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Mein Berufsleben-Jammer-Faden

M!ilkyx_e77


Hallo liebe HannahWe!

Oh schön von dir zu hören! :-)

Toll dass es dir schon so viel besser geht und dass du eine gute Lösung gefunden hast, dich zu erholen.

Jaaaaaa Teilzeitarbeit wäre ein Traum! x:) Damit würde ich mich auch viel wohler fühlen.

Wie du sagst, täglich mind. 10 - 11 Stunden außer Haus zu sein, die Sonne im Herbst/Winter gar nicht zu sehen und kaum Freizeit zu haben, das macht das Leben oft sooo schwer. :°(

Sollte eh demnächst endlich bei der Psychologin anrufen.

Weiß aber nicht, wie ich die Termine unterbringen soll.

Schwierig :-/

Aber werde mal fragen welche Öffnungszeiten sie hat.

Während der Arbeitszeit kann ich ja nicht hin (soll ja der Arbeitgeber nicht mitbekommen, dass ich psychologische Hilfe in Anspruch nehme).

Und ich komme erst um 17:45 nach Hause, also echt schwierig. :-|

Naja, vielleicht könnte ich Stunden freinehmen, aber das muss ich dann nacharbeiten und komme dann ein anderes mal NOCH viel später nach Hause.

Es ist so schwer Termine zu handeln, wenn man Vollzeit arbeitet und noch dazu pendelt.

Mgilkym_e7x7


ach ja, News von meiner Schwester.

Sie wird wohl nie in ihrem Leben arbeiten. Habe mit meiner Mutter vor kurzem darüber gesprochen, sie sagt dass sie es aufgegeben hat, meine Schwester soll halt einfach zuhause bleiben und nichts machen, hauptsache kein Streit :-| Denn meine Schwester hat sehr gereizt reagiert als meine Eltern vor Weihnachten gesagt haben sie soll das Studium nach 16 Jahren jetzt vielleicht mal beenden und arbeiten.

HkannjaxhWe


Naja, vielleicht könnte ich Stunden freinehmen, aber das muss ich dann nacharbeiten und komme dann ein anderes mal NOCH viel später nach Hause.

Es ist so schwer Termine zu handeln, wenn man Vollzeit arbeitet und noch dazu pendelt.

Absolut! Das ging mir auch immer so - jeder Arzttermin ist eine mittelschwere planerische Katastrophe - ich kam nie vor 18.30 Uhr nach Hause - da haben natürlich alle Arztpraxen, Behören, Post, usw. alles zu.

Allerdings war auch mein Blickwinkel schuld- meine Gesundheit (auch meine psychische Gesundheit!) ist wichtiger als alles andere - wichtiger als alle Meetings, Projekte, Abgabefristen usw.

Das hätte ich eigentlich vorher schon wissen können - aber ich musste erst den großen Zusammenbruch haben bis ich es wirklich eingesehen habe.

Zum Thema Termine und Vollzeit arbeiten: Meine Psychologin ist Fachärztin für psychotherapeutische Medizin, und damit eine Ärztin. Für Arzttermine, die man nicht außerhalb der Arbeitszeit legen kann (z.B. weil der Arzt keine Sprechstunde außerhalb deiner Arbeitszeiten hat!) hat man in Deutschland das Recht auf bezahlte Freistellung von der Arbeit.

Ich weiß nicht wie das in Österreich ist, aber dein Arbeitgeber muss dir ermöglichen, deine Arzttermine wahrzunehmen.

Es kann sein, das du die Zeit nacharbeiten musst - aber vielleicht ist es das Wert? Es ist natürlich ein Unterschied ob jemand nur etwas unzufrieden mit seinem Leben ist oder bereits schwer psychisch erkrankt ist deswegen - aber bei mir war die Phase vom einen in das andere lediglich eine Sache von wenigen Wochen.

Ich würde dem Arbeitgeber nicht sagen, wo du hingehst - viele Leute kennen sich leider überhaupt nicht mit psychischen Erkrankungen aus oder nehmen diese nicht ernst - man kann ihnen nur wünschen das sie nie nie nie in ihrem Leben einmal psychisch krank werden - denn das ist schlimmer und belastender als sehr viele körperliche Krankheiten.

Es muss den Arbeitgeber ja nichts angehen wo du hingehst - genausogut könnte es die wöchentliche Physiotherapie für ein Knieproblem sein, oder die Dialyse für eine Nierenkrankheit!

Man muss auch nicht jede Woche zum Psychologen, wenn man einigermaßen stabil ist - manche gehen nur alle 14 Tage oder sogar einmal im Monat - je nachdem, wie sie es brauchen und zeitlich einrichten können.

