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Mein Berufsleben-Jammer-Faden

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Sunflower, lies dich mal über Boreout ein. Das ist typisch für das Krankheitsbild. Weil man schon so "ausgelangweilt" ist, dass man gar nicht mehr Arbeit schafft.... Und weil man sich auch dafür geniert zuzugeben dass man nicht ausgelastet ist und weil der Job dann ja auch gestrichen werden könnte. Lies mal die Beschreibung eines Boreout durch. Ich habe das selbst erst vor kurzem entdeckt und absolut erstaunt, wie exakt es meine Situation beschreibt.

wQhoV_made_xwho


...außerdem läuft man dann auch Gefahr, zu viel Arbeit zu bekommen, wenn man sich deshalb an höhere Stellen wendet. Und zwar vielleicht soviel, dass man das dann auch nicht mehr schafft. Wäre ja möglich. :)z

Die Gefahr des Jobverlustes würde ich auch nicht unterschätzen.

T>hiQs T$wiligpht Gar2dexn


Was sagst du denn zu meinen Vorschlägen

2. Du könntest studieren (Tanz, Kultur was auch immer etc.) und nebenbei eben 20 std und am WE und den Semesterferien arbeiten. Wenn du ein tolles Studium hast, nervt dich ein monotoner Job nicht mehr so, weil du weißt, wofür.

3. Du könntest dich auch kündigen lassen und erstmal eine Auszeit nehmen. Dann bekommst du zwar nur ALG1, könntest aber die Zeit nutzen, mit dir klar zu kommen, eine Therapie zu machen etc.

d\asgesunldepl5us20


Ich hatte schon mehrere Arbeitsstellen, und bis auf einen Job (der extrem stressig war und mich total überfordert hat!!) waren die Bürojobs überall so öde und langweilig und oft sehr wenig zu tun. Hier wurde ich zB zusätzlich eingestellt damit es in den Urlaubszeiten nicht eng wird. Aber während dem Jahr ist eher wenig für mich zu tun. Es wäre zwar mehr Arbeit möglich, aber die Kolleginnen die schon langjährig da waren wollen kaum was deligieren. Einerseits bin ich froh drüber, weil ich eh schon an einem Punkt bin wo ich schon durch die wenige Arbeit genervt bin, aber andererseits verstärkt sich das Problem natürlich immer mehr. – Ich hatte schon Jobs wo ich von den 8 Stunden Anwesenheit nur eine halbe Stunde Arbeit hatte!! Und das war vor Zeiten des Internets, wo man jetzt heimlich surfen kann. Ich musste jahrelang täglich 7 – 7,5 Stunden irgendwie vorüberbringen und da habe ich diese "Trance" entwickelt, wo ich einfach abschweife. Und die rutsche ich auch heute noch oft rein, ob ich will oder nicht.

Oh Gott jetzt dachte ich gerade echt, dass ich das geschrieben hätte!! :-o Genau SO gings mir letztes Jahr fast 1 Jahr lang... Hatte im Januar eine neue Stelle angefangen und da lief es EXAKT so ab!!! Da geht man fast drauf :(v

dmas1geDsundepZlus2x0


Aber echt RESPEKT, dass du das schon so lange aushältst! Ich war permanent fertig, launisch, schlecht drauf, bekam körperliche Beschwerden... Und das nach "nur" 1 Jahr!

Du musst da echt raus... Wie soll das denn weitergehen?!

EPhemaEligerE Nutz.er (#11:59v06)


Du könntest studieren (Tanz, Kultur was auch immer etc.) und nebenbei eben 20 std und am WE und den Semesterferien arbeiten.

Und von 20 Stunden + WE kann man auch so gut leben ;-D

Ich meine – klar, es gibt Leute, den ihre finanzielle Situation nicht so wichtig ist, wenn sie dafür ein erfüllteres Leben haben. Aber es gibt auch viele, die diese finanzielle Sicherheit einfach nicht aufgeben können, was nicht heißt, dass sie nicht hinreichend unter der Situation leiden.

Szunfl owevr_7x3


@ Milky:

Ich weiß sehr gut, was BoreOut ist. Habe jetzt aber nicht die Lust & Zeit, hier einen halben Roman zu schreiben, daher:

1. Es gibt Situationen, da gibt es nix zu tun. Dann muss man da raus. Wie dasgesundeplus auch schreibt. Aktiv werden, statt verharren.

