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Mein Berufsleben-Jammer-Faden

R,ai1nexr99


So wie es aussieht führt es dazu, dass deine Schwester einen Mann kennenlernt und Kinder bekommen wird. Das heißt Sie wird nie in dem Bereich arbeiten, den Sie Jahrelang studiert hat. War bei meiner Cusine genauso.

M7ilkcy_eM7>7


@ Rainer99:

Nein, das glaube ich eher nicht. Sie ist ja auch schon Mitte 30 und möchte weder Beziehung noch Kinder.

L{ilaLiona


Solche Aussagen finde ich respektlos und – im großen Ganzen betrachtet – ziemlich kurzsichtig.

Wer dauerhaft 55-60 Std. die Woche arbeitet, obwohl vertraglich nur 40 Std. vereinbart sind, wer darüber jammert, tagtäglich über 12 Stunden aus dem Haus zu sein und seinen Partner nur zwei Tage die Woche zu sehen, der sollte ernsthaft über einen Job-Wechsel nachdenken.

Versteh nicht, was an diesem Ratschlag respektlos ist.

Kurzsichtig finde ich eher, weiterhin in einem Job zu bleiben, der einem das Leben schwer macht, in dem man sich nicht wohlfühlt und in dem man so viel Lebenszeit verschwendet, dass man seine Freizeit kaum noch genießen kann. Das Arbeitsleben ist so lang und nimmt so viel Zeit ein, da würde ich persönlich viel investieren, mich in eine Position zu bringen, mit der ich gut leben kann.

M onTgexr


Volle Zustimmung @LilaLina, besser hätte ich das auch nicht sagen können.

H"annaxhWe


Versteh nicht, was an diesem Ratschlag respektlos ist.

Ich auch nicht. Ich finde es eher respektlos sich selbst gegenüber, seinem Körper und seiner Psyche zuzumuten, so viel zu arbeiten, wenn man nicht gerade einer der wenigen Menschen ist, der 180% brennt für seinen Job und dem dieser Job so viel zurückgibt das es einen nicht groß belastet.

Die meisten Menschen sind aber nicht so gestrickt und die meisten beuten sich mit solchen Jobs selbst aus - achten weniger auf ihre Gesundheit, haben weniger Ausgleich mit Freunden und Hobbies und werden dadurch irgendwann dünnhäutiger, manche sogar krank. Außerdem sieht man, wenn man soviel arbeitet, das Leben irgendwann nurnoch mit Scheuklappen, guckt nichtmehr links und rechts, weil man nurnoch mit Arbeit, essen und schlafen beschäftigt ist. Das halte ich auf Dauer für gefährlich.

Es gibt wirklich Länder auf dieser Welt, in dem die Menschen gezwungen werden, solche Arbeitszeiten dauerhaft zu akzeptieren. In Deutschland ist das nur solange der Fall, wie es Leute gibt, sie sich das gefallen lassen. Wenn es niemand machen würde, gäbe es das Problem nicht.

DaarkrxedSuQnshixne


Außerdem sieht man, wenn man soviel arbeitet, das Leben irgendwann nurnoch mit Scheuklappen, guckt nichtmehr links und rechts, weil man nurnoch mit Arbeit, essen und schlafen beschäftigt ist.

Das halte ich für nen Gerücht, denn wenn man auch viel arbeitet hat man ja trotzdem noch die ein oder andere Stunde für sich. Man kann sich ja trotzdem mit jemanden treffen, mal joggen gehen, mal schwimmen gehen, abends einfach mit Kollegen in der Kneipe sitzen und quatschen. Man muss es sich nur einteilen und wissen, wofür man das macht und kämpft.

_]Parrvatxi_


Guter Beitrag, HannahWe :-)

Ich habe in der Klinik auch gelernt, dass man mehr auf sich achten soll und auch für sich und nicht für die anderen leben soll. Man kann auch mal was verrücktes machen, was man schon immer mal machen wollte, aber sich nie getraut hat. Bei mir war es letztendlich auch so. Ich habe mich nie getraut, der brotlosen Kunst nachzugehen. Aber jetzt möchte ich das Risiko eingehen. Jetzt habe ich die Mittel dazu und, wenn ich mich dafür noch eine Weile von meinem Mann aushalten lasse. Das ist mir egal. Ich will jetzt einfach mal an mich denken und wieder glücklich sein. Mein Körper und meine Psyche hatten die letzten Jahre genug Rückschläge erlitten.

H annahxWe


und wissen, wofür man das macht und kämpft.

Und wofür kämpfst du? Für Anerkennung, Lob, die nächste Beförderung? Oder bekommst du die Überstunden ausgezahlt und kannst dir dafür Dinge leisten, die dir wirklich am Herzen liegen?

Soll keine Provokation sein diese Frage, aber es interessiert mich wirklich.

DYarkredSu2nshixne


Ich kämpfe dafür, dass Dinge vorwärts gehen und fertig werden.