TLhis TawiligUht Gakrden


Jaaaaaa Teilzeitarbeit wäre ein Traum! x:) Damit würde ich mich auch viel wohler fühlen.

dann setz doch vorrangig alles dran, das deinem chef vorzuschlagen! danach hättest du auch die zeit, für eine therapie (falls du sie dann überhaupt noch brauchst)...

oder hatten wir das schon mal vorgeschlagen?

und dein chef will das nicht, weil das bedeuten würde, es falle zu wenig arbeit an und ihm würde, sein status eine vorzimmerdame zu haben, gestrichen werden?

Tshqis Twigligh[t Garxden


in meinem letzten job hatte ich auch die stunden reduziert und nur noch 25 std. gearbeitet. das tolle war, dass ich sonur ne 4 tage woche hatte ;-D

M^ilkyy_e77


4 Tage-Woche bei 25 Std. wär NOCH ein schönerer Traum! x:)

Aber wie gesagt denke ich nicht, dass es an diesem Arbeitsplatz möglich wäre.

Eben aus Prestige-Gründen der Abteilung und auch weil dann auch später keine Vollzeitstelle mehr vorgesehen wäre (auch wenn mehr Arbeit anfällt).

Hat mir die Chef-Assistentin erklärt auf eine vorsichtige Anfrage meinerseits.

Naja, dann muss ich eben schauen dass ich zumindest einen ersten Termin bei der Psychologin mal zeitlich wahrnehmen kann.

Wöchentlich könnte ich es zeitlich wohl nicht schaffen, aber alle 2 Wochen oder einmal im Monat müsste wohl irgendwie gehen, denke ich.

Es hat mich eben jetzt wieder etwas runtergezogen, dass meine Schwester jetzt offiziell wirklich nie arbeiten wird und lebenslang alles von den Eltern bekommt.

Habe mit meinem Freund über die ganze Problematik gesprochen und er meint, ich habe das Pech dass ich so überdurchschnittlich viele Leute kenne, die nicht arbeiten.

M/adame'_planJloxs


Es hat mich eben jetzt wieder etwas runtergezogen, dass meine Schwester jetzt offiziell wirklich nie arbeiten wird und lebenslang alles von den Eltern bekommt.

Was gedenkt deine Schwester eigentlich zu tun, wenn eure Eltern irgendwann nicht mehr für sie sorgen können? Will sie sich dann einen Ehemann suchen, der für alles aufkommt?

M^ilky^_e7x7


so weit denken meine Eltern nicht und meine Schwester schon gar nicht ;-)

naja, wir werden wohl das Elternhaus erben.

Werden wir verkaufen, den Erlös teilen und davon muss sie dann halt leben.

Ob es bis ans Lebensende ausreicht bezweifle ich aber.

Rente wird sie ja auch keine bekommen, da sie nie gearbeitet hat.

MmilLky_me77


Einmal hab ich meine Schwester gefragt was sie im Alter dann machen wird, ohne Rente.

Sie hat geantwortet wer weiß ob sie überhaupt so alt wird, man kann ja vorher schon sterben. ;-D :=o

M&adam1e_planxlos


Also ganz ehrlich, das Leben deiner Schwester möchte ich nicht leben. Du kannst trotz aller Nachteile und Schwierigkeiten froh sein, dass du dich selbst versorgen kannst und eine Aufgabe hast.

Das mit der Teilzeitstelle wäre doch super. Wenn das bei dir im Betrieb nicht klappt, könntest du dir nicht vielleicht woanders eine Stelle suchen? Sofern man sich eine Teilzeitstelle erlauben kann, finde ich das eine tolle Sache. Man arbeitet, verdient Geld,hat eine Aufgabe, aber dennoch ausreichend Freizeit. :)^

Aber das gibt es doch nicht, dass sich deine Eltern und deine Schwester darüber keinerlei Gedanken machen. :|N

Deine Eltern sind auch mMn viel zu gutmütig. Ich glaube, ich hätte deine Schwester irgendwann einfach rausgeworfen und hätte gesagt, dass sie sich einfach jetzt mal selbst durchschlagen muss.

Finde auch die Ansicht deiner Eltern utopisch, dass deine Schwester nach 16 (!) Jahren noch das Studium abschließt und dann noch eine Stelle bekommt. Ich glaube mit dieser Vorgeschichte dürfte es äußerst schwer ein, etwas zu finden.

H^annashWe


Einmal hab ich meine Schwester gefragt was sie im Alter dann machen wird, ohne Rente.