2. Es gibt Situationen, da resultiert das "keine Aufgabe" aus anderen Problemen. Entweder wird man mobbingmäßig damit bewusst ausgegrenzt. Oder man zieht sich selber aus dem Prozess zurück. DU hast keinen Bock auf den Job. DU vermeidest, mehr Aufgaben zu bekommen. Aber DU beklagst Dich über BoreOut. Mal so als Hypothese: Vielleicht wirkst Du so demotiviert und lustlos etc., dass man Dir auch deswegen nix gibt?

Was letztlich das Fazit ist:

Ja, man kann viel dazu im Internet lesen. Gerne auch von Leuten, die eine Plattform suchen und sich selber bemitleiden. Beklagen, wie schlimm das alles ist – aber eben NICHT aktiv werden.

Du verhinderst Deinen Angaben nach selber, dass Du mehr Arbeit bekommst. Rechtfertigst das mit Angst, den Job zu verlieren. Aber bist kreuzunglücklich.

Also: Raus aus der Starre und dem "Ich hab' BoreOut". Ja, mag sein. Aber nur, weil das "im Internet genauso geschrieben wird", ist es kein Grund, zu verharren.

Versuche, im ungeliebten Job dennoch was zu ändern und Engagement zu zeigen. Riskiere meinetwegen auch die Kündigung, weil man dann feststellt, dass Deine Stelle überflüssig ist. Was Besseres kann Dir fast nicht passieren. Sorry, klingt hart, aber wenn Du selber einfach nur verharrst, muss halt von außen was passieren.

Oder werde ohne jegliches Engagement halt anderweitig aktiv.

Was mich wirklich anspringt: Du bist unterfordert und schaffst trotzdem Deine Arbeit nicht (oder nicht mehr Arbiet oder wie auch immer). Deine Schwester beendet ihr Studium nicht. Massive Versagensängste einerseits? Wobei Unterforderung in einem ungeliebten Job dann gleich zwei kritische Aspekte in sich birgt: Versagensängste, wg. derer man verharrt. PLUS den Frust über den ungeliebten Job.

Kurzum:

Entweder Du änderst was – oder lässt es. Aber zu verharren mit der Begründung "das ist BoreOut" bringt NICHTS.

L[ewilan


Milky

Boreout ist aktuell kein anerkanntes "Krankheitsbild", soweit ich das weiss. Das Wort ist 2007 von den Autoren von "Diagnose Boreout" erfunden worden.

Ich will damit nicht sagen, dass Boreout kein nennenswertes Phaenomen waere. Ich denke aber schon, es ist wichtig, dass man das nicht so benutzt, um sich zu sagen, "ich bin krank, ich kann nichts dafuer". Das Buch nimmt den Leuten nicht ihre eigene Verantwortung, etwas an der Situation zu tun, wenn sie Besserung wollen.

Tchis T\wiligyht Gardxen


Und von 20 Stunden + WE kann man auch so gut leben ;-D

Tja, dieeierlegeneWollmilchsau gibt es aber nun mal nicht oder eben sehr selten.

Und ja, viele Studenten machen das eben so, wenn sie kein Bafög o.ä. bekommen.

Entweder man hat mehr Zeit (arbeitslos) dafür aber kaum Geld oder man verdient eben weniger Geld und kann dafür noch studieren oder man verdient genug und muss dann eben mit seiner Arbeit klarkommen.

Andere würde sich vll um den Job der TE reissen und sie besetzt ihn (schlecht) und jammert weiter... aber so geht es ja nicht weiter.

lpa/be/Imi


Die meiste Zeit bin ich geistig gar nicht anwesend. Ich träume so vor mich hin und täusche vor ich würde arbeiten, damit ich nicht zu viel Arbeit auf den Schreibtisch bekomme. Weil die Arbeit an sich finde ich langweiliger als vor mich hin zu träumen. Am liebsten wäre es mir man würde mich komplett in Ruhe lassen. Dann kann ich manchmal eine Art Trancezustand erreichen und die Stunden verfliegen.

Die Parallele zu deiner Schwester wird immer offensichtlicher: Ihr lebt beide auf Kosten anderer, deine Schwester auf Kosten der Eltern, du auf Kosten einer Firma. Du hast für deine Situation genau so eine Entschuldigung parat wie wahrscheinlich deine Schwester für ihre Situation.

