sich selbst das Leben so schwer machen kann. Du scheinst deinem Glück wirklich selbst im Weg zu stehen.

M|i,lkky_e7x7


Ich steh mir sicher oft selbst im Weg, dessen bin ich mir bewusst.

Aber es ist schwer sich selbst aus dem Weg zu räumen ;-)

Und ich jammere nur in Fäden, wo es um sehr ähnliche Fälle geht.

Sehr oft ist das nicht der Fall, und wenn dann jemand mal ausnahmsweise so ähnlich empfindet wie ich, dann nutze ich die Chance mich mit Leidensgenossen auszutauschen.

p.etiWte-+veinxarde


Aber es ist schwer sich selbst aus dem Weg zu räumen

Das weiß ich selbst zu gut.

Wäre es denn wirklich überhaupt keine Alternative was an deiner Situation zu ändern?

So hältst du es doch keine 30 Jahre mehr durch...

T$his )TwilVight sGard7en


@ Aquilia

Ich tauche um 8 in die Arbeit ab und um 15 Uhr wieder auf – und wundere mich wo die Zeit geblieben ist....

darf ich fragen, was du für einen job machst? klingt toll :-)

pUet+ite-ve5inarde


darf ich fragen, was du für einen job machst? klingt toll

Würde mich auch interessieren. :)^

Afqu$ilxia


darf ich fragen, was du für einen job machst? klingt toll

Danke @:)

Ich bin von Beruf Ägyptologin ;-)

Vor der Babypause sah mein Beruf folgendermaßen aus: ca 6 Monate im Jahr in Ägypten auf Ausgrabung, Rest der Zeit im Büro hocken und forschen. Heißt, verstaubte Bücher wälzen, denken, schreiben...... Die Grabungen waren immer mein Lichtblick, da bin ich richtig aufgeblüht und das war genau das, was ich immer machen wollte, der Rest einfach nur öde und hirntötend.... Aber ich habs hingenommen, weil "das macht man halt so" in dem Job, man muß ja seine wissenschaftliche vorantreiben und eine möglichst lange Publikationsliste produzieren. :-/

Dann hab ich (wir) mich (uns) entschieden, schwanger zu werden, eigentlich ein no-go in der Branche, und niemand dachte daß ich nach dem Baby wieder einsteige.

Hab ich aber gemacht, und das Tätigkeitsfeld gewechselt: Die Wissenschaft an den Nagel gehängt, und mich dafür auf die technische Seite der Ägyptologie spezialisiert, was ich vorher schon in Ansätzen gemacht hatte. Mein Glück war, daß die Stelle des Grabungstechnikers plötzlich frei war, da hab ich nicht gezögert. Es war und ist zwar eine ziemliche Herausforderung, weil ich auf einmal viele Verantwortlichkeiten übernehmen mußte und mich nebenbei in einige neue Computerprogramme großteils selbst einlernen muß, aber ich hab endlich das Gefühl, beruflich "angekommen" zu sein.

Nach Ägypten fahre ich immer noch, inzwischen als leitende Technikerin mit Kind, aber zu Hause hocke ich nicht mehr frustriert im Büro, sondern erstelle Pläne, mache Grafiken, 3D-Rekonstruktionen....ich erwecke das, was wir unten ausgraben, zu Hause dann zum Leben. ;-)

Das wollte ich eigentlich ausdrücken: Es war ein Riesenschritt, aber es hat sich voll ausgezahlt. Ich hab mir im Frühjahr, als ich das erste Mal selbst alles auf der Grabung dirigiert habe, fast in die Hosen gemacht vor Nervosität....aber ich würd niemals wieder zurücktauschen.

Man muß sich trauen, aus dem gewohnten und bequemen Trott auszubrechen – durch die Herausforderung fühlt man sich plötzlich wieder lebendig! :)^

p@etiIte-veFinardxe


Wow, sehr außergewöhnlich und sehr interessant!

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