Dafür, dass es auch Frauen in dieser Branche leichter haben, einen Fuß auf den Boden zu bekommen und vor allem ernst (!) genommen werden.

Die Überstunden bekomme ich nicht ausgezahlt. Muss es auch gar nicht. Mir reicht es schon, dass ich weiß, dass ich nen hervorragenden Job abliefer. Außerdem ist mein Grundgehalt ausreichend hoch, dass ich mir Dinge leisten kann, die mir am Herzen liegen.

wenn ich mich dafür noch eine Weile von meinem Mann aushalten lasse. Das ist mir egal. Ich will jetzt einfach mal an mich denken und wieder glücklich sein

Wäre ich dein Mann, würde ich das nicht mitmachen. Das ist meiner Meinung nach alles andere als eine gute Eigenschaft :-X

K&adhGidya


Wer dauerhaft 55-60 Std. die Woche arbeitet, obwohl vertraglich nur 40 Std. vereinbart sind, wer darüber jammert, tagtäglich über 12 Stunden aus dem Haus zu sein und seinen Partner nur zwei Tage die Woche zu sehen, der sollte ernsthaft über einen Job-Wechsel nachdenken.

Darkred jamermt doch gar nicht, sie hat nur auf eine Frage geantwortet, dass sie ihn nur 2 Tage die Woche sieht.

Jammern tun hier andere.

Soviel arbeiten ist nicht jedermanns Sache, es muss ja auch nicht unbedingt sein, niemand verlangt von euch, da gleich zu ziehen. Aber es gibt dennoch viele Leute, die es tun (und nicht nur wenige"). Geisteswissenschaftliche Akademiker, okay die sind für einen persönlich eher "unwichtig" – aber bezüglich der medizinischen Versorgung seid ihr gar nicht auf meinen Beitrag eingegangen.

Ist vermutlich zu unbequem, was soll man schon sagen, denn wenn alle Leute euren Rat mit der Arbeitszeit befolgen würden, sähe es bei der gesundheitlichen Versorgung/Notfallversorgung/Altenpflege sehr mau aus.

TohiTs Tgwilight\ Garden


sähe es bei der gesundheitlichen Versorgung/Notfallversorgung/Altenpflege sehr mau aus.

wenn sich aber alle AN weigern würden sich ausbeuten zu lassen, wären die betriebe gezwungen mehr personal einzustellen.

M~ilkey_e77


Mehr Personal = weniger Arbeitslose

Ich finde es wäre besser die Arbeit unter mehr Leuten aufzuteilen.

Manchen arbeiten 60+ Stunden pro Woche (20 Stunden davon gratis), und andere bekommen gar keinen Job.

Da könnte schon ein zweiter Job geschaffen werden.

Lli ltaL}inxa


Darkred jamermt doch gar nicht

ich habe das hier anders aufgefasst.

ich arbeite 11-12 Stunden am Tag. Meist ohne Pause (max. 1/2 Stunde). Dann fahr ich täglich noch 0,5 Stunden. Und habe montags und freitags fast 400km vor mir um nach Hause zu kommen. Meinen Partner sehe ich dann auch nur am WE. DAS ist ätzend

D*unkTelbu4nt17


Aus aktuellem Anlass kann ich dir auch nur den Ratschlag gegeben: ändere das was dir nicht gefällt, solange es geht.

_yP arvatxi_


@ DarkredSunshine

Wäre ich dein Mann, würde ich das nicht mitmachen. Das ist meiner Meinung nach alles andere als eine gute Eigenschaft :-X

Du kennst doch die Hintergründe nicht und du bist zum Glück auch nicht mein Mann ;-) Mein Mann hat kein Problem damit, dass ich mir ein zweites Standbein aufbaue und er mich dabei auch finanziell unterstützt. Ich kann mich natürlich auch weiter im Bürobereich bewerben, wo ich seit Jahren eh erfolglos Bewerbungen geschrieben habe und wo ich eh nicht mit dem Beruf glücklich werden würde. Ich sehe in meinem gelernten Beruf einfach keine Perspektive mehr, vor allem nicht in der Region, wo ich lebe. Davon abgesehen, dass ich den erlernten Beruf körperlich z.Z. eh nicht ausüben könnte. Und da es für meinen Mann nicht in Frage kommt weg zu ziehen, bin ich zudem auch örtlich gebunden. Also muss nach Alternativen gesucht werden. Die Möglichkeiten sind nun mal begrenzt, wenn man zum einen körperlich eingeschränkt ist und zum anderen in einer der wirtschlaftlich schwächsten Regionen in D lebt. Dann widme ich mich lieber einer eh schon lang gehegten Leidenschaft als gar nichts zu machen.

Ich hatte ehrllich gesagt auch bedenken, dass mich in der psychosomatischen Klinik die Ärzte und Therapeuten belächeln, als ich ihnen gegenüber äußerte, dass ich mich der Malerei widmen will. Aber im Gegenteil, die fanden es sogar sehr gut. Da war ich selbst mal mit meiner Therapeutin in einem Thema einig und das will schon was heißen.

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