Egal ob nun Boreout eine anerkannte Krankheit ist oder nicht: Du musst selber aktiv werden, um was zu verändern. Bei dieser Unterforderung ist eine Reduzierung doch eigentlich das Naheliegendste. Du gehst zum Abteilungsleiter und sagst ihm, dass du die Arbeit auch mit 80% gebacken kriegst. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Abteilungsleiter dir diese Ehrlichkeit übel nehmen könnte. Natürlich besteht ein Risiko, dass du auf Unverständnis stossen wirst – aber Veränderungen gibt es selten ohne eine Restgefahr. Lieber eine Veränderung wagen als unglücklich sein.

dvasgesu(ndephlus20


@ sunflower:

:)^ :)^

S`unflo{wer_7x3


Weil die Arbeit an sich finde ich langweiliger als vor mich hin zu träumen.

Ja was denn jetzt? Habe das irgendwie überlesen...

Das Buch nimmt den Leuten nicht ihre eigene Verantwortung, etwas an der Situation zu tun, wenn sie Besserung wollen.

:)^ :)z

Aber es ist halt einfacher und unbedrohlicher, sich auf eine Diagnose zu berufen – und das als Entschuldigung für alles zu nehmen.

I+n-KoEg* Nitxo


ich war auch mal so in der mittelmäßigkeit gefangen.

nach der fachhochschulreife eine ausbildung gemacht und vpn einer spezialisierten zeitarbeitsfirma auf einen systembetreuer-posten gesetzt, der wirklich richtig toll war!!

aber das ging nur drei monate, danach kam ich dann in die sekretariats – und zuarbeiterebene und ich habe echt gemeint, ich spinne....

die arbeit war innerhalb 1,5 stunden erledigt und was macht man den rest des tages? wie kann man so sein leben verbringen? vielleicht, wenn man dann abteilungsleiter ist, aber dann braucht man meistens ein bwl-studium....

mich hat nur aufrecht gehalten, dass ich nebenbei mein richtiges abi gemacht habe und wußte, okay, irgendwann ist es vorbei.

hatte übrigens nicht schlecht verdient, bin aber freiwillig zurückn ins studentendasein mit kindergeld und mini-bafög von 35.- im monat.

aber ich war glücklich @:)

meiner schwester ging es übrigens ähnlich, sie hat nach dem abi nichts gefunden, hat dann eine ausbildung gemacht und war mit 24 fillialleiter bei marc o polo.

und dann?

tja...mit 34 hat sie nun endlich ein studium angefangen (fern-uni hagen) und nun passt es.

MVil}ky_Ke7x7


Versagensängste spielen sicher eine Rolle. Ich denke mal sowohl bei mir als auch bei meiner Schwester. - Aber es ist sooo schwer etwas zu ändern. Habe ja wie gesagt mehrmals Abteilungen und sogar Firmen gewechselt und immer wieder dasselbe. Kenne einige (Ex-) Kolleginnen denen es genauso geht mit dem stundenlangen Herumsitzen. Kommt anscheinend leider gar nicht so selten vor in Büros.... Wenn da einige was sagen würden dann wären viele den Job los. Und das traurige ist ja, dass man wg. dem Geld vom Job abhängig ist. Und mittlerweile weiß ich ja dass es im nächsten (Büro)-Job nicht besser wäre. Aber eine andere Richtung einzuschlagen wäre extrem schwer mit Mitte 30. Vom Arbeitsamt ist nichts zu erwarten. Sobald ich einmal arbeitslos war bekam ich sofort Unmengen an Bürojobs zugeschickt auf die ich mich bewerben MUSSTE und sofort saß ich im nächsten Büro. :-(

Lre/wiaxn


Andere würde sich vll um den Job der TE reissen und sie besetzt ihn (schlecht) und jammert weiter... aber so geht es ja nicht weiter.

Naja. Ein geradezu ethisches Problem muss man da jetzt auch nicht draus machen. So lange Milky den Job hat und die Firma anscheinend nicht allzu unzufrieden mit ihr ist, ist das Problem ihre eigene Zufriedenheit, und darueber hinaus sehe ich keines. Dass irgendjemand anders auf demselben Job gluecklicher waere, kann hier keiner wissen.

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