Sie hat geantwortet wer weiß ob sie überhaupt so alt wird, man kann ja vorher schon

Das nenne ich mal grundoptimistisches Denken, da können wir uns alle mal eine Scheibe von abschneiden! ;-) Deine Schwester ist das Gegenteil von uns- wir sehen uns meistens schon (in unserem Katastrophendenken!) unter der Brücke sitzen, wenn wir nur mal einen Rüffler vom Chef kriegen, während deine Schwester sich die Sorgen um ihre Zukunft garnicht erst macht.

Das tolle daran - Menschen die sich wenig Sorgen um ihre Zukunft machen sind generell gesünder - weil Sorgen krank macht - und Leben demnach meist länger.

Das heißt deine Schwester wird wahrscheinlich steinalt werden - die Frage ist wirklich, wovon sie leben will, wenn deine Eltern mal nichtmehr leben.

Darf ich Fragen was deine Eltern beruflich machen? Denn man sollte ja davon ausgehen das Leute, die selbst gerne, viel und hart arbeiten, dies auch von seiner eigenen Tocher erwarten würden. Wohingehen man meinen könnte, das Leute, die selbst nicht oder nur widerwillig arbeiten, diese Einstellung auch an ihre Kinder weitergeben und dadurch zwei Töcher so erziehen, dass die eine überhaupt nicht arbeitet und die andere ihr ganzes Leben unter der Tatsache leidet, dass sie arbeiten muss.

Könnte da was dran sein? Vieles im Leben übernimmt man unbewusst von seinen Eltern, so zum Beispiel auch die Einstellung, dass Arbeit wichtig ist und Spaß macht, oder das Arbeit ätzend ist und man sich durchquälen muss.

M ilkyV_e77


So, ich habe jetzt gerade an die Psychologin ein Mail geschrieben, nach den Öffnungszeiten gefragt und um Terminvereinbarung gebeten.

Ich hoffe sie hat auch nachmittags geöffnet (wenigstens 1 Wochentag), damit ich es zeitlich irgendwie mit der Arbeit vereinbaren kann.

Bin froh jetzt den 1. Schritt mal gemacht zu haben. :-)

@ Madame_planlos:

Nein, weder meine Schwester noch meine Eltern denken anscheinend an die Zukunft.

Mbileky_ea77


@ HannahWe:

Meine Eltern sind normale Angestellte gewesen.

Mein Vater ist seit 2 Jahren in Altersrente.

Meine Mutter hätte eigentlich noch ein paar Jahre bis zur Rente, arbeitet aber nicht mehr und überbrückt die Zeit bis zur Rente von Ersparnissen bzw. der Rente meines Vaters.

Mein Vater hat total gerne gearbeitet, wir haben im Spaß oft gesagt dass er sowohl mit meiner Mutter als auch mit der Firma verheiratet ist. ;-)

Meine Mutter hat nicht ganz so gern gearbeitet, aber großteils hat es ihr gefallen.

Sie hatte dann mit Anfang 50 aber genug vom Arbeiten und ist jetzt zuhause.

Also ich glaube nicht dass die negative Einstellung von mir und meiner Schwester von den Eltern ausgelöst wurde.

Bei mir vielleicht indirekt, da meine Schwester eben NICHT arbeiten muss und mir diese Ungerechtigkeit sehr weh tut.

Mzilky__e7x7


Nachtrag an HannahWe:

ja stimmt, eigentlich könnte man sich eine Scheibe davon abschneiden, dass man also nicht so viel grübelt und plant.

Weil meistens kommt eh alles anders als man denkt oder plant.....

Aber es lässt sich natürlich leicht planlos dahinleben, wenn man im gemachten Netz sitzt und die Realität nie kennengelernt hat.

Da wir die Realität aber kennen, können wir die Augen nicht so verschließen wie jemand, der quasi immer noch wie ein behüteter Teenager lebt.

T9his Tw"ilight 0Gar,den


So, ich habe jetzt gerade an die Psychologin ein Mail geschrieben, nach den Öffnungszeiten gefragt und um Terminvereinbarung gebeten.

Ich hoffe sie hat auch nachmittags geöffnet (wenigstens 1 Wochentag), damit ich es zeitlich irgendwie mit der Arbeit vereinbaren kann.

Bin froh jetzt den 1. Schritt mal gemacht zu haben. :-)

das finde ich suuuuper!!!!! du wirst merken,wie gut das tut, mit jemandem professionellen zu reden :)z .

gehen sich deine eltern und schwester denn nicht auf den senkel? alle 3 hocken zuhause...

und führt deine schwester denn auch keine beziehungen?

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